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Magen, Darm, Reflux

z<ap+pQelchxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe mich heute neu angemeldet. Mein "Leidensweg" geht aber schon länger (wenn auch nicht annähernd so lang wie bei einigen Anderen). Ich schildere meine Geschichte mal etwas länger, weil mir einige Zusammenhänge noch etwas unklar sind, entschuldigt also den Roman… Habe aber unten eine Zusammenfassung.

Die ersten Symptome stellte ich Angang Januar fest. Es kam leider nicht schleichend, sondern ziemlich heftig. Ich studiere 200km von meinem Heimatort entfernt und wollte an einem Montag nach Silvester per Mitfahrgelegenheit wieder an meinen Studienort fahren. Ich saß mit fremden Menschen im Auto, als mir nach ca. 30km schlagartig übel wurde. Ich hatte das Gefühl, als wenn ich mich gleich übergeben müsste. Da mussten wir das erste mal anhalten.

Kurz frische Luft geholt, weitergefahren. Es dauerte keine 5 Minuten und mir wurde wieder richtig übel. Dazu gesellte sich dann das Gefühl, Durchfall zu bekommen. Also wieder anhalten. Ich auf Toilette, aber nix. Was nur merkwürdig war, dass ich ständig urinieren musste. Um es etwas kürzer zu fassen, wir mussten noch mindestens 10 mal anhalten, was mir verdammt peinlich war. Jedes mal, wenn ich wieder im Auto saß, wurde mir sofort übel, sehr schwindelig und meine Blase war ständig voll.

Das war mein 1. Tag meines beschissenen Jahres 2012! Ab da habe ich oft mit Übelkeit zu kämpfen. Hinzu kamen in den ersten 2 Monaten (Januar/Februar) noch heftige Schwindelattacken, ähnlich wie im Auto. Der Schwindel kam schlagartig, gepaart mit Übelkeit, Bluthochdruck und was ich bis heute nicht verstehe, eine ständig gefüllte Blase. Einmal wurde ein Krankenwagen gerufen, der aber nur meinte ich wäre dehydriert( ja nee ist klar, hatte genug getrunken). Die Schwindelattacken kamen immer mal wieder. Ich hatte mal eine Attacke direkt beim Arzt, der hat mich kurz untersucht und einfach nur nach Hause geschickt und meinte, ich solle mal Schonkost essen, dann wird das schon wieder. Blut wurde abgenommen, es zeigte sich, dass meine Entzündungswerte erhöht waren (sind sie bis heute noch), aber einfach weiter Schonkost und das sei alles kein Grund für Tatütataa (Das hat er original zu mir rausgehauen, als ich ihn nur fragte, was ich am sinnvollsten machen kann).

Ende Februar- Anfang März gingen die heftigen Schwindelanfälle zurück. Mir wurde zwar öfters noch schwindelig, aber nicht mehr so heftig. Dafür merkte ich, dass meine Bauchschmerzen immer stärker wurden. Anfangs punktuell im rechten Oberbauch. Zudem bekam ich Darmprobleme. Ich bekam Durchfall, aber mit festem Stuhl, nie flüssig. Mein Arzt war auch erstmal ratlos. Stuhlprobe, Urinprobe und Blut ergaben nichts, außer den erhöhten Entzündungswerten. Es war/ist sehr belastend. Im März/April ging praktisch nichts mehr. Sozialleben, Uni, konnte ich in der Zeit vergessen. Es gesellten sich dann noch Brustschmerzen dazu. Ein Abend Ende März war es wieder sehr schlimm, sodass wir dann ins KH gefahren sind.

Ich habe leider einen Magneten für Ärzte, die mich nicht wirklich ernst nehmen. Die Ärztin schaute sich nur kurz das EKG an, welches in Ordnung war, die Blutwerte (erhöhte Entzündungswerte, und noch irgendwas war nicht in Ordnung) wurden ignoriert und sie schloss gleich auf eine psychische Ursache. Ich wurde nicht abgetastet nix. Sie wollte mir auch partout nicht glauben, dass mein Leben, bis auf die Gesundheit, absolut in Ordnung ist. Ich führe seit Jahren eine glückliche Partnerschaft, Uni war auch in Ordnung, Familie, Freunde etc., alles gut. Egal, ihrer Meinung nach muss ich ja versteckte Probleme in meiner Partnerschaft haben, weil ja niemand glücklich sein kann über einen längeren Zeitraum. KH brachte also nichts.

Oh man, ist ja jetzt schon ein Roman, sorry.

Mein HA überwies mich zum Ultraschall, Verdacht Gallensteine, nichts gefunden. HNO Arzt, nichts gefunden. Dann Darmspiegelung(Ende Mai), außer einer Zyste, welche aber keine Symptome verursacht hat, nichts weiter gefunden. Röntgen Lunge, nichts gefunden.

Der Darm beruhigte sich zwischenzeitlich wieder, sodass es wenigstens gute Tage gab, an denen ich auch mal raus konnte. Der Schwindel ist erstaunlicher Weise fast ganz weg. Dafür wurde das Sodbrennen immer schlimmer. Ich nehme seit ca. 3 Monaten Pantoprazol 2x 20mg.

Was ich vergessen habe, ich hatte auch mehrere Blasenentzündungen, musste 5 mal Antibiotika nehmen.

Anfang Juli Magenspiegelung- Ergebnis: Reflux, weil der Muskel nicht mehr schließt und eine Speiseröhrenentzündung Grad1 und Helicobacter.

Freude, endlich mal ein Befund, man fängt ja schon an zu zweifeln. Gegen die Helicobter bekam ich ZacPac und ansonsten hieß es nur, die Pantopazol weiter nehmen.

Wirklich was geändert hat sich aber nichts.

Ich fasse nochmal alles kurz zusammen:

Anfang Januar-Februar Beginn: schlimme Schwindelattacken, Übelkeit, ständig volle Blase.

Februar/März/April: keine Schwindelattacken mehr, dafür anhaltenden Schwindel, Übelkeit (vor allem bei Bewegung, Bus, Auto fahren nicht möglich), Schmerzen im rechten Oberbauch, Brustschmerzen, Durchfall mit festem Stuhl , Sodbrennen, saures Aufstoßen

Seit Mai: kein Schwindel mehr, dafür aber: Übelkeit, Magenschmerzen, Schmerzen rechter Oberbauch, Sodbrennen, saures Aufstoßen, Halsschmerzen (morgens), Durchfall nicht mehr täglich, aber mehrmals die Woche, Brustschmerzen, Bewegungsübelkeit

Befund: Reflux, weil Zwerchfellbruch (wie groß weiß ich nicht), Helicobacter, entzündete Speiseröhre.

Seit 3 Monaten nehme ich Pantoprazol 2x 20mg. Gegen Helicobacter bekam ich 2 Antibiotika und erhöhtes Pantoprazol (40mg). Verschiedene Antibiotika wegen Blasenentzündung. Sonst keine weiteren Behandlungen.

Aktuell kann ich immer noch nicht Bus, Auto oder Bahn fahren, mir wird schlecht dabei und mein Darm und meine Blase melden sich dann immer. Muss dann mehrmals anhalten. Das Sodbrennen ist viel besser geworden, ich merke es nur leicht. Magenschmerzen sind unverändert vorhanden. Ich wache morgens immer mit Halsschmerzen auf. Mein Darm nervt mich wieder. Es wurde ja mal besser, aber gerade wird es wieder schlechter. Brustschmerzen sind immer noch da, nicht dauerhaft, aber schon täglich.

Ich lasse viele Sachen weg, von denen ich weiß, dass ich sie nicht mehr vertrage, wie scharfe Sachen, Obst auch zum größten Teil (leider), Kuchen etc. Kaffee nur noch mit viel Milch und nur noch eine Tasse, kein Alkohol etc.

Aber ich weiß nicht, was ich noch tun soll//kann. Vielleicht hat hier jemand gute Tips, wie ich vor allem meinen Darm wieder in Ordnung bekomme, denn das belastet mich am meisten. Mit den Schmerzen kann ich leben, aber wenn man rausgehen will (oder fahren) und sich dann immer der Darm meldet, argh, da wird man wahnsinnig.

Meine Uni geht auch bald wieder los, bis dahin brauch ich eine Lösung, da ich bereits ein Semester verloren habe.

Antworten
pcelz(tiekr8x6


Die Kombination aus Schwindel, Übelkeit bzw. Magen Darm Beschwerden und anfallartiger Bluthochdruck plus das Gefühl einer ständig gefüllten Blase - wurden schon mal auf ein Pheochromocytom, z.b. auch in der Blase, getestet?

zsapVpelcxhe


So weit ich weiß wurde so etwas noch nicht getestet. Ich höre das gerade zum 1. mal.

z appedl&che


Hat noch jemand eine Idee oder Erfahrung mit Reflux und den Symptomen? Wie geht ihr damit um?

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