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Analvenenthrombose/thrombosierte Hämorrhoide – nach der OP

LWucia%26 hat die Diskussion gestartet


Hallo miteinander,

Vor ein paar Tagen habe ich – nach einer Runde gepflegten Analverkehr – an meinem After einen etwa traubengroßen bläulich schimmernden Knubbel entdeckt, der beim Tasten schmerzte. Innerhalb von wenigen Stunden wurde das Teil größer und schmerzte, sodass ich zum Hausarzt ging. Diagnose: Analvenenthrombose. Ab in die Proktologie eines Krankenhauses also.

Dann passierte folgendes:

1. Am Folgetag wurde unter lokaler Betäubung die Thrombose herausgeschnitten.

2. Wenige Stunden später hatte ich erneut 3 kleine erbsengroße Thrombosen und Schmerzen. Wieder zum Hausarzt, Überweisung in die Proktologie.

3. Am Folgetag wurden die Analvenenthrombosen unter Vollnarkose operativ entfernt. Bei der Operation wurde außerdem eine im Analkanal gelegene thrombosierte Hämorrhoide gefunden und diese nach Parks entfernt.

4. Nach unerträglichen Schmerzen nach der Operation habe ich wenige Stunden später wieder eine neue traubengroße Analvenenthrombose bekommen. Der Proktologe sagte, er sähe erstmal keinen Sinn darin, sie zu entfernen, da er vermute es würden durch den Eingriff wieder neue entstehen. Ich solle die Thrombose von allein abheilen lassen. Es würde allerdings ein paar Wochen dauern.

Die Schmerzen sind erträglich, aber der Wundschmerz ist lästig. Die offene Wunde nässt, scheint ein wenig zu eitern, brennt, juckt. Stuhlgang ist sehr schmerzhaft.

Darf ich auf die neue Analvenenthrombose eine Salbe schmieren? Oder könnte die Salbe den Wundheilungsprozess stören?

Wie spült man die Wunde richtig aus? Bei mir brennt es einfach nur... Sitzbäder mit Kamille mache ich auch, sehe aber keinen Sinn darin.

Last but not least: Meint ihr der Analverkehr war daran Schuld?

Antworten
UyltimAus


Hallo Lucia26

ein solch penetranter Verlauf ist ungewöhnlich und lästig, aber wird auch wieder zur Ruhe kommen. Du wirst Geduld haben müssen, bis die Wunde verheilt ist. Das kann 2 bis 3 Wochen dauern, aber auch schneller gehen.

Zu deinen Fragen:

Mäßig temperierte Sitzbäder mit Kamille (tgl. 1x 10 Min.) würde ich fortsetzen.

Ausspülen der Wunde, vor allem nach dem Stuhlgang, ist korrekt; Wasser genügt.

Mit Salbe soll man eine eiternde Wunde nicht behandeln, sie behindert den Sekretabfluss. Feuchte Vorlagen (aber keine präparierten aus der Apotheke!) sind richtig.

Der Analverkehr kann zu der hartnäckigen Gerinnselbildung des Bluts in den unter der Analhaut verlaufenden Venen beigetragen haben. Aber das Ursachenspektrum der Spontanthrombosen ist so vielfältig, dass man im Einzelfall selten eine spezielle Ursache ausmachen kann. Sicherlich spielt das Hämorrhoidalleiden hie und da eine Rolle.

Pressen beim Stuhlgang und Sport und harten Stuhl vermeiden!

Gruß

Ultimus

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