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Große Probleme nach Analfissur-Operation

AStmnanAtmxan hat die Diskussion gestartet


Ich bin zurzeit komplett ratlos und benötige dringend Erfahrungen anderer Betroffener bzw. entsprechende hilfreiche Hinweise. Bei mir entwickelte sich im Februar eine Analfissur, die dann chronisch wurde (letzten Endes persistierten die Schmerzen bis zu 30 Stunden nach dem Stuhlgang) und dann am 4. Mai in einem Krankenhaus operiert wurde. Die Schmerzen danach waren kaum zu ertragen und deutlich schlimmer als zuvor, wobei ich mehrfach förmlich um Schmerzmittel betteln musste (die Nachversorgung war insgesamt alles andere als vortrefflich) und mir hinterher NICHTS zur weiteren Vorgehensweise gesagt wurde.

Ich wurde dann in der Anschlusszeit von einem anderen Arzt mit Abführmitteln und Schmerzmitteln versorgt – dies ging auch unmittelbar aus der Arztbrief-Instruktion, die von dem Krankenhaus übermittelt wurde, hervor. Von weiteren notwendigen Maßnahmen wurde zu keinem Zeitpunkt gesprochen. Ich habe dann alles getan, um meinen Stuhl weich zu halten und war diesbezüglich auch erfolgreich. Dennoch waren die Schmerzen in den gesamten ersten beiden Wochen unerträglich. Es besserte sich dann bis zur vierten Woche, wurde dann allerdings nur sehr langsam besser. Nun sind acht Wochen vergangen und die Schmerzen beim Stuhlgang sind immer noch ausgeprägt und halten danach noch ca. 3-4 Stunden an (allerdings alles auf einem erträglichen Niveau), wobei dennoch täglich eine leichte Verbesserung feststellbar ist.

Ich war folglich heute nochmal in dem Krankenhaus, wobei die Untersuchung per Finger zu schmerzhaft war, um sie wirklich durchführen zu können. Die Ärztin sprach daraufhin davon, dass ich einen verhängnisvollen Fehler begangen habe, da sofort nach der Operation der Anus über mehrere Wochen hätte gedehnt werden müssen. Dies war mir nun völlig neu, zumal dies von keinem Arzt erwähnt wurde und ich auch im Netz eher widersprüchliche Aussagen zum Sinn und Unsinn des Dehnens fand. Die Ärztin ließ es allerdings so klingen, als ob dies völlig selbstverständlich gewesen wäre und ich mich komplett idiotisch verhalten hätte usw. Sie sagte mir dann, dass in der nächsten Woche eine Untersuchung unter Narkose stattfinden solle. Als ich ihr dann zur Festsetzung des Termins folgte, ordnete sie dort allerdings gleich eine weitere Operation an, wovon vorher überhaupt keine Rede war. Auf meine Nachfrage entgegnete sie, dass sie schon "hunderte" Patienten wie mich gesehen habe und nun keine andere Möglichkeit bestünde. Irritierend ist dies für mich vor allem, da – als ich dort zur ersten Untersuchung im Mai erschien und meine Beschwerden sehr viel ausgeprägter waren – betont wurde, dass ich es erst mit einer Salbe probieren solle. Ich frage mich daher nun wirklich, ob eine weitere Operation nicht einen eventuellen Heilungsprozess unterbrechen würde und dazu führen würde, dass das ganze Theater nochmal beginnt.

Besonders interessieren würde mich, ob vl. jemand Erfahrungen mit Laser-Operationen oder Botox gesammelt hat oder ob evt. bei jemandem der Heilungsverlauf auch so diffizil war und was dann letztlich die entsprechenden Maßnahmen waren.

Antworten
S3chnHeehxexe


Warum holst du dir nicht eine Zweitmeinung bei einem niedergelassenen Proctologen ein ??? .

M i}llMi8l5


Hi,

also ich habe 2010 auch eine Fissur OP gehabt, nachdem alles andere nix genutzt hat und ich mit den Nerven völlig runter war. Das mit dem Dehnen ist sicher richtig, aber nach der Op eigentlich nicht direkt notwendig. Wichtig ist den Stuhl weich zu halten und die Heilung braucht nunmal Zeit. Nun gibt es zwei Ansätze denen man nachgehen kann: Entweder eine Schmerztherapie oder etwas für die Heilung. Beides geht nicht gleichzeitig. Ich habe gute Erfahrungen mit Hamamelis-Salbe und Salbe die Zinke enthält (Mirfulan z.B) Ansonsten helfen dir Flohsamenschalen den Stuhl weich zu halten.

botox habe ich probiert---> ohne Erfolg. Tat nur sau weh %-|

Dann sind Salben wie Rectogesic (setzen mit Nitroglycerin die Spannung des Schließmuskels minimal herab) besser.

hoffe ich konnte dir helfen?!

Gruß und gute Besserung :)*

UEltim(us


Hallo Atman-Atman,

Ratschläge anderer Leidender sind nicht immer gut, da jeder Fall ein individueller ist.

In deinem Fall möchte ich das Gleiche wie Schneehexe empfehlen. Wenn sich die Geschichte tatsächlich so abgespielt hat, wie du sie beschreibst, scheint es an der Zeit zu sein, eine Zweitmeinung einzuholen.

Ultimus

W'ernemrx2316


Hallo,

meine Analfissur wurde im Feb.2011 operiert in dem der Riss weggeschnitten wurde. Die höllischen Schmerzen waren danach zwar verschwunden, aber seitdem habe ich ständig Stuhldrang mit leichten Schmerzen 3-4 Stunden danach. Ich bin froh, wenn ich noch rechtzeitig ein WC in der Nähe finde, weil dieser Drang häufig sehr spontan einsetzt.

Auch jetzt, nach 1 1/2 Jahren, hat sich diese Situation kaum verändert und ich glaube inzwischen nicht mehr an eine Besserung – ich versuche mich damit abzufinden.

Nachdem ich jetzt die Beiträge in den Foren gelesen habe, kommen bei Zweifel auf, ob diese OP überhaupt notwendig war.

Gruß, Werner2316

lnotuspHB


Hallo an alle!

Ich hatte Montag meine OP!

Mir wurde eine chronische Analfisur, Feigwarzen und Mariske per Vollnarkose raus geschnitten.

Ich war 3 Tage stationär im Krankenhaus. Habe seit der Entlassung Starke schmerzen und die Wunden nässe stark.

Man sagte mir ich sollte nichts ausser mit klar Wasser mehrmals täglich den Analbereich Duschen.

Es ist sehr unangenehm und merke kaum Besserung als vor der OP!

Lege mir mehrmals täglich eine Kompresse in die Analfalte um die es trocken zu halten.

Habe mir heute Kamilosan für Sitzbäder geholt. Nehme zusätzlich Arnica D12 ( Homöopathische Kügelchen ) ein.

Ich bin über Tipps und Erfahrungsberichte sehr Dankbar!

Wer kann mir helfen?

Mfh ;-)

l(oxtusSH`B


Sorry sind ein paar Tippfehler im Text!

MfG ;-)

tQher4esi a19


Liebe Leidende nach einer OP:

bevor Sie eine Analfissur-OP machen lassen, müssen Sie sich eingehend erkundigen, wie diese abläuft.

Es gibt - bei einer chronischen Fissur auf jeden Fall - nur eine Methode, die logisch ist und zur raschen Heilung ohne wesentliche Schmerzen führt. Es wird - von kompetenten Chirurgen - folgender Ablauf beschrieben :

Der verkrampfte Schliessmuskel muss entgegengesetzt stark gedehnt werden (denken Sie an einen Fussballer mit Wadenkrampf) - unter Narkose natürlich - und das vernarbte Gewebe wird abgetragen.

Wird das nicht so gemacht, treten die oben beschriebenen Nachfolgen und Schmerzen auf.

Alles Gute.

tYherebsixa19


Werte Leidende nach einer Anal-Fissur - OP :

Eine Ergänzung zu meiner vorherigen Meinung sei folgende:

1. Holen Sie sich von einem erfahrenen Proktologen (soviele gibt es nicht) eine Zweitmeinung ein.

2. Ein befreundeter Arzt (auch Proktologe) hat mir erklärt, dass ein Fachmann (und nur ein solcher sollte es sein) wie folgt vorgeht : Unter Narkose werden äußere Muskelfasern des Schliessmuskels durchtrennt und - falls nötig - wird vernarbtes Gewebe des Darmrisses entfernt. In 2-3 Tagen ist die Wunde verheilt.

Ich würde, nach einer erfolglosen OP, dies bei einem erfahrenen Fachmann machen lassen (Kosten ca.1200,-Euro, bei 1-2 tägigem Aufenthalt in einer Privatklinik). Es ist es wert.

Hinweisen möchte ich auf - auch mir vorher unbekannten - folgenden Tatbestand : Nicht die Fissur (Darmriss) ist das eigentliche Problem, sondern der verkrampfte Schliessmuskel, der durch den Schmerz beim Stuhlgang sich immer neu und mehr verkrampft und so eine Heilung des Risses unmöglich macht. Ist die Verkrampfung erfolgreich bekämpft, ist eine Heilung der Wunde bei normaler Durchblutung gewährleistet.

Ich hoffe, etwas zum Thema beigetragen und dem einen oder anderen geholfen zu haben.

Liebe Grüße an alle, die leiden.

NHadinLe200x7


Hallo,

Ich wurde am 18.11.2013 an einer chronischen Fissur operiert. Jetzt nach 6 Wochen ist es zwar nicht so schmerzhaft wie vor der Op, aber ich habe immer noch Schmerzen. Ich trinke viel, esse Obst (oft pflaumen) und nehme movicol. Ich dusche nach jedem Stuhlgang die Wunde aus und mache sitzbäder mit Kamille. Vor drei Wochen war ich nochmal zur Kontrolle beim Proktologen. Er sagte, dass sich die Wunde in die richtige Richtung entwickelt. Ich habe die letzten Tage eher das Gefühl, dass die Fissur wieder schlimmer geworden ist. Kann es sein, dass es wieder chronisch geworden ist?

Hat jemand damit Erfahrung?

LG

FZredySda


Hallo Nadine, Du machst soweit alles richtig. Das Problem ist meines Erachtens der Schließmuskel, hab es hier schon xmal erwähnt, er muß sich soweit öffnen lassen, daß der Stuhl locker entweichen kann, leider kann er das infolge seiner Verspannung/Verkrampfung nicht. Nach meiner OP hatte ich dasselbe Problem, bis ich auf Rat des Proktologen mit dem "Dehnen" anfing, erst aus dieser Maßnahme erlangte ich die völlige Heilung. Man braucht vielleicht etwas Überwindung diesen Schritt zu tun, und vor allem Ausdauer, das braucht schon paar dicke Wochen bis Besserung verspürt wird. Fachkräfte raten teilweise davon ab, sie meinen es könne dadurch zu Inkontinenz kommen, ich kann es nicht bestätigen. Wie schon gesagt, der Stuhl ist von Natur aus immer mal etwas fester bzw. dicker, je nach Nahrung, mein Hinterteil lacht inzwischen drüber, alles bestens, dank dem Dehnen......... :)^

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