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Hilfe – erbreche inzwischen jeden Morgen

s5chIakohsa hat die Diskussion gestartet


Guten Tag zusammen,

schon seit einiger Zeit (ca. 1 Jahr) muss ich mich ab und an morgens übergeben. Da es eigentlich nur aufgetreten ist wenn ich nicht ausschlafen konnte dachte ich es käme von der Psyche. Es trat auch nur ab und an auf. Inzwischen muss ich mich jeden Morgen erbrechen, fühle aber keine Übelkeit. War vor einigen Tagen in Urlaub und selbst da musste ich mich jeden Morgen übergeben.

Begleitet wird das Brechen meist von einem Hustenreiz. Die Auslöser können völlig verschieden sein. Meist breche ich beim Zähneputze (meist erste Tätigkeit morgens), aber teilweise auch wenn ich Deo oder Parfum aufsprühe. Auch schlechte Gerüche können es auslösen. Allerspätestens tritt es auf wenn ich etwas esse oder die erste Zigarette rauchen möchte. Eine Zeit lang habe ich es wirklich versucht zu unterdrücken, manchmal musste ich mich dann aber fast im Auto übergeben (von den Benzin bzw. Abgasgerüchen). Da dies natürlich absolut nicht gewünscht ist und es inzwischen jeden Morgen soweit ist provoziere ich meist schon Morgens das brechen.

Dann weiß ich wenigstens, dass es vorbei ist und kann den Tag zumindest was das betrifft Sorgenfrei angehen.

Dachte früher es läge am Rauchen, habe dann auch deswegen ca. 2 Monate aufgehört was aber keine Besserung brachte.

Das Gefühl dabei ist auch irgendwie anders. Ich habe nicht das Gefühl , dass es aus dem Magen kommt. Es fühlt sich an als ob es alles aus dem Halsbereich kommt. Auch kann ich manchmal nach einem guten Essen nur durch ein "umgekehrtes Schlucken" (kein Würgen, ich hoffe ihr wisst was ich meine, ähnlich einem Aufstoßen) einen Teil vom Essen wieder in meinen Hals hochbekommen. Ich meine das ist doch nicht normal oder?

Meinen Hausarzt habe ich schon 2 mal diesbezüglich angesprochen, er sagt aber immer nur das wäre bei manchen Menschen normal und ginge wieder weg. Es beeinträchtigt mein Leben aber inzwischen so sehr, dass ich etwas dagegen unternehmen muss. Frühstücken tue ich morgens schon generell nicht mehr. Appetit habe ich auch keinen mehr. Ich meine alleine das kann ja schon nicht gesund sein, von dem täglichen Brechen mal abgesehen. In letzter Zeit habe ich auch vermehrt einen schlechten Geschmack im Mund, der vermutlich aus dem Hals kommt.

Zu meiner Person: 26 Jahre, männlich. Noch etwas anderes von Relevanz?

Ich habe viel im Internet über das Thema gelesen aber keinen Fall gefunden der auf mich zutrifft, denn meist bezieht sich das Brechen auf Schwangerschaft (ausgeschlossen ;-) ) oder psyschiche Probleme.

Ich hoffe ihr habt eine Idee was es sein könnte oder einen anderen Rat für mich.

Über jede Antwort bin ich dankbar.

Antworten
pFelzItierx86


Eher unwahrscheinlich, dass das vom Magen komnt. Scheint eher eine Art allergische Reaktion zu sein.

Jedenfalls mehr von der Speiseroehre auszugehen. Evtl. Kombiniert mit Reflux und/oder speiseroehrenspasmen. Vll mal die Funktion der Speiseroehre untersuchen lassen.

p6elzteie9rx86


Eine andere Moeglichkeit isr noch das cyclical vomiting syndrome oder rumination Syndrome.

S|uniflowyer_x73


Also Rumination ist das Erbrechen wohl nicht. Dieses "Hochwürgen" der Nahrung allerdings schon.

Wurden mal Medikamente gegen Erbrechen eingesetzt? Sowas wie MCP oder Vomex? Letzteres gibt es rezeptfrei in der Apotheke, evtl. mal ausprobieren.

Aber man sollte nach der Ursache forschen... Stress ist wirklich auszuschließen? Magen und Speiseröhre sollten untersucht werden. Erbrichst Du richtige Speisereste vom Vorabend? Denn die sollten zu dem Zeitpunkt schon längst verdaut sein. Könnte also auch eine sog. Motilitätsstörung des Magens sein.

Und: Garantiert kein Sodbrennen? Reflux? Denn Sodbrennen führt oft zu Hustenreiz (eigene Erfahrung). V.a. morgens.

Wie sieht Deine Ernährung aus? Versuch' mal, scharfe, fettige und allg., reizende Speisen wegzulassen. Nach 18h nichts mehr essen. Und lass' die Zigaretten weg, die reizen den Magen v.a. in nüchternem Zustand.

Und geh' zu einem Gastroenterologen.

S5unfl2ower_x73


(Zu schnell abgeschickt!)

Für normal halt ich das nicht. Wenn Du ein Mensch wärst, der als Kind schon bspw. bei Aufregung schnell erbrochen hat und jetzt Stress hat: Okay, dann könnte man es damit erklären.

Aber eine vor einem Jahr neu aufgetretene Symptomatik, die sich zudem verschlechtert, sollte weiter abgeklärt werden. Du riskierst einfach Elektrolytprobleme, Zahnschäden. Plus die Ungewissheit, warum das so ist.

Und (unwahrscheinlich, aber leider nicht unmöglich): Morgendliches Erbrechen ohne "Magenübelkeit" kann auch durch zu hohen Hirndruck entstehen...

Kurzum: Gastro und Neurologe zwecks Abklärung.

Tritt das Problem am Wochenende, wenn Du länger schläfst, auch unverändert auf?

sVchaYkosxa


Vielen Dank schonmal für die Antworten! :)

Ja ich habe mal MCP gegen Erbrechen eingenommen, hatte aber etwas mit einer Magen Darm Grippe zu tuen und nicht mit dem aktuellen Problem.

Nein ich kann Stress nicht ausschließen. Ich hatte es am Anfang nur gelegentlich und meist auch nicht so ausgeprägt wie jetzt. Da es aber inzwischen wirklich wöchentlich schlimmer wird und es selbst schon an freien Tagen und selbst vergangene Woche im Kurzurlaub jeden Tag aufgetreten ist denke ich mal das es nicht Psychisch sein kann, oder?

Meist erbreche ich anfangs nur durchsichtigen Schleim und meistens am Ende Galle. Falls ich am Abend zuvor spät (nach 8 Uhr) noch etwas gegessen habe, kommen auch Essensreste mit.

Meine Ernährung ist in letzter Zeit zugegeben unter aller Kanone. Zumindest was die Regelmäßigkeit betrifft. Durch dieses Problem esse ich morgens fast gar nichts mehr. Ansonsten ist sie zwar nicht optimal aber auch nicht unausgewogen. Schaue schon das ich nicht nur ungesunde Sachen essen. Ich würde meine Ernährung in der Beziehung auf Zusammensetzung als normal bezeichnen.

Doch mit Sodbrennen habe ich auch ab und zu kämpfen. Seitdem ich morgens regelmäßig erbreche ist dies allerdings kaum noch vorhanden. Aber selbst nach einnahme von Omep habe ich keine Besserung am nächsten Morgen.

Das mit dem länger schlafen ist ein interessantes Phänomen. Bis vor ca. 1 Monat hatte ich wenn ich ausschlafen konnte keine Probleme. Hatte manchmal sogar das Gefühl das Schlaflänge und die Wahrscheinlichkeit des Erbrechens zusammenhängen. Inzwischen kommt es drauf an was ich tue. Wenn ich wirklich von alleine wach werde und noch lange genug im Bett döse kann ich auch mal Glück haben. Aber ansonsten gibt es derzeit kaum noch einen Morgen an dem es nicht passiert...

Vielen Dank und ich hoffe ich konnte die Fragen verständlich beantworten.

P.S.: Die Zigaretten müssen leider voerst bleiben. Hatte vor kurzem schonmal gute 2 Monate aufgehört , unter anderem auch wegen diesen Problemen. Leider war in der Beziehung keine Besserung festzustellen. In einem halben Jahr höre ich auch wieder auf, aber derzeit ist es einfach nicht machbar.

S4unlfl!owerx_73


Hmm... Kurzurlaub bedeutet nicht unbedingt Stressreduktion, wenn Dich grundlegendere Dinge beschäftigen sollten. Aber andererseits erkennst Du ja nichts Offensichtliches.

Wie lange hast du es mit Omep versucht? Probier' doch auch wirklich mal MCP direkt beim Wachwerden... Auffällig finde ich, dass seit dem Erbrechen das Sodbrennen weg ist.

Ich denke, um einen Arztbesuch (wo man Dich ernst nimmt), wirst Du nicht herumkommen.

Wie geht es Dir morgens vom Kreislauf her? Ich kenne so diffusen Brechreiz bei Stress, aber auch bei niedrigem Blutdruck.

Evtl. müsstest Du auch mal Deine Ernährung abends komplett umstellen. Keine Ahnung, ob da evtl. eine Allergie hinterstecken könnte. Andererseits ist das mit dem "Ausschlafen = evtl. kein Erbrechen" auch wiederum so ein Punkt, der mir auffällt.

Geh' wirklich nochmal zum Arzt und mach' Druck – oder such Dir direkt einen Facharzt. Alles Gute!

E9rnwa19x75


Hallo, gab es den zwischen zeitlich ein Ergebnis, woher es kam? Mein Sohn 18 hat das gleiche Problem. Ärzte Marathon haben wir schon hinter uns ohne Ergebnisse. Würde mich über Rückmeldung freuen. Danke VG Erna

pounkrxockl axdy


Erna1975

Hat dein Sohn auch ein (leichtes) Brennen im Brustbereich? Also dort wo sich die Speiseröhre befindet?

w&ill_n0icht _mxehr


Hallo zusammen,

ich habe genau das gleich Problem wie der Threadersteller.

Bei mir ist das ganze vor ca. 2 Monaten aufgetreten, nachdem mich meine Frau urplötzlich verlassen hatte.

Zuerst hatte ich ca. 4 Wochen Durchfall, nach den ersten 2 Wochen Durchfall kam dann tägliches mehrfaches Erbrechen dazu. Speisen konnte ich gar nicht drinbehalten, die kamen sofort wieder raus. Mittlerweile bleibt die Nahrung drin, der Stuhlgang hat sich auf morgens nach dem Aufstehen eingependelt (eine erstaunliche Regelmäßigkeit, die ich sonst nie hatte) und das Erbrechen hat sich auf morgens "eingestellt" und zwar genau wie oben beschrieben. Ich erbreche nach einem starken Hustenreiz durchsichtigen, zähflüssigen Schleim, also ohne Essensreste. Manchmal passiert es auch erst nach dem ersten Kaffee, der dann additiv zum Schleim auch wieder mit raus kommt. Wenn das passiert ist, ist es für den ganzen Tag sozusagen erledigt und ich brauch keine Befürchtungen mehr haben.

Ich bin mittlerweile jedoch so entkräftet, dass ich mir für die nächste Woche einen Arzttermin habe geben lassen, obwohl ich sonst einen großen Bogen um Ärzte mache, schon alleine deswegen, weil mich die Wartezeit extrem nervt.

Ich vermute bei mir ein phychisches Problem, denn die Trennung kam für mich aus heiterem Himmel und belastet mich immer noch sehr stark, während meine Frau in Ihrer neuen Beziehung frisch verliebt ist und glücklich aufgeht und alles vergessen hat, was uns mal verbunden hat. Hinzu kommen natürlich wie in so vielen Trennungen Rosenkriegsartige Zustände. Eine vernünftige, sachliche Kommunikation ist nicht möglich.

Ich werde nach dem Arzttermin weiter berichten.

Schade, dass keine Information von schakosa mehr zu diesem überaus wichtigen Beitrag gekommen ist.

Allen Betroffenen möchte ich alles Gute wünschen, denn solch einen Zustand wünscht man niemandem.

wOil]l_nich/t_m"exhr


So, war beim Arzt, habe Tabletten bekommen und bekomme in Kürze Psychotherapie. Seit ich die Tabletten nehme, ist das Erbrechen vorbei. Ich bin sehr froh und kann nur allen Betroffenen raten: geht zum Arzt, lasst euch helfen, niemand muss darunter leiden!!!

AWgapxe


Ich habe auch das gleiche Problem mit morgentlichem erbrechen, schon seit einigen Jahren. Bisher habe ich Mirtazapin genommen 30-45mg, seit ca. 3 Jahren. Hat mir bisher auch ganz gut geholfen, aber seit 2 Monaten wirkt es nicht mehr. Möchte jetzt auch eine Psychotherapie machen, wenn ich denn endlich mal einen Platz bekomme.

@ wir_nicht_mehr:

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