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Nahrungsmittelpumpe bei Magensonde (transnasal)

lTinke>So4ckex62 hat die Diskussion gestartet


Nahrungsmittelpumpen für Sondenkost bei durch die Bauchdecke gelegten Magensonden sind ja Alltag. Aber ist eine solche Pumpe eigentlich auch zulässig, wenn ein Patient nur für zwei, drei Tage eine Magensonde durch die Nase bekommen hat? Darf man eine Nahrungsmittelpumpe an eine solche Magensonde anschließen?

Irgendjemand meinte letztens zu mir, das sei kontraindiziert. In einem solchen Fall müsse die gesamte Nahrung und auch die Flüssigkeit langsam Spritze für Spritze injiziert werden. Aber man vergewissert sich doch regelmäßig, ob die Magensonde richtig liegt und nicht seitens des Patienten manipuliert wurde oder auf andere Art in die Trachea geraten ist.

Antworten
l=ink&eSockxe62


halloho? keiner eine Meinung dazu? Ich wüsste wirklich mal gerne, ob das kontraindiziert ist...

E(rdb@eermxond


Quatsch, da ist nichts kontraindiziert.

Man überprüft vor dem einschalten der pumpe die korrekte Lage der magensonde und gut ist. Ist im Krankenhaus Alltag.

bWee=tleju icJe2x1


würde ich jetzt auch sagen, vielleicht sollte die geschwindigkeit angepasst sein und viele Krankenhäuser lassen das bei Kindern einfach im tempo der schwerkraft einfließen damit die keine Bauchschmerzen kriegen, aber ob da jetzt ne maschine dran hängt oder nicht ist vollkommen egal.

SFunflo2wer_x73


Ich kenne das jetzt nur von Patienten mit Magersucht – aber da ist die konstante, sehr langsame Gabe oft besser verträglich als die Gabe "Spritze für Spritze". Zumal ich da schon Fälle erlebt habe, wo Pflegepersonal wirklich extrem schussartig die Nahrung gegeben hat oder (je nach Sondennahrung) zu erwärmende Flüssigkeit so heiß, dass die Pat. eine Verbrennung im Rachen hatte.

Ich weiß nicht, warum diese "Spritze für Spritze"-Sondenernährung bei Essgestörten manchmal zu komischen Verhaltensweisen beim Pflegepersonal führt...

Daher finde ich die maschinelle Gabe durchaus sinnvoll.

Seangr|ila|84


Es gibt Magensonden, die werden über die Nase gelegt, die bleiben vorübergehend, weil der Patient zb momentan grad nicht essen kann. Aus welchen Gründen auch immer (zb Schluckstörung). Wenn der Patient sie nicht mehr braucht, wird sie einfach herausgezogen. Diese wird überprüft, indem man zb mit einer Spritze Luft in den Magen bläst und dabei den Magen mit einem Stethoskop abhört. Wenn er blubbert dann liegt sie richtig.

Dann gibt es sogenannte PEG-Sonden (perkutane endoskopische Gastrostomie), die wird unter Kurznarkose durch die Magen-Bauchdecke gestochen. Die Sonden können länger belassen werden, auch wenn der Patient die Sonde nicht mehr benötigt. Gespült wird sie, wenn sicher ist, dass der Patient sie sicher nicht mehr braucht, schneidet man das Fixierungsstück außen ab, die Sonde bzw. das kleine Schlauchende wird dann auf natürlichen Wege ausgeschieden.

Es sollte bei beiden ein Nahrungsaufbau gemacht werden. Wenig beginnen, dann steigern.

Man unterscheidet zwischen Bolusgabe und kontinuierlich. Beides macht man mit der Ernährungspumpe. Aus der Intensivpflege ist mir bekannt, dass sie eher kontinuierlich geben, wir auf der Normalstation neigen eher zur Bolusgabe. Ganz einfach um das natürliche Essverhalten nachzuahmen. Der Darm soll nicht dauernd beschäftigt sein. wir essen ja auch nicht 24h am Tag, Wir handhaben das so, dass wir drei mal tgl 500ml über zwei Stunden geben und dann noch ne Stunde Wasser. Natürlich kann man das auch mit Spritzen machen, aber es ist durchaus eine Arbeitserleichterung mit Pumpen.

In der Neonatologie wird es mittels Schwerkraft gemacht, aber die Wuzzis brauchen ja kaum was.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten.

bkeet7lejuMicxe21


die wuzzis... süß ;-)

ja genau diese ausführungen sind mir bekannt...

mein kleiner Wuzzi ist inzwischen 5 jahre den ich kontinuierlich daheim betreue der liegt mit ner PEJ bei 100ml / h und ist so auch 12 std beschäftigt aber bei schneller, kotzt er einfach...

lCinkeSo"cke6x2


danke, danke, ihr Lieben

muss ja peinlicherweise gestehen, bin ja selber Krankenschwester und verabreiche ja seit ewigen Zeiten Nahrung per PEG und dann auch per Pumpe |-o . Durchflussrate meist nicht mehr als 150 ml/h.

Aber die nasalen Magensonden haben wir in unserer Abteilung so gut wie gar nicht mehr.

Als ich dann letztens einen Patienten hatte, dem wir eine legen musste und meine Kollegin den 500 ml -Beutel (Sondenkost) per Schwerkraft mehr oder weniger im Schuss laufen ließ, wurd' mir ganz anders, :-o denn ich weiß: je schneller, desto Dünnpfiff 8-) . Ich hing den Beutel dann über eine Pumpe dran und ließ den Rest langsam einlaufen, sie meinte aber, soweit sie wüsste, dürfe man dies nicht (außer bei der PEG) wegen der Aspirationsgefahr.

Aber wie ich jetzt lesen durfte, bin ich ja dann wohl nicht die einzige, die es so handhabt.....

Das mit der Bolusgabe und dem ich ess ja auch nicht 24 Stunden am Tag, leuchtet mir ein, handhaben wir auch oft so, jedoch reicht die Zeit dann manchmal nicht so ganz, wenn man gleichzeitig verhindern will, dass der Patient bei zu schneller Gabe Durchfall kriegt.

Herzlichen Dank für eure Anworten

baeetleojui>ce21


also ob du jetzt nen automaten dranhängst oder die schwerkraft laufen lässt ... bei falsch liegender Sonde hast du wohl in beiden fällen ne Aspiration.

Ich glaub auch das Schwerkraft gar nicht so schnell ist wie es wirkt... grübel... ok schneller als 100ml/h... aber ob du 10ml einlaufen oder einfließen lässt... die Lunge fände wohl beides gleich scheiße ;-D

SKangrilxa84


ja würd auch sagen, aspiration ist ja eigentlich eher nur bei falsch liegender sonde bzw in flach liegender position gegeben ... wurst ob im schuss oder pumpe.

WIr geben 250ml/h Nahrung und 500ml/h Wasser. :-)

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