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Analfibrom/ Analfissur

U>ltixmus


Hallo SomeQuestions,

ich beantworte zunächst deine Fragen. Dabei gehe ich davon aus, dass das Fibrom im Analkanal sitzt und nicht außen.

1. Ein Analfibrom wird in der Regel ambuant in örtlicher Betäubung entfernt.

2. Meist genügt ein halber bis ein Tag Arbeitsbefreiung (als Geschäftsführer).

3. Nachblutungen sind nicht zu erwarten, wenn das Fibrom mit der elektrischen Schlinge entfernt wird. Als Nachbehandlung genügt eine einfache Fettsalbe, z.B. Vaseline.

4. Analfibrome pflegen nicht zu entarten.

5. Ein Analfibrom kann sich nicht zurückbilden, sondern kann nur größer werden oder so bleiben, wie es derzeit ist.

Kleine Fibrome kann man belassen. Größere sollte man entfernen, weil sie lästig werden können, bluten, auch schmerzen können oder eine Kryptitis begünstigen.

Allerdings kann die Entfernung eines Analfibroms eine Fissur aktivieren und verschlimmern, auch die Heilung kann durch diese verzögert werden. Das könnte bei dir von Bedeutung sein.

Sollte es sich bei dir um ein äußeres Fibrom handeln, sieht die Sache anders aus.

Ultimus

FWredyxda


Hallo SomeQuestinos,

Bei mir musste das damals 2004 unter Vollnarkose entfernt werden, das Teil war immerhin kirschgroß und saß direkt innen am Schließmuskel, d.h. bei jedem Stuhlgang schob es sich nach aussen und ich konnte/mußte es anschließend wieder mit dem Finger nach innen drücken. Der Chirurg hat es abgeschnitten, denn lt. seiner Aussage würde die Schlinge das Gewebe zerstören und es wäre keine Laboruntersuchung auf evtl. Bösartigkeit mehr möglich. War 2 Tage im KH und mir gings danach auch schnell wieder gut. Leider sind mir meine anderen "kleinen Probleme" wie die Hämos Grad 1-2 und das tägliche Anschieben des Stuhlgangs über die Jahre geblieben und haben vielleicht auch die aktuell vor 7 Wochen aufgetretene Fissur begünstigt. Jedenfalls war das Fibrom ein "Klacks" gegenüber den Schmerzen dieser Fissur. Selbst jetzt 4 Wochen nach der OP bin ich immer noch nicht ganz schmerzfrei, bin mal gespannt, ob das jemals überhaupt noch gut wird........... ":/

FHr?edyVda


Hallo Ultimus,

Ich denke auch, daß der Chirurg meine leicht vergrößerte Hämorrhoiden nicht per Stapler entfernt, und vielleicht wären die zahlreichen Ligaturen auch nicht nötig gewesen. Aber was solle ich als "Geplagter" denn machen, ich spüre, daß was nicht stimmt, gehe zum Gastrologen, der legt mir an 2 Terminen je ein Ringlein um, und ich hab wieder etwas Besserung für paar starke Monate. War zwischenzeitlich der Stuhlgang auch nur ein einziges mal nicht flockig, zack, wars wieder soweit. So vergingen zahlreiche Jahre, bis aktuell die große Fissur als Diagnose zu sehen war. Mein Gedanken ist halt, es gibt bestimmt auch Grenzfälle, wo eben doch leicht vergrößerte Hämos plus ein zusätzlich geringfügig gelängerter Enddarm, (Aussackungen) die er ja auch per Finger diagnostiziert hat, zu meinen Problemem mit dem "dauerhaften Anschieben und leichten pressen" führen könnten, auch wenn "Beides" noch nicht operativ behandlungsbedürftig erscheint, ich weiß es nicht. Ich weiß aktuell nur Eins: 4 Wochen nach der Fissurektomie ist zwar noch keine lange Zeit, aber sollte ich nach weiteren 8 Wochen immer noch keine richtige Freude auf der Toilette verspüren, dann muß was passieren, egal was, ich möchte einfach wieder (mit meinem Poppes) glücklich sein *:)

FpredWyda


Hallo, liebe Leidgeplagten,

Heute hatte ich zum ersten mal einen fast schmerzfreien Stuhlgang und die Zeit "danach" fühlt sich nun auch fast schon super an. Es ist zwar meist immer noch ein Tropfen Blut am Toilettenpapier zu sehen, das wird sich hoffentlich auch bald legen. Die OP vor nun 6 Wochen war bei mir ja unumgänglich, und seither ist es auch wesentlich besser, aber den "echten Erfolg" seh ich in meinem "eigenen Handeln". Habe mir 2 Analdehner gemacht, den ersten schön konisch, vergleichbar mit dem von Dr. Kadexxxx, den 2. parallel mit Durchmesser 22mm. Der Konische dient zur schonenden Aufweitung, der Gerade dann zur Dehnung. Die Beiden stell ich ins Gefrierfach so sind sie zur Anwendung schön kalt. Die Experten sind sich zwar nicht einig, ob "Dehnen" wirklich sinnvoll ist, ich weiß es auch nicht, ich kann nur sagen, meiner Heilung tut es gut. Vor allem der gerade Dehner, nur dieser erreicht den ganzen Kanal, dies erscheint mir sehr wichtig. Die Idee lieferte der Anokryoxxxxxx Kältestab, nur die Kosten wollt ich mir sparen, man ist ja skeptisch.

Hab nächste Woche einen Termin zur Nachuntersuchung, bin mal gespannt was er sagt, werd von der Dehnung nix erzählen, schließlich wurde auch nicht dazu angeraten.

Weiteres folgt........... :-)

S~omeQu:estioxns


Hallo Fredyda,

oh man, du machst ja ganz schön was mit :°(

Ich habe mir die Befunde meines Proktologen beschafft, dami tich überhaupt mal weiß was Sache ist(er ist etwas knapp mit den Schilderungen):

1.)

Anamnese:

Patient stellt sich wegen V.a.Rektumpolyp vor. HA bei der Vorsorgeuntersuchung Resistenz getastet,

H.occ. Test war negativ. Keine Schmerzen , kein Blut beobachtet. Eine Coloskopie 2003 sei in Ordnung gewesen

Diagnosen:

K62.1V/Rektumpolyp

K60.IG/Chronische Analfissur

l84.1G/Prolabierte innere Hamorrhoiden

D21.5G/AnaIfibrom

Befund:

Inspektorisch Mariske bei 5 Uhr SSL, Fissur bei 6 Uhr und prolabierte Hämorrhoide bei 11 Uhr SSL.

Rektal digital tastbarer kleiner Polyp. Proktoskopisch zeigt sich ein kleines Fibrom, reizlose

Schleimhaut.

Therapie:

Wir haben mit dem Patienten vereinbart, dass er sich im Januar nochmals bei uns zur Rektoskopie und Terminvereinbarung der operativen Sanierung vorstellt. Der Befund ist sicher harmlos, so dass keine Eile geboten ist.

2.) nach Rektoskopie

Anamese:

Patient stellte sich zur Rektoskopie nach Klysma vor

Diagnosen:

D21.5G/Analfibrom

I84.1G/Prolabierte innere Hämorrhoiden

K60.1G/Chronische Analfissur

Befund:

Rektoskopie bis 16 cm o.B., unveränderter Polyp, Hämorrhoiden und Marisken

Therapie:

Sanierung des Befundes

??? ??? ???

F&re\dyxda


Ja, aber das "Schlimmste" war die Zeit bis zur OP. Wie schon gesagt, die Dehnerei ist aktuell zwar lästig, aber wenn man merkt daß sich der Muskel entspannt, bin ich doch zuversichtlich, in paar Wochen endlich Ruhe zu bekommen. Wenn ich Deinen Befund so lese erinnert da mich an 2004, damals hatte ich bis zum Tag als das kirschgroße Fibrom eines Tages nach dem Stuhlgang aus dem After drang auch kaum Schmerzen, ich merkte nur, daß was nicht stimmt, der Arzt stellte leicht vergrößerte Hämos fest und schob das Fibrom beim einführen seines Röhrches zur Seite und hat es gar nicht gesehen, eigentlich auch logisch, da die Linse ja nur vorne am Gerät ist. Bin mal gespannt, wie das bei Dir weiter geht............. ;-)

SqomeQ0uestixons


Hi Freyda,

ich will eigentlich nichts machen lassen, außer ich habe einen Polypen ! Mein Hausarzt meinte ich hätten keinen,sondern nur ein Analfibrom , aber ich muss jetzt nochmals mit dem Proktologen sprechen, was jetzt eigentlich Sache ist. Dieser hat leider Belegbetten und will natürlich gleich operieren ohen vorher einen g´scheit aufzuklären!

L.G. SomeQ

F)r,edyda


Hallo SQ,

Der Hausarzt hat evtl. nicht die Erfahrung eines Proktologen. Jedenfalls ist lt. deinem Befund in den zurückliegenden Monaten doch Einiges nicht in Ordnung gewesen, deshalb auch die Marisken, die sich ja nach der Zurückbildung irgendwelcher Störungen des Rektumsystems als zurückbleibende Hautläppchen übrig bleiben. OP, ja oder Nein – Es ist ein Geschäft, ohne Patienten keine Kohle, und wenn man kein Risikopatient ist, wird ein Chirurg doch gerne etwas voreiliger aktiv werden, ist nur meine Meinung...... :)z

Habe nun die Nachuntersuchung hinter mir, war total schmerzlos, hab ihm eben geschildert, daß es leider immer noch ab und zu beim Stuhlgang minimal blutet und dieser auch noch leicht schmerzt und dies auch mehrere Stunden danach noch leicht zu spüren ist, die Wunde kann somit noch nicht geschlossen sein.

Seine Antwort: Herr, XX, sie sind auf einem guten Weg, ein so ausgeprägter Befund wie bei Ihnen braucht einfach länger – ich schau mir die Sache nach weiteren 6 Wochen noch mals an.

Seome(QuesVtions


Hallo Fredyda,

sicherlich ist bei mir einiges nicht mehr so wie es sein sollte, aber bei wem ist das schon so !

Wegen einem Analfibrom gehe ich kein OP ein! Bei einem Rektumpolypen ist es keine Frage, der muss weg.

Doch die Diagnose/Befund ist etwas wischiwaschi für einen Laien. Der hausarzt hat darus gelesen, daß es eben nur ein Analfibrom sei. Am 13.3. habe ich einen Besprechungstermin beim Proktologen , danach weiß ich hoffentlich mehr.

Und wenn ich deine Infos so lese, werde ich bestätigt: OP nur wenn es nicht mehr anders geht!

Ich wünsche dir eine baldige Genesung!! :)^

Gruß SQ

F}redxyda


Hallo SQ

Vielen Dank für die Genesungswünsche. Seit dem "Dehnen" geht es mir tatsächlich wesentlich besser, bin selbst überrascht. Dazu noch die tägliche Einnahme von Flohsamenschalen in Bio-Qualität scheinen tatsächlich der optimale Mix zur schnelleren Heilung zu sein :-)

Soome]Ques+txions


Hallo Fredyda,

also ich war nochmals beim Proktologen und habe ihn mehrmals(!) danach gefragt, ob der "Polyp" entarten könnten. Er sagte nein, daß es keiner der Polypen sei der entarten kann, ist eine kleine Gewebeausstülpung im Analbereich. Den Rest könnte ich machen lassen, muss aber nicht!

Also da keine Gefahr in Verzug ist, lasse ich es so wie es ist!!

:)^

V.L.G

SQ

FlreCdyxda


Hallo SQ,

Na, wenn er das sagt, würde ich da auch vertrauen.........

Hier mal der Text von meinem Befund anno 2004, nach der Abtragung im KH.

Makroskopie:

Ein glatt begrenzter graugelblicher Polyp 1,4 x 1,1 x 0,9cm groß, ca. 1cm breite Absetzungszone.

Histologische bzw. zytologische Begutachtung:

Ein größerer fibroepithealialer Analpolyp mit breitem aufgelockertem Stroma. Wechselnde Gefäßdichte. Leichtgradige chronische Entzündungsinfiltrate, teilweise subepithelial betont. Lymphfollikel perivaskulär mehrfach nachweisbar. Unregelmäßig kräftige Akanthose und Papillomatose. Bedeckende Orthokeratose. Erosionen. Umschriebene epitheliale Spongiose.

Färbungen: HE,PAS,EvG

Beurteilung:

Größeres chronisch entzündetes Analfibrom mit reaktiver Epithelhyperplasie.

Bestimmt kann man es nicht mit Deinem Polypen vegleichen, mich jedenfalls hat das Ding damals echt erschrocken, als ich eines schönen Tages beim abwischen diesen Knoddel spürte. Nix wie weg damit :)^

SiomeQquesBtxions


Hallo Freyda,

ok, daß war ja schon etwas größer bei dir !

:)^

Fbre!dydxa


Hurra, ich bin fissurmäßig geheilt :)=

Stuhlgang macht nun wieder richtig Freude, ein Gefühl, das mir lange und über viele Jahre abhanden gekommen war. Mein Schließmuskel, war einfach keine dickere Abfuhr mehr gewöhnt, klaro, man ist selber schuld, wenn man ihn zuviel schont. Was jetzt noch ansteht, ist eine Darmspiegelung, da wird sich dann endgültig raus stellen ob alles in Ordnung ist.

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