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Magenschleimhautentzündung und verätzte Speiseröhre

C9aXllaxloo


Hallöle,

ich hab jetzt nicht den ganzen Faden hier gelesen, das mal vorweg :-)

Ich hatte im letzten Jahr auch starke Magenbeschwerden, verursacht durch Bakterien (Helicobakter). Insgesamt habe ich gute 3 Monate gebraucht, um meine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Diese waren auch Übelkeit, Völlegefühl, Aufstossen (besonders nach dem Essen) und natürlich Sodbrennen. Zurückbehalten habe ich leider eine chronische Antrumsgastritis, die ich aber mit entsprechender Ernährung und bei Bedarf Pantoprazol gut im Griff habe.

Was du auf alle Fälle meiden solltest ist: Kaffee, Pfefferminz- und schwarzen Tee, Milchprodukte, Tomaten, Süsskram, stark gewürzte Speisen und Brot! Brot säuert arg und mir war danach ganz oft sehr übel. Google mal nach basischen Lebensmitteln und versuche, dich überwiegend davon zu ernähren. Wenn du ein saures Lebensmittel essen möchtest (z. B. Fleisch), dann nur wenig davon und mit viel basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln etc.. kombiniert.

Mein Speiseplan in der schlimmen Zeit sah so aus, dass ich morgens einen Brei aus Baby-Hirsebrei mit Banane, Apfel, Nüssen und etwas Trockenobst gegessen habe. Hat lange gesättigt und ist mir gut bekommen. Mittags gab's meistens Salzkartoffeln mit etwas Butter und dazu einen grünen Salat (mal mit Mais, oder Möhren oder Gurke), oder Gemüse.

Am Abend dann schonmal ein Rührei mit viel frischem Gemüse drin und etwas Käse, damit es gut sättigt. Ansonsten Kartoffelpü, Kartoffelsalat (nur mit Brühe angemacht und ein hartgekochtes Ei rein, viel frische Kräuter), oder wieder Salzkartoffeln, oder Pellkartoffeln (ohne Quark).

Alles in Allem war mein Hauptnahrungsmittel also die Kartoffel. Die ist mir persönlich aber am besten bekommen und ist auch stark basisch.

Wenn mich der Süsshunger überkam, gab's eine Banane (auch stark basisch), oder einen Mandel-Honig-Riegel von Alnatura. Den habe ich auch ganz gut vertragen. Schokolade ging gar nicht und führte sofort zu schlimmeren beschwerden.

Getrunken hab ich nur Fenchel-Anis-Kümmel-Tee und stilles Mineralwasser. Kohlensäure ist leider auch gar nicht gut. Kaffee ist ganz tabu und Pfefferminztee ist auch überhaupt nicht gut für einen angegriffenen Magen.

Weiterhin habe ich zweimal am Tag einen Teelöffel Manuka-Honig zu mir genommen, den mag der Helicobacter gar nicht. Was er auch nicht mag ist Broccoli, den habe ich auch in rauen Mengen zu meinen Kartoffeln vertilgt.

Später habe ich dann noch auf guten Rat hier aus dem Forum vor dem Essen einen EL Spitzwegerichsaft genommen. Ich bilde mir ein, es hat mir sehr geholfen. Schmeckt schäusslich, aber welche Medizin schmeckt schon gut?

Mit zwei Antibiotikakuren und den o. g. Maßnahmen habe ich das Bakterium erfolgreich besiegen können. Der Atemtest zur Kontrolle anfang diesen Jahres hat dies auch nochmal bestätigt.

Heute muss ich nicht mehr so arg auf meine Ernährung achten wie letztes Jahr in der aktuten Phase, aber die chronische Gastritis bleibt mir halt. Allerdings geht jetzt auch mal was Süsses und auch mal ne Currywurst mit Pommes, wenn ich es nicht übertreibe. Generell ernähre ich mich viel bewusster und gesünder als früher und esse auch am Abend keine großen Mahlzeiten mehr.

In der akuten Phase habe ich auch eher lieber 4 – 5 kleinere Mahlzeiten zu mir genommen. Man sollte essen, bis man angenehm satt ist, blos nicht mehr.

Toitoitoi und alles Gute wünscht

Callaloo

CFall<aQleoo


Ach ja und.. rauchst du? Falls ja dann tu dir den Gefallen und versuche es zu lassen. Ich hab in der akuten Phase aufgehört und das war auch gut so. Leider hab ich ein Jahr später wieder angefangen, aber das ist ein anderes Thema... Für den Magen war es eine echte Erholung!

0:00mellBi00x0


Hallo Callaloo,

vielen dank erstmal für deine Tipps! Dein Ernährungsplan klingt genau wie meiner :-). Rauche nicht, lass Kaffee schon seit ca. 1,5 Monaten weg und trinke natürlich auch keinen Alkohol. Damit mach ich doch alles richtig?! Was ich allerdings mache, ist morgens ein Müsli (mit Zucker) dazu Joghurt u nd Trockenfrüchte zu essen. Direkt danach ist es mir nicht komisch, aber ich habe das Gefühl, dass es mir ca 2 bis 3 std so richtig schlecht wird, muss mich dann echt überwinden etwas zu mittag zu essen (versuche ja wirklich 5 bis 6 mal zu essen) die Übelkeit hält dann so ca 1,5 std an und vergeht dann wieder. Danach geht es mir dann wieder gut, grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass es mir Abends besser geht.

Callaloo, hattest du in der Besserungsphase trotzdem noch Rückfälle (Übelkeit)? Mir ist nie kontinuierlich schlecht sondern eher Phasenweise, weiss allerdings nicht ob das normal ist oder man bei der Untersuchung was übersehen hat?!

Wie hast du Joghurt und Nüsse vertragen?

0000mwelli-000


Nochmal eine Frage:

War/ist bei euch die Übelkeit am Morgen auch schlimmer? Ich wache jeden Tag um 7:30uhr auf weil mir total elend ist...

Haben euch Antidepressiva geholfen?

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Habe nochmal eine Frage: Ist bei euch die Übelkeit am morgen auch schlimmer als tagsüber/abends? Ich wache jeden morgen um 7:30uhr auf und fühle mich total Elend. Was habt ihr dagegen gemacht?

Haben euch Antidepressiva geholfen?

:-/

Mjastzerxp


Übelkeit habe ich gar nicht am Morgen. Antidepressivas helfen auch nicht gegen Übelkeit. Vielmehr verursachen sie dies als Nebenwirkung.

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Hallo alle zusammen,

ich habe nun gestern nochmal eine Magenspiegelung machen lassen.

Der Befund war: alles normal und ok. Was ja eigentlich heisst, dass alles verheilt ist.

Präventiv muss ich trotzdem noch 4 Wochen Nexium 40mg am morgen nehmen.

Soweit gut.

Das Problem ist, dass mir immer noch morgens extrem übel ist und ich auch nach wie vor ab und zu aufstossen muss. Die Übelkeit am morgen macht mich echt fertig, kann mir auch gar nicht erklären woher die kommt.

Habt ihr vielleicht ne Idee?

Meine Ärztin hat irgendwas von Phantomschmerz gesprochen...?!?

Heute fliege ich nach Deutschland und habe schon Angst das mir die ganze Zeit über schlecht ist :-|

Wäre froh über ein paar Tipps oder Rat...

Wünsch Euch einen schönen Tag! *:)

M<astaerp


Vielleicht kommen die Übelkeit vom Nexium ? In diesem Fall würd ich mal auf Ranitidin umsteigen.

0.007melAlci00I0


hmm kann gut sein, da ich 2x tgl nexium (40mg) und 2x Zantac nehme... ist ja schon ne hohe dosis...

komisch ist jedoch, dass es immer nur am morgen extrem ist, gegen nachmittag (3uhr) wird es dann langsam besser. am morgen krieg ich auch kaum was runter...

dachte mir schon, falls es am nexium liegt müsste ich doch auch direkt nach der Einnahme übelkeit verspüren, oder?

C]allaFloo


Hast du die Übelkeit denn direkt nach dem Aufstehen, oder erst nach dem Frühstück?

Was ißt du zum Frühstück? Immernoch Joghurt? Und was trinkst du morgens und den Tag über ???

Was ißt du am Abend, um welche Uhrzeit und wann gehst du danach zu Bett?

Fragen über Fragen.. Am besten wäre es, du würdest mal einen typischen Tag aufschreiben, was du wann zu dir nimmst. Vielleicht kann man hier schon was erkennen. Kann gut sein, dass der Magen weiterhin noch empfindlich ist und vielleicht sogar bleibt.

Lass dir vom Doc doch mal MCP-Tropfen gegen die Übelkeit verschreiben. Hab ich damals auch bekommen und das hat mich gerettet. Allerdings solltest du nicht die in der Packungsbeilage angegebenen 35 oder 36 Tropfen als Einzeldosis nehmen, wenn du nicht den ganzen Tag schlafen willst :-) 15 – max. 20 Tropfen reichen völlig und machen dann gar nicht, oder nur wenig müde.

CUallxaloo


Ach so, die MCP's sind natürlich keine Dauerlösung und Ziel ist, die irgendwann gar nicht mehr zu benötigen. Aber für den Übergang sind die Tropfen doch eine erhebliche Erleichterung. Und ich bin natürlich kein Arzt, meine Mengenangaben etc.. beruhen nur auf meinen eigenen Erfahrungen und der Arzt muss entscheiden, ob die Tropfen für dich das Richtige sind.

0700m{ellxi000


hallo callaloo,

also hier mal mein üblicher tagesablauf:

morgens (ca. 9uhr): haferflocken, getrocknete feigen, cornflakes mit warmen wasser. inzwischen (seit ein paar tagen vollkornbrot oder müsli mit joghurt)

mittags (12/13uhr): z.b. sandwich (subways), belegtes brötchen oder gekochtes gemüse mit gnocci

abends (zwischen 18/20uhr) gekochtes gemüse, suppe, vesper (brot mit käse) etc.

zwischendurch trinke ich viel kamillentee oder wasser.

habe die letzten 4 wochen milch und Joghurt komplett weggelassen, heute habe ich zum ersten mal wider Joghurt gegessen.

also eigentlich ernähre ich mich wirklich sehr gesund, esse keine süßigkeiten, keinen Kaffee und keinen alk etc.

mach doch alles richtig, oder? esse immer noch kleine portionen weil ich manchmal gar keinen richtigen appetit habe und auch generell nicht so grosse portionen essen kann.

habe bis vor 2 tagen noch 80mg nexium genommen, habe nun gestern nur 40mg genommen und heute morgen ging es mir auf jeden fall ein bisschen besser, trotzdem ist mir den ganzen tag mulmig. hast du auch Erfahrung mit nexium gemacht?

die MCP tropfen habe ich verschrieben bekommen, die nehme ich nun morgens (20tropfen) mittags und abends. die helfen auf jeden fall ein wenig, machen aber, soweit ich das darauf zurückführen kann sehr müde – zum glück habe ich gerade 3 wochen frei daher isst nicht so schlimm... bin halt nach 3 std shoppen schon total am ende und will nur noch heim schlafen.

das komische ist, schlafen kann ich dann jedoch nicht...

sag mal callaloo, hattest du auch eine magenschleimhautentzündung? hast du die nun los oder ist dir immer noch mulmig? isst du denn wieder normal? verträgst du hin und wieder auch mal nen kaffee oder nen wein?

ach ja, wie lange hat das bei dir gedauert?

freu mich auf deine antwort

LG melli *:)

Bplue?Su3n0x1


Hallo melli,

wurde bei dir eigentlich festgestellt, wodurch die Gastritis ausgelöst wurde? Hattest du Helicobacter? Ich habe grade selbst mit Magenproblemen zu kämpfen, mein Arzt meint dass es eine Gastritis ist, und hat mir für zwei Wochen erstmal Pantoprazol verschrieben, von denen ich morgens und abend je 40 mg nehmen soll. Die hohe Dosierung deshalb weil bei mir 20 mg, die ich vorher wegen Sodbrennen genommen habe, nicht mehr augereicht haben. Vor zwei Jahren wurde bei mir eine Magenspiegelung durchgeführt, wobei eine ganz leichte Rötung des Antrums und vermehrte Sekretion von Magensaft festgestellt wurde. Diagnose war Reizmagen. Das ganze hatte ich dann mit Iberogast, Heilerde, viel Kamillentee und Vorsicht beim Essen ganz gut im Griff, bis es dann vor knapp 3 Monaten so schlimm wurde dass ich angefangen habe Pantoprazol zu nehmen. Bei mir ist eben das Problem dass ich zuviel Säure produziere, bei der Magenspiegelung wurde aber kein Helicobacter festgestellt.

Ich frage mich, ob allein durch viel psychischen Stress (den ich leider habe) der Magen soviel Säure produziert, dass es ausreicht eine Gastritis auszulösen. Hattest du, als du deine Gastritis bekommen hast, mit viel Stress zu kämpfen?

Bei mir scheint es außerdem so zu sein, dass das essen viel zu lange im Magen liegen bleibt. Ich dachte, da ich ja jetzt sowieso die Tabletten nehme, und kein Sodbrennen mehr befürchten muss, gönne ich mir mal wieder was und habe gestern ein Salamibrot gegessen. Das war um 19 Uhr. Um 3 Uhr nachts, also ganze 8 Stunden später, bin ich dann mit starker Übelkeit aufgewacht, war schweissgebadet und musste dauernd aufstoßen, und hatte dabei den Geschmack von der Salami im Mund. Säure hatte ich aber aufgrund des Pantoprazol nicht, trotzdem diese furchtbare Übelkeit.

lg bluesun

MOast^erxp


Ich frage mich, ob allein durch viel psychischen Stress (den ich leider habe) der Magen soviel Säure produziert, dass es ausreicht eine Gastritis auszulösen. Hattest du, als du deine Gastritis bekommen hast, mit viel Stress zu kämpfen?

Stress ist ein starker Faktor, der vermehrt zu Sodbrennen anregt.

Bei mir scheint es außerdem so zu sein, dass das essen viel zu lange im Magen liegen bleibt.

Grundsätzlich sollte man ca. 2 Stunden vor zu Bett gehen keine Mahlzeiten mehr zu sich nehmen. Ausserdem empfiehlt es sich Mahlzeiten ausgiebig und lange im Mund zu behalten und zu kauen. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag sind besser als eine grosse Mahlzeit.

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hallo bluesun,

also bei mir wurde kein helicobacter festgestellt. bei der frage nach dem auslöser kann man ja leider nur vermuten, schätze mal das es bei mir die Kombination stress, alkohol und viel kaffee war wobei noch hinzu kam, dass ich sehr unregelmässig gegessen habe, alles in allem hat dann wohl zu der Magenschleimhautentzündung geführt.

ich hatte ja auch die ganzen Monate mit Übelkeit zu kämpfen und wie auch beschrieben hauptsächlich am morgen.

ich hatte vor ein paar tagen eine magenspiegelung und der Arzt meinte mein Magen sehe aus wie ein "babymagen" es sei alles tiptop! hat mich sehr gefreut und habe daraufhin auch das nexium reduziert. zuvor hatte ich es schon auf 40mg am morgen reduziert, jetzt versuche ich alle 2 tage 40mg am morgen zu nehmen und meinen Magen wieder langsam zu entwöhnen. die Übelkeit am morgen ist komplett verschwunden. leider kann ich das nexium noch nicht ganz absetzen, da ich nach ein paar tage nicht Einnahme und normalem essen merke das ich etwas übersäuert bin und mir wieder leicht übel ist.

wenn dir die Übelkeit zu schaffen macht empfehle ich dir MCP tropfen, die haben mir wirklich sehr gut geholfen.

ach ja, pantoprazol hat bei mir glaub Übelkeit ausgelöst, habe ich nicht gut vertragen, deswegen der Wechsel zu nexium.

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