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Angst vor Speiseröhrenkrebs

axskFfoxr hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Ich (m, 34) verspüre seit ca. 3 Monaten Schmerzen im Bereich der Speiseröhre, vertikal gesehen ca. auf der mittleren Höhe des Brutbeins, allerdings leicht rechts, ca. 3 cm vom Brustbein entfernt.

Der Schmerz wird ausgelöst durch den Schluckakt, ca. 0,5 – 1 Sekunde später, vor allem bei kohlensäurehaltigen Getränken, machmal auch bei heissen Getränken und bei fester Nahrung. Machmal aber auch fast nicht, das heisst, es gibt auch wenige Tage, an denen ich nur sehr wenig oder nichts spüre. Manchmal strahlt der Schmerz allerdings in die rechte Brusthälfte oder sogar Schultergegend aus. Manchmal tritt der Schmerz auch auf, wenn ich ganz normal Speichel schlucke. Auch wenn ich mit den Fingern auf die betroffenen Stellen klopfe, scheint es mir unangenehm zu sein. Manchmal spüre ich an der erwähnten Stelle auch passiv einen leichten Schmerz, also dann wenn ich weder schlucke noch draufklopfe.

Ich fürchte mich vor Speiseröhrenkrebs, da mir keine andere mögliche Ursache bekannt ist, welche solche Symptome (genau so wie ich sie habe) auslösen könnte. Divertikel zum Beispiel wurden mit einer Breischluck-Untersuchung ausgeschlossen. Auch sonst gab es bei dieser Untersuchung keine Auffälligkeiten. Ebenfalls wurde die Lunge geröngt. Auch dies ergab keine Besonderheiten.

An Reflux mit saurem Aufstossen leide ich nicht. Zwar muss ich – auch bei und nach kleinen Mahlzeiten – häufig rülpsen (!) oder es kommt vor, dass es eine Art wie aufstösst, allerdings ohne dass Säure hoch kommt, zumindest nicht in den Mund. Auch Sodbrennen kenne ich nicht. Deshalb kann ich mir zum Beispiel auch keine Speiseröhrenentzündung vorstellen.

Mein Arzt meinte, dass aufgrund der vorliegenden Symptomatik eine Spiegelung der Speiseröhre zwar nicht falsch, aber auch nicht zwingend ist.

Ich schreibe nun hier, um wenn möglich antworten von Personen zu bekommen, welche über ein gewisses Wissen darüber verfügen oder selbst Erfahrungen mit solchen Symptome gemacht haben.

Vielen Dank

Antworten
aUskfoxr


kann wirklich niemand einen Beitrag leisten?

S^chUnatati-x8


Ich bin kein Arzt, kann aber nur soviel sagen, das mein Onkel von heute auf morgen Schluckbeschwerden bekam und dann hörte sich seine Stimme immer mehr heiser an und er hustete viel.

War Kehlkopfkrebs, er wurde operiert, bekam Chemo, ihm wurden alle Zähne gezogen und kurz darauf verstarb er weil Metastasen schon in der Lunge und Gehirn waren.

Meine Tante hat rechts vom Hals ausstrahlende Schmerzen bekommen, da waren schon die Lymphdrüsen befallen.

3 Monate ist viel zu lange für solche Beschwerden, ich würde auf jeden Fall die Untersuchung machen lassen und zudem einen weiteren Arzt konsultieren.

Im Vergleich zu Deinem Arzt, mein Vati hatte auch so einen. Ich bekam stets ein Stechen in der Brust und lag dann stundenlang vor Schmerzen.

Der Arzt gab ihm ein Asthmaspray. Es wurde nicht besser. Dann meinte mein Vati ob es einen Spezialisten geben würde fürs Herz. Der Arzt meinte dann ja, man könnte eine Herzkatheteruntersuchung machen aber wissen sie was – so seine Worte – das ist eine ganz schön blutige Angelegenheit, sie sollten sich das überlegen.

Und was war, mein Vati ging hin und die Untersuchung erfolgte. Laut Spezialist hatte er bereits 5 Hinterwandinfarkte. Die Adern zum Herzen sind wie Leder und zusammengeklebt, hat nun mehrere Stents drin.

Soll heißen, wenn Dir das alles komisch vorkommt und der Arzt nur müde lächelt, suche einen weiteren auf.

Ich werde das nun wohl auch so machen. Mich versteht auch keiner.

MfG

JoengIao50x0


Askfor

ich habe letztes Jahr diesselben Probleme gehabt. Druck, Brennen hinter dem Brustbein.

Habe auch Panik geschoben wegen Krebs, weil ich auch einen ehem. Kollegen an Speiseröhrekrebs verloren habe.

Allerdings ist Speiseröhrekrebs sehr selten. Meistens kommen die Symptome vom Magen oder sind auch seelisch bedingt. Habe 3 Magenspieglungen gehabt. Hat sicher herausgestellt, dass ich Gastriites habe.

Vielleicht solltest du mal deine Ernährung umstellen, kein Kaffee etc.

Geh und mach eine Magenspieglung. Dann hast du absolute Gewissheit.

A(hornbmleaxtt


Speiseröhrenkrebs ist aber erst mal eben nicht schmerzhaft, wie so ziemlich alle Krebsarten, sonst käme man ja viel schneller auf die Krankheit. Schmerzen treten zumeist erst in sehr späten Stadien auf.

Sicherheit bringt eine Magenspieglung. Da wird ne Probe entnommen.

Ich schreibe nun hier, um wenn möglich antworten von Personen zu bekommen, welche über ein gewisses Wissen darüber verfügen oder selbst Erfahrungen mit solchen Symptome gemacht haben.

Welches Wissen möchtest Du gerne haben, von denen mit Speiseröhrenkrebs oder von denen, die keinen haben? Ohne Diagnose von einer Magenspielgeung ist das doch für die Katz.

Divertikel zum Beispiel wurden mit einer Breischluck-Untersuchung ausgeschlossen. Auch sonst gab es bei dieser Untersuchung keine Auffälligkeiten. Ebenfalls wurde die Lunge geröngt. Auch dies ergab keine Besonderheiten.

Die Wahrscheinlichkeit eines Krebses ist doch gering, da der ja nun häufig genau durch zuviel Säure ausgelöst wird, Du aber schreibst, es gibt weder Sodbrennen noch einen Reflux.

Also: auch das Alter spricht dagegen. Muskuläre Sachen sollte man erst einmal ausschließen, schauen, ob ein Nerv von der Wirbelsäule irritiert ist, weil es ja auch zur Schulter zieht.

Krebs ist Kopfkino.

aTs7kfxor


Vielleicht solltest du mal deine Ernährung umstellen, kein Kaffee etc.

Also Kaffeetrinker bin ich nicht. Und auch sonst ernähre ich mich eher gesund.

Welches Wissen möchtest Du gerne haben, von denen mit Speiseröhrenkrebs oder von denen, die keinen haben?

Beides

Die Wahrscheinlichkeit eines Krebses ist doch gering, da der ja nun häufig genau durch zuviel Säure ausgelöst wird, Du aber schreibst, es gibt weder Sodbrennen noch einen Reflux.

Kann denn Reflux nicht auch unbemerkt bleiben? Ohne dass Säure bis in den Mund gestossen wird und ohne Sodbrennen. Ausserdem, rülspen muss ich eben sehr viel, auch nach kleineren Mahlzeiten und noch lange Zeit danach.

Krebs ist Kopfkino.

Eine Aussage, die du besser niemandem gegenüber machst, der Krebs hat (ich meine damit natürlich nicht mich)

A>hornYblaxtt


Krebs ist Kopfkino.

Na, ich meine ja Dein Kopfkino.

Und Du nimmst ja auch gar nichts (an Wissen) an.

Glaub mir, Reflux läuft nicht unbemerkt und Sodbrennen auch nicht.... Von daher ist Deine Annahme, Krebs zu haben, wahrscheinlich eine Phobie. Fern ab jeder Realität.

Geh einfach zur Magenspiegelung, da bekommst Du Gewissheit.....

Und laß mal die Wirbelsäule auf Blockierungen untersuchen....

JTuliapnia


Ich würde denken, daß man mit dem Breischlucken irgendwelche Tumore ebenso hätte sehen müssen wie auch irgendwelche Divertikel.

34 Jahre ist jung, aber das halte ich jetzt aber nicht wirklich für das ultimative KO-Kriterium zum Ausschließen von Krebs – ich kenne ein paar jüngere mit Zungengrundkarzinomen. Allerdings halte ich Schmerzen rechts vom Brustbein beim Schlucken nun auch wirklich nicht für ein typisches Krebssymptom. Krebs tut nicht weh, er behindert eher. Im Speiseröhrenbereich würde ich annehmen, daß es sich eher anfühlt, als würde etwas hängen bleiben, statt daß es Schmerzen bereitet. So ein Stechen kann vermutlich von allem möglichen kommen, und Speiseröhrenkrebs wäre sehr, sehr weit hinten auf der Liste meiner persönlichen Verdächtigen.

Ich würde mich an deiner Stelle wegen der Schmerzen beim Arzt vorstellen. Falls du dich aber unbedingt an der Hypothese Speiseröhrenkrebs festkrallen möchtest, dann sollte eine Panendoskopie oder eine Gastroskopie für Klarheit sorgen.

Nur zur Info, meine persönliche "Qualifikation" zum Thema Krebs: Zungenrandkarzinom im Stadium 3.

arsckfoHr


Ergänzung

Danke bisher für die Beiträge. Ich stellte allerdings fest, dass in meinem Thema ein Abschnitt fehlt, deshalb reiche ich diesen noch nach:

Manchmal verspüre ich auch leichte Druckschmerzen in der Mitte des Brustbeins. Es kommt auch vor dass der Rachen brennt, ich mich häufig räuspern muss und sich etwas Schleim angesammelt hat. Oft habe ich auch einen schlechten Geschmack im Mund.

N/ilpfexrd


Bei den Beschwerden würde ich auf jeden Fall eine Magenspiegelung machen lassen. Ob Du Speiseröhrenkrebs hast, können wir hier nicht ausschließen, aber wesentlich wahrscheinlicher ist eine Entzündung der Speiseröhre oder der Magenschleimhaut, und das kann man bei einer Spiegelung feststellen. Alles Gute *:)

cSard$igan


Ich würde denken, daß man mit dem Breischlucken irgendwelche Tumore ebenso hätte sehen müssen wie auch irgendwelche Divertikel.

Leider nicht. Divertikel ja, aber kleinere Tumore lassen sich bei der Breischluck-Untersuchung nicht immer diagnostizieren. Von dem her wäre eine Spiegelung und gegebenfalls auch eine CT von nöten. Allerdings wird in Fachkreisen diskutiert, man solle bei eher jüngeren Patieneten erst eine Therapie mit Protonenpumpenhemmer versuchen, bevor man derartige Untersuchungen vornimmt.

ccardmigaxn


sorry, zu früh auf senden geklickt

... insbesonders weil es sich eben um eine Speiseröhrenentzündung handeln könnte, was allerdings einer genauen Anamnese des Arztes bedarf, bevor man irgendwelche Medikamente verabreicht.

YUell$owAxngel


Ich habe vor einem halben Jahr meine Großmutter, welche an Speiseröhrenkrebs litt, verloren.

Ich kann Deine Angst vor dieser Krankheit gut verstehen - ich selbst leide aufgrund eines Zwerchfellbruches seit Jahren unter Reflux, mal gehts mir besser dann wieder schlechter, ich renn deswegen auch regelmäßig zur Gastroskopie, die glücklicherweise dann doch immer besser ausfällt als befürchtet.. aber die Angst, irgendwann Krebs zu bekommen, ist dennoch immer da - gerade jetzt, wo ich in der Familie sogar einen Fall hatte...

Lange Rede kurzer Sinn, egal welche Antworten Du hier bekommst, sie werden Dir im Endeffekt nicht weiterhelfen, sondern können Dich entweder beruhigen oder eben beunruhigen. Kommt ganz darauf an, ob Du das liest, was Du lesen willst.

Es mag schon stimmen, dass Krebs im Anfangsstadium keine oder nur wenige Schmerzen verursacht.. dennoch glaube ich nicht, dass jeder Krebs bei allen Menschen immer gleich verläuft. Viele haben sehr wohl bereits am Anfang Probleme und auch Schmerzen und gehen ja genau deswegen oft glücklicherweise schon rechtzeitig zum Arzt. Das solltest Du übrigens auch machen, denn früher oder später musst Du sowieso gehen, sonst weißt Du nie was los ist und die Angst wird immer größer und größer.

Meine Großmutter hatte bereits ein Jahr vor der Diagnose das Gefühl, als würde etwas im Hals feststecken. Sie hatte Schluckbeschwerden und teilte das auch ihrem Hausarzt mit. Der meinte jedoch, dass dies bloß altersbedingte Wucherungen seien, welche normal und harmlos sind... ohne eine weitere Untersuchung zu veranlassen. Wir gingen mit ihr auch zum HNO Arzt, der ihr aber nur mit Lampe und Spiegel in den Hals schaute und ebenfalls meinte, dass es sich eben "nur" um Wucherungen handelt, die diese Schluckbeschwerden und den damit verbundenen Gewichtsverlust verursachen..

Erst zum Schluss, als meine Großmutter keinen Bissen mehr herunterbekam, gleich alles Essen wieder erbrach und schlussendlich auch ihre Stimme verlor, machte man im Spital eine Spiegelung (welche jedoch leider nicht mehr möglich war) und schlussendlich ein CT, auf dem zu erkennen war, dass ein Karzinom vorhanden war, welches bereits bis zum Magen reichte. Über 15 cm groß.

Die Diagnose Speiseröhrenkrebs kam Freitag vormittag, Sonntag abend war meine Großmutter tot. Wirkliche Schmerzen hatte sie bis zum Schluss (angeblich) nicht.. aber Probleme bereits seit fast einem Jahr. Leider wurden die entsprechenden Untersuchungen viel zu spät veranlasst. Im Falle meiner Großmutter weiß ich, dass sie aufgrund ihres Alters jede Art von Chemo oder ähnliches abgelehnt hätte. Wäre dies aber einem jungen Menschen passiert, hätte er es bei rechtzeitiger Diagnose vielleicht schaffen können... hätte man so lange gewartet wie bei meiner Großmutter, wäre er aufgrunddessen viel zu früh gestorben. Punkt aus und Ende.

Gestatte mir also bitte den gutgemeinten Rat, die Spiegelung zu machen! Was hindert Dich auch daran? Ich hatte schon 4 Magenspiegelungen, alle ohne Dämmerschlaf oder Beruhigungsmittel.. und wie Du siehst, sitze ich noch hier und bin guter Dinge :)=

Also keine Sorge, es ist zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft.. und auch wirklich schnell wieder vorbei! Im schlimmsten Fall kannst Du Dir ja einen Dämmerschlaf geben lassen, dann kriegst Du sowieso nichts mit.

aRskfxor


@ YellowAngel

Danke für Deinen Beitrag. Und krass, die Geschichte deiner Grossmutter.

Gestatte mir also bitte den gutgemeinten Rat, die Spiegelung zu machen! Was hindert Dich auch daran? Ich hatte schon 4 Magenspiegelungen, alle ohne Dämmerschlaf oder Beruhigungsmittel.. und wie Du siehst, sitze ich noch hier und bin guter Dinge

Das mag sein, trotzdem graut es mir davor :-/

JLul4iannia


Von der Spiegelung bekommst du nichts, wirklich gar nichts mit. Vorher mußt du nicht einmal großartig den Verdauungstrakt leeren, also viel einfacher als eine Darmspiegelung oder sowas.

Und danach hast du Klarheit.

Was ist also genau das Problem?

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