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Analfissur und Vorpostenfalte

m9us?tachxo hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bekomme im Sommer obige beiden Übel per ambulanter OP entfernt. Ich habe schon länger (über ein Jahr) mit der Analfissur zu tun. Es blutet nicht regelmäßig, also dürfte es wohl eine chronische Fissur sein. Schmerzen habe ich eigentlich gar keine. Es ist nur die Vorpostenfalte, die bei jedem Stuhlgang ein- und aus"wandert", was stört. Zudem ist es problematisch, wirklich jeden Tag extrem auf die Ernährung (Mahlzeiten, Wasser, Bewegung, Leinsamen, etc.) zu achten.

Nun gut, was möchte ich wissen:

Im Sommer kommt das ganze Gedöhns also raus. Man liest im Groben von einer Heilungszeit von 4bis6 Wochen und täglichen, mehrmaligen Duschen, bzw. Ausduschen der Wunde. Auch Bäder mit Kamille werden empfohlen. Nun habe ich im Sommer einen betriebsbedingten langen Urlaub. Das passt also soweit.

Wie wäre es denn, wenn man mehrmals täglich im Meer badet? Trägt das ebenfalls zur Wundheilung bei?

Wie verhält es sich mit Bewegung / Sport / Schwitzen? Ist das angesagt oder eher nicht? Eigentlich fördert ja Bewegung die Darmaktivität, die ich anregen will. Ob tägliches Schwitzen in der Wundregion so gut ist, bezweifle ich jedoch. Oder täusche ich mich da? Würde ja immer im Anschluss sofort duschen und die Wunde somit reinigen.

Antworten
Frredy<da


Hallo, schmeiß den Leinsamen weg und nimm dafür Flohsamenschalen. Ansosnsten wirst vermutlich noch einige Wochen ne harte Zeit haben (es muß nicht sein, es kann aber sein). Wenn Du mehr wissen willst, stöbere in meinem Beitrag vom Januar dieses Jahres: Analfibrom/Analfissur, da findest alles – Ich bin vollständig geheilt, und dasselbe wünsche ich auch Dir und allen Anderen. :)z

m/u`stWacho


Danke für die Tipps in deinem Thread.

Ich komme mit meinem Stuhlgang derzeit gut aus. Dennoch habe ich ab und an Blut im Stuhl, wenn ich mal (was beruflich bedingt auch mal vorkommt) aus Zeitnot heraus etwas pressen muss... :-/

Ich frage mich ja aber dennoch, wie es nach der OP weitergeht, im Speziellen:

-Wundheilung im Kontakt mit Meerwasser (falls ich Urlaub machen würde, meine ich..)

-Wundheilung bei Sport/Schweiß, da ich normal regelmäßig Sport mache und das ja dann evtl. ändern müsste

F_redKydAa


Immer wieder mal etwas Blut liegt im normalen Bereich. Beruflich ist das halt so ne Sache, von meiner Seite aus bin ich immer erst nach dem Stuhlgang von zu Hause weg, der Chef hat es so akzeptiert – das dauerte dann schon lange 6 Wochen. Mir hat es sehr gut getan, denn es kam kein zeitlicher Stress auf, ist auch enorm wichtig. Mit dem Kontakt von Meerwasser würd ich mir keine Sorgen machen, und den sportlichen Bereich, vor allem joggen solltest einfach dem "Befinden" anpassen, bin auch ein sportlicher Typ, man merkt dann schnell, wenn es einem nicht gut tut......... ;-)

mrust5achxo


Kannst du sagen, nach wie vielen Tagen du dir einen Urlaub zugetraut hättest? Ich rede nicht von einer Fernreise, sondern vllt einer Reise an die Nordsee o.Mittelmeer, ganz entspannt ne Woche. Das sollte doch nach 3 Wochen wieder drin sein, oder?

m-usta]chxo


So, da bin ich. Ein Bericht von mir:

Gestern hatte ich meine OP.

8 Uhr gings los, 7 Uhr im Krankenhaus sein. Kurz vor der OP auf der Liege bekam ich dann leicht Panik, es gab dann ja wirklich kein zurück mehr. Ich bekam also ein wenig Sauerstoff vors Gesicht, Vorbereitung für die OP. Auf Frage der Schwester, ob es mir gut geht und ich den Kopf geschüttelt habe, denke ich mal, dass ich dann schon das Mittel zum Einschlafen bekommen habe. Ich habe versucht mich zu beruhigen, Augen geschlossen und ruhig geatmet. Das nächste woran ich mich erinnere ist das Aufwachen im Aufwachraum...

Leichtes unbehagliches Gefühl am Allerwertesten, das man kaum als Schmerzen bezeichnen kann. Der Pfleger hat mich dann eine Stunde lang mit Wasser zum Ermuntern verpflegt, mich hat es schon in den Füssen gejuckt und ich wäre nach 10 Min aufgestanden..

Zwischendurch bekam ich leichte Schmerzen am After, gemeldet, also Schmerzmittel intravenös bekommen. Und gut war es wieder. Dann aufgestanden, angezogen und pinkeln. Es war dann so ca. 10.30 Uhr.

Um 11 Uhr Kontrolluntersuchung durch die Ärztin und danach nochmal durch den Narkosearzt: Es wurde die Fissur rausgeschnitten, dazu eine kleine Fistel gefunden (und entfernt) und eben ein Tumor, der eingeschickt wurde. [keine Ahnung, ob die Fistel nun der Tumor ist...]

Verabschiedung mit einem kleinen Päckchen an Medikamenten (Schmerzmitteln für 1,5 Tage / Wundcreme für den After / Mull-Unterhose um alles drin zu verstauen / Mullbinde zum auffangen von Blut / kleinere Mullkompressen für zwischen den Po) und Heimfahrt.

Um ca. 11.30 oder 12 Uhr war ich wieder daheim.

Sollte gleich was essen und trinken, um den Kreislauf und die Verdauung auf NORMAL zu stellen. Dann leichte Schmerzen im Sitzen und leichtes Unwohlsein bei jeder Bewegung mit dem Mull am und im Po. Habe mal ordentlich die Schmerzmittel (Ibu 400) weitergenommen. Es gab gestern noch keinen Stuhlgang, hatte direkt vor der OP nochmal eine "Sitzung".

Ich hab mich gestern auch 3 mal schon geduscht und die Wunde ausgeduscht wie gewünscht. Leichte Blutspuren am Mull, keine Schmerzen während dem Duschen oder Salbe auftragen.

Heute morgen dann erstmals leichtes Drücken, was mit "Luft ablassen" dann aber vorerst erledigt war. Ich hatte dann doch aufgrund einiger Horrorstories schon ein wenig Bammel vor dem 1.Mal Stuhlgang. Ich wollte es aber auch unbedingt hinter mich bringen! :)^

Nun ja, irgendwann geschah es dann ohne jegliches Drücken. Dann ab in die Dusche und abbrausen. Während des Duschens fing dann das Brennen an. Das hielt auch während der gesamten Reinigungsaktion an. Musste ja einiges an Blut, etc. entfernt werden und das auch noch tierisch vorsichtig, was dann natürlich umso länger dauert. Gut, es war dann irgendwann geschafft. Nachdem die Salbe drauf war und eine weitere Schmerztablette genommen war, wurde es auch schon bedeutend besser.

Ich denke, nach dem nächsten Mal duschen ist es alles wieder richtig gut.

Fraglich ist, wie der nächste Stuhlgang wird. Angst davor hab ich nicht, ich hoffe aber, dass das Brennen weniger wird. Ich bin jetzt nicht aus Zucker und zum Schreien war es mir auch nicht, aber auf Dauer brauche ich die Schmerzen eben nicht.

Als Tipp, was man braucht:

- Molipants (sind quasi eine Art Hotpants aus Mullbinde, die alles dort halten, wo es hinsoll), gibt es in der Apotheke für 3St. 2,50, auch waschbar und mehrfach zu benutzen

- Salbe (ich hab Doloposterine N)

- Schmerztabletten (ich hab Ibu 400er, gibts von versch. Marken)

- Mullkompressen (gibts auch im DM)

- Einlagen (keine Ahnung, wie die heißen) zum aufsammeln des überschüssigen Bluts; manche hatten auch Slipeinlagen empfohlen, geht auch, oder eben so große Einlagen, die sind aber glaub ich nicht aus Mull..

Ich kann nur sagen, dass ich glücklich bin, dass ich die OP habe machen lassen. Ich will nicht wissen, was gewesen wäre, wenn ich noch Jahre mit irgendeinem Tumor weitergelebt hätte (ich will auch keinem Angst machen, vllt geht euer Problem auch ohne Behandlung weg).

Die Schmerzen waren auszuhalten und im Vergleich zu dem, was ich vor 2 Jahren beim Stuhlgang habe mitmachen müssen und dazu habe mitmachen dürfen (danach 2 Tage kaum sitzen können), ist es jetzt echt auszuhalten.

Nächsten Mittwoch habe ich einen Kontrolltermin und ich hoffe, dass ich bis dahin wieder schmerzfrei zur Toilette kann. Das wäre schon weltklasse, aber warten wir ab.

In einem halben Jahr habe ich einen weiteren Termin zur Nachkontrolle.

Grüße

mbustvacho


Wie soll die Wunde nach einer Fissurektomie (Ausschneidung einer chronischen Analfissur) ungefähr aussehen? Soll die Wunde eher glatt verheilen oder ist die Oberfläche eher uneben? Nach mehrmaligem Ausduschen nach dem letzten Stuhlgang ist die Wunde immer noch uneben. Ist das normal?

k]ol'ibri1a000


Hallo, ich muss unbedingt ein paar positive Zeilen schreiben, wie ich eine akute Analfissur in 3-4 Wochen ausgeheilt habe. Entscheidend ist es, den Teufelskreis zu durchbrechen, der täglich entsteht, wenn die sensible Wunde mit dem Stuhlgang neu verletzt wird, ansonsten quält man sich monatelang damit herum. Ich habe sofort mit richtigem Heilfasten begonnen, bin da aber auch erfahren drin. Anleitungen sind leicht zu finden. Ganz entscheidend ist es, in den ersten 2 Tagen vollständig abzuführen, am besten mit Glaubersalz, da ein Einlauf schmerzt. Das Glaubersalz leert den Darm vollständig und den Umständen entsprechend mit wenig Schmerzen. Nur wenn der Darm völlig leer ist, hat die Wunde absolute Ruhe und kann mithilfe von ärztlichen Salben heilen. Gedehnt habe ich gar nicht, damit macht man zumeist mehr schlecht als gut. Nach etwa 10 Tagen sollte die Wunde in der Granulationsphase sein und etwas belastbarer. Ganz wichtig ist jetzt das richtige Fastenbrechen, nämlich mind. 4 Tage mit strikter Disziplin. Gleichzeitig muss der Stuhl für einige Wochen durch eine balaststoffreiche Ernährung weich gehalten werden (zu Fastenbrechen und Ernährung gibt es zahllose Anleitungen im Internet). Abfürmittel oder Laktose habe ich keine benötigt, sind wohl auch schlecht. Ggf. kann man vor dem Stuhlgang den Darmausgang mit Creme oder Öl geschmeidiger machen und mit dem Finger ganz leicht dehnen. Anschließend sorgfältig mit der Dusche reinigen und trockenföhnen. Ab sofort wird die Wunde wieder täglich leicht gereizt, sollte aber jetzt insgesamt so stabil sein, dass eine relativ schmerzfreie Abheilung in etwa 2 weiteren Wochen möglich ist. Natürlich während der gesamten Zeit viel trinken, viel Bewegung etc.. Ich würde mich freuen, Manchem mit diesen Zeilen helfen zu können, natürlich gehören etwas Geduld und Disziplin dazu, allerdings mit sehr guten Erfolgsaussichten.

F]red[yda


Wenn Heilfasten was bringt, dann soll es ja recht sein, jedenfalls macht der tägliche Stuhl, sofern er weich ist, der Wunde keine Probleme, das ist eher ein verspannter Schließmuskel, und den erreichst nur durch "Dehnen". Ein elastischer Schließmuskel, der bereit ist sich bei Bedarf auch mal etwas weiter zu öffnen, löst fast alle Analprobleme. :)^ Die meisten geplagten Fissurpatienen haben als Ausgangsbasis den berüchtigten Bleistiftstuhl, damit fängt das lästige Übel an...............

mQust!aochxo


Gestern und vorgestern hatte ich auch "bleistiftartigen" Stuhlgang, aber weich, alles okay.

Heute dann wieder etwas größeren Durchmesser und noch weich. Ich nehme an, die Wunde (1 Woche alt) heilt weiter und muss jetzt hoffentlich nicht mehr sooo intensiv geschützt werden. Daher dann heute keinen Bleistift mehr :)=

Dazu heute auch noch einmal Durchfall (vertrag wohl keine Majonaise im Salat mit den Medikamenten...), aber alles schmerzfrei. Werd heutabend nochmal schön ein Salzwasserbad nehmen, dann wird alles guuuut.

Heute beim Kontrolltermin:

vermutliche Heilzeit: bei weiterhin guter Heilung 4-6 Wochen. Es liegt wohl nicht an der Fissur (die war eher klein), sondern an der Fistel.

Naja, einen Sommerurlaub gibt es nicht, hoffen wir auf den Herbst.

Fjredyxda


Du mußt unbedingt drauf achten, daß der Stuhl wohlgeformt und möglichst in einem Strang den Anus verläßt. Ich weiß, leichter gesagt als getan ;-) Nur so erreichst auch eine völlige und vor allem langfristige Heilung. Im anderen Fall wird Dich in naher Zukunft, auch wenn ein Jahr und länger Ruhe ist, das Übel wieder belästigen......... :)z

m\u^sztacUhxo


In einem Rutsch geht es eher selten. Aber mittlerweile (10.Tag nach der OP und so isses nun seit 3-4 Tagen) funktioniert der Stuhlgang komplett ohne Schmerz. Ich mach mir jetzt auch keinen Kopf, bin eigentlich ganz zufrieden. Die Wundflüssigkeit wird weniger und ich denke, es heilt alles gut. Wenn es so noch drei bis vier Wochen weitergeht, sollte ich übern Berg sein und alles is ausgestanden, hoffe ich. Ein Traum. :)^

A-ffenbrEoxt1


Hallo Zusammen, seit 1987 hatte ich nach der Geburt meines 1. Sohnes immer wieder Jucken und Brennen. Im April diesen Jahres: jetzt hilft nur noch eine Op. Angst, Forumbeiträge wenig zuversichtlich. Im Mai Termin, ca. 2 Wochen Brennen beim Stuhlgang, danach komplett beschwerdefrei. Ich weiche mir abends 6 Trockenpflaumen ein und verspeise sie inkl. Flüssigkeit vor dem Frühstück. Gegen 11 Uhr nehme ich einen Beutel Metamucil ein, Obst und Gemüse sind wichtig. Morgens dauert es im Bad keine 5 Minuten und ich kann. Alles wirklich super. :)^

mIuostaMchxo


Woran erkennt man denn eine erneute Fissur?

Beim Stuhlgang ging es heute zu Beginn total langsam. Auch wenn ich täglich Stuhlgang habe, war die Konsistenz eher trocken. Die Form war auch ziemlich dick. Die Wunde ist noch nicht komplett verheilt. Es kam kein Blut, keine Schmerzen im Anschluss, allerdings hat es eben gut 40Min. gedauert und ich bin fast verzweifelt vor Angst.

(Hab gemerkt, dass ich wirklich gar keine Schokolade essen sollte, solang ich noch Medikamente nehme.)

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