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"Reizdarm und Extrasystolen", die etwas andere Theorie

V.idgi


Hallo Gerhard,

Dein obiger Text ist sehr ausführlich und du hast seit den letzten Jahren noch deutlich mehr Informationen gewonnen. Die Details scheinen im Großen und Ganzen korrekt zu sein, dagegen die Verknüpfung der Details ist immer noch deine Hypothese. Ich stehe dieser neutral gegenüber und beobachte einfach, wie weit es auf mich zutreffen könnte. Selbst wenn die Theorie nicht oder nur teilweise stimmen würde, sind die Einzelheiten doch interessant und relevant und könnten vielleicht auch zu anderen Schlussfolgerungen führen.

Soweit meine Meinung dazu, ohne auf Einzelheiten einzugehen, das mache ich vielleicht später.

Ich glaube, dass möglicherweise viele Betroffene deine Darlegungen nicht lesen, beruht darauf, dass dein Text enorm lang ist. Ich will nicht sagen, dass das falsch ist, weil alles, was du sagst, ist zur Erklärung wohl notwendig. Aber ich kann mir vorstellen, dass manche keine Lust haben, sich mit einem so langen Text auseinanderzusetzen.

Nun eine Bitte: noch wichtiger als die Theorie über die Ursache ist eine Beschreibung der Maßnahmen zur Vorbeugung. Kannst du eine umfassende und doch nicht zu lange Zusammenfassung darüber geben? (wie z.B. histaminarm essen, blähende und unverträgliche Sachen vermeiden, evtl. Rotationsdiät etc. etc.) Kurz gesagt, was tut man, um diese Phänomene von Grund auf zu vermeiden?

:)D Mit schönen Ostergrüßen,

A3hornbRlatt


Irgendwie merkwürdig, dass der TE gar nichts mehr von sich gibt.....

GqerYharxd


Hallo Vidgi,

schön, dass Du Dich hier auch mal meldest. Deine Meinung war mir im anderen Thread med1-Herzforum schon immer sehr wichtig.

Zum Für und Wider der langen Texte habe ich mir schon Gedanken gemacht. Doch um dieses komplexe Thema möglichst auf der ersten Seite unterzubringen, habe ich mich dafür entschieden. Eine Seite hat nun mal nur Platz für 15 Beiträge, egal ob sie 10 oder 10000 Zeichen lang sind und ob sie etwas aussagen oder nicht…

So kann ich jedenfalls auch vom anderen Thread aus immer auf diese erste Seite hier verweisen, wo nun doch fast alle wichtigen Einzelheiten zusammengefasst sind. Ich denke mir, dass diejenigen Betroffenen, die es interessiert, auch diese langen Texte lesen. Wenn nicht, dann habe ich auch keine Probleme damit.

Nun etwas zu Deiner Bitte, eine zusammenfassende Beschreibung über Maßnahmen zur Vorbeugung von Hohlvenenkompressionen und somit auch Vorhofflimmern zu erstellen.

Das Wichtigste für jeden einzelnen Betroffenen ist das Einschätzen der Richtigkeit dieser Theorie im Zusammenhang mit seinen eigenen Störungen. Wer im richtigen Moment die Vorboten einer beginnenden Hohlvenenblockade erkennt und sofort nach meinen ausführlichen Beschreibungen handelt, kann – so denke ich jedenfalls – Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern verhindern.

Die Extrasystolen dabei sind ein wahrer Segen, denn sie beenden autonom schon bei geringsten Druckdifferenzen im rechten Vorhof eine beginnende Blockade der unteren Hohlvene. Erst, wenn diese Erschütterungen nicht mehr reichen und schon ein Blutmangel vor dem Herzen spürbar ist, zeigen sich die eigentlichen Vorboten in Form von einem leichten Schwächegefühl, einem kribbelnden – hohlen Bauchgefühl, mit weichen Knien und mit schneller werdendem Puls etc.

Die Ernährung ist bei mir zweitrangig geworden, denn ich kann ja direkt eingreifen und das klappt bei mir schon 3 Jahre erfolgreich ohne jegliche Steigerung bis zum Vorhofflimmern. Daher achte ich auch immer weniger auf Histamin, Glutamat & Co. Ich lasse einfach solche Speisen weitgehend weg, von denen ich genau weiß, ich vertrage sie nicht. Direkte Diäten habe ich noch nie gemacht und werde es auch nicht tun. Abends, unmittelbar vor dem Schlafengehen ¼Liter heiße Milch trinken, tut mir z.B. seit ca. einem Jahr sehr gut. Es muss aber unbedingt laktosefreie, fettarme H-Milch – mit 1,5% Fett sein, sonst passiert das Gegenteil.

Wichtig ist die Erkenntnis, dass das Grundübel in heftigen Verdauungsvorgängen zu suchen ist, aber auch in daraus resultierenden, kaum spürbaren Verdrängungen im Bauchraum.

Meist sind es also simple Blähungen, die uns zu schaffen machen. Der zweitwichtigste Punkt ist die Ausschüttung von Adrenalin dabei, zu dessen Erkenntnis ich auch durch Deine früheren Beiträge im anderen Thread gekommen bin. Durch wiederholte Erfolge beim Verhindern von Vorhofflimmern wird in Folge immer weniger Adrenalin ausgeschüttet, wenn dieses untrügerische Bauchgefühl auftritt. Das hat wiederum den positiven Effekt, dass dadurch die Dehnungsrezeptoren in den Vorhöfen weniger sensibel reagieren und nicht gleich bei kleinsten Schwankungen im venösen Rückstrom, Fehlalarm auslösen. Unterschiedliche Empfindlichkeiten auf Adrenalin könnten demnach maßgeblich dafür verantwortlich sein, wie fein Menschen auf leichte Hohlvenenkompressionen reagieren.

Gerade im März bei den gehäuft aufgetretenen Familienfeiern mit unkalkulierbaren Schlemmereien, Stress und Adrenalin, konnte ich meine Fähigkeiten wieder erfolgreich unter Beweis stellen.

An den Grundvoraussetzungen zur Entstehung von Extrasystolen, Herzrasen und Vorhofflimmern hat sich ja seit etwa 1977 nichts bei mir geändert. Diese Vorboten verspürte ich auch im März fast jeden Tag einmal. Sie tun nicht weh und stören mich so gut wie gar nicht mehr, zwingen mich aber meistens kurz zur Bauchmassage.

Zeitmangel und das Fehlen von neuen Erkenntnissen war der Grund für meine Zurückhaltung hier im Forum, worüber sich @Ahornblatt wundert. Sorry!

Auch, was ich jetzt geschrieben habe, ist nur Wiederholung.

Liebe Grüße und Tschau *:)

V`iOdgi


Danke. @:)

Ich habe leider die schlechte Angewohnheit, ganz spät noch etwas zu essen, weil ich echt hungrig bin. Es könnte aber sein, dass der volle Magen im Liegen stört, denn beim Hinlegen geht es oft los mit Extrasystolen und manchmal Vorhofflimmern. Ähnlich ist es mit Trinken (Wasser).

G,erhaxrd


Vorhofflimmern – ein Rezidiv nach 3 jähriger Pause

Nun sind in der Zwischenzeit Frühling und Sommer vorübergegangen, doch grundlegend neue Erkenntnisse gibt es nicht.

Dennoch kann ich weitere interessante Zusammenhänge anführen, die für die Richtigkeit meiner Theorie sprechen.

Vor 6 Wochen ist das eingetreten, worauf ich schon lange mal neugierig war, wovor ich aber auch ein bisschen Schiss hatte. Ich meine damit die Beantwortung der Frage: "Was passiert, wenn ich bei Auftreten der typischen Vorboten von Vorhofflimmern - dem unverwechselbaren Gefühl im Oberbauch – nicht sofort mit meiner Bauchmassage beginne?"

Jetzt weiß ich, dass dann unweigerlich Vorhofflimmern beginnt, so wie bei mir schon seit 35 Jahren. Nur damals kannte ich die Zusammenhänge noch nicht, wie dieses komische Gefühl entsteht und warum es zu Vorhofflimmern führt.

Hier nun das unwillkürliche, persönliche Fallbeispiel für die Entstehung der neuerlichen Vorhofflimmerattacke nach immerhin 3 jähriger erfolgreicher Verhinderungstaktik.

Ich hatte mich nach dem Mittagessen ein bisschen hingelegt und war auch eingeschlafen. Plötzlich wurde ich wach, weil es an der Tür geklingelt hatte. Mit einem kühnen Schwung versetzte ich mich aus der horizontalen Linksseitenlage in die vertikale Fortbewegung zum Wintergarten, wo in der offenen Eingangstür der Postbote mit einem Paket stand. Sofort spürte ich das untrügerische Gefühl in der Magengrube und das Verlangen sofort dagegen anzukämpfen. Doch ehe es zu meiner Massage kommen konnte, hatte ich das Paket schon in den Armen und musste auch noch unterschreiben.

Nun nahm das Schicksal seinen Lauf, da ich auch schon das typische Zappeln des Vorhofflimmerns verspürte. Der Griff an die Halsschlagader gab mir die Bestätigung.

Jetzt halfen auch meine vergeblichen Massageversuche nicht mehr und ich hatte die Gewissheit, dass es nun mal wieder zu spät war.

Sofort habe ich dann meine vor 3 Jahren noch so üblichen "Pill in the pocket" Notfallmedikamente (2 Tabl. Propafenon 300mg) genommen, mit denen ich damals schon 9-mal erfolgreich innerhalb von 24h zurück in den Sinus gekommen war. Es waren die letzten zwei Tabletten der N1-Packung, die jedoch nun schon fast 2 Jahre über das Verfallsdatum hinaus überlagert waren. Trotzdem haben sie noch geholfen und der Spuk war am nächsten Morgen nach dem Frühstück plötzlich wieder vorbei.

Habe mir aber beim Hausarzt vorsichtshalber eine neue 20er Packung N1 ohne Zuzahlung verschreiben lassen.

Es ist also wieder, wie so oft, folgende Konstellation erkennbar:

Während einer körperlichen Ruhephase und besonders mit vollem Magen, merken wir nicht, wenn die untere Hohlvene beim Liegen, Sitzen oder einfach nur beim auf dem Sofa Herumlümmeln usw., in ihrer Funktion schon leicht beeinträchtigt ist. Das Herz bekommt noch ausreichend Blut aus dem Körper zurück, trotz Einengung der Vene durch benachbarte Organe und anderen Ursachen.

Den Sinn, der deshalb auftretenden Extrasystolen erkennen wir auch nicht und bleiben einfach liegen. Nach meiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie haben sie ja die Aufgabe, uns zur Änderung der Körperhaltung zu bewegen, bzw. blockierende Blähungen im Oberbauch zu lösen. Ich hab geschlafen – konnte es daher nicht erkennen.

Besonders, wenn beim Liegen auf der linken Seite Extrasystolen auftreten oder eine subjektiv empfundene Atemnot auftritt, sollte man sich immer auf den Rücken drehen. So wird die Hohlvene befreit und man verhindert möglicherweise noch weitere Herzrhythmusstörungen.

Jetzt noch ein paar Gedanken aus dem Blickwinkel meiner Theorie über die Vorgänge in meinem Körper beim Auslösevorgang meiner neuerlichen Vorhofflimmerattacke.

Diese Episode trat genau in der Mitte einer vorhergesehenen, stressreichen Zeit auf und was auffällig ist, nach einer blähenden Mahlzeit. Ein erhöhter Adrenalinspiegel im Blut war also vorprogrammiert, der auch die Empfindlichkeit der Dehnungsrezeptoren in der Hohlvene und im Herzvorhof erhöht.

Nun kommt noch das Adrenalin durch das Klingeln und das Aufspringen hinzu. Besonders bei der Linksseitenlage nach dem Essen gibt es negative Druckdifferenzen in der Hohlvene, die dann beim Stehen durch das Versacken des Blutes in den Beinen für die Dehnungsrezeptoren spürbar werden.

So wie das Adrenalin die Schmerzempfindung steigert, so steigert es auch die Empfindlichkeit der Rezeptoren.

Dieses weitere Fallbeispiel belegt für mich eindeutig meine Theorie, dass das große Blutgefäß – die untere Hohlvene – ihrer Wichtigkeit entsprechend von unserem Kreislaufzentrum gut überwacht wird. Dies ist wichtig, damit immer genügend Blut in den rechten Vorhof einströmen kann. Ist der Nachschub durch vielerlei Möglichkeiten gestört, so setzt ein ausgeklügeltes Schutzsystem ein, was nach unserem Empfinden auch brutal erscheinen mag.

So kann das Herz Extrasystolen durch die Adern jagen, damit mit deren Erschütterungen im Darm die Gasblasen weiter transportiert werden, die die benachbarte untere Hohlvene abdrücken.

Oder das Herz schlägt schneller oder langsamer, um die Herzkammern so effektiv zu füllen, damit das Blut in dieser Situation so ökonomisch wie möglich gepumpt werden kann.

Selbst mein Vorhofflimmern, also diese absolute Arrhythmie, könnte einen Sinn gehabt haben, indem immer nur das Blut gepumpt wird, was im Augenblick verfügbar ist.

Das Herz kann eben nur das pumpen, was es kriegt und keinen Tropfen mehr.

Leider gibt es nur wenig Interesse an dieser Theorie. Den hier im Forum mitschreibenden Ärzten werden meine Gedankengänge und Erfahrungen wahrscheinlich zu realitätsfremd erscheinen, um ihre Meinung dazu zu äußern. Aber die selbst Betroffenen müssten doch diese, für mich eindeutigen, Assoziationen erkennen. Dass sie nicht im Sinne meiner Theorie erkannt werden, zeigt der letzte Beitrag von @Vidgi.

Für mich ist es aber eine Bestätigung – Vielen Dank! @:)

Soviel mal wieder dazu.

Tschau *:)

R]entpner'25


Wieder ein sehr interessanter Bericht, Gerhard. Ich hatte vor ca. 3 monaten das 1. Mal in meinem Leben überhaupt VHF, es ging nachts los, allerdings nachdem ich Bauchmuskelübungen gemacht hatte. Hatte dies schon früher einmal ein paar Mal bemerkt, dann aber nur Herzstolpern. nach ca. 20' war alles vorbei und ist auch bisher nicht mehr aufgetreten. muss nun doch endlich mal wieder deine Massagetechnik nachlesen, da ich sie mir bisher nicht merken musste, da kein VHF. Herzstolpern habe ich immer mal wieder, vor allem nach Rotwein und bei körperlicher Verwringung. Allerdings fast nie sofort, sondern immer erst abends. Es nervt, aber anscheinend kann man ja nicht machen.

Gkerhaxrd


Ein aktuelles Fallbeispiel zur Hohlvenen-Kompressions-Theorie

Wenn ich in den Beiträgen von Betroffenen im Herzforum gezielt nach Beweisen für die Richtigkeit meiner Theorie suche, so werde ich immer fündig. Da wird händeringend nach den Ursachen der allabendlichen Herz-Kreislaufprobleme auf dem Sofa oder im Bett gesucht und dabei brauchte man doch nur aufmerksam meine Theorie lesen - so meine ich jedenfalls.

@Rentner25 hat drin gestöbert und bringt seine Bauchmuskelübungen mit dem Auftreten von Extrasystolen und Vorhofflimmern in Verbindung. Alles, was im Oberbauch die untere Hohlvene einengt bzw. abdrückt, könnte dafür sorgen, dass dem Herzen zu wenig Blut zurückgeführt wird. Es entsteht also ein Blutmangel.

Wenn Magen und querverlaufender Dickdarm gebläht sind, dann wird die untere Hohlvene schon automatisch gegen die Wirbelsäule gedrückt. Nun beginnt @Rentner25 noch mit Bauchmuskeltraining, was die inneren Organe noch mehr zusammendrückt und die unter Hohlvene noch mehr verengt.

Die Muskelanspannung fordert ja mehr Blut vom Herzen, doch sie behindert aber gleichzeitig den Blutrückfluss zum Herzen – es ist also ein Teufelskreis.

Nun werden zuerst mithilfe von Extrasystolen Erschütterungen im Bauchraum erzeugt, um damit eventuelle Gasblasen im Dickdarm in Richtung Ausgang zu befördern.

Spätestens jetzt hört er zwangsläufig mit seinem Muskeltraining auf und ändert die Körperhaltung. Das Herz weiß zwar nicht, was die Ursache der Störung des venösen Rückstroms ist, aber Extrasystolen helfen eben auf verschiedenen Wegen.

Das typische Darmgeräusch von wandernden Gasblasen unmittelbar nach einer Extrasystole, hat wohl jeder ES-Geplagte schon einmal vernommen. In diesen Fällen sind die Extrasystolen keine Plage sondern eher ein Segen für uns. Aber auch andere relativ harmlose Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, Bigeminus, Tachykardie, Bradykardie könnten lt. meiner Theorie der kardiovaskulären Schadensbegrenzung dienen. Dies besonders, wenn während einer beginnenden Hohlvenenkompression plötzlich unerfüllbare Herzleistungen angefordert werden. Dazu genügt ein Adrenalinstoß infolge Angst, Schreck, Wut, Ärger usw., aber auch bei plötzlichen Bewegungen, Anstrengungen, etc. (auf Seite 1 dieses Threads alles beschrieben).


Jetzt noch eine kleine persönliche Geschichte dazu:

Ich war letzten Monat eine Woche in Rom. Da die italienische Küche im Hotel überhaupt nicht mein Ding war und mir auch beim normalen "Italiener" preislich und durch die Teiggerichte der Appetit verging, so habe ich allgemein in dieser Zeit sehr wenig gegessen.

Doch jedes Übel hat sein Gutes, denn dadurch verspürte ich dort fast nie dieses unverwechselbare Bauchgefühl mit Extrasystolen, was als Vorbote von Vorhofflimmern gilt (Hohlvenenkompression).

Jetzt zu Hause muss ich fast täglich wieder meine Bauchmassage dagegen anwenden, doch bis jetzt immer mit Erfolg. Ja, wenn’s aber auch wieder schmeckt! :-q

Tschau *:)

R5e"ntneqrx25


Hallo Gerhard,

habe in der Zwischenzeit noch eine weitere Theorie. Ich weiß leider nicht mehr, ob du dazu shcon etwas gesagt hast. Bei einer Magenspiegelung wurde bei mir vor Jahren ein leichter Zwerchfellbruch festgestellt. Durch bestimmte übungen, diese werden hauptsächlich auf englischen Seiten beschrieben, kann man den Magen wieder unter das Zwerchfell drücken. Bei mir hat das das Herzstolpern drastisch gesenkt.

[[http://www.youtube.com/watch?v=hrdNfaanpIs&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhrdNfaanpIs&app=desktop]]

[[http://www.youtube.com/watch?v=xX0zKB2_-UM]]

G`erhzard


@ Rentner25

Die Diagnose Zwerchfellbruch geistert schon lange in meinem anderen Thread herum. ( Herzforum)

Ich selbst habe auch eine leichte axiale Gleithernie, der ich aber keine Aufmerksamkeit schenke.

Möglich wäre es schon, dass der Magen nach oben durch das Zwerchfell rutschen kann und so vielleicht auch die untere Hohlvene beeinflusst, die dort auch das Zwerchfell Richtung Herz passiert.

Als ich auf YouTube die beiden Videos angeschaut habe, fiel mir auf, dass der Arzt eine ähnliche Bauchmassage durchführt, wie ich es auch tu, bei Vorboten von Vorhofflimmern.

Diese Massage hilft mir oft, wenn sich so eine Attacke, durch das unverwechselbare Gefühl im Oberbauch, ankündigt.

Alles was die Gasbildung im Darm verhindert oder lindert, trägt auch dazu bei, dass eine Hohlvenenkompression und somit ein Blutmangel vor dem Herzen, gar nicht erst entstehen kann.

Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass Du das Herzstolpern durch solche Übungen positiv beeinflussen konntest.

Im Herzforum habe ich heute wieder etwas darüber geschrieben:

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/20520773/]]

Liebe Grüße und Tschau *:)

Q&we-r567x8


Hallo Gerhard,

erst einmal muss ich dir ein außerordentliches Lob aussprechen, wie du seit 7 Jahren leidenschaftlich, trotzdem sachlich, auf hohem Niveau aber trotzdem allgemeinverständlich schreibst. Diese intensive Selbstbetrachtung, immerhin beschäftigst du dich dein halbes Leben damit, gepaart mit Phantasie und Intelligenz mussten zu diesen bestimmt 100% stimmigen Rückschlüssen führen. Gratulation!!

Es ist mir absolut unverständlich warum die Fachwelt der Ärzte hier noch nicht intensiver eingehakt hat. Wenigstens einer von ihnen hätte doch mal seinen Kopf etwas zur Seite neigen können, damit das bisschen Hirn das sich darin befindet auf einer Seite zusammenläuft um ihm einen aha-Moment zu verschaffen. Fehlanzeige.

Meiner Meinung nach könnte man mit deiner Hohlvenen-Kompressions-Theorie den Nobelpreis in Medizin erhalten, definitiv.

Ganz einfach auf einen Nenner gebracht: Das "Vena-Cava-Kompressionssyndrom" hat doch in der Medizin bei Schwangerschaft seine Gültigkeit. Warum zieht man es nicht auch bei anderen Situationen zu Rate, wo es, aus welchen Gründen auch immer, im Bauchraum zu eng wird (Blähungen, Übergewicht, Zwerchfellbruch, oder sonstige anatomische Besonderheiten, die das vegetative Nervensystem beeinflussen)? Vollkommenes Unverständnis macht sich in mir breit.

Ich bin selbst seit Dezember 2012 davon betroffen.

Am 3.12.12 am 3.7.13 und 19.10. 13 bin ich jeweils nachts mit Vorhofflimmern wach geworden, danach in die Notaufnahme gefahren, wo sich der normale Sinusrhythmus nach 6, 8 bzw 12 Stunden wieder von selbst einstellte.

Ich bin heute 52 Jahre alt, mein ganzes Leben war ich schon immer mal wieder mit Herzrasen konfrontiert, 20 minütige Phasen mit Puls von 120-160, von mir und den Ärzten eher als Panikattacken eingestuft, habe ich heute eher daran meine Zweifel, das es Panikattacken waren. Aber das Vorhofflimmern 2012 war neu.

Schon immer hatte ich nach jeder Nahrungsaufnahme eine Pulsbeschleunigung auf etwa 100 und danach noch das starke Pochen des Herzens im Bauchraum gespürt mit normalen Puls bei etwa 70-80 Schlägen/min.

Irgendwann wurde bei mir eine kleine axiale Hiatushernie ( Zwerchfellbruch ) festgestellt, jedoch nicht groß genug oder würdig genug mit einem kleinen Eingriff und mittels eines Tapes ( Perfix-Plug ) das ganze Problem "abzukleben".

Nach dem 3. Krankenhausaufenthalt, wollte ich alles genauer wissen, stolperte bald über den Begriff Röhmheld-Syndrom, was mir gleich sehr plausibel erschien. Mein Herz war gesund, was ich mit diversen Untersuchungen 2013 herausfand, aber meine Blähungen und mein gereizter Vagusnerv am Zwerchfellbruch verursachen wohl solche merkwürdige Fehlmeldungen.

Seit 2 Monaten nehme ich nun 2,5mg Bisoprolol ( Betablocker, aber sehr wenig ) und das ist gut so weil sich nun mein Problem ohne begleitende Angst viel deutlicher und isolierter beobachten läßt als noch mit Angst überlagert. Ich werde jede Nacht 1,2, 3 mal wach mit Puls bei etwa 120, jedesmal auf der linken Seite liegend. Diese Durchschlafstörungen sind nicht schön, glücklicherweise werde ich aber davon wach, und so kann ich vielleicht den "Supergau" eines Vorhofflimmern verhindern.

Ich setze mich dann "gelangweilt" auf die Bettkante,( wahrscheinlich dank des Betablockers ) und siehe da, 1 Minute später ist der Puls wieder auf 80, die gequetschte Hohlvene wird entlastet, so vermute ich, ich lege mich wieder hin, nehme noch den Puls im Bauchraum intensiv pochend wahr und schlafe wieder ein.

Halali bis zum nächsten mal, 1 Std später oder 4 Stunden später, je nach dem wenn ich mich wieder lange genug auf die linke Seite gedreht habe. Irgendwann werde ich mich im Selbstversuch auch in Rückenlage fixieren lassen, um zu sehen was dann passiert wenn ich mich nicht zur Seite drehen kann, ob dann das Herzrasen ausbleibt oder was auch immer. Spannend!

Und mit dem Suchbegriff "Herzrhythmusstörungen bei linker Seitenlage" bin ich im med1 Forum gelandet und schließlich bei dir "Gerhard", der seit 7 Jahren sein Thema darstellt, und wo ich mich mit meinem Zustand durch die "Hohlvenen-Kompressions-Theorie" zu 100% wiederfinde.

Danke für deine unermüdliche Lebenshilfe. Gerhard for president!! Nobelpreis für Gerhard!!

Qwer5678

G&erharxd


@ Qwer5678

Um Dich mache ich mir keine Sorgen, wenn Du weiterhin so mitdenkst. Dein Bericht gibt mir die Gewissheit, dass man meine Theorie, wenn man sie liest, auch verstehen kann.

Du hast Deine nächtlichen Erfahrungen so perfekt geschildert, wie ich es oft erlebe. Genauso verspüre ich es in der Nacht, wenn ich auf der linken Seite liege. Darüber gibt es viele Beiträge im Inneren meines Fadens im Herzforum und hier, wo berichtet wird, dass das Vorhofflimmern immer nur nachts während des Schlafs auftritt und niemand kann sagen warum. Auch mit einer subjektiv empfundenen Atemnot (Dyspnoe) einhergehend, wie hier unter [[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/646321/19578323/ Hohlvenenkompression beim Schlafen]] beschrieben.

So wie Du die Meinung dazu zu äußern kann schon ins Auge gehen, weil man sich ja auch selbst blamieren kann. Deshalb wird auch kaum ein Arzt hier dazu etwas schreiben. Resigniert und an mir selbst gezweifelt habe ich dennoch bisher nicht, da ich 100%ig davon überzeugt bin. Man kann sich so eine einfache Ursache für Extrasystolen & Co. wahrscheinlich einfach nicht vorstellen.

Also vielen Dank für Deinen "äußerst mutigen Bericht" und die Lorbeeren. Ich verspreche, dass ich mich darauf nicht ausruhen werde!

Dein verbales Unverständnis darüber, warum die Fachwelt noch nicht intensiver eingehakt hat und daher noch keinen aha-Moment hatte, möchte ich ein bisschen abmildern. Wie schon gesagt, wird sich hierher in ein Laienforum kaum ein Arzt verirren und meine vorherigen Publikationsversuche an verschiedenen Einrichtungen hätte man eben lesen müssen. Aber was hätte denn ein Arzt davon, wenn diese Theorie richtig wäre ??? Möglicherweise leere Wartezimmer. :-o Dass man sich da raus hält, ist schon ein Zeichen von Intelligenz, was gepaart mit dem hohen fachlichen Wissen, unsere heutige Ärzteschaft ausmacht. :)^

Natürlich gibt es auch einige, die das Prädikat nicht verdienen und so ein Beispiel hast Du sicherlich angeführt. ;-)

Tschau *:)

FVrieqdascChatz


Hallo ich habe alle Beiträge gewissenhaft gelesen ,alles davon habe ich nicht verstanden.

Meine Symptome seit 3 Tagen ...ich fange an mit Zittern Hände und Knie ,dabei Herz rasen und ein Druckgefühl im Bauch,war heute beim Arzt aber der hat gar nix gesagt EKG gut und Blut genommen.

Ich habe immer das Gefühl das mein Herz im Magen schlägt als wenn eine Glühbirne Flggert ,ich fühle mich sehr schlecht es kommt und geht wie es lustig ist ...Essen tue ich fast gar nix.LG :-/

Fgried!ascxhatz


War heute früh wieder beim Doc Blutwerte ok außer leicht erhöhter Zucker 7,05.Ansonsten alles unverändert habe jetzt noch Durchfall dazu bekommen.Ich fühle mich nicht so wie es seien soll Blutdruck etwas hoch nehme jetzt 2,5 mg Bisoprolol.Konnte aber heute mittag etwas essen .LG

TFempod:roxm


Ich finde es toll, dass Gerhard so engagiert ist. Ich werde mir die Theorie noch einmal genauer durchlesen, habe sie bisher nur überflogen. Aber eine kurze Suche brachte dann zutage, dass es ein [[http://de.wikipedia.org/wiki/Vena-cava-Kompressionssyndrom]] gibt, das bei Schwangeren auftreten kann, oder aber "durch Raumforderungen im Bauchraum ausgelöst werden" kann.

Das klingt doch so, als gäbe es da eine Verbindung – kann es also durch z.B. schlechte Verdauung mit stärkerer Gasbildung (Intoleranzen, Dünndarmfehlbesiedelung ect...) wirklich zu so einer Abklemmung durch Aufblähung des Magen-Darmtrakts kommen?

Deer_Tixm


Hallo Gerhard!

Ich habe deine Theorie jetzt nicht durch gelesen weil sie doch sehr lang und ich nicht stark betroffen bin. Aber...

Der Aussage der Ärzte das fast jeder Mensch Herzstolpern hat, darf ruhig nicht geglaubt werden und auch wenn es kein Arzt hören will, ja, das Herz wird eindeutig von der Verdauung beeinflußt.

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