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Analfissur

SAaHkur<a0x09


Ich war ja vorher schon bei drei anderen Proktologen. Die hätten sofort operiert. Um ehrlich zu sein, will ich gar nicht woanders hin. Ich habe den Eindruck, ich habe den richtigen Arzt gefunden. Wozu eine zweite Meinung? Ich habe eine chronische Fissur mit einem Analpolypen. Was will ein zweiter Arzt da bitte noch machen? Mir noch eine Salbe verschreiben? Wozu? Die bringen ja sowieso nichts. Das würde für mich weitere qualvolle Monate bedeuten. Das heilt nicht mehr von selbst. Und auf ein Wunder zu warten und zu hoffen, dass es doch noch von alleine abheilt, habe ich weder Zeit noch Lust. Momentan ist sowieso der richtige Zeitpunkt für eine OP. Ich habe ab nächster Woche bis Ende März frei. Später wird es so etwas nicht mehr geben.

Ich sehe die OP als eine neue Chance, die mir gegeben wird. Wenn sie mir nicht helfen sollte, dann kann ich aber zumindest sagen, ich habe alles versucht.

ZZebrea84


Hallo,

gibt es momentan hier im Forum jemanden, der auch grade frisch operiert ist? Würde auch gerne meine Erfahrungen teilen.

Wurde Anfang letzter Woche auch wegen einer chronischen Analfissur operiert. Habe wochenlang (monatelang) mit Salben herumgedoktort und schon bei jedem Stuhlgang gemerkt, dass da eine Verengung ist, die immer wieder neu aufreißt. Letzte Option also OP, nach dem es immer wieder mal stärker blutete. Zwischendurch waren die Schmerzen beim Stuhlgang zwar weg, aber danach konnte ich kaum sitzen, weil es sehr wehtat.

Jetzt ist knapp eine Woche nach OP rum, Schmerzen sind noch vorhanden, ich nehme noch 400er Ibu jeden Tag. Aber ich merke, dass es langsam weniger wird, allerdings nur langsam. Schmerzen sind mit so einem Gummiring auszuhalten. Hoffe, dass es die nächsten Tage Berg auf geht.

Gibt es jemanden, der vielleicht mitliest und weiß wie die optimale Ernährung nach so einer Operation aussieht? Mein Arzt hat mir nicht viel gesagt, außer dass ich keine stopfenden Sachen und keine blähenden Sachen essen soll...viel trinken ist ja klar.

Gruß, Zebra

S)a-kura0x09


Ich habe meine OP ja noch vor mir. Ich denke, es ist normal, dass du noch Schmerzen hast. Die Wunde braucht so 2-3 Monate zur vollständigen Heilung.

Wegen der Ernährung: Versuche deinen Darm möglichst wenig zu belasten. In erster Zeit wären Suppen, Joghurt, Obst (Vorsicht bei Bananen), Gemüse, Quark usw. angebracht. Solche Sachen habe ich damals nach meiner OP an den Weisheitszähnen gegessen und der Stuhl war immer weich. Nach einigen Wochen könntest du langsam Vollkornprodukte essen. Aber möglichst nichts Scharfes, keine Chips, Schokolade nur in kleinen Mengen, keine Kekse. Falls du Probleme mit dem Stuhlgang hast, dann wäre es sinnvoll Flohsamenschalen, Laktose oder auch ein mildes Abführmittel zu nehmen. Ich nehme momentan Macrogol. Das macht weichen Stuhl und soll nicht abhängig machen, da es dem Körper kein Wasser entzieht. Sprich evtl. mit deinem Hausarzt über die Ernährung.

Ich habe leider trotz weichem Stuhl Schmerzen und das fast jeden Tag. Früher war ich nach 3-4 sehr schmerzhaften Tagen wieder schmerzfrei und das für einige Wochen bzw. Monate. Jetzt sind die Schmerzen nur nach dem Stuhlgang so intensiv. Dafür aber kaum noch schmerzfreie Tage.

Liebe Zebra 84, es wäre schön, wenn du ab und an berichten würdest, wie es dir geht. Ich bin mir sicher, du hast es bald überstanden. :)z Auch wenn du später keine Schmerzen mehr haben solltest, achte trotzdem die nächsten Monate darauf, dass der Stuhl weich bleibt, damit es nicht wieder einreißt.

s}orro`w10


Wenn deine Entscheidung zur OP steht, dann wünsche ich dir viel Erfolg und drück dir die Daumen, das es danach wirklich besser wird und keine neuen Fissuren entstehen.

Was wurde dir denn zum Thema dehnen nach der OP gesagt?

Z1ebra8x4


Hallo Sakura,

lieb dass du so ausführlich antwortest. Wann ist denn dein OP-Termin?

Momentan nehme ich auch noch Movicol jeden Tag 1-2 Beutel. Gerade versuche ich es auf 1 1/2 zu reduzieren, mal sehen wie es läuft. Trinke täglich auch mindestens 2-3 Liter, meistens aber doch eher 4. Ich denke das sollte den Stuhl schon weich halten.

Gerne berichte ich, wie der Verlauf so ist. Heute, mehr als eine Woche nach der OP geht es mir wesentlich besser (hoffentlich bleibt das auch so, *auf den Tisch klopf*). Die Schmerzen beschränken sich auf die ersten 2-3 Stunden nach dem Stuhlgang und sind mit einer halben Schmerztablette heute gut auszuhalten. Sitzen ging heute morgen in der Arbeit auch zeitweise ohne Ringkissen, aber mit weichem normalen Kissen.

Bezüglich der Ernährung vertraue ich den Ärzten da kein Stück mehr. Der operierende Arzt meinte nur nichts blähendes, alles weitere wäre in Ordnung. Die sauren Lebensmittel habe ich mir selbst zusammengelesen und lasse jetzt Tomaten, Mandarinen, etc. weg. Auch ganze Körner soll man vermeiden. Lieber geschrotet oder so.

Habe noch durch andere Quellen herausgefunden, dass Kartoffeln alles gut "verstecken" sollen und so der Stuhl auch weicher wird. Obst esse ich momentan nicht wirklich. Die letzten Tage immer mal 2 EL Apfelmus (selbstgemacht) zu Milchreis oder ähnlichem.

Suppen, Tee und eher breiartige Lebensmittel esse ich momentan sehr viel, auf Zuckerhaltige bzw. zuckerreiche Lebensmittel verzichte ich. Also keine Schokolade, kein fertiger Fruchtjoghurt etc... Mein Frühstück beschränkt sich mittlerweile auf einen Naturjoghurt mit ein paar Haferflocken und ein bisschen Kleie.

Falls es noch ein paar Leidgeplagte stille Mitleser gibt, würde ich mich über Antworten/Erfahrungen freuen (gerne auch per PN).

Ansonsten wünsche ich dir Sakura natürlich viel Erfolg für die anstehende OP!

Ps.: weiß nicht ob die Dehn-Frage an mich gestellt war, wenn nicht, ignorieren: Mein behandelnder Arzt hat dazu nichts erwähnt. Habe in den nächsten 2-3 Wochen nochmal einen Kontrolltermin, da werde ich ihn drauf ansprechen.

H"asibmuGfxf86


Hallo ihr Leidgeplagten :)_

Ich trinke leider relativ wenig (manchmal unter 1l pro Tag) und bei mir reißt ab und an auch was ein, aber das heilt immer ganz schnell wieder und ich habe auch keine Schmerzen (ganz selten ist minimal Blut am Papier). Das ist dann keine Fissur, oder? Hab mich mal darüber mit meinem Freund ausgetauscht und er meint, das haben total viele Leute (also dass es beim Klogehen mal kurz zwickt und zwackt und ein bisschen einreißt, wenn man öfters am Tag muss). Über zu harten Stuhl kann ich mich (trotz der geringen Flüssigkeitszufuhr) nicht beschweren.

ZQebroa84


Wenn es wieder von alleine heilt, mach dir keine Gedanken. Selbst wenn es eine Fissur sein sollte, bei den meisten Leuten heilt das spontan ab, also keine großen Sorgen machen!

Deine Trinkmenge solltest du, auch wenn der Stuhl nicht hart ist, mindestens auf 1,5L pro Tag erhöhen (hat auch andere gesundheitliche Vorteile/Gründe!!)

HMasi_muxff86


Ja, ich weiß, ich vergess das ganz oft (hab vor allem im Winter nie Durst) :°( Aber da ich inzwischen regelmäßig Sport mache, trinke ich zumindest an den Tagen genug. Hab jetzt immer schon eine volle SodaStream-Flasche neben mir im Büro stehen und versuche, die auszutrinken.

Sqak9ur6a00x9


Hallo zusammen!

Meine OP ist am 12.02.

Es freut mich, dass es dir, Zebra84, besser geht. Das macht mir Mut. :)z

Ich habe die Fissur seit 10 Monaten. Ich hatte früher immer schmerzfreie Wochen bzw. Monate dazwischen, aber diesen Monat habe ich fast täglich Schmerzen. Die Sache mit dem Polypen war auch entscheidend dafür, dass ich mich nun für die OP entschieden habe. Natürlich auch private Dinge. Ich möchte mein Studium beenden, in den Beruf einsteigen und auch heiraten. Das Schlimmste wäre für mich, wenn ich am Hochzeitstag oder in den Flitterwochen Schmerzen hätte. Aber da es noch 7 Monate bis zur Hochzeit sind, hoffe ich, dass alles nach Plan läuft und ich die Fissur endlich los werde. Das wäre so toll. :)=

Ich würde das auch so machen: Movicol langsam reduzieren. Mach's nicht zu schnell, damit du bloß keine Verstopfung bekommst. Erst für einige Wochen 1,5 Beutel täglich, dann noch 1 Beutel und am Ende einen halben Beutel.

Der erste Arzt, bei dem ich war, hat auch gesagt, ich müsste nichts einnehmen (keine Stuhlweichmacher), da es auch so heilen würde und als ich ihm erzählt habe, dass meine Hausärztin zu mir meinte, ich solle Macrogol nehmen, hat er nur gefragt: "Wieso das denn?" Ich glaube, das hat u.a. auch dazu beigetragen, dass die Wunde wieder aufgerissen ist. Ich kannte mich zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht mit Fissuren aus.

@ Hasimuff86

Es kann schon eine Analfissur sein. Ich habe mal gelesen, dass je nachdem, wo sie sich befindet, man mehr oder weniger Schmerzen hat. Ich kenne einige Leute, die auch eine Fissur haben, aber keine Schmerzen und sie bei ihnen ganz selten aufreißt. Wenn's dich nicht stört, würde ich da auch nichts machen, denn gefährlich ist die Sache nicht. Aber du solltest auf jeden Fall versuchen, mehr zu trinken.

S+aku3r'a009


Liebe Zebra84,

ich hoffe, es geht dir gut.

Vielleicht könntest du mir als OP-Erfahrene helfen. Ich wollte nächste Woche alles, was ich für die postoperative Phase brauche, besorgen. Das da wäre: ein Sitzring, Kompressen und Schmerztabletten. Macrogol habe ich noch da. Das sollte reichen. Brauche ich noch etwas?

Darf man die Wunde eigentlich mit einem Desinfektionsspray desinfezieren? Könnte wahrscheinlich sehr brennen und die Frage wäre, wie man das Zeug überhaupt auf die Wunde bekommt. %:| Wie sieht's mit Schmerztabletten aus? Mein Arzt meinte, ich würde welche bekommen. Hast du damals auch welche bekommen und wenn ja, was waren das für welche? Ich habe schon einige Male Ibu 400 eingenommen, aber habe den Eindruck, die Wirkung ist zu schwach. Bei leichten Schmerzen geht es, aber als ich starke Schmerzen hatte, musste ich eine Stunde später sofort die zweite Tablette einnehmen, damit überhaupt eine Besserung eintritt.

Wurdest du ambulant oder stationär operiert?

Man soll ja Sitzbäder machen. Was tut man am besten ins Wasser?

Oh je, so viele Fragen. ??? Ich will aber danach unbedingt alles richtig machen und mir die ohnehin schwere Zeit nicht unnötig erschweren.

Z;ebr-a8x4


Guten Morgen Sakura,

gerne helfe ich dir. Ich wurde stationär operiert. Im Krankenhaus habe ich auch für die erste Zeit Kompressen bekommen, allerdings solltest du mal schauen, ob du in der Apotheke nicht auch welche kaufst, da die im KH doch recht groß sind. Die kleinste Größe sollte eigentlich schon reichen.

Sonst brauchst du nichts. Guck mal, dass du alles mögliche an Lebensmitteln im Hause hast, die du relativ flüssig essen kannst. Also viele Milchprodukte (Quark, Jogurt), Gemüse für Suppen (nichts blähendes!! und keine Gemüsesorten mit viel Säure, also auch kein Sauerkraut eingelegt oder so), Kartoffeln, klare Gemüsebrühe etc.

Schmerztabletten kannst du sicher auch auf 600 erhöhen. Ich habe ein Blister vom Krankenhaus mitbekommen (waren noch 5 oder 6 Stück am Ende). Nach einer Woche sollten die 400er aber reichen. Ein Sitzring ist immer angenehm. 1 Woche solltest du dich aber mindestens krank schreiben lassen, zumindest war es bei mir in den ersten 2-4 Tagen so, dass ich nicht richtig lange sitzen konnte und viel auf der Couch gelegen bin. Vielleicht hast du aber auch Glück und du hast danach überhaupt keine Schmerzen!! Sitzbäder mache ich maximal 1-2 Minuten, weil ich glaube, dass das nicht gut für das Narbengewebe ist (wird ja dann alles weich und aufgeschwämmt). Habe Camille aus der Apotheke, was ich da immer reinmache. Ich würde es lieber mit ausduschen probieren. Also kein Toilettenpapier, auch kein feuchtes, sondern direkt unter die Dusche.

Alles in allem kann ich dir nur das Beste wünschen, glaub mir, der Schmerz danach ist ein ganz anderer, als den, den du vor der OP die ganze Zeit hast. Wenn du noch fragen hast, schreib gerne hier oder schick mir ne Nachricht.

Mir persönlich geht es deutlich besser. Ich nehme immernoch nur eine halbe Schmerztablette am Morgen und 2 mal täglich Movicol, es geht denke ich stark Berg auf!

FYreRdydxa


Hallo Kinder, ;-)

Ein dünner Stuhl nach der OP (und auch sonst) mag zwar angenehm und schmerzfrei zu entsorgen sein, nützt aber herzlich wenig, da der Schließmuskel mit samt dem ganzen System eben nicht gefordert wird und das ist bekanntlich Gift für Eure Fissuren. Ihr müsst versuchen den Stuhl so hinzubekommen, daß er am Stück und von nicht zu dünner Konsistenz den Kanal verlassen kann, ich weiß, ist einfacher gesagt, als getan. Also immer schön aufpassen und von den "Weichmachern" nicht zuviel verwenden, sonst klappt das nie – Und "Dehnen", naja, jeder Leser meiner Beiträge sollte inzwischen den Schlüssel zum Erfolg kennen.......... :)^

seorrMoMw10


Ich wollte auch fragen, ob weicher Stuhl nicht einfach deshalb ein Problem ist, weil sich der analkanal dann an einen geringen Durchmesser gewöhnt und sobald der mal unterbrochen wird reißt. Man schafft es ja nicht seinen Stuhl ohne Medikamente ein Leben lang weich zu halten.

Zuebr}a84


@ Fredyda

Sollte man mit dem Dehnen aber nicht warten, bis die Fissuren ein wenig verheilt sind?

S akurAa00x9


Danke, Zebra.

Ich werde allerdings ambulant operiert. Aber gut. So eine Zimmernachbarin wie mich, die immer nur rumheult, will bestimmt keiner.

Ich denke, am Anfang sollte der Stuhl weich sein, denn sonst reißt die Wunde sofort wieder ein. Es scheint mir richtig zu sein, die Weichmacher langsam zu reduzieren und erst dann, wenn die Wunde schon auf dem stabilen Weg zur Heilung ist. Somit wird der Stuhl nicht schlagartig fester. Ich habe diesen Fehler damals gemacht, als meine Fissur noch akut war. Einige Wochen war alles gut, aber sobald der Stuhl fest war, ist die noch nicht verheilte Wunde sofort wieder aufgerissen. Hat die Wunde aber einige Monate Ruhe, reißt die nicht so schnell ein wie eine frische. Von daher denke ich, dass es nicht schlecht ist, wenn man ca. 2 Monate versucht, seinen Stuhl möglichst weich zu halten, damit die Wunde abheilen kann und nicht ständig gereizt wird. Dann sollte man den Stuhl langsam "normalisieren". So kann sich der Analkanal langsam dehnen und sich daran gewöhnen. Klingt alles ziemlich logisch. In Wirklichkeit ist es aber schwer, den richtigen Zeitpunkt abzuschätzen, ab wann man die Stuhlweichmacher reduzieren kann. Man könnte ja das Abführmittel reduzieren und irgendwann ganz weglassen, dafür aber Flohsamenschalen oder Lactose (die ich besser vertrage) nehmen. Die sollen weniger belastend sein.

Bei frischen Wunden sollte man nicht unbedingt dehnen. Erst wenn alles schon stabiler ist und nicht wieder aufreißt. Sonst wäre der ganze Heilungserfolg dahin. Ich werde aber nochmal meinen Arzt befragen, wie er dazu steht.

Euch allen weiterhin alles Gute!

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