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Angst vor Darmkrebs

T9as/si4a 2x3 hat die Diskussion gestartet


Ich weiß, ich sollte besser einen Arzt aufsuchen anstatt hier nach Ratschlägen und Diagnosen zu fragen. Aber ich hab einfach solche eine Angst vor dem Arztbesuch bzw. vor der tatsächlichen Diagnose.

Also erstmal zu mir und meinen Symptomen. Ich bin 31 Jahre alt und habe Angst an Darmkrebs erkrankt zu sein.

Ich hatte schon vor ca. drei, vier Jahren mal Darmbeschwerden und war deswegen beim Arzt. Meine Ärztin hat mir auf dem Bauch und Darm rumgedrückt und meinte, dass ich für die typischen Darmkrankheiten noch zu jung sei und es nur ein Infekt sei und hat mir Buscopan verschrieben. Danach war es soweit wieder in Ordnung nur, dass ich ab und an immer mal wieder an der linken Seite krampfartiges Stechen hatte. Das hält ein paar Sekunden an und löst sich dann wieder und ich hab keine Beschwerden mehr.

Richtig harten bzw. normalen Stuhlgang hab ich schon länger nicht mehr. Der Stuhlgang ist immer ehr breiig bzw. ca. so dick wie ein Stift. Zwischendurch kommt es vor, dass er wieder feste und nicht so dünn ist. Ab und zu habe ich es, wenn ich was gegessen habe, dass ich direkt auf die Toilette muss und ich praktisch "explodiere". Dann ist mein Stuhl auch eher so dünn wie Wasser. Danach fühle ich mich richtig erleichtert. Ich hab mir nie wirklich Sorgen wegen des Stuhls gemacht, aber jetzt hab ich seit ca. 3 Monaten noch weitere Beschwerden.

Ich hab im Darmbereich ein unangenehmes Druckgefühl. Das ist im kompletten Darmbereich unterhalb des Bauchnabels. Mal mehr mal weniger, aber eigentlich hab ich immer dieses Gefühl. Eine Art Blähgefühl. Als ich vor drei Wochen mit meinem Freund im Urlaub war, hatte ich dieses Gefühl so gut wie gar nicht und der Stuhl war weitestgehend fest und normal. Kaum wieder aus Österreich wieder in Deutschland, was das Gefühl wieder da. Was mich zudem am meisten beunruhigt, ist das Blut im Stuhl. Nicht jedes mal, aber ab und zu. Mal ein paar Wochen nichts und dann wieder. Als ich beim letzten mal "explodiert" bin und Durchfalll hatte, war auch Blut dabei. Und sonst ist gelegentlich eine Ablagerung auf dem Stuhl zu sehen bzw. auf dem Toilettenpapier. Manchmal hab ich auch ein Stechen im Darmausgang und gelegentlich hat es mal gejuckt. Beim Stuhlgang, wenn er mal fester ist, tut es am Ende recht weh.

Was auch noch hinzukommt, ist, dass ich nachts oft auf die Toilette muss, aber nur um Pippi zu machen, gelegentlich wache ich auf und bin pisch nass geschwitzt. Auch tun mir gelegentlich meine Nieren weh.

Ich hab einfach eine mega große Angst, zum Arzt zu gehen und die Diagnose Krebs zu erhalten. Ich denke immer an meine Familie. Wie schlimm es für die sein muss, wenn ich denen sagen muss, dass ich schwer krank bin. Außerdem habe ich Angst davor, dass es mir – wenn ich zum Arzt gehe – und die Diagnose habe, mir es erst recht schlecht geht. So geht es mir noch einigermaßen gut, aber wenn erst einmal operiert wird und die ganze Therapien los gehen, denke ich, dass es mir viel schlechter geht und dass ich dadurch noch weniger vom Leben haben könnte und es einem nach und nach immer schlechter geht und ich gar nichts mehr genießen kann.

Oh mann, ich weiß, ich sollte einen Arzt aufsuchen, aber ich hab so eine Angst. Hab nicht mal Angst vor der Darmspiegelung, sondern einfach vor der Diagnose. Das macht mich verrückt. Werde morgen aber anrufen und mir ersteinmal so einen Termin geben lassen.

Ich hab solche Angst.

Antworten
f6eefeglice


Na, hoppla. Warte doch erstmal die Diagnose ab. Es können ganz viele andere Sachen sein, nicht unbedingt gleich Tumor. Es kann Nervösität sein, Nahrungsunverträglichkeit/-en, Reizdarm... usw. usf. Mach ein Termin ab und warte mit dem Angst bis die Ergebnisse vorliegen (ich weiss, es klingt hart, aber es geht). Wenn die Diagnose erst mal da ist, hast Du was in der Hand und einen Grund, eine Lösung zu suchen. Vielleicht kannst Du Dich bis dahin etwas ablenken? Etwas machen, was Du gerne machst?

Die Gedanken kann man steuern, gell. @:) :)*

E]ma_x


Liebe Tassia 23,

ich möchte hiermit versuchen, dir zu helfen, deine Angst vor Krebs etwas abzubauen.

In deinem Alter ist Krebs (zwar nicht völlig ausgeschlossen aber) sehr unwahrscheinlich.

Erkennbares Blut am Stuhl oder am Toilettenpapier stammt i.a. von Verletzungen im Afterbereich, die infolge harten Stuhles leicht auftreten können und harmlos sind. Darmkrebs kommt heimlich daher und verursacht vorerst keine Blutungen.

Nächtliche Schweißausbrüche sind nicht typisch für Darmkrebs. Sie sind eher ein Symptom für Borreliose. Damit muss ich z. B. leben. Deine Schweißausbrüche müssen mit deinen Darmproblemen in keinem Zusammenhang stehen. Diese beiden Probleme können daher verschiedene Ursachen haben.

Mein Rat: Gehe zunächst einmal zu deinem Hausarzt und lass dich dort beraten. Eine Darmspiegelung würde dir Gewissheit bringen, dass du keinen Darmkrebs hast. Ich habe schon 4 Darmspiegelungen hinter mir. Die waren nicht schlimm.

Lass vielleicht auch einmal einen Borreliosetest machen.

Ich wünsche dir alles Gute und stehe dir für weitere Fragen auch per PN zur Verfügung.

TQassi`a x23


Vielen Dank für eure Beiträge.

Versuche mich schon mit Sport abzulenken und gehe zur Zeit viel laufen. Irgendwie tut es gut und dieses Druckgefühl im Darm ist beim joggen nicht zu spüren. Allerdings hab ich nach´m joggen oft Unterleibsschmerzen, aber das schiebe ich mal auf die 15 km Asphaltstrecke.

Heute Nacht hab ich schon von Blut im Stuhl geträumt. Bin aufgewacht und hab mich total schlecht gefühlt, da ich schon nachts davon träume.

Gestern hab ich es nicht mehr geschafft, mir einen Termin beim Arzt zu holen, aber nächste Woche werde ich auf jeden Fall dort anrufen. Ich hab echt Angst.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Txassi)a 2x3


Ich bin es schon wieder. Gestern war ich beim Arzt. Leider hat meine Hausärztin Urlaub und ich war bei ihrem Kollegen im Haus. Fühle mich bei meiner Ärztin wesentlich wohler.

Der Arzt hat meinen Darm-/Magenbereich abgetastet und abgehört. An der Stelle, die ich ihm gezeigt habe, wo es am meisten wehtut/sticht hat er gedrückt und meinte, dass es dort verhärtet ist. Man fühlt einen Knubbel. Am Freitag muss ich wieder hin und mir wird Blut abgenommen und ein Ultraschall gemacht.

Hab total die Angst. Seit heute hab ich es, dass immer ein bißchen mitrauskommt, wenn ich pupse. Heute hab ich Durchfall und wenn aufs Klo gehe, kommt immer nur wenig raus. Meine linke Seite tut total weh und meine Nieren schmerzen. Besonders wenn ich liege, merke ich sie. Was passiert, wenn er wirklich Knoten im Ultraschall sieht? Muss ich dann direkt ins Krankenhaus?

Hab so eine Angst. Nicht vor der Untersuchung, sondern vor dem Ergebnis.

E!max


Hallo Tassia 23

Bei deinen Symptomen, wäre woihl eine Darmspiegelung das Beste. Der "Knubbel" könnte durch einen Darmpolyp verursacht sein, der bei einer Darmspiegelung sofort entfernt würde.

Bei mir wurden in den letzen 6 Jahren bei 4 Darmspiegelungen 4 angehende bis ausgewachsene Polypen entfernt. Für mich waren diese Ergebnisse positiv, weil mit der Entfernung der Polypen deren Ausartung zum Krebs verhindert wurde.

J^ulviaAnia


Hast du den Ärzten gegenüber das Blut im Stuhl erwähnt? Wenn nicht, dann hole das mal bei nächster Gelegenheit nach.

Bei Blut im Stuhl müßte nämlich mehr gemacht werden als auf dem Bauch rumdrücken und Ultraschall. Will sagen: Eine Koloskopie oder Rektoskopie wäre nicht falsch.

Hiasimu.ff86


Ich weiß nicht, ob dir das weiterhilft, aber meine Schwester (34) ist generell für Magen-Darm-Sachen sehr anfällig. Sie ist sehr schlank, momentan 58kg auf 1,83m, reist sehr viel (beruflich bedingt, aber auch gern privat) und hat vor allem in Indien immer Probleme danach, fängt sich komische Viren ein usw.

Jedenfalls hatte sie letztes Jahr ähnliche Beschwerden, permanent einen Blähbauch, Völlegefühl, Bauchschmerzen. Bei ihr wurde ein Darmpilz diagnostiziert und einige Wochen hat sie komplett auf Alkohol, Süßes und Milchprodukte verzichtet und siehe da: die Beschwerden waren weg und der Pilz irgendwann auch! Seitdem passt sie etwas mehr auf... liegt gerade aber auch wieder mit (trivialem) Magendarminfekt flach ;-)

Tmasssia+ 2x3


Hallo zusammen!

Freitag war ich beim Arzt und mir wurde Blut abgenommen und ein Ultraschall meiner Organe gemacht. Alles unauffällig. Heute hab ich die Blutwerte bekommen und auch die sind alle im Normalbereich. Mein Hausarzt hat mir jetzt eine Überweisung zum Gastroenterlogen gegeben. Werde mir jetzt morgen einen Termin holen und dann wird es wohl auf eine Darmspieglung hinaus laufen.

Blutwerte und das Ultraschall sind ja leider keine Anhaltspunkte, um Krebs auszuschließen. Was hätte der Arzt denn durch das Ultraschall sehen können? Hätte er z. B. Ausstülpungen am Darm sehen müssen bzw. ob irgendwo in den Organen Veränderungen sichtbar sind?

Oh man leider hab ich überhaupt keinen festen Stuhl mehr. Zwar auch keine Blutbeimischung, aber hab durchgängig dieses Völlegefühl und zwischendurch tun meine Nieren weh. Manchmal wenn ich auf den Darm drücke, zieht es hoch bzw. piekst es in der linken Brust. Zwischendurch hab ich links immer wieder ein Stechen. Mano, mano....

TWasshia 23


Für kommenden Dienstag hab ich nun einen Termin beim Gastroenterlogen. Was wird der im ersten Termin machen? Die Darmspieglung kann er ja nicht machen, da ich noch nicht bei ihm war und nicht das Zeug getrunken hab. Hab solche Angst vor der Diagnose und wie ich es meiner Familie sagen soll. Das Stechen im Darmbereich und das Völlgefühl wird auf jeden Fall immer schlimmer. Bin echt fertig und hab solche Angst.

P iMa05C09


Grundsätzlich ist es wirklich sehr unwahrscheinlich, daß du Darmkrebs hast (ausschließen kann es natürlich nur die Untersuchung).

Aber mach dir doch jetzt noch keinen Kopf darüber, wie du es der Familie sagst. Noch gibt es garnichts, was du sagen müsstest. Und selbst wenn es der unwahrscheinlichste Fall wäre und du Krebs hast, dann ist Darmkrebs sehr gut behandelbar. Aber es gibt soooo viele andere Ursachen, die da in deinem Bauch schlummern können und gut zu behandeln sind. Durch das Reinsteigern machst du deinen Darm nur noch viel nervöser und dich unnötig kaputt.

Der Arzt wird beim ersten Termin übrigens nur mit dir über deine genauen Beschwerden reden und dann entscheiden welche Untersuchungen notwendig sind. Dafür wirst du dann neue Termine bekommen.

Eine Darmspiegelung wird sicher auch dabei sein, aber die ist absolut nicht schlimm und nimmt dir dann für zehn Jahre die Angst vor Darmkrebs.

T*assi6a U23


Hätte ich nicht ständig Blutauflagerung auf dem Stuhl und auf dem Toilettenpapier würde ich mir nicht so extrem Sorgen machen. Aber so werde ich fast bekloppt vor Angst. Gestern tropfte es richtig. Hab solche Angst und wenn ich nachts wach werde, kann ich schlecht wieder einschlafen, weil ich solche Angst vor Darmkrebs habe. Versuche mir zu sagen, dass ich an den ersten Termin noch relaxt ran gehen kann, da dort noch nichts festgestellt werden kann, aber klappt nicht. Oh man.

GUolRde.nWintxer


Hast du mal an eine Colitis Ulcerosa gedacht? Das ist eine chronische Dickdarmentzündung. Breiiger Stuhl mit hellem Blut kann dafür sprechen, dass dein Enddarm entzündet ist. Solltest du das haben musst du unbedingt zum Arzt, weil sich der Dickdarm immer weiter entzündet.

GtoldenW}inter


Beschwerden

Typische Beschwerden bei der Colitis sind vor allem häufige, blutigschleimige Durchfälle, nicht selten Bauchschmerzen im linken Unterbauch, ständiger Stuhldrang, Fieber, allgemeine körperliche Schwäche, eventuell, aber selterner als beim Morbus Crohn, Begleiterkrankungen wie z.B. Hautveränderungen, Gelenkschwellungen und Augenentzündungen.

Manche Betroffene können über viele Monate und sogar Jahre hinweg ganz beschwerdefrei leben. Bei anderen flammt die Erkrankung häufiger auf und sie brauchen den Einsatz vieler Medikamente oder auch chirurgische Eingriffe.

Je weiter die Entzündung im Dickdarm fortgeschritten ist, desto ausgeprägter können die Symptome auftreten und desto höher ist das Risiko von Komplikationen.

GUolden?Wintexr


In Deutschland wird die Zahl der Colitis ulcerosa-Patienten auf 168.000 geschätzt (einschließlich der Patienten mit "Proktitis", s.u.). In einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern leben deshalb vermutlich im Durchschnitt 20 Betroffene. Männer und Frauen erkranken etwa gleich oft an Colitis ulcerosa - und zwar häufig als junge Erwachsene, im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Doch kann grundsätzlich jeder erkranken, auch Kleinkinder und ältere Menschen.

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