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Magenschleimhautentzündung und verätzte Speiseröhre

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Hallo ihr Lieben!

Ich muss euch mein Leid klagen in der Hoffnung ihr habt damit vielleicht Erfahrung oder ein paar hilfreiche Tipps auf Lager. :)z

Es geht darum, dass ich schon seit ca. Ende April unter Übelkeit, druck im Oberbauch, extremes Völlegefühl nach dem Essen und einer allgemeinen Appetitlosigkeit leide (muss mich total zwingen zu essen). Hatte vor einer Woche eine Magenspiegelung und es wurden drei Dinge festgestellt:

- geschwollene und

- von Säure angefressene Magenwand

- und von Säure geschädigte Speiseröhre

(sorry wg der komischen Ausdrucksweise, musste es vom englischen übersetzen)

Der Arzt meinte auch, das ich eine Woche von einem Magengeschwür entfernt war. :-(

Auf jeden fall habe ich nun Medis von meinem Arzt bekommen (die ganze Zeit vor dem Befund habe ich Pantozol genommen, hatte aber das Gefühl, es bereitet mir Kopfschmerzen und eine allgemeine Antriebslosigkeit)

jetzt nehme ich (genau nach Uhrzeit) morgens Zantac 150mg, mittags und abends Lanzor 30mg und spät abends nochmal Zantac. Es ist soweit alles ok aber ich leide trotzdem an einer permanenten Übelkeit, mal mehr mal weniger. Die Übelkeit kommt so Intervallartig, mir wird dann für einen kurzen Moment heiss/kalt und dann übel. Mein begleitendes Sodbrennen hab ich total in den Griff bekommen, muss nur noch ab und zu aufstossen.

Abends ist es dann meistens auch die Übelkeit ok und ich habe keine Beschwerden mehr, ausser ein kleines Völlegefühl. So geht das jeden Tag und so langsam werde ich wirklich Depressiv, diese ständige Übelkeit macht mich einfach fertig, habe das Gefühl mich nicht frei Bewegen zu können. Habe das Gefühl mich total von Leuten abzukapseln und nur noch alleine sein zu wollen, was mir selbst auch sehr weh tut.

Versuche auch schon durch meine Ernährung die Heilung zu unterstützen, meine Ernährung besteht z.Z aus:

- Frühstück: (Haferflocken, Joghurt, Milch)

- Mittagessen: (Haferflockensuppe, gekochte Kartoffeln)

- Abendessen: (Subway Sandwich, ohne scharfes/tomaten)

zwischendurch ess ich Kräcker, Nüsse und trinke sehr sehr viel Kamillentee mit frischem Ingwer (gegen die Übelkeit).

Ich trinke keinen Alkohol/Kaffee, rauche nicht und esse nichts süsses und scharfes.

Trotzdem geht dieser Scheiss einfach nicht weg. Bin ich zu ungeduldig?

Wie lange hat es bei euch gedauert bis alles verheilt war und ihr euch wieder richtig wohl gefühlt habt?

Habe gerade das Gefühl nie wieder gesund zu werden, ich weiss das klingt total übertrieben aber da ich das nun schon eine weile habe bin ich langsam am verzweifeln. :°(

Habt ihr mir ein paar Tipps wie ihr euch ernährt, aufgeheitert und es in Griff bekommen habt? :°_

Ich danke euch schon mal im voraus für eure Tipps :-x

LG melli

Antworten
PvaulaUmarxie


wenn ich das richtig verstehe, hast Du eine Gastritis (welcher Typ?) und eine Refluxösophagitis (welcher Grad?) mit akuter Speiseröhrenentzündung.

Haferflockensuppe und gekochte Kartoffeln sind auf jeden Fall mal gut, wenn Du wirklich kurz vor einem Magengeschwür warst.

Die Protonenpumpenhemmer müßten die Säure eigentlich komplett abblocken. Hast Du einen Zwerchfellbruch?

P@aulaRmarice


Ich muß Master p widersprechen.

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Nimm erstmal die Medikamente wie vom Arzt verschrieben, frag' nach wie lange und steig' dann, wenn irgend möglich, auf Ranitidin 300 um.

Aber erst mal erfrage, welche Stärke Deine Entzündungen haben.

Ich würde deshalb nicht eigenmächtig meine verschriebene Medikation ändern, weil Du ja kurz vor einem Magengeschwür stehst, trotz – wenn ich das richtig verstanden habe – schon vorheriger Einnahme von Protonenpumpenhemmern. Helicobacter wurde ja sicherlich schon ausgeschlossen, sonst hätte der Arzt sofort mit Antibiotica begonnen. Wurden Proben entnommen?

S"unflrowxer_73


Mein Tipp: Lass' den Ingwer auch mal weg!

Ja, er ist gut gegen Übelkeit. Aber eben auch scharf – und das reizt den Magen wieder. Ich habe immer mal wieder Gastritis & entzündete Speiseröhre, was u.a. an Medikamenten liegt, die ich nehme.

Auch wenn akut nichts ist, bin ich eher magenempfindlich. Mag Ingwertee insgesamt sehr gerne. Aber nach ein paar Tagen mit 1-2 Tassen bekomme ich zunehmend Magenprobleme. Lass' ihn also mal weg.

Ansonsten:

Ich vertrage die PPI bspw. gar nicht, mir bleibt also nur Ranitidin. Da aber oft 450mg, weil eine geringere Dosis nicht ausreicht.

Ergänzend kann man schleimhautschützende Mittel (z.B. mit Sucralfat) nehmen.

0900me lli0x00


Hallo!

Vielen Dank für eure Antworten.

also auf Helicobakter wurde ich sofort getestet, war aber negativ. Hatte vor 3 Jahren mal Helicobacter, war danach auch komplett weg.

Bei der Magenspiegelung wurden Gewebeproben entnommen, hab allerdings noch keinen Bericht darüber, den habe ich jedoch angefordert und werde ihn hier hineinschreiben sobald ich ihn habe.

Lebe gerade im Ausland, deswegen ist alles auf Englisch.

Ein leben lang Tabletten nehmen? Oh Gott... das hört sich wirklich beängstigend an... :°(

S&unhfKlow?erN_73


Was nützt Natur, wenn die Beschwerden stärker sind?

Ich nehme Ranitidin auch nicht durchgängig, aber ca. die Hälfte der Zeit. Ja und? "Abhängig" macht mich niemand. Ich habe eine behandlungsbedürftige Symptomatik, wofür es wirksame Medikamente gibt. Warum soll ich mir die verkneifen, wenn sie helfen?

Sicherlich sollte man zusätzlich zu den Medikamenten einiges beachten. Kein Alkohol, kein Kaffee/schwarzer Tee. Austesten, was man in punkto Ernährung verträgt (bei mir "löscht" milder Naturjoghurt Sodbrennen regelrecht). Ewige Schonkost ist nicht erforderlich und gilt mittlerweile als überholt.

Was ich sagen will: Keinerlei Rücksicht auf die Symptomatik, dafür aber Medikamente in rauen Mengen ist sicherlich KEINE Lösung. Aber Verzicht auf wirksame Medikamente ist ebenso unsinnig. Einem Diabetiker empfiehlt man ja auch nicht, auf's Insulin zu verzichten, da man ihn damit "abhängig" macht. Manche Erkrankungen erfordern nun mal eine medikamentöse Behandlung.

PXa2ula@marixe


000melli000

Warte erst mal Deine Befunde ab und vertraue Deinem Arzt. Wir hier sind alle Laien!

Aber was Du wirklich wissen solltest, ist der Grad der Verätzungen! Danach richtet sich auch die Therapie.

Es kann übrigens schon sinnvoll sein, Protonenpumpenhemmer im zeitlichen Abstand zu H2-Blockern (Ranitidin und Co) zu nehmen.

Nach Abheilen der Entzündungen wird die Medikation dann heruntergefahren.

Ich habe 8 lange Jahre PPIs genommen (USBarrett vom Fundustyp) und bin dann aufgrund von Unverträglichkeiten auf Ranitidin 300 umgestiegen. Habe zwar immer wieder eine Speiseröhrenentzündung, aber komme damit ganz gut zurecht. Von einer OP wurde mir abgeraten (hatte schon einen Termin bei einem bekannten Chirurgen). Das ist individuell verschieden und jeder muß das für sich entscheiden. Aber soweit bist Du noch lange nicht, Du weißt ja nicht mal, ob Du einen Zwerchfellbruch hast!

Rhene0ess~ance


Masterp

Ich schließe mich Paulamarie an.

Du bist kein Arzt, und ich finde, dass Du Dich dafür recht weit aus dem Fenster lehnst. Wie kannst Du einer Userin empfehlen, mal eben so locker die verschriebene Medikation umzustellen?! Da würde ich mich doch mehr zurückhalten.

Auch manche Deiner Behauptungen sind recht selbstherrlich, sorry. :-/

_oPaHrvNati_


Versuche auch schon durch meine Ernährung die Heilung zu unterstützen, meine Ernährung besteht z.Z aus:

- Frühstück: (Haferflocken, Joghurt, Milch)

- Mittagessen: (Haferflockensuppe, gekochte Kartoffeln)

- Abendessen: (Subway Sandwich, ohne scharfes/tomaten)

zwischendurch ess ich Kräcker, Nüsse und trinke sehr sehr viel Kamillentee mit frischem Ingwer (gegen die Übelkeit).

Milchprodukte eher meiden bei einer Gstritis. Bei Tomaten auch aufpassen. Die eher roh statt gekocht essen. Ingwer auch lieber meiden. Aber das wurde ja schon gesagt. Gut verträglich sind auch Bananen. Die wirken stark basisch und beruhigen den Magen.

Bei Übelkeit kannst du auch MCP-Tropfen einnehmen. Die sind aber verschreibungspflichtig. Frag mal deinen Arzt danach.

Vorsicht auch bei PPis! Durch diese kann sich, wenn sie längere Zeit eingenommen werden, ein Vitamin B12 Mangel entwickeln! die Ärzte wissen darüber aber leider nicht so gut bescheid. Regelmäßige Blutkontrollen auf einen eventuellen Mangel sind aber anzuraten.

PoaulXamarkie


Reneessance

Sprichst mir aus der Seele

PKaJul[amarxie


000melli000

Was mir noch eingefallen ist: wenn möglich ab 18 Uhr nichts mehr essen.

_LParvaCti_


Was mir noch eingefallen ist: wenn möglich ab 18 Uhr nichts mehr essen.

Wieso eigentlich? Wenn ich 18 Uhr nicht mehr essen würde, aber erst zwischen 0-2 Uhr ins bett gehe, dann gehe ich ja mit leeren und knurrenden magen schlafen. im grunde reicht es aus, wenn man 2 stunden vor dem schlafen gehen nichts mehr isst. aber das mit der 18 Uhr Regel ist einfach nur blödsinn ;-)

SGunflPower_w7x3


Ich würde mit pauschalen Ernährungs-Empfehlungen sehr vorsichtig sein... Und ich frage mich auch, ob man diese Kategorie "basisches Lebensmittel" wirklich beachten sollten. Denn lt. entsprechender Tabellen sind Nudeln bspw. stark säurebildend und somit nicht gut.

Kurzum:

Auf sehr fett und scharf verzichten, bei allem anderen ausprobieren, was man verträgt.

Bei mir lindert milder Naturjoghurt total, und auch rohe Paprika geht gut. Rohe Tomaten lösen bei mir fdast grundsätzlich heftiges Sodbrennen aus. Ingwer ist böse, Pfefferminztee aber genauso. Du merkst: Es gibt individuelle Unterschiede!

Und das "nach 18h nichts essen": Funktioniert für mich nicht. Gut, ich sollte nicht total vollgefuttert schlafen gehen. Aber wenn ich zu lange nichts gegessen habe, fahre ich damit auch nicht gut.

Pja_ulaEmari9e


Ist bei mir auch so. Aber üppige Mahlzeiten abends vertrage ich auch nicht.

Die Empfehlung: nach 18 Uhr nichts mehr essen, habe ich übrigens von mindestens 3 Ärzten einschließlich Gastroenterologen bekommen.

Sagen wir es mal anders: wenn man erst um 24 Uhr ins Bett geht, reicht es wohl, 4 Std. vorher nichts mehr zu essen.

MWasTterp


Vorsicht auch bei PPis! Durch diese kann sich, wenn sie längere Zeit eingenommen werden, ein Vitamin B12 Mangel entwickeln! die Ärzte wissen darüber aber leider nicht so gut bescheid. Regelmäßige Blutkontrollen auf einen eventuellen Mangel sind aber anzuraten.

_Parvati_

Nicht nur Vitamin B12 sondern auch noch andere Vitamine. Die Ärzte wissen das zum Teil schon nur sagt das kaum jemand. Wahrscheinlich deswegen, da man davon ausgeht, dass die PPIs eh nicht als Dauermedikament eingesetzt wird. Doof nur, wenn nichts anderes mehr hilft!

Ansonsten hast Du aber den Nagel auf dem Kopf getroffen!

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