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"Reizdarm und Extrasystolen", die etwas andere Theorie

Greqrhxard hat die Diskussion gestartet


Wenn bei Verdauungsstörungen das Herz spinnt

… und der Arzt nur mit den Schultern zuckt…

Die Verlegenheitsdiagnose "Reizdarmsyndrom" vereint Symptome, deren Ursachen oft noch nicht richtig verstanden werden und daher als nicht therapierbar gelten.

Ähnlich ist es, wenn man wegen Herzrhythmusstörungen zum Arzt geht und nach einer gründlichen Untersuchung mit den Worten verabschiedet wird: "Das sind Extrasystolen, die hat fast jeder Mensch – sie sind harmlos und nur eine Laune der Natur".

Mag ja fast alles richtig sein, doch nur eine Laune der Natur sind sie sicher nicht. Für jeden Vorgang im Körper muss es doch eine Ursache geben, auch wenn man sich manches nicht erklären kann.

So paradox es auch klingen mag, diese Ursachen von Extrasystolen und vom Reizdarm-Syndrom glaube ich gefunden zu haben. Ich sehe sogar einen Sinn für solche relativ harmlose Rhythmus- und Verdauungsstörungen.

Ich habe 2007 hier im Forum "Blut, Gefäße, Herz und Lunge" einen Thread eröffnet, der noch immer aktuell ist und bislang 81 Seiten umfasst.

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/]]

In diesen 6 Jahren hat sich bei mir eine "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" herauskristallisiert, die in die Fachbereiche Kardiologie wie auch Gastroenterologie passt und solche Phänomene erklärt.

Vor 3 Jahren hat mich diese Theorie gefesselt und nicht mehr losgelassen.

Hier eine Leseprobe aus dieser Zeit:

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/13338725/]]

Daher möchte ich nun auch hier im Forum "Magen und Darm" diese Theorie ansprechen.

Viele Threads des Herzforums werden leider nur noch von einer meist unbegründeten Herzangst beherrscht, die gerade auch durch Extrasystolen angefacht wird.

Das Herz selbst ist nach meiner Theorie gesund. Es löst die Extrasystolen nur aus, um mit deren Pulswellen eine eventuelle Störung des venösen Rückstroms zu beheben. Doch mit dieser These gegen die Lehrbuchmeinung der Ärzte anzukämpfen ist fast aussichtslos.

Die meisten kardiologischen Kliniken von Universitäten usw., an die ich diese Theorie schon geschickt habe, haben mir nicht geantwortet. Aber auch aus den wenigen kurzen Antwortschreiben kann man keine generelle Zustimmung oder Ablehnung herauslesen.

Deshalb hier noch einmal ein Versuch.

An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei med1 bedanken, dass mir hier die Möglichkeit gegeben wird, in so anspruchsvoller Weise meine Gedanken anderen Betroffenen und Interessierten mitzuteilen. :)^

Tschau *:)

Antworten
GYerhaxrd


Extrasystolen – nur eine Laune der Natur?

Hohlvenen-Kompressions-Theorie

1. Einleitung

Extrasystolen gehören zu den häufigsten Gründen, eine kardiologische Praxis aufzusuchen.

Sie sind, wie ich behaupte, Teil eines ausgeklügelten Schutzsystems unseres Körpers, welches den Blutkreislauf in speziellen Notsituationen aufrechterhält.

Eine solche Situation tritt beispielsweise ein, wenn die untere Hohlvene im Oberbauchbereich abgedrückt wird oder auch beim Abknicken, Zerren und Verdrehen der Vene direkt am rechten Herzvorhof.

Diese Komplikation bedeutet eine ernste Gefahr für den gesamten Blutkreislauf, da innerhalb von Sekunden kein oder nur sehr wenig Blut zur Verfügung stehen kann.

Auf diese Druckschwankungen reagieren die im rechten Vorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren sehr empfindlich. Sie melden an das Kreislaufzentrum im Gehirn eine Blockade, die in den meisten Fällen durch Blähungen im Oberbauch entsteht.

Daraufhin löst die zentrale Kreislaufsteuerung Extrasystolen aus, um mit deren Pulswellen die umklammerte untere oder auch obere Hohlvene wieder zu befreien. Bleibt der venöse Rückstrom weiterhin gestört, erhöht das Herz dann sofort die Frequenz und den Blutdruck.

Andere "Rhythmusstörungen", wie Tachykardie, Bradykardie, Bigeminus oder Vorhofflimmern, können bei so einem Notfall helfen, das "noch" zur Verfügung stehende Blut, so rationell wie möglich in den Kreislauf zu pumpen.

Es gibt kaum eine andere Alternative in so einem Fall, denn wie sonst sollte die Störung vor dem rechten Herzen - bei der ja eine Ohnmacht droht - beseitigt werden? Dies ist die einzig sinnvolle Erklärung für das häufige Auftreten solcher relativ harmloser Herzrhythmusstörungen.

2. Entstehung von Hohlvenenkompressionen mit vermindertem venösen Rückstrom

Bei bestimmten Körperhaltungen und Bewegungen kann die untere Hohlvene nahe dem Herzen durch aufgeblähte benachbarte Organe abgequetscht werden. Auch krummes Sitzen vor dem Computer oder im Auto, Beugen, Bücken, Hocken, Strecken; aber auch opulente Mahlzeiten, Luftschlucken, schnelles Sprechen, herzhaftes Lachen, Niesattacken, Frieren, Würgen und Erbrechen, d.h. einfach alles, was die Platzverhältnisse im Bauchraum negativ beeinflusst, kann somit den Blutrückfluss zum Herzen beeinträchtigen.

Durch Verlagerung bzw. Verdrehung des Herzens wie bei Zwerchfellhochstand oder bei bestimmten Bewegungen, könnten direkt am Herzen sogar beide Hohlvenen abgeknickt werden.

Eine Häufung solcher Ereignisse scheint das Liegen auf der linken Seite zur Folge zu haben, was ursächlich möglicherweise auf die Lageveränderung der schweren Leber zurückzuführen ist. Diese ist verwachsen mit der unteren Hohlvene und könnte solche Abknickungen in der Nähe des Herzens verursachen. Außerdem wird bei Linkslage die Magenentleerung behindert.

Bei bereits schon kritischem Platzmangel im Bauch können durch bloße Anspannung des Bauchmuskels innere Organe gegen die untere Hohlvene gedrückt werden. Den gleichen Effekt kann ein tiefes Einatmen haben, wenn sich das Zwerchfell mit der daran verwachsenen Hohlvene in den Bauch hinein wölbt und dabei das Herz verlagert oder verdreht wird.

Der venöse Rückfluss zum Herzen kann auch durch falsches Atmen und dadurch auftretenden Überdruck in der Lunge gestört werden. So wird die untere und die obere Hohlvene verengt.

An Fehlbildungen der unteren Hohlvene, die etwa bei 5% der Bevölkerung vorkommen, muss auch gedacht werden. Außerdem können Verwachsungen mit benachbarten Organen zu Bewegungseinschränkungen und somit auch zu Blockaden führen.

Durch in der Nahrung aufgenommenes und auch durch vielerlei andere Vorgänge im Körper angehäuftes Histamin werden Voraussetzungen geschaffen, dass solche wie hier beschriebene Vorgänge entstehen können (Verdauungsstörungen – Blähungen). Da Histamin die glatte Muskulatur der Hohlorgane kontrahiert, könnten sich auch die Hohlvenen verkrampfen.

3. Reaktionen des Kreislaufzentrums auf die Rückflussstörungen

Durch Kompression der unteren Hohlvene wird der Blutrückstrom zum Herzen gestört. Sofort melden die im rechten Herzvorhof befindlichen Dehnungsrezeptoren an das Kreislaufzentrum des Gehirns den zentralen Blutmangel. Wie sensibel diese Drucksensoren reagieren, hängt auch davon ab, ob sie durch aggressive Stoffe im Blut (Alkohol, CO², etc.) vorgeschädigt sind oder wie sie zum aktuellen Zeitpunkt gerade gereizt werden.

Weil diese Störungen hauptsächlich durch Gasblasen im Darm verursacht werden, versucht das Herz erst einmal mithilfe von Extrasystolen im Bauchraum Pulswellen zu erzeugen, um mit diesen Erschütterungen eine mögliche Blockade zu lösen. Das Gleiche wird erreicht, wenn wir uns durch den Extraschlag erschrecken und dadurch unsere Körperhaltung ändern oder aufspringen.

Darum hört man oft bei Extrasystolen kurz nach der Pulswellenerschütterung laute Bauchgeräusche, welche durch wandernde Gasblasen verursacht werden.

Wie sollte eine gequetschte Hohlvene sonst noch befreit werden? Wenn der Betroffene schläft oder schon ohnmächtig ist, wäre es doch die einzige Möglichkeit.

Solche Rückflussbehinderungen beginnen schleichend. Der Betroffene merkt oft noch gar nichts von diesem Blutmangel, da sprechen die Dehnungsrezeptoren schon darauf an.

Die Saugwirkung der rechten Herzkammer erzeugt einen gewissen Unterdruck im rechten Vorhof und in den Hohlvenen, also im Messbereich dieser Rezeptoren. Es ist damit ein Notfall, denn innerhalb kürzester Zeit könnte eine Ohnmacht drohen.

Das Herz kann aber nur so viel Blut durch den kleinen und den großen Kreislauf pumpen, wie im rechten Vorhof im Augenblick gerade ankommt und keinen Tropfen mehr.

Also muss es das wenige Blut so effizient wie möglich einteilen, um die Blutversorgung, so gut es geht, aufrecht zu erhalten. Das kann auch bedeuten, dass das Herz aus rationellen Gründen mit einer sehr hohen Frequenz schlagen muss, um jeweils nur eine kleine Menge Blut zu pumpen (Tachykardie) oder mit einer sehr niedrigen Frequenz, aber dafür mit vollen Kammern (Bradykardie). Auch ein vollkommen unrhythmisches Pumpen, wie bei der absoluten Arrhythmie (Vorhofflimmern) kann sinnvoll sein, wenn immer nur das Blut gepumpt wird, was gerade verfügbar ist.

Der Sinusrhythmus wirkt sich bei solchen unkontinuierlichen Rückflussverhältnissen störend aus, da er den Füllstand der Vorhöfe und Kammern nicht berücksichtigt.

Ein Luftschnorcheln wie bei einer Kreiselpumpe, die nicht genügend Wasser zur Verfügung hat, ist ja nicht möglich. Also "nuckelt" das Herz bei jeder stattfindenden Kontraktion an diesem dicken Blutschlauch, was dann bis in den Bauch hinein zu spüren ist. Der dabei auftretende gewisse Unterdruck begünstigt regelrecht das weitere Verengen der Vene.

4. Persönliche Beobachtungen

4.1 Mein krabbelndes - zappelndes Gefühl zwischen Bauchnabel und Brustbeinknorpel, was bei mir seit 30 Jahren Vorhofflimmerattacken ankündigt, ist sicher dieses auf die Hohlvene übertragene Vibrieren.

Weiche Knie, als Zeichen einer Kreislaufschwäche, verspüre ich immer sofort beim Auftreten dieses Gefühls. Durch sofortige tiefe Fingerdruckmassage von rechts nach links an dieser Stelle, kann ich eine Steigerung bis zum Vorhofflimmern in den meisten Fällen verhindern. Abgehende Gasblasen im Darm bringen sofort Erleichterung. Wenn das Vorhofflimmern ausgelöst ist, hilft die Massage nicht mehr.

Die ungünstigen Druckbedingungen in den Vorhöfen bessern sich dann aber während dieser absoluten Arrhythmie nicht und deshalb hält das Vorhofflimmern unterschiedlich lange an. Erst wenn die neuen Druckverhältnisse in den Vorhöfen als Norm gelten oder zufällig mal eine verhältnismäßig normale Phase kommt, schalten die Dehnungsrezeptoren den Alarm ab und der Sinusrhythmus, der auf immer volle Vorhöfe angewiesen ist, kann sich wieder durchsetzen.

Dies wäre doch eine Erklärung auf die Frage, warum gibt es Vorhofflimmern, warum hält es unterschiedlich lange an und warum hört es spontan wieder auf?

4.2 Ich habe ein spezielles Schema erkannt, nach dem aus diesem Gefühl heraus Vorhofflimmern entsteht, also von einer blockierten unteren Hohlvene ausgehend.

Wenn während einer beginnenden, fast noch unbemerkten Blockierung der unteren Hohlvene, aus irgendeinem Grund (Angst, Schreck, Anstrengung, heftige Bewegungen, Adrenalinstoß) die Pulsfrequenz steigt, so kann es bei mir spontan zu der Reihenfolge Extrasystolen-Herzrasen-Vorhofflimmern kommen. Das Gleiche geschieht auch, wenn zu der sich anbahnenden Blockierung ein Umstand hinzu kommt, der die Kompression noch verstärkt (Bücken, Beugen, Hocken, Strecken und alles wobei der Bauchmuskel angespannt wird).

Eine Erhöhung der Herzfrequenz verringert durch die Saugwirkung noch mehr den venösen Druck im Bereich der Dehnungsrezeptoren und erleichtert so auch das weitere Zusammendrücken der Hohlvenen.

4.3 Die dabei auftretende Dyspnoe mit subjektiv empfundener Atemnot bzw. erschwerter Atmung, passt auch zu allen anderen Arten von Hohlvenenkompressionen. Die Betroffenen empfinden dabei den Blutmangel als Sauerstoff- bzw. Luftdefizit.

Beim Mittagsschlaf nach üppigen Mahlzeiten, auf der linken Seite liegend, ist es in der Phase des Wegdösens bei mir schon öfters zu so einer Situation gekommen. Dabei empfinde ich im Halbschlaf extreme Atemnot, wobei Atemintensität und Herzfrequenz erheblich ansteigen. Durch die intensivere Atmung wird das Problem nicht behoben, doch ein Lagewechsel auf den Rücken nach dem Erwachen bringt sofort Erleichterung.

Goe=r2hfard


Fortsetzung

4.4 Täglich werde ich an diese "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" erinnert, wenn ich beim Auslösen von Extrasystolen eine Analyse mache, warum ausgerechnet zu dieser Zeit wieder solche Exemplare durch die Adern schießen. Ich finde fast immer zugehörige Parallelen, die mir einen Zusammenhang mit dieser Theorie bestätigen.

Eindeutig sind bestimmte Körperbewegungen (meist nach links!), bei denen unwillkürlich Extrasystolen ausgelöst werden. Eindeutig ist auch, dass fast immer unmittelbar danach Gasblasen im Magen oder Darm hörbar und fühlbar weiterwandern, was dann sofort irgendwie Erleichterung bringt. Immer wird es auch begleitet von diesem krabbelnden – zappelnden Gefühl zwischen Brustbeinknorpel und Bauchnabel.

Gerade dieses Gefühl verspüre ich schon mehr als 30 Jahre unmittelbar vor Auslösung von paroxysmalen Vorhofflimmern (bin jetzt 69). Die ersten Jahre traten diese Episoden, die mitunter wochenlang anhielten, nur nach jeder Art von Würgen und Erbrechen auf. Dabei spielte es keine Rolle, wie ich im Laufe der Zeit bemerkte, ob ich vorher Alkohol getrunken hatte oder nicht.

Hierbei könnten doch auch die Hohlvenen direkt am Herzen durch die intensiven Zwerchfellkontraktionen abgeknickt worden sein. Immer mehr stellte sich heraus, dass Verdauungsstörungen mit Blähungen beteiligt sind.

Seit ich dieses unverwechselbare Gefühl im Oberbauch als Vorboten identifiziert habe und sofort bei dessen Auftreten mit einer speziellen Massage an dieser Stelle beginne, ist Vorhofflimmern bei mir sehr selten geworden.

Solche Vorboten gibt es aber fast jeden Tag, je nachdem was ich gegessen habe und wie gesund gerade mein Verdauungstrakt ist. Das letzte Mal hatte ich VHF 2009, als ich in der Öffentlichkeit nicht schnell genug mit Massieren beginnen konnte.

Ohne mein Insiderwissen und die Fähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt zu handeln, hätte ich bestimmt schon lange permanentes Vorhofflimmern.

5. Nebenbetrachtungen

5.1 Ich meine also, dass Extrasystolen, neben Blut pumpen auch noch die Fähigkeit haben, das Kreislaufsystem effektiv zu schützen.

Gibt es möglicherweise nur deshalb die unterschiedlichen Extrasystolen SVES - vom Vorhof oder VES - von der Kammer ausgehend, weil sich in den Vorhöfen und in den Kammern solche Sensoren befinden, also je nachdem wo der Notfall bemerkt wird?

5.2 Es gibt mysteriöse Ereignisse, wo diese Theorie durchaus auch zutreffen könnte wie z.B. beim noch immer rätselhaften "plötzlichen Kindstod". Hat man schon mal ins Kalkül gezogen, ob die Ursache nur der aufgeblasene Magen oder Darm war, der die untere Hohlvene blockiert hat? Oder hat möglicherweise ein Arm des Kindes, auf dem es bei Bauchlage gelegen hat, diese Wirkung noch verstärkt? Keiner weiß es genau, aber auf dem Bauch sollen bei solchen Ereignissen die meisten Babys gelegen haben. Im Nachhinein wird man kaum eine konkrete Ursache finden.

Sicherlich ist es auch sehr schwierig, im akuten Stadium eine schnelle Diagnose zu stellen, denn wie misst man die Druckverhältnisse in dieser Vene mitten im Körper und so kurz vor dem Herzen?

Selbst bei plötzlichem Herzversagen könnte das Kammerflimmern eine Spontanreaktion auf starke Rückflussbehinderungen sein.

5.3 Bisher sprach ich hauptsächlich von Dehnungsrezeptoren im Einzugsbereich des rechten Vorhofs. Ein dort auftretender Blutvolumenmangel überträgt sich aber zwangsläufig auch auf den linken Vorhof, weil das über die 4 Pulmonalvenen zurückfließende Blut nur die Menge sein kann, die vom rechten Herzen gepumpt wurde. Ein einmal aufgetretenes Blutdefizit ist also dort ebenso spürbar und von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren auch ebenso messbar.

Könnten etwa bei einer Katheterablation mit Isolation der Pulmonalvenen solche Sensoren irrtümlicherweise mit verödet werden? Vorhofflimmern würde dadurch möglicherweise mit verhindert, aber im Rahmen meiner Theorie auch mit verhängnisvollen Folgen.

5.4 Wenn ein Sturmtief aufzieht, wird durch Druckdifferenzen auch eine negative Volumenänderung in den Hohlvenen erzeugt, was von den Dehnungsrezeptoren als Gefahr eingestuft wird. Könnte das nicht ein Teil der Wetterfühligkeit sein, denn Extrasystolen schießen bei Sturmtiefs vermehrt durch die Adern? Das Gleiche tritt im Flugzeug ein, wenn der Kabinendruck so angeglichen wird, wie der Luftdruck außen in etwa 2000 Meter Höhe wäre. Magen und Darm blasen sich dort bei Blähungen um 30% mehr auf als am Boden.

5.5 Solche mechanischen Behinderungen des venösen Rückstroms zum Herzen, ähneln sehr der "Orthostase-Reaktion" bzw. der "Orthostatischen Hypotension", wo das Blut aber nur durch die Schwerkraft in den Beinvenen versackt.

Das Phänomen, dass größere Menschen eher an Extrasystolen und Vorhofflimmern erkranken als kleinere, könnte doch auch durch die dabei entstehenden Druckdifferenzen in der Hohlvene und im rechten Herzvorhof begründet sein. Die untere Hohlvene muss das Blut weiter nach oben fördern und sie wird deshalb durch den in Herznähe herrschenden niedrigeren Innendruck leichter verformt.

[[http://www.neuro24.de/s12.htm]]

5.6 Bei einem gleichzeitigen Auftreten von Extrasystolen und Husten, wie es schon öfters beschrieben wurde, könnte der Husten die gleiche Aufgabe haben wie die Extrasystolen, nämlich Erschütterungen hervorzurufen. Bei Katheterablationen werden oftmals auch Husten und Zwerchfellkontraktionen ausgelöst, wenn bestimmte Vorhofareale gereizt werden. Diese Rezeptoren könnten zur Auslösung von Husten und Extrasystolen dort lokalisiert sein.

Im Internet habe ich einen englischsprachigen Artikel von Dr. Neil Brandon gefunden, wo vermutet wird, dass Extrasystolen Husten auslösen könnten. Wenn jemand auf Druckschwankungen im rechten oder linken Vorhof empfindlich reagiert (Dehnungsrezeptoren), so kann es nach meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie zu spontanen Gegenregulationen des Kreislaufsystems kommen. Mit Erschütterungen von Extrasystolen und Husten könnten mechanische Blockaden der Hohlvenen "freigeschüttelt" werden. Das Gleiche gilt, wie schon gesagt, auch für den linken Vorhof, da sich die Druckschwankungen ja über den Lungenkreislauf fortpflanzen. Oder sind auch Blockierungen der Pulmonalvenen möglich, die so gelöst werden könnten? Was gäbe es sonst noch für eine Alternative, wenn derjenige schon ohnmächtig ist, schläft oder ein Kleinkind ist? Deshalb lösen meiner Meinung nach, nicht wie Dr. Brandon vermutet die Extrasystolen den Husten aus, sondern Dehnungsrezeptoren lösen über das Kreislaufzentrum Extrasystolen, Zwerchfellkontraktionen und Husten aus.

[[http://chestjournal.chestpubs.org/content/133/3/828.1.full]]

5.7 Das Krankheitsbild "Roemheld Syndrom" favorisieren viele Patienten in den Arztpraxen als Ursache ihrer Herz-Kreislaufbeschwerden und das besonders durch die Assoziation von Herzsensationen mit gastrointestinalen Begleitsymptomen. Es wird von den meisten Ärzten als Ammenmärchen bezeichnet und ist, in Verbindung gesehen mit meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie", tatsächlich ein populärer Irrtum.

Ich sage: "Dieses Geschehen wird nicht, wie behauptet wird, neuronal durch Reflexe vermittelt, sondern ist Teil einer akuten Kreislaufstörung."

Vom Roemheld-Syndrom (gastrokardialer Symptomenkomplex) spricht man bei funktionellen Herz-Kreislaufbeschwerden, wenn überblähte Bauchorgane das Zwerchfell nach oben gegen das Herz drücken und die Herzkranzgefäße dabei durch einen Reflex beeinflusst werden.

Laut Roche-Lexikon; wird das Roemheld-Syndrom durch einen gastrokoronaren Reflex ausgelöst (Magen-Herzkranzgefäße-Reflex), mit linksseitiger Brustkorbbeklemmung (evtl. in die linke Schulter ausstrahlend), evtl. auch Schmerzen bis hin zum Angina-pectoris-ähnlichen Anfall; ferner paroxysmale Dyspnoe, Schweißausbruch, Tachykardie, Extrasystolie, Blutdruckabfall.

Es sind keine "funktionellen" Herz-Kreislaufbeschwerden mehr, wenn erkannt wird, dass sie durch Kompression der herznahen Hohlvenen ausgelöst werden, z.B. durch Überblähung der Bauchorgane. Die Symptome sind identisch mit der Beschreibung im Lexikon unter Roemheld-Syndrom.

5.8 Zum "Vena-cava-Kompressionssyndrom" in der Schwangerschaft folgendes Zitat aus dem Antwortschreiben eines hervorragenden Herzspezialisten, dem ich meine Überlegungen im Januar 2012 zugesendet hatte:

"In der Tat kann die Kompression der Cava - regelmäßig beobachtet während der Schwangerschaft - über einen Mechanismus, den wir "Reduced venous return" (verminderter venöser Rückstrom) nennen, zu einer Bradykardie führen, die ihrerseits bei Unterschreiten einer kritischen Herzfrequenz zum Auslösen von Extrasystolen führt. Zu diagnostischen Zwecken führen wir z.B. Cava-Kompressionen mit einem Ballon zur Ermittlung von Druckvolumenschleifen des Herzens durch. Dabei ist immer das Problem, dass man die Cava-Kompression nicht zu lange ausdehnen darf, da dann ventrikuläre Extrasystolen ausgelöst werden, die die Messung der Druckvolumenschleife unmöglich machen."

Dies deckt sich mit meiner Theorie, denn das Herz bzw. das Kreislaufsystem kann nicht unterscheiden, ob die Hohlvenenkompression durch benachbarte Organe infolge Blähungen verursacht wird oder durch einen Ballonkatheter. Es versucht mit Extrasystolen-Pulswellen diese Blockade freizuschütteln oder den Betroffenen zur Änderung der momentanen Körperhaltung zu bewegen.

G{enrhxard


Fortsetzung

6. Gastrokolischer Reflex als Ursache der Hohlvenenkompression

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Gastrokolischer_Reflex]]

Hier gibt es viele Parallelen zum Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom.

Diese starken Kontraktionen des ungefähr 1,5 m langen Dickdarms treten nach dem Essen oder Trinken auf, damit der Dickdarminhalt in den Mastdarm und somit zur Ausscheidung weitergeschoben wird.

Sie werden von Dehnungsrezeptoren im Mund, Speiseröhre und Magen schon beim Essen vermittelt, um zuerst im letzten Abschnitt des Verdauungstraktes Platz für die neue Nahrung zu schaffen.

Das ist logischerweise richtig, denn nur so kann die weniger intensive Peristaltik des Zwölffingerdarms und des ungefähr 5 m langen Dünndarms, den darin befindlichen Speisebrei zurückliegender Mahlzeiten nach und nach in den Dickdarm verschieben. Hinter dem Magenausgang wird somit wieder Platz frei, für die gerade stattgefundene Nahrungsaufnahme, wenn sie dann vorverdaut ist.

Bei diesem gastrokolischen Reflex transportiert der Dickdarm seinen Inhalt, ein Gemisch aus dünnflüssigem Kot und Gasblasen, von rechts unten hufeisenförmig über den gesamten Oberbauch nach links unten zum Mastdarm.

Die Verdauungsgase sammeln sich den Naturgesetzen folgend unter erheblicher Druckerhöhung oben im Querkolon, in unmittelbarer Nachbarschaft mit Leber-Galle, Magen, Zwölffingerdarm, Bauchspeicheldrüse, Milz, Zwerchfell, untere Hohlvene und auch dem Herz.

Jeder Heizkörper und jedes Heizungsrohr, was unterschiedliche Höhendifferenzen überwindet, hat an der jeweils höchsten Stelle ein Entlüftungsventil. Die dort sich sammelnden Luftblasen können das Leitungssystem verstopfen, weil sie gegen den Auftrieb nicht nach unten transportiert werden können.

Beim Dickdarm ist es ähnlich, wenn die Peristaltik zu gering ist und die Gasblasen immer wieder zur höchsten Stelle aufsteigen und somit nicht mit dem Kot den Ausgang erreichen können.

Dieser anatomische Nachteil hat sich beim Menschen im Laufe der Evolution beim Übergang vom Laufen auf vier Füßen zum aufrechten Gang eingestellt. Auf allen Vieren und im Liegen, wofür unser Verdauungstrakt ja konzipiert wurde, konnten sich kaum Gasblasen irgendwo oben sammeln, weil sich der hufeisenförmige Dickdarm komplett auf einer fast gleichen horizontalen Achse befand - im Gegensatz zum aufrechten Gehen, Stehen und Sitzen.

Dies merken wir am besten, wenn wir mit Blähungen im Dickdarm in die Horizontale gehen, was uns sofort Erleichterung bringt. Liegen auf der linken Seite ist hier aber für Gasblasen auch nicht so günstig, da die abführende linke Hälfte des Dickdarms bis zum Enddarm dabei auch wieder nach unten führt. Durch das Gewicht der anderen Bauchorgane wird so der Dickdarm zusätzlich noch eingeengt.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Peristaltik]]

Gase, die nicht vollständig über die Darmwand resorbiert werden, können den Dickdarm nur sehr schwer peristaltikunabhängig verlassen, obwohl sie ständig bei der Verdauung entstehen. Der Druck baut sich im gesamten Dickdarm auf und wird von der Durchlassfähigkeit des Enddarms bestimmt.

Bei einem so aufgebauten Innendruck im Dickdarm verhindert die Ileozäkalklappe ein Zurückfließen von Darminhalt in den Niederdruckbereich Dünndarm. Solange der Druck anhält bleibt dieses Ventil aber zwangsläufig auch für die normale Fließrichtung geschlossen und dies auch für Gasblasen im Dünndarm, die dort nun eingeschlossen sind.

Hierbei staut der Dünndarm zurück bis in den Magen. Durch den Druck des aufgeblähten Dickdarms auf den Magen sind Symptome wie Sodbrennen, Völlegefühl und Aufstoßen erklärbar. Auch das Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom würde in diesen Rahmen passen.

Es kann kein Mittel der Welt helfen, da in so einer Situation nichts helfen kann. Wenn man dann nach einer üppigen Mahlzeit noch stundenlang sitzend verharrt, wird die Anatomie des Dickdarms zur Falle für die Verdauungsgase.

Die Tatsache, dass der gastrokolische Reflex unbewusst bei jeder Nahrungsaufnahme abläuft, macht die Suche nach unverträglichen Lebensmitteln sehr schwierig. Bei auftretenden Beschwerden muss man herausfinden, welche vorangegangene Mahlzeit gerade zu diesem Zeitpunkt im Dickdarm das Chaos verursacht. Die gerade verspeiste ist es in diesem Fall nicht, denn die ist im Magen.

Wie vermutet wird, können auch Hormone solche unwillkürlichen Aufräumaktionen im Dickdarm auslösen, um Platz für neue Nahrung zu schaffen. Hier denke ich besonders an Histamin und Glutamat bzw. solche Botenstoffe, die schon beim Anblick oder Geruch von Speisen in den Blutkreislauf ausgeschüttet werden, um so das Zielorgan Dickdarm zu erreichen.

Bei so einer periodischen Umwälzung im Dickdarm, können die Oberbauchorgane in ihrer Funktion erheblich behindert werden. So auch die untere Hohlvene, die nicht nur durch die Blähungen und die starken Muskelkontraktionen im Dickdarm verengt wird, sondern zusätzlich noch durch den soeben gefüllten Magen. Jetzt werden Extrasystolen ausgelöst wie in Punkt 2. beschrieben. Mit ihren Pulswellenerschütterungen könnten sie eine so umklammerte Hohlvene freischütteln oder dazu beitragen, dass eine andere, günstigere Körperhaltung eingenommen wird.

7. Histamininduzierte Hohlvenenkompression

Histamin könnte heute noch eine Schlüsselrolle aus der Urzeit übernehmen, da es etwas Verdorbenes symbolisiert. Durch Verderb entsteht in Nahrungsmitteln Histamin. Dies kann gewollt oder ungewollt sein (z.B. aus Milch > Käse / aus Frischfleisch > Gammelfleisch).

In fast der gesamten Entwicklungsgeschichte des Menschen gab es keine solche vom Menschen selbst gewollte bakterielle bzw. pilzliche Veränderung der Nahrung durch Fermentieren, Gären, Pökeln, Abhängen, Ablagern, Reifen, Einlegen, usw.

Demnach galt für den menschlichen Organismus noch bis vor "Kurzem" eine derartig auf natürlichem Weg gealterte und somit histaminreich gewordene Nahrung als nichtmehr genießbar bzw. sogar giftig.

Der Botenstoff Histamin könnte also schon immer der Gradmesser für die Qualität der aufgenommenen Nahrung sein. Viel Histamin bedeutet z.B., dass die Gefahr einer Fleisch- oder Fischvergiftung besteht. Sofort wird der gastrokolische Reflex ausgelöst, damit wiederum zuerst der letzte Darmabschnitt geleert wird. Ein Zurück aus dem Dünndarm geht ja nicht, also muss Platz geschaffen werden für einen "Durchmarsch".

Die Rolle des Histamingehaltes der Nahrung beschränkt sich daher aus unserer Sicht scheinbar nur auf die Auslösung solcher Verdauungsbeschwerden, die dann durch die Entstehung von Blähungen auch zu Hohlvenenkompressionen führen können. In Wirklichkeit ist dies aber ein Schutzmechanismus, genau wie auch die von uns als negativ eingestufte Wirkung des Histamins, die Produktion von Magensäure zu erhöhen. Damit könnten die Bakterien in der verdorbenen Nahrung abgetötet werden, die ja deswegen auch besonders viel Histamin enthält.

In den heutigen industriell hergestellten Lebensmitteln gibt es plötzlich tausende Stoffe, die der Organismus nie kennengelernt hat und die vorsichtshalber erst einmal als nicht genießbar eingestuft werden. Ein Wildtier würde so etwas Unbekanntes wahrscheinlich gar nicht erst fressen, aber wir stopfen es eben rein. Mag der Magen sich entscheiden ob gleich wieder raus würgen oder schnell weiter mit der Option, dass am Ende des Verdauungstrakts mithilfe vom "gastrokolischen Reflex" für alle Fälle zuerst Platz geschaffen wird.

Ob das alles mit dem Histamin der gerade eingenommenen zweifelhaften Nahrung vermittelt wird, oder aber durch ausgeschüttetes körpereigenes Histamin, ist die große Frage. Eins steht fest, durch das Umwälzen im Darm gelangt viel mehr Histamin an die Darmwände um über die Resorption in den Blutkreislauf zu gelangen.

Histamin hat auch die Eigenschaft, die glatte Muskulatur der Hohlorgane und der großen Blutgefäße zu verkrampfen. Wenn das auch bei den Hohlvenen funktioniert, wäre eine Hohlvenenkompression auch auf diese Weise denkbar.

8. Schlusswort

Relativ harmlose Kreislaufstörungen wie Extrasystolen treten fast nur in Verbindung mit Verdauungsstörungen auf, die Blähungen und andere Raumforderungen im Oberbauch zur Folge haben.

Oft werden sie ohne ersichtlichen pathologischen Grund ausgelöst und bedürfen daher laut Ärzte auch kaum einer Therapie. Die Diagnose "harmlose Extrasystolen" passt aber nicht immer zu den gefühlten Störungen der Betroffenen und damit beginnt ein Ärztemarathon.

Da es aber noch viele andere Ursachen von Herzrhythmusstörungen gibt, muss eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Wenn diese "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" als richtig bestätigt wäre, würden sicher viele Betroffene ihre Störungen akzeptieren oder versuchen, sie durch Vermeidungstaktiken zu verhindern.

Vielleicht könnte man die untere Hohlvene an ihrer empfindlichsten Stelle von außen mit geeigneten Materialien bandagieren, sodass sie nicht mehr eingeengt werden kann. Dies wäre bestimmt auch in Form von Schlüssellocheingriffen möglich und das Kapitel Extrasystolen gäbe es in dieser Häufigkeit nicht mehr.

Aber noch gehören Extrasystolen zu unserem Alltag. Sie sind nicht nur eine Laune der Natur, sondern gehören zu einem selbständig arbeitenden Schutzsystem unseres Körpers.

Tschau *:)

G-erhYarxd


Hallo!

Euer Schweigen bedeutet Zustimmung – oder wie soll ich das verstehen? Gibt es denn keine Opposition ???

Vielleicht ist es auch schon eine Art "Hohlvenenverdrossenheit", die sich breit macht, weil ich diese Theorie so ausdauernd verteidige. ]:D

Wie dem auch sei, ich bin davon überzeugt und mache weiter.

Weitere Erklärungen zur "Hohlvenen-Kompressions-Theorie"

... und persönliche Fallbeispiele.

Kurze Wiederholung!

Die Durchlässigkeit der unteren und oberen Hohlvene gehört mit zu den wichtigsten Voraussetzungen der Herztätigkeit. Eine Hohlvenenkompression mit vermindertem Blutrückstrom zum Herzen kann zu jeder Zeit und bei allen Körperhaltungen eintreten.

Selbst geringste Einengungen dieser herznahen und fast drucklosen 3 cm dicken Venen, können zu sofortigen Druckdifferenzen im rechten Herzvorhof führen, was von den dort befindlichen Dehnungsrezeptoren als Gefahr eingestuft wird.

Das Herz schießt nun als erstes Extrasystolen mit ihren Pulswellen durch die Adern. Auf diese Weise werden Erschütterungen erzeugt, mit denen die untere Hohlvene aus ihrer Umklammerung aufgeblähter Oberbauchorgane befreit werden soll und ein ungehinderter Blutrückfluss wieder ermöglicht wird.

Meist wird dies ein benachbartes Verdauungsorgan sein, wo es dann reicht, wenn die Gasblase darin weiterwandert und die Hohlvene nicht weiter abgedrückt wird.

Es gibt viele unscheinbare Symptome, die auf eine Hohlvenenkompression hinweisen und die sich in bestimmten Fällen bis zum Vorhofflimmern steigern können.

Hohlvenenkompression – allgemein (Fallbeispiel)

Man verspürt ein vibrierendes, kribbelndes, zappelndes auch verkrampftes Gefühl oberhalb des Bauchnabels, oft verbunden mit einem leichten Schwächegefühl oder mit weichen Knien. Auch Schwindelgefühl, Leere im Kopf und Luftnot sind typisch. Bei mir gilt es als sicherer Vorbote von Vorhofflimmern und es kommt immer im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten vor – wie Bücken, Beugen, Hocken, Strecken, Drehen, schnellem Sprechen oder heftigem Lachen.

Ich bin mir 100%ig sicher, dass auch heute noch in so einer Situation unweigerlich Vorhofflimmern ausgelöst wird, wenn ich bei Auftreten dieses Gefühls weiter untätig und wie versteinert in der momentanen Körperhaltung verharren würde. Genauso ist es im Bett oder auf der Couch, wenn ich irgendwie verwinkelt daliege und auf einmal durch Extrasystolen oder eben durch das beschriebene Gefühl im Oberbauch merke, dass sich etwas anbahnt. Da kann man nur sofort eine andere Körperhaltung einnehmen und den Oberbauch massieren, um die untere Hohlvene von der Umklammerung zu befreien. Die abgehenden Gasblasen im Bauch bestätigen dann meistens meinen Verdacht.

Bauchmassage bei Hohlvenenkompression

Wenn das eindeutige Gefühl bemerkt wird und auch vielleicht schon Extrasystolen durch den Körper schießen, dann sofort diese Stelle kurz über den Bauchnabel mit den Fingern beider Hände von rechts nach links bzw. von rechts oben nach links unten tief eingedrückt ganz schnell hintereinander massieren. Auch kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn sind wirkungsvoll, aber das merkt jeder selbst was gut tut. Am besten funktioniert die Massage beim Umherlaufen oder im Liegen auf dem Rücken, aber nicht zwischendurch aufhören um den Puls zu fühlen. Erst wenn das komische Gefühl weg ist und man auch merkt, dass das Blut wieder im Herzen und so auch im Kopf ankommt, kann man ja mal an der Halsschlagader den Puls kontrollieren.

Es vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht vor solchen Situationen stehe und eingreifen muss.

Besonders nach Ruhephasen oder nach Tätigkeiten in gebückter Haltung, wenn ich dann spontan aufstehe und z. B. eine Treppe oder Böschung hochgehe, merke ich dieses komische Gefühl über dem Bauchnabel – die Mischung aus weichen Knien, Schwindel und Atemnot.

Wenn ich jetzt nicht sofort stehen bleibe und meinen Bauch massiere, geht der Puls hoch bis zum Vorhofflimmern.

Am Herzen kommt in diesem Augenblick durch die abgedrückte Hohlvene zu wenig Blut an und wenn man da weiterläuft steigt der Puls und durch die dabei entstehende höhere Saugkraft des Herzens wird die Hohlvene noch mehr zusammengesogen.

Es gibt hundert verschiedene Möglichkeiten im Alltag für solche Situationen, man muss sie nur erkennen und erspüren.

Nun nicht erst lange Puls fühlen, denn wenn man erst Vorhofflimmern fühlt, hat man verloren.

Es wäre also falsch zu behaupten, dass ich bereits ausgelöstes Vorhofflimmern durch meine Bauchmassage beenden kann. Ich kann aber durch meine Massage die Durchlässigkeit der Hohlvene wiederherstellen und die Gefahr von Vorhofflimmern ist somit gebannt.

Hohlvenenkompression und Adrenalin (Fallbeispiel)

Durch den nicht zu unterschätzenden Aspekt der Wirksamkeit des Adrenalins im Zusammenhang mit einer beginnenden Hohlvenenkompression, kann der Herzrhythmus auch durch Stress, Aufregung, Angst, Schreck, Wut, Zorn, Trauer, in dieser kritischen Phase gefährlich beeinflusst werden.

Dies zeigt folgendes Beispiel:

Ich habe einige Zeit am Computer gesessen und einen Beitrag für das Forum geschrieben. Ich war schon etwas nervös, hatte Blähungen und Extrasystolen. Es war gegen Mitternacht, als ich auf "Absenden" gedrückt habe. Augenblicklich war ich mir nicht mehr sicher, ob ich im richtigen Thread war, weil ich dort den Beitrag, auf den ich geantwortet hatte nicht mehr gesehen habe, da eine neue Seite begann. Sofort gab es einen Adrenalinstoß und der Puls mit den Extrasystolen steigerte sich bis zum Vorhofflimmern.

Dass eine Erwartungsangst auf solche Episoden Gift ist, habe ich noch Wochen später zu spüren bekommen. Denn dieser Pulsanstieg beim "Absenden" wiederholte sich noch einige Male danach, obwohl ich mir dann ganz sicher war, dass ich im richtigen Forum bin. Auch da hatte ich immer durch das lange Sitzen ein ungutes Gefühl im Magen.

Dieses unwillkürliche Geschehen war dann aber durch meine sofortige Bauchmassage beherrschbar.

Das Herz-Kreislaufsystem im Gehirn fordert vom Herz in so einer Situation mehr Leistung, doch der Blutnachschub fehlt. Es muss einen Notrhythmus einrichten, um das Blut, was augenblicklich trotz der Hohlvenenkompression noch zur Verfügung steht, so ökonomisch wie möglich zu pumpen. Und so ein Notrhythmus könnte eben auch Vorhofflimmern sein, weil der "programmierte" Sinusrhythmus immer nur von vollen Vorhöfen und Kammern ausgeht.

Die plötzliche Adrenalin-Ausschüttung ist in solchen Fällen das Zünglein auf der Waage, weil Adrenalin die Rezeptoren in den herznahen Hohlvenen und im Herzen sensibel macht. Diese Fähigkeit wird ausgenutzt bei "Elektrophysiologischen Untersuchungen – EPU" und bei "Katheterablationen", wenn mit der Katheterspitze im Herzen gewollt eine bestimmte Rhythmusstörung ausgelöst werden soll.

Denn klappt dies nicht, weil die Rezeptoren zu unempfindlich reagieren, wird Adrenalin gespritzt oder an den Tropf gehängt.

Alles was den Adrenalinspiegel erhöht, erhöht also gleichzeitig die Bereitschaft zum Auslösen von Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern.

Vor etwa 15 Jahren wurde bei mir einmal Vorhofflimmern nachmittags auf Arbeit ausgelöst, als die Monatsabrechnung nicht so recht klappen wollte und ich deshalb unheimlich viel Stress hatte. Das ging soweit, dass ich erbrechen musste und genau mit dem Würgen sprang der Puls in Vorhofflimmern um. Eine Blutanalyse 30 Minuten später im Herzzentrum ergab laut Kardiologen einen fast unmöglich hohen Adrenalinspiegel.

Heute weiß ich, dass durch das stundenlange Sitzen die untere Hohlvene abgedrückt wurde und durch das Würgen noch mehr. Außerdem hemmt Adrenalin die Darmaktivität (Peristaltik), was die Entstehung von Blähungen begünstigt.

Hohlvenenkompression beim Schlafen (Fallbeispiel)

Man wacht mit Luftnot meist in Linkslage auf – man verspürt Extrasystolen und der Puls wird immer schneller. Diese subjektiv empfundene Atemnot (Dyspnoe), die meist mit einem Alptraum mit Erstickungsgefühl einhergeht, wird auch durch schnelles und tiefes Atmen nicht beseitigt. Erst eine Lageänderung auf den Rücken oder Aufstehen bringt Erleichterung. Erfolgt keine Lageänderung, so steigert sich der Herzrhythmus bis zum Herzrasen oder sogar Vorhofflimmern. Dies kann erst recht passieren, wenn man dabei nicht richtig wach wird.

Fazit:

In diesem Fall empfindet man eine Hohlvenenkompression mit vermindertem Rückstrom als Atemnot. Selbst durch vermehrtes Atmen kommt nicht mehr Sauerstoff im Gehirn an, weil dabei ja durch den Blutmangel auch zu wenig Blut zum Anreichern von Sauerstoff durch die Lunge fließt.

Alle Betroffenen, die Vorhofflimmern meistens in der Nacht bekommen, sollten diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Eine rechtzeitige Oberbauchmassage wie oben beschrieben, könnte die Symptome beenden bzw. eine Steigerung verhindern.

Der Auslöser dieser Situation ist meistens die vorletzte Hauptmahlzeit, die nun gerade im Dickdarm angekommen ist und eine Menge Gas produziert. Bei Linkslage spielen auch die relativ schweren Oberbauchorgane eine Rolle, die auf die untere Hohlvene drücken.

Wenn ich in der Nacht ohne erkennbare äußere Einflüsse plötzlich aufwecke, dann liege ich immer auf der linken Seite und ich habe das dringende Bedürfnis, mich auf den Rücken zu legen oder aufzustehen. Wecke ich dagegen durch äußere Einflüsse auf oder weil ich genug geschlafen habe, so liege ich meistens auf der rechten Seite oder auf dem Rücken.

Jetzt wo ich die Ursache kenne, nämlich eine Hohlvenenkompression mit Blutmangel vor dem Herzen, bringe ich manche nächtliche Wahrnehmung damit in Verbindung. Selbst empfundene Geräusche wie ein Gong oder ein Knall oder mehrere solche Töne hintereinander, haben mich schon geweckt als ich auf der verkehrten Seite lag. Ich kann mir denken, es geht vielen so und es gehört auch mit zu dem Schutzsystem unseres Körpers wie die Extrasystolen.

Wenn man in der ungünstigen Lage liegenbleiben würde, drohen dann eventuell Extrasystolen, Vorhofflimmern oder sogar eine Ohnmacht.

Liebe Grüße und Tschau *:)

mdled'ererx1


Da bin ich voll beiDir Gerhard.

Unglaublich aber die Arroganz der Ärzte. Ich habe exakt die gleichen Sympthome.

Was habe ich bekommen. einen ICD eine wage Diagnose ARVD, Betablocker und Amiodaron.

Ich habe allen Ärzten gesagt es kommt vom Magen.

die drehen das aber rum und sagen Magenschmerz kommt vom Herz.

Raen9tnerx25


Hallo Gerhard,

lese mit interesse deine Beiträge. Habe selbst seit 15 Jahren (seit Schleudertrauma) immer wieder Herzstolpern, VES, die manchmal wochenlang weg sind, aber im Moment seit einigen Wochen sehr stören. Leider verpasste man mir im Dezember 2 Stents, was aber angeblich nichts mit den ES zu tun hat. Ich kann mir bisher keinen Reim drauf machen. Sie kommen zu 99% in Ruhe, wenn mein Puls auf unter 50 absinkt (wegen Ausdauertrianing), nach Rotweingenuss, nach körperlicher Überkopfarbeit, nach Sprüngen, nach Verwringung im Rücken etc. Ich denke manchmal an Histaminintoleranz, dann denke ich, wie auch einige Osteopathen, bei denen ich war, an Probleme der Wirbelsäule. Seit einigen Monaten habe ich über 10 Kilo abgenommen, seitdem sind die ES auch wieder stärker. Habe schon Magnesium und Kalium überprüft und die Speicher versucht gut aufzufüllen, aber ich kann einfach keinen gemeinsamen Nenner finden. Wenn ich mit ES im Bett liege, dann reichen manchmal kleinste Bewegungen des Kopfes um diese zu stoppen. Am besten kann ich auf der rechten Seite einschlafen, wenn es ganz schlimm ist, dann nur im Sitzen. Ob das aber zu deiner Theorie passt? Ein kleines Feedback von dir wäre sehr interessant.

Viele Grüße

G]erhkard


Nachtrag Fallbeispiele

Hohlvenenkompression beim Reizmagen- u. Reizdarmsyndrom (Fallbeispiel)

Auch ein normales Frühstück löst über Dehnungsrezeptoren im Magen den gastrokolischen Reflex aus. Damit wird der Dickdarm angeregt dort zuerst Platz zu schaffen, damit die zu erwartenden Verdauungsvorgänge ungehindert ablaufen können.

Durch viel Histamin in der Mahlzeit wird der gastrokolische Reflex zusätzlich verstärkt, weil die Nahrung als "verdorben" eingestuft wird.

Der gesamte Dickdarminhalt mit Gaseinschlüssen wird durch die starke Peristaltik muskulös durcheinander geknetet und in Richtung Ausgang befördert. Dabei vergrößert der Dickdarm abwechselnd seinen Durchmesser und drückt in Intervallen die anderen Oberbauchorgane zusammen. Dies führt auch zur Bedrängung von unterer Hohlvene und Herz.

Der vergrößerte Dickdarm quetscht aber auch den gerade gefüllten Magen und den Zwölffingerdarm zusammen. Dabei kann Magensäure in die Speiseröhre gedrückt werden oder höchst aggressiver Zwölffingerdarminhalt zurück in den Magen.

Diesen Vorgang empfinden wir als Sodbrennen, Völlegefühl, Aufstoßen, Magen- Darmkrämpfe und starken Stuhldrang. Wir können nicht verstehen, dass so kurz nach dem Frühstück das Essen quasi schon wieder ausgeschieden wird. Doch die Vorgänge sind ganz anders aber trotzdem sehr verwirrend.

Das Mittagessen von gestern was nun gerade im Dickdarm ist, kann überhaupt nichts dafür, denn das soll nur raus weil "lt. Befehl" Platz geschaffen werden muss. Dabei wird nur der letzte, schon eingedickte Dickdarmabschnitt entleert. Der größere Teil des Inhalts gärt durch die Durchmischung der starken Peristaltik erst recht weiter und produziert eine Menge Gas. Dadurch bläst sich der Dickdarm wie ein Luftballon auf und die Ileozäkalklappe wird wie ein Rückschlagventil verschlossen, damit das Kot-Gasgemisch nicht in den Dünndarm zurückgedrückt werden kann. Dies wiederum verhindert aber zwangsläufig die durch die Peristaltik gleichermaßen in Gang gekommene Entleerung des Dünndarms in den Dickdarm – in diesem Fall das ebenfalls unschuldige Abendbrot von gestern. Der Teufelskreis ist also komplett und es geht gar nichts mehr. Der Verdauungstrakt ist total verstopft und die untere Hohlvene eingeklemmt. Das Herz versucht nun mit Extrasystolen bzw. mit deren Pulswellen die abgedrückte Hohlvene freizuschütteln, damit das venöse Blut wieder ungehindert zum Herzen fließen kann.

Für mich ist dies die klassische Beschreibung des Reizmagen-u. Reizdarmsyndroms. Alle Unverträglichkeiten und Intoleranzen könnten so erklärt werden, wenn bestimmte Stoffe – wie eben das Histamin – das Chaos auslösen, da sie als giftig eingestuft werden.

Histamin soll ja auch die Wirkung haben, die glatten Muskelzellen in Hohlorganen zu kontrahieren, wie z.B. im Verdauungstrakt und in der Lunge. Sollte diese Wirkung ebenfalls auf die Hohlorgane untere und obere Hohlvene übertragbar sein, könnte mein kribbelndes Bauchgefühl, was Vorhofflimmerattacken ankündigt auch so eine Verkrampfung sein.

Nach Auslösung von Vorhofflimmern verspüren fast alle Betroffenen einen erhöhten Harndrang. Dies könnte ein histaminbedingtes Verkrampfen der Blase sein, denn die ist ja auch ein Hohlorgan mit glatter Muskulatur. Dadurch könnte durch die erhöhte Wasserausscheidung der Organismus schneller entgiftet werden. In diesem Fall übernimmt wieder das zum Gift gewordene Histamin gegen sich selbst die Rolle als Botenstoff.


Ein 63jähriger Mitbetroffener, mit 2-mal wöchentlich auftretendem paroxysmalen Vorhofflimmern, hat mir eine interessante Histaminanalyse geschickt, um sie hier mal mit zu posten. Er ist normalgewichtig, sportlich aktiv, Nichtraucher, hat keinen hohen Blutdruck, trinkt gern Rotwein und Kaffee, liebt Tomaten in allen Variationen und hat aber leider seit etwa 10 Jahren diese Herzrhythmusstörungen.

Aufgetretene Symptome, wie Kopf- und Hautjucken, sprechen für eine Histaminbeteiligung.

Diaminoxidase (DAO) ------------------- 9,7 U/ml ----- (Normalwerte > 10)

Histidin ------------------------------------ 11,5 mg/l ----- (Normalwerte 12,0 – 17,4)

Histamin ------------------------------------- 5,5 µg/l ----- (Normalwerte 0,4 – 1,7)

N-Methylhistamin -------------------------- 1,0 µg/l ----- (Normalwerte 3,5 – 11,8)

N-Methylimidazol-4-yl-essigsäure ---- 36,0 µg/l ----- (Normalwerte 10,7 – 24,6)

Imidazol-4-yl-essigsäure --------------- 193,6 µg/l ----- (Normalwerte 34,9 – 68,3)

Meine Meinung dazu: Das Histamin ist um über das Fünffache erhöht. Dagegen ist der DAO-Wert nur knapp in der Grauzone, also fast noch normal.

Die extrem überhöhten letzten 2 Werte sagen aus, dass schon sehr viel Histamin über die DAO und über die anderen Wege abgebaut wurde. Damit könnte man die Spitzenwerte des Gesamthistamins noch viel höher einschätzen.

Interessant ist, dass nachweislich am Tag der Blutentnahme und auch 2 Tage davor, heftige Vorhofflimmerattacken ausgelöst wurden.

Hier wichtige Details aus einer Mail des 63jährigen vom Tag der Blutabnahme im Dezember.

Hallo Gerhard,

jetzt hat es mich am Samstagmorgen – ohne größere Vorwarnung – doch wieder beim Aussteigen aus dem Auto erwischt, obgleich ich in dieser Woche relativ histaminarm gegessen habe.

Nach dem samstäglichen Vorhofflimmern – ca. 5 Stunden – habe ich am weiteren Wochenende und auch heute Morgen überhaupt nicht mehr darauf geachtet, ob mein Essen stark histaminhaltig ist oder nicht. Im Gegenteil, ich habe sogar histaminreiche Kost (wie z.B. Tomaten, Käse, auch etwas Rotwein sowie Weihnachtsbrötchen mit Kaffee) bewusst zur mir genommen.

Denn heute Morgen wurde mir ja zur Histaminkontrolle u.a. Blut abgenommen. Auch heute Mittag habe ich u.a. eine gute Tomatensauce gegessen und zum Nachtisch etliche Weihnachtsbrötchen. Offenbar wegen dieser Häufung von histaminreichen Nahrungsmitteln hat bereits nach 2 Tagen heute Nachmittag gegen 15:30 Uhr unvermittelt wieder mein Vorhofflimmern angefangen – und zwar im Liegen beim Lesen. Vor einer halben Stunde, also 18 Uhr war der Spuk wieder vorbei.

Ja aber der Spuk kommt in regelmäßigen Abständen wieder, wie er mir noch immer berichtet. An die Mitbeteiligung des Histamins glaubt er, trotz der für mich eindeutigen Beweise nicht wirklich und denkt nun über eine Ablation nach. Hoffentlich werden dann diese Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen nicht auch mit verödet, die nach meiner "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" nur deshalb Extrasystolen & Co. auslösen, um die Störung des verminderten venösen Rückstrom zum Herzen zu beheben.

@ mlederer1

Da ich nur bestimmte relativ harmlose Rhythmusstörungen im Rahmen meiner Theorie in Verbindung bringe, muss schon jeder selbst einschätzen was möglich sein könnte und was nicht. Aber eine eigene Meinung zu haben, so wie Du sie auch hast, ist schon nicht verkehrt. Ich wünsche Dir ein gutes Händchen bei der Wahl Deiner Entscheidungen. Alles Gute!

@ Rentner25

Unfälle können schon anatomische Veränderungen im Körper hervorrufen, wo dann ab diesem Ereignis z.B. die untere Hohlvene leichter abgedrückt werden kann als vorher.

Alle von Dir vermuteten Auslösehintergründe stehen bei mir auch zur Debatte, nur ich frag mich schon lange nicht mehr – warum ist das so? Ich weiß warum es so ist und es gibt für mich keine Alternative zu dieser Hohlvenen-Kompressions-Theorie.

Wenn ich bspw. beim Abendbrot heftig zusammenzucke, weil Monsterextrasystolen durch meinen Körper schießen, gibt es bei mir nicht mal mehr eine Schrecksekunde, sondern nur ein Grinsen zu meiner Frau und ein Grinsen zurück. Ich weiß in diesem Moment, dass mein Herz weniger Blut über die untere Hohlvene zurückbekommt, weil ich so zusammengesackt im Stuhl hänge und mein Oberkörper dazu noch leicht nach links zum Küchenfernseher gedreht ist. :-o Ein aufrechtes, gerades Hinsetzen beendet sofort diese "Schüsse vor den Bug", wofür ich dem Herzen sogar dankbar bin.

Ich weiß nicht, wie lange ich das noch predigen muss, bis es andere Betroffene auch so sehen. Du bist jedenfalls auf dem guten Weg…

Liebe Grüße

Tschau *:)

c*ou%gar2x904


Hallo Gerhard,

ich habe gerade deinen Artikel gelesen und finde diesen wirklich höchst interessant und erschreckend schlüssig. Ich bin 25 und leide seit Jahren unter Extrasystolen (dagegen: Metoprolol 47,5) und diversen Magen-Darm-Problemen, die nach unzähligen Untersuchungen in der Uni-KLinik als Reiz-Darm einsortiert wurde.

Ich bin kein Mediziner, jedoch kamen mir soviele Beschreibungen in deinem Artikel erstaunlich bekannt vor. Die Extrasystolen nach dem Essen oder nach Schrecksekunden, das Völlegefühl, Extrasystolen beim Liegen auf der linken Seite, 'Kribbeln' im linken Bauchbereich in der Höhe über dem Nabel. Auch ich habe bereits unzählig viele Arztbesuche hinter mir und auch des öfteren nach einem etwaigen Zusammenhang zw. den Herz-Beschwerden und den Magen-Darm-Problemen gefragt; ohne jedoch nennswerte Antworten zu bekommen.

Danke für Deinen Aufsatz. Werde mich jetzt mit diesem Thema intensiver beschäftigen!

Beste Grüße!!

Phil

GDexrhaxrd


Weiteres Fallbeispiel zur Hohlvenen-Kompressions-Theorie

Würgen und Erbrechen als Ursache einer Hohlvenenkompression (Fallbeispiel)

Im Alter von 35 bis 40 Jahren wurde bei mir Vorhofflimmern nur durch Würgen und Erbrechen ausgelöst, und dies nur nach einer feuchtfröhlich durchzechten Nacht. Dabei hatte ich nie ein Alkoholproblem – bis heute nicht, bei damals 2 bis 3 Episoden jährlich.

Ich muss dazu sagen, dass ich auch nicht sonderlich viel Alkohol vertragen habe und es handelte sich größtenteils um Bier.

Der Ablauf war immer der Gleiche. Entweder mir wurde in der Kneipe schon schlecht oder ich lag schon im Bett, wo ich dann schnell raus musste um mich zu Übergeben. Unmittelbar mit dem Würgen setzte das Vorhofflimmern ein.

Gedanken habe ich mir damals keine gemacht, da es ja nach 24 Stunden wieder weg war. Dann blieb es aber mal ein paar Wochen lang und das konnte ich nicht mehr nur als Katerstimmung abtun, weil dann ja auch die Kraft zum Arbeiten fehlte. Ich ließ mich krankschreiben und mit meinem ersten EKG 1983 wusste ich dann, dass ich Vorhofflimmern hatte. Es folgte mein erster Krankenhausaufenthalt.

Seitdem habe ich keine einzige Zigarette mehr geraucht und Alkohol nur noch in "Maßen" getrunken. Die Episoden blieben jedoch bei jedem Erbrechen, gleich welcher Ursache und auch ganz ohne Alkohol.

Das "Holiday Heart Syndrom" ist eine beliebte Diagnose bei paroxysmalem Vorhofflimmern, wenn Ärzte mit ihrem Latein am Ende sind. Der Alkohol hatte aber nur eine Schlüsselrolle, denn durch seinen hohen Histamingehalt und seine von Natur aus toxische Wirkung, wird Erbrechen ausgelöst. Das Würgen mit den Zwerchfellkontraktionen verursacht dann wieder die Hohlvenenkompression und somit den alles entscheidenden Blutmangel vor dem Herzen.

Extrasystolen werden nun ausgelöst, denn es könnten ja auch nur Blähungen sein. Diesmal helfen die Pulswellen-Erschütterungen aber nicht, da es der Bauchmuskel ist, der die untere Hohlvene zusammendrückt. Wenn das Würgen nicht aufhört droht eine Ohnmacht, weil kein Blut mehr im Herzen ankommt. Da pumpt das Herz mit einer absoluten Arrhythmie (Vorhofflimmern) paradoxerweise effektiver als mit Sinusrhythmus. Also immer nur so viel Blut, was gerade noch verfügbar ist. Dies wäre meine Erklärung für das Auftreten von Extrasystolen und Vorhofflimmern.

Damals in der ehemaligen DDR wurden wir in punkto Bierqualität wahrlich nicht verwöhnt und so stellte ich damals schon fest, dass solche Ereignisse hauptsächlich in Verbindung mit schlechter Qualität auftraten. Aus heutiger Sicht waren manche Biersorten von damals, schon durch die Zutaten und die Herstellungstechnologie, reine Histaminbomben.

Auch heutige Edelbiere, wie z.B. Hefeweizen, haben einen hohen Histamingehalt und siehe da, es besteht ebenfalls ein höheres Risiko für Extrasystolen & Co.

Ich habe dazu schon einmal einen Beitrag geschrieben, der diese Zusammenhänge erklärt.

[[http://www.med1.de/Forum/Allergien/499893/13325601/]]

Die neuerlichen Lebensmittelskandale belegen meine Theorie.


@ cougar2904

Hallo Phil,

vielen Dank für Deinen aufmunternden Beitrag. Du betonst, dass Du kein Mediziner bist. Das ist mir eigentlich vollkommen klar, denn wenn Du einer wärst, dann hättest Du es Dir sicher ebenso verkniffen, hier etwas dazu zu schreiben. Man könnte sich ja (auch) lächerlich machen.

Deine erkennbaren Parallelen zu meiner, wie Du formulierst, "erschreckend schlüssigen" Theorie, geben mir wieder ein bisschen Bestätigung, dass es hinter dem Horizont weitergeht.

Danke und alles Gute!

Tschau *:)

SOchliutzaugxe67


Euer Schweigen bedeutet Zustimmung – oder wie soll ich das verstehen? Gibt es denn keine Opposition

Viel ausgebaute Fantasie, viel (zu viel) krankhafte Beschäftigung und krankhafte Selbstbeobachtung.

Wieviel Zeit wird mit lebenslustiger Betrachtung des Lebens verbracht, wann wird überhaupt unbeschwert gelebt?

Ich meine, man könnte auch einen Zusammenhang herstellen zwischen Popel im rechten Nasenloch und Extrasystole in der Differenz zu Popel links in gebückter Haltung und harmloser, sprich unbedeutender Arrhythmie....

Deshalb sicherlich auch keine Rückmeldung von Ärzten....

S7IByBO


@ Schlitzauge67

Ich kann dir bei deiner Ignoranz nur wünschen, dass du das, was du hier als "krankhafte Selbstbeobachtung" deutest nicht selbst einmal bekommst. Du würdest dann anders reden. Da kannst du dir sicher sein... ;-)

@ Gerhard

Ich kann sehr vieles was du schreibst aus jahrzehntelanger, eigener Erfahrung nur bestätigen und finde es sehr gut, dass du dir die Mühe und den Aufwand (inkl. Hintergrundrecherche!) machst darüber zu informieren. Denn dieses reale existente (!) Problem wird nirgendwo beachtet oder gar weiter erforscht und es kann die Lebensqualität stark einschränken.

Von den Ärzten darfst du hier nicht viel erwarten: Es bringt nämlich kein $$$ und zu dem dauert es 10 Jahre (!) in der Regel, bis experimentelles Wissen bis in die Hausarztpraxen vorgedrungen ist. Die Entdecker von Helicobacter pylori bspw. wurden jahrelang für Ihre Theorie ausgelacht. Das sagt schon alles.

Ich habe mir selbst in Jahrelanger Suche und nach Feststellung der Unfähigkeit ärztlicherseits Ursachen in Sachen

[[http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCnndarmfehlbesiedlung]]

und

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Myofasziales_Schmerzsyndrom]] zu finden nach jahrelanger Recherche selbst helfen können.

Ich wog zeitweise noch 53kg bei 170cm und es war natürlich die "Psyche" lt. vielen "Fachleuten". Soviel dazu.

Nun zur Sache:

Bei mir ist es zwar nicht so intensiv wie du es beschreibst (es bleibt bei Extrasystolen, Angst, zeitweise Herzrasen) aber auch das reicht völlig!

Insbesondere der Zusammenhang mit Darmbewegungen des Dickdarms und (zumeist auch) Blähungen ist 100% sicher. Hast du in dem Zusammenhang eigentlich auch mal an die Pressorezeptoren in den Bauchgefäßen gedacht. Diese sind dort ja ebenso wie an der Karotis (Karotissinus-Punkt) vorhanden. Beim Druck dort gibt es ja oft gleiche Reaktionen (Herzstolpern, Blutdruckabfall usw.). Ich glaube immer das der sich verkrampfende Dickdarm dort die Pressorezeptoren oder Nervengeflechte reizt bzw. diese hypersensibel sind (wovon auch immer).

Ich habe diese Überempfindlichkeit immer mal wieder am Karotissinus, ausgelöst durch myofasziale Triggerpunkte in den seitlichen Halsmuskeln/Sternocleidomastoideus (Kopfwender). Ich könnte mir vorstellen, dass Triggerpunkte in der Bauchmuskulatur leicht auch in die tiefer liegenden Nervenstränge / -Rezeptoren ausstrahlen.

Beim Reizdarmsyndrom (früher auch Krampfdarm genannt) ist die normale Darmbewegung gestört. Es gibt Areale die sich spastisch verkrampfen, den Nahrungsbrei/Stuhl anhalten und dadurch massiv Blähungen verursachen.

Siehe Bild hier: [[http://healthwise-everythinghealth.blogspot.de/2008/12/what-works-for-irritable-bowel-syndrome.html]]

Wird der Druck im verkrampften Abschnitt zu groß dann "durchbricht" er die Verkrampfung oft mit hör- und fühlbaren (teils "explosiven") Geräuschen. Die Gasblase wandert dann weiter. Konkret an der von dir genannten Stelle (Mitte zw. Brustbein und Bauchnabel) erzeugt dies dann oft Extrasystolen. Es müssen dazu nicht immer massive Blähungen vorhanden sein. Es reichen meiner Meinung nach schon stark genuge Darmbewegungen oder wandernde Gasblasen.

G}erhxard


@ Schlitzauge67

Es gibt in jedem Forum Möchtegerndoktoren, die unbedingt in jedem Thread ihre Handschrift hinterlassen müssen, weil sie glauben allwissend zu sein.

Wenn Deine Angaben in einigen von Deinen über 2000 Beiträgen seit 2011 stimmen, müsstest Du dieses Jahr auch 70 werden wie ich. Da wirfst Du mir vor ich lebe nicht, nur weil ich meine grauen Zellen noch ein bisschen sinnvoll trainiere. Nötig habe ich es nicht, denn ich bin gerade durch meine Recherchen fast beschwerdefrei geworden.

Schätze selbst ein, welchen Stellenwert Dein Auftritt hier hat und wie Du uns damit helfen konntest.

@ SIBBO

Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht. Die Pressorezeptoren in den Bauchgefäßen habe ich in meine Überlegungen noch nicht mit einbezogen. Dabei meinst Du sicherlich Arterien und keine Venen. Ich bin einfach zu sehr auf die herznahen Hohlvenen fixiert, da sie durch den geringen Innendruck von außen viel leichter verengt werden können. Natürlich überträgt sich ein Blutdefizit vor dem Herzen zwangsläufig in Form von Druckdifferenzen auch auf die Arterien. Der Zeitkorridor von Beginn der Blockade bis zu den ersten Herzbeschwerden müsste bei den Baucharterien länger sein, als bei den Venen.

Ein Fallbeispiel dazu, was oft vorkommt: Ich will mit beiden Armen etwas ganz oben aus dem Küchenschrank nehmen und drehe mich dabei ein wenig nach link dabei. Sofort schießt eine Extrasystole durch den Körper, weil dabei die untere oder obere Hohlvene direkt am Herzen abgeknickt wird und weniger Blut in den rechten Herzvorhof einströmt.

Nun könnte man sagen, dass das dann ja jeder Mensch so empfinden müsste.

Hier ist die Standard-Aussage der Ärzte richtig: "Fast alle Menschen haben Extrasystolen – nur nicht alle spüren sie!"

Von einer Sekunde auf die andere herrscht ein geringerer Druck in den Vorhöfen, was das Herz sofort zur Handlung zwingt, denn er könnte ja noch schlimmer werden. Eine Extrasystole mit ihrer Pulswelle ist dabei die schnellste und oft die effektivste Möglichkeit, die drohende Gefahr abzuwenden.

Wer nicht weiß, warum das Herz in dieser Situation stolpert, erschreckt sich und hat Angst und somit Stress, was den Adrenalinspiegel im Blut erhöht. Adrenalin erhöht die Empfindlichkeit der Dehnungrezeptoren in den Vorhöfen und die wiederum lösen noch mehr Extrasystolen aus. Der Teufelskreis ist komplett.

Adrenalin ist Bestandteil vieler Medikamente z.B. auch in Schmerzspritzen beim Zahnarzt. @Vidgi aus Schweden berichtete in meinem anderen Thread im Herzforum, dass sie immer, wenn sie beim Zahnarzt gespritzt wurde, Extrasystolen und sogar Vorhofflimmern bekam.

Ich glaube, dass durch Stress und damit Adrenalin getriggerte Hohlvenenkompressionen die häufigsten Auslöser von Extrasystolen und Vorhofflimmern sind.

Angst, Schreck, Wut, Ärger, Kummer, Mobbing, Aufregung, Trauer usw. sind Stresssituationen und erhöhen den Adrenalinspiegel.

Das wollte ich noch einmal hervorheben.

Viele Grüße und Tschau *:)

S3chlitrzaugex67


Ich kann aber unmittelbare Extrasystolen feststellen, wenn ich irgendwelche Kost zu mir nehmen muß, wie zum Beispiel im Krankenhaus, wo mit Sicherheit Herr Knorr oder Maggi den Kochlöffel rührt.

Wer muß entgiften? Die Leber. Und die hat ja einen eigenen Kreislauf.

Leber mag Essen nicht, stark am arbeiten, Leberkreislauf voll in action, Zwerchfell wird hochgedrückt, Herr Roemhild läßt grüßen. Und es ist ja nicht nur die Leber, die betroffen ist. Auch die Bauchspeicheldrüse. Der Körper versucht sich selbst zu helfen, meistens schwillt etwas an, um die Oberfläche zu vergrößern. Wieder Hochdrücken des Zerchfells.

Wenn man sich dann noch reckt, kommt natürlich das Zwerchfell auch mit in Bewegung, eine Extrasystole kann entstehen.

Eigentlich ein uralter Hut, habe ich bereits während einer Heilpraktikerausbildung vor 25 Jahren so gelernt.

Und übrigens habe ich überhaupt keine Extrasystolen mehr, seitdem ich selbst koche. Komplett weg. Da kann ich mich auch zum Schrank recken.

Kardiologen wollen das gar nicht wissen. Man stelle sich vor, alle sich anders (gesünder) ernährenden Menschen müßten nicht mehr in die Praxis kommen – das würde ja einen Aufstand geben.....

S.chliltzaVuge67


Na ja, und um noch mal zum Thema zu kommen. Habe ich einen Reizdarm, liegt mit Sicherheit irgendeine Unverträglichkeit der Nahrung vor. Vielleicht einzeln nicht, dafür in Kombination mit sonstwas.

Die Umweltklinik in Bredstedt setzt daher fest, dass man bestimmte Nahrungsmittel, die heute gegessen werden, erst wieder in 4 Tagen gegessen werden dürfen. Um auch das Immunsystem zu schonen.

Esse ich heute etwas, und mir geht es gut, denke ich (u. U. irrtümlicher Weise), das vertrage ich. Also esse ich es morgen wieder. Vielleicht tritt ein erster Herzstolperer auf und im Darm zwickt es.

Aber gedacht wird: was das liegt ja nicht an der Nahrung, gestern ging es mir ja gut. Der Herzstolperer muß ne andere Ursache haben.

Nächsten Tag (Tag 3) schaufle ich mir das gleiche Butterbrot mit dem gleichen Käse rein (nehmen wir das mal als Beispiel). Uh, noch mehr Herzstolperer, aber da ja beim ersten Butterbrot mit Käse nüschte passierte, scheidet das ja als Ursache aus. Und im Kühlschrank ist ja immer noch der gleiche Käse, der wegmuß und das Brot mit Sirupzusatz oder sonstigen Dingen hat ja vor 3 Tagen auch nix gemacht. Und man muß dauernd auf Topf, man hat Blähungen, das Herz stolpert wie blöde, aber das muß an was anderes liegen :=o

Irrtum.

Am 1. TAg wurde das Immunsystem gereizt. Ohne Beschwerden.

Am 2. Tag reagierte das Immunsystem, die Leber schon gereizt. Roemhild läßt grüßen, das Herz auch. Und die Leber ist überlastet.

Am 3. Tag sind die Extrasystolen noch schlimmer, der Darm spielt noch mehr verrückt aber ein Zusammenhang wird nicht einmal in Betracht gezogen.

Ich habe es in diesem Forum schon zig mal geschrieben. Auch aus eigerner Erfahrung raus, die Leute wollen es nicht hören und auch nicht ausprobieren, sie sagen immer, ich kann essen, was ich will, ich habe das immer.

Aber mal auf null zu gehen, mal 3 Tage nur Reis zu essen (der ist in der Regel bestens verträglich) und dann, wie in der Klinik aufzubauen, sprich immer ein Nahrungsmittel mehr nehmen, dies aber auch nur alle 4 Tage, darüber akribisch Buch zu führen, wann der Furz klemmt, der Reflux auftritt, der Herzstolperer ebenso – das ist zu mühselig.

Frühere, ältere Ärzte haben die physiologische Sache des Körpers noch intensiver beigepult bekommen. Sie wußten um Unverträglichkeiten und gaben entsprechende Ratschläge.

Heute, mit dem ganzen Conveniens-Sche.ß sind die Unverträglichkeiten ins Unermeßliche geschossen, da sich kaum was in Laborwerten zeigt, ist da für die Ärzte auch nichts. Und dass bei Unverträglichkeiten Mister Roemhild im Bauch boxt hat man schon lange vergessen, wurde in der Vorlesung auch nur in 10 Minuten abgehandelt.

Und welcher Arzt ist eigentlich wirklicher ERnährungsfachmann? Und wäre er es, würde eine Ernährungsempfehlung, wie ich sie hier beschreibe, angelehnt an eine entsprechende Klink, befolgt werden?

Nein. Zu mühselig. Zu doof. Lieber Doktor, sieh zu, dass Du das, ohne, dass ich mich ändern muß gerafft bekommst. Mit Pillchen – gern, aber laß meinen Alltag in Ruhe....

Man bleibt der hilflose Helfer.

Selbst wenn die ganze Theorie hier mit dem Aortenbogen stimmt, liegt die Ursache nicht im Aortenbogen sondern in anderweitiger Überlastung.

Und das dem Nullachtfufzehnarzt zu verklickern bringt nix, der Kardiologe lacht sich schlapp. Das ist die Realiät.

Wie gesagt, da könnte man auch die Theorie mit dem Popel rechts oder links kommen – es interessiert niemanden.

Man ist und bleibt der hilflose Helfer, selbst wenn man geheilt ist, den Weg dahin will niemand hören.

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