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Omeprazol Langzeittherapie

c{hrics@_hxb hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

ich nehme seit ca. 2006 2-3 mal pro Woche 20mg Omeprazol ein. In stressigen Zeiten auch manchmal öfter, je nach Bedarf. Ich habe Refluxösophagitis und Barrett-Syndrom.

Ich lese in einem anderen Thread sehr interessiert über das LINX-Band. Ich habe meinen Arzt auch schon mal auf Alternativen in der Behandlung angesprochen und er meinte, Omeprazol wäre das Mittel der Wahl und eine Operation käme für mich nicht in Frage.

Ist ein so lange Einnahme von Omeprazol wirklich unbedenklich? Ich hatte vor 2 Jahren einen Vitamin-B12-Mangel und habe irgendwo gelesen, daß Omeprazol da eine Rolle gespielt haben könnte...

Antworten
M-onsxti


Hallo,

mein Mann nimmt das Zeug seit 12 Jahren und hat keinerlei Nebenwirkungen.

Falls der Vitamin-B12-Mangel wirklich mit Omeprazol zusammenhängen sollte, kann man sich ab und zu eine Vit.-B12-Spritze verpassen lassen. Vitamin B12 wird von unserem Organismus nur in ganz geringer Menge benötigt. Zudem wird es vom Körper gespeichert.

F=rod4ewin


Hallo Chris,

2-3 mal die Woche, 20 mg Omeprazol ist nicht sehr viel, wenn du Refluxösophagitis und Barrett-Syndrom hast, und warum meint dein Arzt eine OP käme für dich nicht in Frage. Ich habe selber eine Fundoplicatio gemacht, weil ich trotz PPI's Entzündungen hatte und auch noch während der Therapie ein Barrett bekam. Ich nehme zwar immer noch PPI's aber ich habe die Ösophagitis und das Barrett jetzt unter Kontrolle, ich will nicht wissen wie es ohne OP heute in meiner Speiseröhre ausgesehen hätte.

Der B12 Mangel kann natürlich durch die Medikamente kommen, ich habe selber Spritzen bekommen und nehme heute Tabletten als Dauermedikation, du solltest es vielleicht mal wieder untersuchen lassen.

cuhriIs_hb


Hallo nochmal,

und danke für Eure Antworten. Der Vitamin-B12-Mangel ist damals zuerst mit Spritzen und dann mit Tabletten behandelt worden. Wie es im Moment aussieht, müsste ich nochmal testen lassen. Bzgl. der Operation meinte der Arzt nur, daß die Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung nur bei 10% läge. Dafür sollte man die Risiken einer Operation nicht auf sich nehmen.

R<enes=sance


Das mit der OP ist wohl die schwierigste Entscheidung für chronische Refluxer (gehöre auch dazu). Allerdings würde ich Dir zwei Dinge empfehlen: 1. den B12-Spiegel nicht aus den Augen zu verlieren (verstehe hier Deinen Artzt nicht, wieso er nicht von sich aus kontrolliert bzw. kontrollieren lässt) und 2. mindestens noch einen weiteren Arzt nach Deiner Heilungschance durch eine OP zu befragen.

PHaula:marixe


chris_hb

welchen Grad der Refluxösophagitis hast Du und wie sind Deine Beschwerden? Hast Du Nebenwirkungen?

c#hri2s_hxb


@ Renessance

Ich werde mit dem behandelnden Arzt nochmal sprechen. Wenn er bei seiner Einschätzung bleibt, werde ich eine zweite Meinung einholen.

@ Paulamarie

Welchen Grad ich habe, weiß ich leider nicht, müsste ich nochmal nachfragen. An Beschwerden hatte ich neben dem Sodbrennen auch eine ständig wiederkehrende Bronchitis, durch das Einatmen von Magensäure. Nebenwirkungen habe ich keine.

Ich muß nochmal ausdrücklich sagen, daß ich meine Beschwerden mit der (niedrigen) Dosis im Griff habe. Aber es wäre für mich schon erstrebenswert, wenn ich nicht jahrzehntelang Medis einnehmen müsste.

P=aulaQmarixe


Den Grad Deiner Ösophagitis solltest Du schon wissen. Ich habe Grad 1.

Ejntlxe


Chris

Du schriebst dass Du Refluxösophagitis hast und gleichzeitig

daß ich meine Beschwerden mit der (niedrigen) Dosis im Griff habe.

heißt das Du hast trotz PPI Einnahme Refluxösophagitis? Aber keine Symptome? Wie Paulamarie schon schrieb, wäre es gut zu wissen welchen Grades, bei mir war es immer 1 oder 2 (wobei ich sagen muss, dass die Spiegelungen meistens dann stattfanden, wenn ich mal wieder versucht hab, keine PPI zu nehmen; einmal unter dauerhafter PPI Einnahme, was jetzt aber auch schon 2,5 Jahre her ist, war keine Entzündung zu sehen).

Ich steh den Dingern sehr kritisch gegenüber, nicht nur wegen der B12 Geschichte (ich glaub das ist noch das kleinste Übel, da man das mit ab und zu spritzen gut kompensieren kann). Für mich am schlimmsten ist der Reboundeffekt, der es mir sehr schwer macht, die wieder abzusetzen, und die dadurch entstehende Abhängigkeit.

Trotz allem würde ich, wenn ich an mir keinerlei Nebenwirkungen spüre und die Dinger gut wirken, mich nicht für eine OP entscheiden. Klar kann man Glück haben und danach beschwerdefrei sein (und es auch bleiben), aber mir ist das Risiko, dass dem nicht so ist und ich trotzdem danach wieder PPI nehmen muss oder es mir sogar schlechter geht als vorher, einfach zu hoch. Wenn man sich die Studien anschaut, die die Langzeitergebnisse (und damit sind in der Regel nur 5 oder 10 Jahre gemeint, noch längere gibt es m.W. nach nicht) je nach Studie bei 10-40 Prozent (!!) aller Operierten, die irgendwann wieder PPI nehmen müssen. Ganz zu schweigen von den "Nebenwirkungen" der OP, es gibt ja hier im Forum auch genug Bericht von misglückten OPs (und auch wenn das natürlich nur einzelne sind, zeigt das doch was alles passieren kann und wenn ich dann so ein Einzelfall bin, hilft mir das nichts, dass es viele gibt, bei denen es gut verlaufen ist).

Aber das ist jetzt nur meine ganz persönliche Meinung, und das muss jeder für sich selbst entscheiden.

LG

Exnxtlxe


die die Langzeitergebnisse

soll heissen "sind die Langzeitergebnisse" ;-)

a_gnxes


PPIs verursachen B12-Mangel und Osteoporose, letzteres besonders bei Rauchern.

oZlwimxo


Langzeiteinnahme von PPI. Ich kann zu Refluxösophagitis und Barrett-Syndrom nichts sagen, bei mir ist der resistente Helicobacter Ursache für die jahrelange Einnahme von Pantoprazol. Neben den genannten Nebenwirkungen, wie B12-Mangel, Osteoporose, wird auch Magnesiummangel aufgeführt. Die Quellenangaben dazu liegen mir im Moment nicht vor, müsst' ich suchen.

Ich nehme Vitamin und Magnesiumpillen, das wäre ja noch damit zu kompensieren, aber bei mir stellten sich nach einiger Zeit massive Ohrgeräusche ein. Den Verdacht werde ich nicht los, dass die PPI dahinter stecken.

Ist ein so lange Einnahme von Omeprazol wirklich unbedenklich?

Die Frage stelle ich mir auch seit langem.

Phaulamaarie


wie sind die Ohrgeräusche? Tinnitus? Oder Druck auf dem Ohr. Habe ich jetzt auch.

oal$imOo


Hallo, ja Tinnitus, es ist nicht ein einzelner Ton, sondern mehr ein Rauschen/Knirschen. So, wie wenn eine Eisenbahn im Bahnhof einfährt und bremst. Schwer zu beschreiben.

cyhrUisE_hb


Hallo nochmal!

@ Entle

Ich habe keine akute Entzündung der Speiseröhre oder ähnliches.Ich habe, solange ich Omeprazol nehme, keine Symptome. Ich wollte die Wirksamkeit von Omeprazol nicht in Frage stellen und vertrage das Medikament auch sehr gut. Meine Fragen zielten eher darauf ab, ob eine langfristige (lebenslage?) Einnahme des Medikaments sinnvoll ist oder ob man nicht doch lieber eine Operation wagen sollte. Was Du zu den Erfolgsausichten schreibst, gibt mir natürlich auch zu denken!

Ich bin bereits 2x eine Magenspiegelung, dabei wurde das Barett-Syndrom festgestellt. Ich werde beim nächsten Arzttermin nochmal das Thema Operation auf den Tisch bringen und auch den Grad der Erkrankung erfragen.

@ agnes,

olimo

Ich hatte im Sommer 2012 mal eine Phase, wo ich ständig Schmerzen in den Beinen hatte. Da hat mit der Arzt auch Magnesium und Vitamin-B12 verschrieben, damit sind die Schmerzen sehr schnell besser geworden. Ob's am Omeprazol lag?

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