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Bauchmigräne

M@usas\hi71 hat die Diskussion gestartet


Also: es gibt sie wirklich. Für alle, die noch nichts davon gehört haben, kann ich es mal erklären:

In regelmässigen Abständen (4 bis 6 Wochen, manchmal auch etwas länger Abstände) habe ich starke Bauchschmerzen. Hauptsächlich im Solar-Plexus-Bereich und unterhalb des Rippenbogens. Die Schmerzen sind stechend und krampfend. es fühlt sich an, als hätte man einen eisernen Ring um den Bauch. Meist kündigt sich so eine Attacke mit allgemeiner Schwäche und Müdigkeit an, manchmal auch mit Übelkeit am Abend vorher. Dann am nächsten Tag geht es nicht sofort los, sondern erst im Laufe des Tages, nach dem Frühstück. Zum Abend hin werden die Bauchschmerzen meist so stark, dass nur noch ein starkes Medikament hilft, eines, was den Bauch entspannt. Das ist bei mir Tavor 0,5 mg, ein absolutes Notfallmedikament. Alle anderen Schmerzmittel helfen nicht und belasten den Magen nur zusätzlich.

Nach eine dreißigjährigen Odyssee mit allen Untersuchungen, die es gibt: Magenspiegelungen, Magensaftentnahme, Ultraschall, Röntgen, Bauch-CT (immer ohne Befund), Psychotherapie hatte ich endlich einen Neurologen gefunden, der mir helfen konnte und mir nicht mit "Iberogast" und "Buscopan" kam.

Bauchmigräne – bei Erwachsenen sehr selten. Nun ist Tavor ein starkes Beruhigungs- und Schlafmittel, aber das einzige, was die starken Schmerzen durchbricht und den verkrampften Bauch entspannt. Ich werde müde, kann einschlafen und die Schmerzen verschwinden vorerst. Wichtig ist, verantwortungsvoll damit umzugehen. Da die Attacken meist drei bis vier Tage anhalten, muss ich meist an mehreren Tagen hintereinander auf Tavor zurückgreifen. Aber wenn man vor Schmerzen nicht weiss, wo man hin soll, ist das für diese Zeit die einzige Möglichkeit. Im akuten Zustand ist Meditation und Autogenes Training nicht möglich. Essen kann ich in der Zeit kaum. Appetitlosigkeit und kein Hungergefühl. Erbrechen muss ich nicht. Tagsüber sind die Schmerzen meist nicht so stark. Sie verschlimmern sich jedoch immer zum Abend hin.

Nach so einer Attacke habe ich meist noch eine Woche mit Übelkeit, Sodbrennen zu tun. Dann ist es, als ob der Verdauungstrakt los lässt und sich komplett entspannt. Erst danach geht alles wieder seinen normalen Gang.

Durch den Neurologen habe ich ein bißchen die Angst vor den Attacken verloren, da ich nun ein Mittel habe, was den Schmerz reduziert und ich dem nicht mehr so hilflos ausgeliefert bin. Trotzdem hoffe ich, dass es irgendwie noch einmal eine andere Methode gibt bzw. die Ursachen für die starken Bauchkrämpfe gefunden werden und ich das irgendwie mal abstellen kann.

Antworten
Z@ipLolixte


Hallo,

@ musashi71

Es tut mir leid wie du leidest. Ich kann das wirklich nachvollziehen. Frage mich nur: Durchfälle hast du keine ?

Ich musste mich jetzt registrieren, da ich gar nicht glauben kann, dass jemand ähnlich leidet und Schmerzen hat wie ich ! Schmerzen, die einem niemand glaubt, da ja sämtliche Untersuchungen ohne Befund bleiben.

Ich bin nun 45 Jahre und seit meiner Kindheit habe ich Durchfallattacken die sich niemand erklären kann. Es beginnt mit ganze starken Kopfschmerzen, was sich anfühlt, als würden einem die Augen aus dem Kopf gedrückt. Dann kommen Bauchschmerzen hinzu, die von Stunde zu Stunde stärken werden und ein Ziehen in den Leisten bis zu den Knien. Dieser Zustand dauert meist 2 bis 3 Tage bis dann "endlich" ganz starke Krämpfe kommen und mein Darm sich entleert. Früher war das immer ganz flüssig. Heute beginnt es erst mal mit festem Stuhl, aber unglaublich oft, und extrem schmerzhaft. Manchmal bekomme ich auch eine Art Kollaps dabei! In den Fingern und um den Mund beginnt es zu "kribbeln", habe Schüttelfrost, schwitze aber gleichzeit extrem, werde kreidebleich und unglaublich schwach. Bin kurz vorm umfallen.. Dies ist oft eine Begleiterscheinung des Durchfalls der dann folgt. Wenn dies auftritt, beginne ich mich zu schlagen und/oder zu klatschen, damit ich das Bewusstsein nicht verliere. Es fühlt sich sehr bedrohlich an, und ich habe jedesmal 'Todesangst dabei. Ist dann dieser Durchfall draußen, bin ich zwar danach wie erschlagen und benötige meist den ganzen Tag um mich zu erholen, aber meist habe ich dann für die nächsten paar Wochen Ruhe.

Dieser Zustand tritt in unregelmäßigen Abständen seit meiner Kindheit immer wieder auf. Und es wird von Jahr zu Jahr immer unerträglicher, schmerzhafter und länger..... ich bin am Ende meiner Kräfte und halte das nicht mehr lange durch!

Habe in zwei Wochen eine virtuelle Darmspiegelung, in die ich all meine Hoffnung setze denn ich denke, das dies eine physische Ursache haben muss !! Bei der letzten Darmspiegelung vor ca. 2 Jahren kamen die Ärzte nicht weit und musste abgebrochen werden.

Also ich vermute, bzw. fühlt es sich so an, als ob eine Engstelle im Darm ist, welche sich in Interallen von 2 – 3 Monaten immer wieder entzündet und somit den Durchfall auslöst damit der Kot diese Engstelle passieren kann...

Diese virtuelle Darmspiegelung ist meine letzte Hoffnung auf eine Diagnose und somit einer rettenden OP, welche mich endlich von meinem Leid befreit.

Wer hat diesbezüglich Erfahrung und kann sie mit mir teilen?

Würde mich über Feedback freuen.

LG

Zipolite

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