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Kann man einen Zwerchfellriss spüren?

c{yc.ro1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe jetzt schon eine Weile den Verdacht dass meine momentanen Probleme durch einen Zwerchfellriss verursacht werden. Leider lebe ich zurzeit im Ausland und die Ärzte hier sind nicht sonderlich an meiner Theorie interessiert. Aber zu den Hintergründen:

Im frühen Januar bemerkte ich beim wandern einen stechenden Schmerz im Brustbeinbereich der sich verschlimmerte wenn ich mich nach links oder rechts (mit dem Oberkörper) drehte. Ich dachte, ich hätte mich einfach überanstrengt, allerdings gingen seitdem langsam die Probleme los.

Der Schmerz verschwand irgendwann von selbst, aber seitdem habe ich folgende Symptome:

* Nachts öfter husten

* Gereizter Hals, öfter Halsschmerzen (mind. 1 – 2x pro Woche)

* Nach dem Frühstück oft ein dumpfer Schmerz hinter dem Brustbein, ein paar mal war's so heftig dass es mir den kalten Schweiß auf die Stirn getrieben hat. Klingt dann nach dem Frühstück langsam wieder ab

Witzigerweise habe ich das nicht beim Mittag- oder Abendessen.

Meine persönliche Theorie:

Ich habe einen Zwerchfelldurchbruch und leide deswegen unter chronischem Reflux.

Kann das sein? Falls ja, was soll ich dem Arzt sagen damit ich darauf auch mal untersucht werde?

Viele Grüße,

Kai

Antworten
F<roedewxin


Hallo Kai,

natürlich kann es so sein, bei mir war es ja auch so, daß ich unmittelbar nachdem ich meinen Zwerchfellbruch bekam, einen stechenden Schmerz hinter meinem Brustbein spürte, als wenn man mir ein Messer in die Brust in stechen würde, und all diese Refluxbeschwerden begannen von dem Moment an. Zudem Zeitpunkt wußte ich allerdings nicht, daß ich einen ZFB hatte. Erst viel später als ich eine Magenspiegelung machte, und die Diagnose sah, war es mir klar.

Erklär deinem Arzt einfach deine Beschwerden, damit du eine Magenspiegelung bekommst, denn nur so kann man einen Zwerchfellbruch erkennen.

ciyc=rxo1


Vielen Dank schonmal. Ich war Heute beim Arzt. Wegen meiner Beschwerden im Rachenraum (und insbesondere mit den Mandeln) wurde mir allerdings mal wieder ein Antibiotikum verschrieben, Arzt meinte "Nur um eine Verschleppung auszuschließen".

Weiterhin bin ich jetzt erst einmal auf Protonenpumpenhemmern und einem Medikament was die Nebenwirkungen der Antibiotika (bekomme dann immer Magen-Darm Probleme) beheben soll. Die Hemmer soll ich jetzt erstmal 10 Tage lang einnehmen. Er meinte wenn's dadurch dann besser wird, will er eine Magenspiegelung veranlassen.

Ausserdem wurde mir Blut abgenommen. Ich hoffe das klingt alles halbwegs vernünftig, mein Vertrauen ist in den letzten 6 Monaten horrend gesunken.

Der stechende Schmerz (Messer in der Brust) kommt mir doch extrem bekannt vor... wird sowas dann operativ korrigiert? Und wenn ja, wie läuft das ab?

F1ro)dewxin


Ich denke mal, die Magenspiegelung sollte man auf jeden Fall machen, ganz gleich wie die Hemmer wirken. Die Blutuntersuchung ist sicher sinnvoll, bei deinen Beschwerden aber nicht wirklich aussagekräftig.

Eine medikamentöse Therapie wurde mir bei meinem ersten Krankenhausaufenthalt als ausreichend angesehen, wenngleich ich lieber gleich die OP gemacht hätte.

Leider sah man es auch nicht als notwendig an in den 3 Folgejahren eine Kontrollspiegelung zu machen, erst als die Beschwerden schlimmer wurden, bekam ich eine MS, bei der man sah, daß die PPI's alleine nicht helfen.

Daraufhin wurde sofort die OP gemacht, das heißt der Bruch wurde vernäht, und eine Fundoplicatio wurde gemacht.

Bei dir kann es darum gut sein, daß die Beschwerden durch so einen Bruch verursacht werden, aber das kann man nur durch eine MS erkennen, und danach kann man auch erst beurteilen, ob eine OP sinnvoll ist.

Die OP selber ist nicht wirklich schlimm, aber die Meinungen dazu, sind hier im Forum doch sehr unterschiedlich, und das gilt noch mehr für die Fundo, darum muß das jeder für sich selbst entscheiden, ich kann nur sagen, daß es für mich die richtige Entscheidung war.

C;lod8ovexa


Ich habe vor Jahren infolge eines starken Drucks auf den Oberkörper (bei einer bestimmten Übung) einen dumpfen "Knall" gespürt und hatte anschließend über etwa 3 Wochen einen Atmungs- und Bewegungsschmerz in der Gegend der unteren Rippen. Ich dachte aber nicht an einen Zwerchfellbruchs, sondern an einen Rippenbruch. ???

Inzwischen kenne ich Refluxbeschwerden und weiß durch eine zwischenzeitlich stattgefundene Magenspiegelung, dass ein Zwerchfellbruch vorliegt. Frage: Kann das das damals auch der Moment des Bruchs gewesen sein? Kein "Messerschmerz", wie gesagt, nur ein dumpfer Knall – mehr zu spüren als zu hören – und anschließende ziemlich heftige Rippenschmerzen?

Fvrodxewin


Hallo Clodovea,

auch wenn du es ein wenig anders empfunden hast, warum soll es nicht der Grund für den Bruch gewesen sein.

Bei mir war es ein extrem heftiger Hustenanfall, und letztendlich kam es dadurch auch zu einem starken Druck auf den Oberkörper, wenngleich er auch mehr von innen kam.

An die Schmerzen bei der Atmung und Bewegung in der Zeit danach, kann ich mich noch sehr gut erinnern.

Mit Sicherheit konnte ich auch erst nach der Magenspiegelung sagen, daß es damals der Moment war, indem der Bruch entstand, aber auch weil ich seitdem die Refluxbeschwerden hatte, die ich vorher nicht kannte.

Bei dir wird es wohl nicht viel anders gewesen sein.

Gruß

C[loJdoxvea


Frodewin, danke für deine Antwort. Genau kann es einem wohl nicht mal ein Arzt sagen, jedenfalls haben die, denen ich davon erzählte, nur weise mit dem Kopf genickt, sowohl als ich einen Rippenbruch vermutete, als auch später, als ich fragte, ob ein Zwerchfellbruch sich so anfühlt oder anders.

Aber wenn du auch ähnliche Schmerzen "nachher" hattest, könnte es wirklich der Bruch gewesen sein ... und ja, ich glaube, den Reflux habe ich seitdem, kriege ich nur zeitlich nicht mehr ganz zusammen.

Eigentlich auch egal, denn geändert hätte es ja nichts. Weder ein Rippenbruch kann behandelt werden (wie man mir damals sagte) noch hätte am Zwerchfellbruch selbst nachher etwas geändert werden können – passiert ist passiert.

In dem Zusammenhang: Mich wunderte schon, dass Druck ausreichen kann für einen Bruch, dass es aber sogar durch einfachen Husten passieren kann, finde ich noch krasser.

Viele Grüße

Clodovea

Fyro dewxin


Bei mir war es wohl auch nicht viel anders, niemand konnte einem im nachhinein sagen, ob das der Grund war, oder vielleicht doch etwas anderes. Aber wie du schon sagst, es ist egal, passiert ist passiert.

Das heißt aber nicht, daß man am Zwerchfellbruch nichts ändern kann. Bei mir war er so groß, daß er genäht werden mußte, leider wurde damit aber viel zu lange gewartet.

Vielleicht hast du ja Glück, daß deiner nicht so groß ist, aber er scheint ja doch für deine Beschwerden verantwortlich zu sein.

Liebe Grüße

CmlodoXvexa


Nein, groß ist nicht, ca. 2,5 cm. Eine OP war nicht im Gespräch, und da sie auch nicht immer zur Besserung führt, geht man da ja nicht blauäugig dran.

Lieber Gruß

Ftrodebwxin


Hast recht, ist nicht so groß, und solange du nur leichte Refluxbeschwerden hast, würde ich auch lieber auf eine OP verzichten.

Man sollte wohl erst darüber nachdenken, wenn man schwere Entzündungen in der Speiseröhre hat, oder dauerhaft PPI's einnehmen muß, und natürlich wenn man ein Barrett hat, was bei mir wohl auch ein's der Gründe war, die OP zu machen.

Ich hoffe das alles trifft für dich nicht zu, und das du mit dem Bruch leben kannst.

LG

Cjloddo'vxea


Ja, danke, es geht. Ich habe ab und zu Sodbrennen, war auch schon doller, aber es ist nicht mehr so schlimm, wie man es hier oft liest.

cOy5crox1


Also ich habe ja ständig mit entzündetem Rachen und Mandeln zu tun. Ich bekomme jetzt erst seit drei Tagen Protonenpumpenhemmer und seitdem geht's mir wieder ausgezeichnet. Morgens keine schmerzen beim Frühstück und der rauhe Hals heilt offenbar auch ab (zusätzlich nehme ich noch ein Antibiotikum ein).

Jetzt werde ich wohl kommende Woche ne Magenspiegelung haben bei der man dann feststellen will wo der Reflux herkommt. Momentan "tippen" mein Arzt und ich ja auch nur auf einen Zwerchfellbruch, aber die messerscharfen Schmerzen die ich vor einigen Monaten genau da hatte veranlassen mich dazu schon einmal davon auszugehen... Seufz. Naja, ich weiß wohl bald mehr.

Die Ungewissheit nervt.

scaibi3x2


Hallo!An dem Tag als es anfing,spürt ich einen starken Stich im Magen und war plötzlich sehr müde.Hatte auch leichte Atemnot.War daraufhin beim Notdienst.Man dachte bei mir es wäre ein Grippe.

Es hatte ein halbes Jahr gedauert,bis man bei mir eine Magenspiegelung machte.

Da mein Hals entzündet war in der ganzen Zeit,wurde ich mit antibiotikum vollgepumpt und mir wurden sogar die Mandeln entfernt.Und weil dann immer noch keine Besserung bei mir eintrat,wollte man mich zum Psychater schicken.Bis ich endlich den richtigen Arzt gefunden hatte der mich sofort zum internisten schickte.Der es dann feststellte.Sei froh,das dein Arzt dich ernst nimmt,das war damals eine schlimme Zeit für mich.Mein Hals war schon ganz dick und zwischendurch hatte ich auch leichte Atemnot.

Aber bei jedem sind die Symptome anders.

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles gute

LG

.

sEab|i32


Ich wollt noch sagen,das ich in der Zeit dann aber sonst keine Magenschmerzen hatte.

Hatte auch noch schmerzen hinterm Brustbein.

LG

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