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Analfibrom/ Analfissur

F-reMdydLa hat die Diskussion gestartet


Hallo, mir hat man vor 9 Jahren ein Analfibrom entfernt, innen am Schließmuskel, da wo es so herrlich weh tut. Nun gut, die ganzen Jahre hatte ich beim täglichen Stuhlgang meist ganz minimale Schmerzen, konnte gut damit leben, auch aufgrund des meist gut geformten nicht allzu trockener Konsistenz. Aber nun: Die letzten Wochen im alten Jahr merkte ich vor allem beim sitzen im Auto einen Druck im Damm und Steißbein, erst dachte ich der Sitz hat ne Macke, aber nein, es waren bereits irgendwelche Ausstrahlungsschmerzen. Zum Jahreswechsel stellten sich dann heftige Schmerzen beim Stuhlgang ein, die auch danach bis in die Abensdstunden anhielten, klaro, das kann nur ein Fissur sein, arbeiten gehen ist unmöglich. Nun endlich, am 24.01.13 eine OP bei der die alte Stelle des Fibroms ebenfalls geklättet wurde (die Stelle wäre sehr schlecht vernarbt gewesen) und an der neuen Stelle eine Fissurektomie gemacht wurde. Zusätzlich noch ein Gummiringlein wegen leicht vergrößerten Hämos. Schmerzen sind nun etwas besser, beim Stuhlgang kommt meist nicht alles raus, sprich der Schließmuskel ist beleidigt, mit "pressen" würde sicher mehr kommen, aber das lass ich erst mal sein – bin eh krank geschrieben und kann jederzeit auf die Toilette gehen wenns erneut drückt. Ausstrahlungsschmerzen immer noch vorhanden, kann kaum sitzen. Die Anwendungen mit Sitzbad und Lactulose mach ich sorgfältig, nur ein Freund von Ibus bin ich leider nicht, zumal sie mir auch wenig Linderung bringen, habs zumindest ausprobiert. Bin mal gespannt wieviele Tage das noch so anhält. Also alles in Allem, ist das schon eine sehr schmerzhafte Angelegenheit.

Antworten
URltimxus


Hallo Freyda,

die Heilung einer Fissurektomiewunde kann Wochen dauern. Der Schmerz pflegt schon in der ersten Woche nachzulassen. Warme Sitzbäder (1-2x tgl. 10 Minuten) und weicher (nicht dünner) Stuhl tragen zur Heilung bei. Pressen beim Stuhlgang weiterhin möglichst vermeiden; auch das Nachpressen. Die Kost sollte man reizlos halten, also keine scharfen Gewürze, keine Zitrusfrüchte, Bohnenkaffee ebenso nicht; sogar das Rauchen sei unzuträglich, heißt es.

Gruß

Ultimus

FDrdedyxda


Lieben Dank Ultimus,

Diese Maßnahmen sind mir als gebranntes Kind schon bekannt, neu ist nur, die komischen Druckschmerzen, im Damm und Steißbeinbereich. Wenn es mir wieder besser geht und endlich wieder arbeiten bin, werd ich erst mal so einen Fissurstift anfertigen, bin mit solchen kleinen Kunsstoff-Drehteilen fit. Sollte das wirklich helfen, (könnte ja sein, aufgrund der nicht andauernden totalen Zuspannung des Schließmuskels) dann werd ich damit in Serie gehen, pro Stück 5€uro oder so :)=

F@redy\d'a


So, nun 8 Tage nach der OP geht es mir schon wesentlich besser. Blut ist auf der Slipeinlage kaum mehr vorhanden. Nässen tuts aber schon noch. Der Stuhldrang allerdings ist der Hammer, gleich morgens nach dem Frühstück, ein richtig schnell kommender starker Druck -Ich renne zur Schüssel, und dann kommt erst mal richtig viel Luft, vermischt mit flüssigem Kot, danach einige einzelne 5 cm lange Würstchen, dick wie der Zeigefinger, das wars dann. Eine ordentliche Entleerung wie zu den alten Zeiten ist das nicht. Es kann doch nicht sein, daß das die Folgen dieser OP sind, oder? Ein Zuviel der Lactulose kann ich mir auch nicht vorstellen, nehm eh nur 5ml am Tag. Die Ernährung ansonsten hab ich auch kaum geändert, war eh schon balaststoffreich fokussiert. Jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht?

ULlt(imuxs


Hallo Fredyda,

Geduld ist mit das Wichtigste nach einer Fissuroperation. Eine "ordentliche Entleerung" dürfte sich einstellen, wenn die Schmerzen ganz weg sind. Der Wundreiz im Afterkanal löst z.Zt. noch Stuhldrang und spastische Entleerungen des Enddarms aus. Vielleicht tauschst du mal Lactulose gegen Flohsamen. Wenn nach der Heilung weiterhin ein spastischer, zeigefingerdicker Stuhl kommt, wäre auch ein tägliches Dehnen mit einem Analdehner ratsam.

Ultimus

FOredydxa


Ja, werd das mal mit dem Flohsamen probieren, kann natürlich auch "stopfen" sofern man zu wenig trinkt, wobei viel trinken den Stuhl nicht bei allen Menschen weicher macht, hab ich bei mir auch schon hin und wieder bemerkt, werd deshalb vorsichtig dosieren.

U]lt;imWuxs


Tatsächlich ist es eine Dosierungsfrage und auch die Flüssigkeitsmenge spielt eine Rolle. Aber man hat meist schnell raus, wieviel man nehmen muss, um den gewünschten Effekt zu erreichen.

F4redxyda


Nach jetzt einigen Tagen ohne Blut beim Stuhlgang änderte sich das urplötzlich heute morgen. Der Schließmuskel ist zwar immer noch nicht ganz locker und entspannt bei diesem Vorgang, aber warum kommt nun plötzlich wieder Blut ? Ist da etwa der Gummiring mit dem "gefüllten Beutelchen" von der Ligatur abgefallen, zeitlich könnte das ja hinkommen mit 19 Tagen nach der OP........

UTltimuxs


Hallo Freyda,

es ist möglich, dass es aus der Wunde noch einmal blutet, wenn sie beim Stuhlgang "maltraitiert" wird. Der Ligaturring sollte eigentlich schon früher abgefallen sein. Man rechnet mit 7-14 Tagen nach Anlegen des Gummirings.

Benutzt du zur Zeit eine Heilsalbe?

Ultimus

Fdredyxda


Hallo Ultimus,

Ich mache nur die Kamillenbäder und manchmal etwas Wundsalbe mit dem Wirkstoff Dexpanthenol drauf. Heute wieder völlig ohne Blutspuren. Werde ab morgen mal vorsichtig mit Flohsamenschalen anfangen, lass mich mal überraschen..........

F|rUedxyda


1TL Flohsamenschalen, tut sich nicht arg viel, werd mal etwas erhöhen müssen. Der morgendliche Druck baut sich nach wie vor noch explosionsartig auf, auf der Schüssel lass ich dem zwar freien Lauf aber es fühlt sich so an, wie wenn ein Hindernis im Weg ist, sprich ohne pressen käme nix heraus. Danach kommt dann alles in einem Schuß, schön locker und weich. Habe so langsam den Verdacht, es könnte auch noch eine Rektozele mit im Spiel sein, weil dieses Verhalten mit dem "leichten pressen" zum Anschieben plagt mich schon mehrere Jahre und könnte natürlich auch als Ursache der Fissur in Frage kommen. Naja, werd das beim nächsten Termin in 2 Wochen mal ansprechen, bzw. hab es ja schon vor der OP erläutert. Mein Wunschgedanke war eigentlich schon nach der Fissurektomie die vergrößerten Hämos (Grad1-2) mit der Longo-Methode zu entsorgen, um somit endlich Ruhe zu haben, oder auch nicht............ ":/

U1ltbiMmus


Hallo Fredyda,

bei einem Hämorrhoidalleiden 1. bis 2. Grades ist von einer Op., auch von einer Stapler-Hämorrhoidektomie nach Longo, abzuraten. Solche Knoten sollte man konservativ, d.h. mit Ligaturen und/oder Verödung behandeln.

Auch operative Eingriffe garantieren nicht immer Beschwerdefreiheit

Ob bei dir eine Rektozele vorliegt oder ein Rektumprolaps, kann der Proktologe problemlos abklären.

Ultimus

FJrePdydxa


Hallo Ultimus,

Bei mir hat man nun seit 2001 ca. 10 bis 15 mal schon diese Ligatur gemacht. Der Arzt meinte zwischenzeitlich, sofern ich immer nur alle paar Jahre etwas leichte Probleme mit Hämos habe, sei das nicht weiter schlimm. Ein MRT des kleinen Beckens zeigte 2006 einen völlig normalen Analkanal. Das mag ja soweit zutreffen und ich bin auch nicht geil auf den Stapler, doch war eben die letzten Monate hin und wieder ein leichter nachträglicher Stuhldrang über mehrere Stunden vorhanden, der mich dann spät abends, kaum im Bett liegend auf die Toilette aufgefordert hat, erst dann war Ruhe. Dies deutet zweifelsohne auf eine Störung im Enddarm hin. Und vielleicht sind eben doch die leicht vergrößerten Hämos dafür die Ursache, zumal bei mir ohne "Anschieben" grundsätzlich nix geht.

Naja, völlige Heilung ist halt ein Wunschgedanke und leider nicht immer zu erreichen......

UHlt(imxus


Hallo Fredyda,

leicht vergrößerte Hämorrhoidalknoten machen gewöhnlich überhaupt keine Beschwerden. Deine funktionellen Symptome müssen einen anderen Hintergrund haben, vielleicht einen Reizdarm oder eine Proktitis oder eine Rektozele oder anderes. Da gibt es eine Vielfalt von möglichen Ursachen.

Das kann man im Forum natürlich nicht klären. Eins ist aber eindeutig: Hämorrhoiden leichten Grades sollten unter gar keinen Umständen operiert werden. Kein vernünftiger Proktologe würde das machen. Die zahlreichen Ligaturen, von denen du berichtest, sprechen dafür, dass man schon des Guten zu viel getan haben könnte.

Ultimus

SSomeQu]estixons


Hallo,

ich hänge mich einfach mal in diesen Thread an.

Habe im Dezember 2012 bei meinem Checkup durch den Hausarzt den Verdacht auf einen Rektumpolypen erhalten(gefunden beim Prostatacheck), Überweisung zum Proktologen. Dieser hat ein Analfibrom festgestellt und wohl ein chronische Analfissur und eine größeren Hämorrhoide, sonst war weiter nichts!

Da der Proktologe auch Chirug ist wollte er gleich einen OP-Termin ausmachen um das alles zu "reparieren", also Entfernung des Analfibroms , ausschaben(glätten) des wohl veränderten Gewebes durch die Analafissur(?) und Entfernung der Hämorrhoide. Volles Programm also!

Das ging mir alles etwas zu schnell, weshalb ich nochmals mit meinem Hausarzt gesprochen habe, der meinte , wenn ich keine Probleme hätte würde er sich auf die Entfernung des Analfibroms beschränken!

Nun meine Frage(n):

****

Die angedachten Maßnahmen, Analfissur usw., möchte ich zunächst zurückstellen, da mir diese keine Problem bereiten – (das Analfibrom eigentlich auch nicht!)

Wie wird die Entfernung eines Analfibroms durchgeführt – ist eine Voll-/Teilnarkose erforderlich oder genügt eine lokale Betäubung der betroffenen Stelle ?

Wie lange bin ich arbeitsunfähig (ich bin Geschäftsführer,weshalb die Ausfallzeit so kurz wie möglich sein sollte) ?

Ist ein stationärer Aufenhalt nötig oder erfolgt die "OP" ambulant?

Welche Nachbehandlungen sind erforderlich bzw. welche Folgeerscheinungen (Blutungen usw) treten auf?

Und dann die Hauptfrage: ???

Muss ein Analfibrom überhaupt entfernt werden oder kann es sich auch wieder zurückbilden?

Kann daraus ein gefährlicher Tumor (wie bei einem Polypen) entstehen oder ist ein Analfibrom eine hamlose Sache?

Vielen Dank im voraus.

V.l.G. von

SomeQuestions

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