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Kann man sich wirklich an Ranitidin gewöhnen?

Sjunflo)werK_7x3


Siehe oben.

Ich hab' in akuten Phasen halt v.a. morgens oft Probleme mit Sodbrennen etc., so dass ich mal stumpf morgens Ranitidin genommen habe und vom Effekt sehr positiv überrascht war.

Bei geringen Beschwerden nehme ich weiterhin abends (so, wie man es eigentlich soll). Aber sobald die Probleme mehr werden oder ich morgens mehr Medikamente nehme, nehme ich das Ranitidin auch morgens. Dann halt 2x150 mg am Tag, möglichst mit 12 Stunden Abstand. Wirkt definitiv besser als 300mg abends.

Aber in akuten Phasen abends ganz weglassen ist auch keine gute Idee.

P:aul"amaruie


Renessance

Ich versuche, so wie vorher von den PPIs jetzt auch von Ranitidin wegzukommen, da ich den Gewöhnungseffekt fürchte und dann in sog. schlimmeren Phasen gar kein Mittel mehr für mich hätte, da PPIs für mich ein "no go" sind. Aber das klappt nicht so ganz und deshalb muß ich wieder zur Magenspiegelung. Fürchte mich vor dem Ergebenis: wieder Speiseröhrenentzündung, was bei bereits vorh. USBarrett ja nicht besonders gut ist.

Meine Probleme sind mehr nachts als am Tag. Wenn ich nichts nehme bekomme ich oft anfallsartigen Husten und ganz selten schwappt auch die Säure regelrecht über. Ich nehme also Ranitidin 300 abends und versuche auf 150 runterzukommen.

Untertags ist es lediglich so, daß ich links leichte Hals- und Ohrenschmerzen bekomme. Lt. Arzt sollte ich dann Talcid nehmen, ich versuche es mit Mandeln und Maronen (lecker in dieser Jahreszeit)

Zeitpunkt der Einnahme: Na ja, Ranitidin wirkt halt für höchstens 12 Std. und wenn nachts die Probleme sind, ist es bestimmt besser, sie abends zu nehmen. Außerdem ist ja auch der Sinn der Sache, daß die Magensäure nicht komplett unterdrückt wird und zum Verdauen von Essen ist dann eben untertags Säure vorhanden (vereinfacht ausgedrückt)

Wie geht's Dir jetzt mit Ranitidin?

Sunflower

Mein Gastro hat zu mir gesagt, daß eine Steigerung über 300 sinnlos wäre, da dadurch keine bessere Wirkung erzielt werden kann. Wie lange nimmst Du denn die Ranitidin schon? Von Dauereinnahme wird im Beipackzettel ja eigentlich abgeraten (wie ja auch bei PPIs).

Darf ich fragen, warum Du die PPIs nicht verträgst?

an Alle

Was ich ja total unmöglich finde, ist, daß bei jeder Art von Magensäureblockern (Antazida, H2-Blocker und natürlich besonders PPIs) der Gastrinspiegel erhöht wird und deshalb dann bei einem Auslaßversuch zwangsläufig vermehrt Säure produziert wird. Ich würde so gerne aus diesem Teufelskreis rauskommen. Ich bin der Meinung, daß Ärzte den Patienten vor Beginn der Einnahme darauf aufmerksam machen sollten.

Weiß jemand von Euch, ab welchem Zeitpunkt sich die erhöhte Gastrinausschüttung wieder zurückbildet? Werde meine Gastro befragen.

R?ene(ssaxnce


Hallo Paulamarie

Ich berichte weiter oben, worauf ich mit Ranitidin gekommen bin ...

Ja, ich finde auch die Patientenaufklärung unbefriedigend bis leichtfertig. "So wenig wie möglich, so viel wie nötig" ist aber Konsens. Auch klar, weshalb: Weil die Säure ungehindert schlimmer sein kann als PPI usw.

Die Frage ist auch für mich weiterhin: Wieso steht bei PPI und H2-Blockern, dass von Dauereinnahme abgeraten wird, ohne nähere Begründung? Könntet Du Deinen Gastro auch DANACH befragen?

Bleib ruhig, oft macht man sich die ganzen Sorgen umsonst. Ich denke an Dich wegen der Spiegelung. :)*

Sunflower

Nein, wenns abends arg brennt und weder Heilerde noch eine Messerspitze Natron hilft, müssen auch bei mir die Medis ran ... nicht die Säure lange ungehindert in die Speiseröhre eindringen lassen, geht einfach nicht.

Bei mir brennt es vor allem dann, habe ich festgestellt, wenn ich von der Nahrung, die ich schlecht vertrage, auch noch zu viel esse. Am besten ist es, wenn der Magen ganz leicht beschäftigt ist, mit Leichtverdaulichem.

Ranitidin wirkt bei mir als "Grundlagen-Medikament" selbst in der geringeren Dosierung (150 mg als Einzeldosis), also auf praktisch leerem Magen, quasi vorbeugend, besser als PPIs.

Rdenessxance


P.S. Maalooxan und dergleichen hilft mir kaum, und wenn, dann für höchstens 1, 2 Stunden. Deshalb, und weil das auch nicht gut ist, lasse ich den ganzen Kram weg.

P^aulaZmarxie


Cornelia 59

Es gibt Berichte, daß Ranitidin zur Gewöhnung (Tachykardie) führen kann. Im Beipackzettel steht davon nichts. Aber vielleicht deshalb der Hinweis auf eine zeitliche Begrenzung?

Mellimaus 21

Weswegen nimmst Du Ranitidin? Als Prophylaxe oder wegen Reflux?

Danke für Eure Antworten.

Rzenesxsance


Es gibt Berichte, daß Ranitidin zur Gewöhnung (Tachykardie) führen kann. Im Beipackzettel steht davon nichts. Aber vielleicht deshalb der Hinweis auf eine zeitliche Begrenzung?

":/

Tachykardie = Herzrasen

???

PIaul~a3marixe


oh, wie peinlich! Danke Renessance. Ich meinte: Tachyphylaxie (Toleranzentwicklung), also Gewöhnung.

RPenessxance


Ach wo, nicht peinlich, Paulamarie. (Wenn ich daran denke, was ich hier schon alles so versehentlich schrieb ... :=o )

Ich dachte nur, es könne eventuell wirklich in der Dauereinnahme eine Gefahr fürs Herz liegen, daher die Nachfrage.

E8ntxle


Paulamarie

Weiß jemand von Euch, ab welchem Zeitpunkt sich die erhöhte Gastrinausschüttung wieder zurückbildet? Werde meine Gastro befragen.

hast Du da eine Antwort bekommen?

Ich musste wieder mit PPI anfangen, hab die jetzt 10 Wochen am Stück genommen und würde sie so gern wieder absetzen – aber momentan ist es so schlimm, es hilft nicht mal 2 mal 150 Ranitidin am Tag.

Das schlimme ist, dass mittlerweile selbst die PPI (hab immer 20 mg Omep genommen und war damit einigermassen beschwerdefrei) nicht mehr richtig helfen und die Dosis möchte ich auf keinen Fall steigern.

Meine Vermutung ist, dass es vielleicht dadurch kommen könnte, dass ich bis vor ca. 2 Wochen mehr oder regelmässig Johanniskraut über einen Zeitraum von 3-4 Monate genommen hab, da soll es ja Interaktionen geben über das CYP P450, dass die PPI dann schneller abgebaut werden. Weiss da jemand, wie lange der Effekt nach dem Absetzen des Johanneskraut anhält ???

LG

Pkatulajmarxie


Hallo Entle,

ich habe erst im Dezember einen Termin zur Magen/Darmspiegelung. Werde dann aber berichten, falls ich eine Antwort bekomme.

Als ich die PPIs ausgeschleichen wollte, sollte ich es so machen:

vor dem Schlafengehen Ranitidin 300. Untertags 2 Std. nach dem Essen jeweils ein Antazidum (in meinem Fall Talcid). Das habe ich dann gemacht und irgendwann auch die Ranitidin auf 150 bis gar keine gekürzt. Dann bei Bedarf nur noch Talcid. Bei der nächsten Magenspiegelung hatte ich dann wieder eine Speisröhrenentzündung (kleine Erosionsstraße) und der Gastro hat mir dringend empfohlen, die Ranitidin weiterzunehmen. (Begründung: PPIs werden nicht vertragen)

Wieder ein halbes Jahr gemacht. Dann wieder reduziert. Nur 1-2 Talcid am Tag. In dieser Zeit ging es mir wirklich gut, ich fühlte mich leistungsfähig, gutgelaunt, etc. die Haut war ok, nur eben der Reflux machte ab und zu Zicken. Habe dann etwas Angst bekommen, ging zum Gastro, der dringend eine erneute Magenspiegelung empfohlen hat und jetzt nehme ich bis zu der Spiegelung wieder Ranitidin 300.

Mein Gastro ist etwas ratlos, denn einerseits kann er mich verstehen, aber aus seiner Sicht wären eben PPIs (die ich verweigere) angebracht.

Mit Johanniskraut kenne ich mich nicht aus, Du nimmst das sicher gegen leichte Depressionen. Und das ist es ja, bei Weglassen der Blocker (heftig bei PPI, etwas weniger bei Ranitidin) bin ich wieder ein fröhlicher Mensch, der nicht in allem und jedem das Schlimmste sieht. Man kann doch nicht die NW eines Medis mit einem anderen ausgleichen?! Blöde Sache. Habe die Nase ziemlich voll. Verzeihung!

PDaula'mxarie


Sorry: ausschleichen wollte

E8ntlxe


Hi Paulamarie,

ich kann Dich so gut verstehen, ich bin auch oft ziemlich frustriert durch diese Sch....krankheit :)_ :)_ :)_

Das mit den Johanniskraut war eigentlich auch nur ein Versuchsballon, gebracht haben sie nix, ich dachte, da ich doch seit 3 Jahren diese unerklärlichen Muskelbeschwerden hab, ich nehm das mal, vielleicht wirkt sich das positiv auf das Schmerzempfinden aus.

Ich hab es ja auch letztes Jahr mal geschafft, ein halbes Jahr komplett ohne PPI auszukommen, nur mit ab und zu Talcid, und mir ging es in dieser Zeit auch deutlich besser (jetzt hab ich wieder extrem Haarausfall und unreine Haut), und am allerschlimmsten ist ja immer noch dies Abhängigkeit.

Drück Dir die Daumen, dass es vielleicht doch wieder besser wird!!

LG

Praula/marie


Muskelbeschwerden sind auch eine Nebenwirkung. Danke, ich wünsche es Dir auch!

LG

P'aulamZarixe


War übrigens beim HNO. Mein Kehlkopf ist gerötet.

Euntgle


Muskelbeschwerden sind auch eine Nebenwirkung.

ja, das steht im Beipack. Aber noch jeder Arzt bisher hat das verneint.

Und müsste das dann nicht nach dem Absetzen wieder besser werden ":/ ":/

Ich hab sie ja mal ein halbes Jahr absetzen können, ohne nennenswerte Besserung der M (aber zumindest in der Zeit auch keine Verschlechterung :-|

LG

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