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Reflux nur mit Räuspern, ohne Sodbrennen

SAauTert\eig hat die Diskussion gestartet


Mein Mann leidet seit Jahren an einem nicht psychisch bedingtem Räusperzwang, insbesondere nach dem Essen. Nachdem er nun endlich beim Arzt war, stellte dieser per Magenspiegelung die Refluxerkrankung fest. Mein Mann hatte nie Sodbrennen, sondern immer nur das Räuspern.

Nachdem die eine Sprechstundenhilfe meinem Mann sagte, er solle halt jetzt keinen Kaffee mehr trinken, und ihm die andere Sprechstundenhilfe dann einen Kaffee hinstellte wegen nüchterner Magen etc., bekam er eine große Packung Omeprazol oder Pantozol (ich weiß es nicht mehr genau) verschrieben und das wars dann. Das Räuspern bleibt hartnäckig. Ich koche meistens wirklich fettarm, er ist auf Malzkaffee umgestiegen, hat nie Alkohol oder Zigaretten konsumiert – ich weiß nicht mehr was wir umstellen könnten (abgesehen von einem Arztwechsel...). Mein Mann hat in den letzten Jahren ca. 10 Kilo zugelegt, aber das Räuspern trat seiner Aussage nach auch bei Idealgewicht auf.

Ich zweifle die Diagnose nicht an, aber zu Reflux ohne Sodbrennen findet man im Netz so gut wie nichts, daher hoffe ich auf eure Erfahrungen. Und wir haben natürlich auch Angst vor Speiseröhrenkrebs...

Antworten
o%the5llo


Wie lange liegt die letzte Magenspiegelung zurück bzw. lindert Omeprazol/Pantoprazol-Einnahme das Räuspern? fühlt er sich denn dadurch wirklich beeinträchtigt oder ist es mehr wie eine "lästige Angewohnheit"?

SSaue6rtieixg


Diese Magenspiegelung dürfte im Spätsommer gewesen sein. Die Tabletten brachten seiner Meinung nach nichts, und ich muss auch bestätigen, dass er trotz Tabletten räuspern musste.

Das Räuspern ist halt nervig, wenn er versucht es zu unterdrücken hat er wie einen Kloß im Hals den er anders nicht los wird und der ihm die Kehle dicht macht. Laut Arzt ist das die Säure die zurück kommt (aber ich frage mich warum's nicht brennt), also ist es wohl auch dem Arzt nach kein Tick o.Ä. Uns beunruhigt aber vor allem das Krebsrisiko.

oCt@hell o


Na, wenn die letzte Gastroskopie erst vor ca. einem halben Jahr durchgeführt wurde und dabei keine

schlimmen Schleimhautveränderungen im unteren Ösophagus festgestellt wurden (Barrett-Syndrom), besteht sicherlich keine Gefahr für eine Krebserkrankung. Evtl. sollten in gewissen Abständen (alle 3-5 Jahre)

Kontroll-Spiegelungen durchgeführt werden.

Ist eine HNO-Diagnostik erfolgt?

FVrodewxin


@ Sauerteig

Wenn das Risiko für Speiseröhrenkrebs bei deinem Mann auch nicht sehr hoch ist, kann ich diese Angst nur zu gut verstehen, und würde deshalb nicht nur alle 3-5 Jahre eine Kontrollspiegelung machen.

Ich selbst bin dankbar, wenn nach meiner jährlichen MS alles ohne Befund ist, denn auch ich habe immer diese Angst, und da kann man mir noch so oft erzählen das mein Risiko relativ gering ist, aber othello hat natürlich nicht ganz Unrecht mit dem was er sagt, denn letzt endlich entscheiden ja auch die Ärzte wie oft eine Kontrollspiegelung gemacht wird.

LG

S6auGertYeig


Danke für eure Antworten.

Er war sogar zuerst beim HNO Arzt, der ihn dann zum Internisten geschickt hat. Laut HNO ist alles ok, Mandeln bekam er schon als Jugendlicher entfernt, Zähne sind auch gut.

Was ich vergessen habe zu erwähnen ist, dass er oft sehr unangenehm "aus dem Hals" riecht. Könnte das auch am Reflux liegen?

o`the llo


dass er oft sehr unangenehm "aus dem Hals" riecht. Könnte das auch am Reflux liegen?

Ja!, ist oft bei fehlenden subjektiven Beschwerden ein typisches Begleitsymptom.

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