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Übelkeit nach dem Essen – Beschwerden durch Bauchspeicheldrüse?

SNonnrex34 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vielleicht könnt Ihr mir einen Rat geben:

Bereits seit 2007 habe ich Probleme mit einem - Mal mehr, Mal weniger bis hin zu einem extrem ausgeprägten Blähbauch nach dem Essen. Im Extremfall sah ich dabei aus, wie hochschwanger.

Mein damaliger Hausarzt (heute in Rente) machte daraufhin irgendeinen Bluttest und sagte mir, ich hätte eine Laktoseintoleranz. Also ernährte ich mich seitdem laktosefrei. Den dicken Bauch sah ich nach wie vor regelmäßig. Aber immer sagte ich mir, anscheinend sei die Intoleranz stark ausgeprägt und dass ich vermutlich auf kleinste Spuren reagiere.

Durchfall hatte ich übrigens nie. Immer nur einen dicken Bauch.

In den letzten Monaten wurde mir dann bewusst, dass ich selbst bei komplett laktosefreien Essen einen Blähbauch bekam. Ich ging also zu meinem Hausarzt und er überwies mich an einen Gastroenterologen.

Dort wurde ein Laktoseintoleranztest sowie ein Fructoseintoleranztest per h2O gemacht. Beide waren negativ, sowohl vom Ergebnis her als auch von den Symptomen her (kein Anwachsen des Bauches).

Ich muss dazu sagen, dass ich 1 Monat vor diesen Tests Doxycyclin genommen hatte (2 Wochen) wegen Verdacht auf Borreliose, die sich nicht bestätigte (hatte einen Zeckenbiss).

Nach dem Antibiotikum merkte ich, dass irgendetwas anders war. So konnte ich nichtmal mehr wenige Stückchen meiner Lieblingsschokolade essen, ohne einen schmerzenden Blähbauch zu bekommen.

Wir fuhren kurz darauf für 2 Wochen nach Spanien/Kanaren in den Urlaub. Dort ging es mir immer schlechter. So war mir irgendwann morgens nach dem Wach werden schon schlecht (ohne Erbrechen). Nach dem Frühstück hatte ich einen schmerzenden, dickeren Bauch. Ich fühlte mich allgemein immer schlechter. Egal, was ich gegessen habe, selbst ein Wassereis (Calippo), eine frische Kokosnuss, eine Banane oder ein Toast sowie ein einzelner Keks machten mir Schwierigkeiten. Dicker Bauch und Schmerzen.

Kurz nachdem wir wieder zuhause waren, wurde mir sogar nach jedem Essen übel. Erbrechen musste ich mich bis heute nie. Die Übelkeit war aber selten sofort da, meist 1-3 Std nach dem Essen.

Es folgten also durch Zufall die Tests auf Laktose und Fructose.

Da ich mich immer unwohler fühlte und mittlerweile 4 KG abgenommen hatte, wies mich mein Hausarzt ins Krankenhaus ein. Das ist jetzt knapp 2 Wochen her.

Es wurden eine Magen- und Darmspiegelung gemacht, Urintest und großes Blutbild. Auch auf Zöliakie wurde getestet (negativ).

Es wurde ein Ultraschall der Bauchorgane gemacht, alles ok, die Bauchspeicheldrüse konnte man aber wegen Luft im Darm nicht sehen.

Ergebnis der Magen-Darmspiegelung: ich habe einen Kaskadenmagen (wohl nicht wichtig), keine Entzündungen im Magen-, Darm-, oder Dickdarm, keine Bakterien, Pilze etc.

Auffällig war jedoch laut Doc, dass eine ödematös aufgelockerte Schleimhaut in großen Teilen vom Dünn- und Dickdarm aufzufinden war. Anscheinend lagen auch die Häarchen im Darm teilweise und standen nicht?

Kein Verdacht auf etwas Böses. Keine chronischen oder akuten Entzündungen.

Blutbild war ok! Auch auf Lipase wurde getestet.

Man hat mich also so entlassen.

Und mir MCP-Tropfen empfohlen.

Man vermutete eine Allergie/Nahrungsunverträglichkeit.

Die Beschwerden habe ich noch immer und werde in den nächsten Tagen wieder zum Doc gehen.

Ich esse derzeit nur Kartoffeln ohne alles 3 x am Tag. Die Übelkeit ist unterschwellig noch da. Aber nicht so schlimm.

Vor 3 Tagen habe ich abends ein paar Nudeln meines Partners mitgegessen (Schinken-Sahne). Wirklich nur wenige.

1-3 Stunden danach wurde mir wieder richtig übel :-(

Ich weiß langsam nicht mehr weiter.

Stress habe ich nicht.

Aber es kann ja nicht sein, dass mir nach dem Essen immer schlecht wird und mir morgens schon beim Wach werden schlecht ist (Reflux wurde auch ausgeschlossen).

Komisch finde ich, dass mir teilweise sehr schnell nach dem Essen übel wird (mir sackt dann auch der komplette Kreislauf ab), teilweise und meistens aber erst mehrere Stunden später.

Da ich zuletzt auf die ferttigen Nudeln so extrem reagiert hatte, frage ich mich nun, ob die Beschwerden von der Bauchspeicheldrüse kommen könnten?

Ich habe eine Stuhlprobe auf eigene Kosten machen lassen. Es kam heraus, dass ich keinen Pilz im Darm habe, eine Bakterienart vermindert ist und dass mäßig erhöht Fett im Stuhl nachweisbar war. Die Pankreas-Elaktase 1 war mit 517 normal.

Was meint Ihr zu meinen Symptomen?

Anscheinend vertrage ich ja seit Jahren schon etwas nicht mehr..

Aber so, wie es mir jetzt geht, ging es mir nie. Diese ständige Übelkeit selbst nach einem Brötchen mit Käse oder Quark und Marmelade.

Kann eine Bauchspeicheldrüsenerkranking vorliegen, obwohl alle Blutwerte ok sind und der Pankreas-Elastase1-Wert? Man kann ja nicht einfach Enzyme nehmen.

Auch Entzündungsparameter und generelle Werte, die im KH getestet wurden, waren ok.

Was meint Ihr? Welche Untersuchungen sollte man generell noch machen, auch in Bezug auf Bauchspeicheldrüse?

Woher könnte mein ödematöser Darm kommen?

Ach ja, ich bin w, 35 und rauche und trinke nicht. Ernähre mich grundlegend gesund.

Lieben Dank,

Sonne

Antworten
A!mbiFval5ent`70


Hast du mal auf die Galle schauen lassen (bzgl Fettverdauung) – Gallensteine können bsp auch Probleme machen bei der Verdauung.

SMonne}34


Die Galle wurde im Ultraschall betrachtet und anscheinend über das Blut überprüft?

Wie könnte man sie untersuchen?

A(mbBi^v`alfent7x0


ja ich dachte an Ultraschall ... ok, wenn da alles in ordnung ist kanns das schonmal nicht sein (ich dachte wg der Sahne an den Nudeln dran). Hast du mal versucht für eine begrenzte Zeit Kohlenhydrate wegzulassen und zu schauen, ob es besser wird? Das würde die Bauchspeicheldrüse auf jedenfall entlasten. Wurden denn schonmal Tests mit der Bauchspeicheldrüse gemacht (bsp ein oraler Glucosetoleranztest)?

S?onPne3x4


Nein, auf Kohlenhydrate habe ich noch nicht verzichtet.

Was dürfte ich dann überhaupt essen?

Ein Glucosetest wurde nicht gemacht, was könnte der genau aussagen?

Müsste nicht bei einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung der Pankreas-Elastase-Wert auffällig sein?

Habe erst nach dem Antibiotikum diese extremen Beschwerden bekommen...

A{mbi`valFeqnt7x0


Kohlenhydrate sind bsp. in Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot. Googel mal nach Logi – da wird dir das sehr genau erklärt (gibta uch gute Bücher dazu – vllt mal in der Bücherei ausleihen und reinlesen).

Der Glucosetoleranztest sagt aus, wie gut deine Bauchspeicheldrüse arbeitet – ob zuviel oder zu wenig oder genau richtig. Bei mir hat das ein Endokrinologe mit Zusatz Diabetologe gemacht. Der kann Dir dann sicher genauer sagen, ob mit Deiner Bauchspeicheldrüse etwas nicht stimmt. Den Wert der von Dir angesprochen wird, den kenn ich leider nicht – aber vllt meldet sich ja nochjmd zu Wort, dem der Wert etwas sagt.

Gute Besserung @:)

TWxant0oxs


Wurde mal geschaut, ob du vlt auf das MilchEIWEIß allergisch bist?

naan`chen


Hast du mal ein Ernährungstagebuch geschrieben? Oder eine Ausschlussdiät gemacht?

Kohlenhydrate auch Ballaststoffe sind für die Ernährung nicht immer so super, wie man sich denkt. Ich kann kaum Vollkorn oder Nüsse zu mir nehmen. Da gibts dann meist übelst Bauchkrämpfe und Durchfall von.

ptgi^esen


Keine Ahnung, ob es bereits erwähnt wurde, aber sicherheitshalber...

Nach Einnahme von Antibiotika ist deine Darmflora großteils komplett weg.

Das heißt für dich, dass du so gut wie keine Verdauung mehr zusammenbringst, Stoffwechsel will ich mal gar nicht erwähnen an dieser Stelle...

Du musst nach Einnahme von Antibiotika UNBEDINGT eine Regeneration der Darmflora einleiten!!! Unbedingt!!! Das weiß man doch normal..!

Denn die guten bösen Antibiotika vernichten nicht nur die schädlichen Bakterien in dir, sondern ALLE – auch jene, welche du unbedingt(!) für eine gute Verdauung benötigst.

Das ist, als würdest du ne Streubombe in ein Dorf schmeißen – leider ist unsere Medizin noch nicht in der Lage, nur schädliche Bakterien anzugreifen. Egal, was dir ein Arzt zu sagen versucht. Alles Gauner.

Eine basische Ernährung hat auch noch keinem geschadet, um deinen Säurehaushalt wieder zu normalisieren. Das sind alles Dinge, da solltest du dich wirklich informieren, da es die Lebensqualität und -dauer imens steigert.

So... ich hoffe das Wort "Unbedingt" fiel oft genug, um es ernst zu nehmen.

Ich wünsche Dir auf jedenfall gute Besserung.

PS: Ich hatte 3 Jahre lang das selbe Problem. Ebenfalls alle Tests machen lassen. Nichts hat geholfen – bis ich meine Darmflora wieder eigenständig aufgebaut habe! So gut wie jetzt gings mir ungelogen NOCH NIE. Ich achte jetzt SEHR darauf, was und welche Mengen in meinen Magen/Darm kommen.

Vor allem der tägliche Gerstengrassaft hat es mir und meinem Magen angenehmst angetan :-)

NVovau 201x4


Mein Blähbauch hat sich komplett verabschiedet, als ich beschloss, komplett auf Weizen, Roggen und andere glutenhaltige Getreide und alle Produkte daraus zu verzichten. Zucker habe ich bei der Gelegenheit dann gleich mit reduziert – und auch Süßstoffe, wie z. B. Sorbit.

Du kannst vermutlich nur durch das Ausschlussverfahren herausfinden, was Du nicht verträgst. Also eine Woche eine bestimmte Nahrungsmittelgruppe weglassen und gucken, obs besser wird.

N2Lexna


Ich habe mal eben gegooglet...bist du dir sicher, dass das mit dem Kaskadenmagen unwichtig ist? Ich habe soeben gelesen, dass es wirklich horrende Beschwerden machen kann und eine normale Magenentleerung oft nicht mehr möglich ist, nur in bestimmten Körperhaltungen usw...

LKu+cy8x9


Hi,

das ist sehr interessant, dass hier mal etwas zur Bauchspeicheldrüse geschrieben wird.

Seit meinem Magen-Darm Infekt Ende März habe ich nämlich genau die selben Probleme. Ich habe einen riesen Bauch (manchmal auch nach Mini Portionen) und mir ist sehr oft übel- leider habe ich aber zustäzlich sehr oft starke Schmerzen, die sich ganz anders anfühlen als alles was ich vorher kannte (kolikartig, habe währenddessen Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Schüttelfrost; alles aber komischerweise nur in liegender Position).

Auf jeden Fall habe ich nicht rausfinden können an welchen Lebensmitteln es liegt und habe begonnen Pankreatin zu nehmen. Es ging mir daraufhin deutlich besser- als ich wieder aufhörte es zu nehmen, hatte ich einen Rückfall. Laut meinem Arzt ist das Zufall, der meint es wäre völlig abwegig, dass ich ein Problem mit der Bauchspeicheldrüse habe.

Ich nehme es jetzt aber wieder (ist frei verkäuflich) und hab den riesen Bauch zumindest nur noch nach großen oder fettigen Mahlzeiten... auch die Schmerzen sind deutlich weniger.

Aber das ist alles rätselraten, denn was wirklich signifikantes kam bei mir auch noch nicht raus.

N0ovap 201x4


Es gibt grundsätzlich viele Ursachen für diese Art Beschwerden, und was es noch zusätzlich rätselhaft machen kann, sind Misch-Ursachen.

Fehlende Enzyme sind es sicherlich gar nicht so selten, wodurch die Verdauungsarbeit behindert wird. Auch die Leber kann dafür verantwortlich sein.

Ein Selbstversuch mit Enzymen ist sicherlich erhellend; helfen sie, hat der Körper ziemlich sicher die Enzymproduktion gedrosselt.

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