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Übelkeit und starker Gewichtsverlust seit ca. 3 Monaten

c916x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

zu meiner Person: ich bin 24 Jahre alt, männlich, Student.

Kurzer Krankheitsverlauf: Vor ca. 3 Monaten hatte ich auf einmal mit Übelkeit zu kämpfen, mein Hausarzt diagnostizierte eine leichte Gastritis und gab mir Tabletten dagegen. Für ein paar Tage ging es mir dann was besser, aber danach entwickelte sich die ganze Sache sehr negativ: Mir ist seit diesem Zeitraum dauerhaft schlecht, ab und an geht es mir für 1-2 Tage mal etwas besser. Ich habe mit Übelkeit (wie kurz vorm Erbrechen, aber das passierte mir in der ganzen Zeit nur zweimal), Druckgefühlen im Bauch, aufgeblähtem Bauch und Blähungen zu kämpfen. Durchfall hatte ich in der ganzen Zeit nur selten. Hinzu kommt eine Gewichtsabnahme von ca. 73 kg im September zu ca. 65 kg heute.

Was in dieser Zeit gemacht wurde: Blutabnahme (negativ), Magenspiegelung vor 2 Tagen (negativ)

Morgen wird der Hausarzt auch nochmal per Ultraschall diverse Organe untersuchen, aber das wird realistisch eingeschätzt auch wieder negativ ausfallen – was im Grunde ja auch gut ist.

Allergie: Ich bin hochgradig allergisch und mir wurde im Frühjahr diesen Jahres erstmals auch Asthma diagnostiziert. Vor zwei Wochen wurde ein neuer Prick-Test durchgeführt, dabei habe ich angeblich den Jahresrekord in Sachen Hausstaub geknackt. Weiterhin bin ich gegen alle Gräser, Bäume und Tierhaare allergisch, lediglich Schimmelpilze sind wohl nicht ganz so schlimm. Seit dem Frühjahr muss ich jeden Abend ein Kortison-Asthmaspray nehmen, was aber laut mehreren Ärzten nicht in den Körper sondern nur in die Lunge gelangt und demnach nicht schädlich wirken kann.

Psyche: Ich bin seit anderthalb Jahren in Therapie aufgrund von Angststörungen. Diese äußerten sich hauptsächlich in sozialen Kontaktsituationen und schränkten mich in vielen Sachen ziemlich ein. Zusammen mit meiner Therapeutin konnte ich aber glücklicherweise geeignete Strategien für mich entwickeln, um mit meinen Ängsten umzugehen und diese mittlerweile auf ein geringes Maß zu minimieren. Meine komplette Lebenssituation verbesserte sich kontinuierlich, was im Sommer mit dem Auszug aus dem Elternhaus einherging. Endlich stand ich auf eigenen Beinen, und die Kombination aus Studium, Beruf und Freunde treffen entsprach genau meiner Lebensvorstellung.

Daraus resultiert nun mein größtes Dilemma. Ich sehe keinen wirklichen Zusammenhang zwischen der Psyche und der Auslösung meiner Symptome. Dazu kommt: Meine Therapeutin ist derselben Meinung. Ich war oder bzw. bin auf einem sehr guten Weg, meine Angststörung zu besiegen. Es gibt keinen plausiblen Grund, dass meine schwer erträglichen Magenbeschwerden ausschließlich meiner Psyche zu verdanken sind. Dieser Meinung scheint jedoch mein Hausarzt zu sein, was für mich natürlich umso problematischer ist. Ich vertraue da mehr auf meine Psychologin – aber ich möchte betonen, dass ich das mit der Psyche keineswegs komplett ausschließe sondern mir durchaus bewusst bin, dass diese für sehr vieles verantwortlich sein kann.

In meinem Fall habe ich aber einfach das Gefühl, dass da etwas nicht ganz rund läuft (dieser Verdacht geht sehr in Richtung Nahrungsmittelunverträglichkeit aufgrund meiner Allergien), und sich das Ganze durch die Psyche noch verschlimmert.

Das Ganze ist schon ziemlich doof, weil es mir grad meinen Lebensalltag ziemlich vermiest. Exemplarisch hier mal eine Situation: Wir bestellten uns heute auf der Arbeit etwas zu Essen, ich nahm Tortellini mit Tomatensauce. Ich hatte einen ziemlichen Hunger und fing an zu essen. Nach ungefähr der Hälfte der Portion wurde mir langsam schlecht, danach würgte ich mir noch ein paar Tortellini hinein. Den Rest warf ich weg und fühlte mich, als wenn ich mich jeden Moment übergeben müsste. Nach einigen Minuten wurde es aber langsam besser und mir war halt einfach nur noch normal schlecht ohne den Drang zum Erbrechen. Komischerweise habe ich gestern in der Mensa ein Hähnchensteak mit Sauce, Kartoffeln und Gemüse dazu, danach Joghurt zum Dessert normal essen können und hatte hinterher kaum Beschwerden.

Das für mich erschreckendste an der ganzen Sache sind eigentlich die 8 kg Gewichtsverlust, weil 65 kg auf 1,83 m nicht wirklich viel sind und ich auch schon von Freunden und Kollegen drauf angesprochen wurde.

Tut mir leid wenn ich ein bisschen viel geschrieben habe, aber ich würde mich über jede Antwort sehr freuen. Das ist das allererste Mal, dass ich in einem Internetforum etwas Derartiges poste. Aber ich bin mittlerweile für jeden Tipp dankbar, da mein Arzt mir sagt dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten praktisch nicht bestimmt werden können und das Ganze nur durch selbst Ausprobieren praktiziert werden könnte. Eventuelle Tests in Privatpraxen wären wohl nicht wirklich aussagekräftig und würden unnötig viel Geld kosten. Das Gleiche gilt dann wahrscheinlich auch für den Select 181 Test, auf welchen ich eben bei meiner Internetrecherche gestoßen bin.

Wie dem auch sei, ich danke jetzt schonmal für eventuelle Antworten. :)

Antworten
M\ji.nna


erste Idee...führe mal ein Tagebuch. Schreib auf, was du gegessen hast und wie es dir danach ging. Möglicherweise liegt hier wirklich eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor (Weizen, Laktose?)

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