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Schon fast ein halbes Jahr Durchfall nach Einnahme Clindamycin

Mbichae=l43'21 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin neu hier und am verzweifeln, weil mir kein Arzt mehr helfen kann. Ich habe im März nach einer Wurzelspitzenresektion Clindamyzin verschrieben bekommen. Bereits während der Einnahme habe ich Durchfall bekommen, der jetzt seit 5 Monaten anhält. Ich bin 30 Jahre und männlich.

Meine Blut- und Stuhlproben waren ohne Befund. Clostridium difficile ohne Toxin A und B Bildung und kein Pilzbefall und kein Virus. Eine Darmspiegelung war auch ohne Befund.

Bislang habe ich folgendes Versucht:

- 2x Behandlung mit Metronidazol

- Diät mit Salzstangen, Cola und Haferschleim, Bananen etc.

- Diät mit Vollkronprodukte, Quark, Joghurt, etc.

- Einnahme sämtlicher Durchfallmittel: Tannacomp, Loperamid, Immodium, etc.

- Behandlung mit Heilerde

- Einnahme von Gerstengras

- Leinsamen, Flohsamenschalen

- Omniflora, Perenterol, Milchsäurekulturen mit 8 Stämmen

- Einnahme von Electrolyt Heilnahrung

Kurzfristig für 1 Monat brachte eine Behandlung beim Heilpraktiker etwas Erfolg. Das war Sulfur C30 und Okoubasan Tropfen. Nach einem Rückfall nehme ich jetzt Arsenicum Album C30 und Okoubasan Tropfen, allerdings ohne Erfolg. Während der Behandlung nehme ich nichts zu mir, war den Darm reizen könnte. Beispielsweise Vollkornprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Kohlensäure...

Für Tipps und Vorschläge bin ich Euch sehr sehr dankbar.

Danke vielmals für Eure Hilfe.

Antworten
HXan0nahxWe


der jetzt seit 5 Monaten anhält. Ich bin 30 Jahre und männlich.

Was heisst das, seit 5 Monaten Durchfall? Nach spaetestens 10 Tagen Durchfall kommt man an den Tropf ins Krankenhaus, weil du sonst austrocknest. Ich gehe daher davon aus, dass du nur gelegentlich Durchfall (Definition: Mehr als 3 Mal taeglich ungeformten Stuhl) hast oder "nur" ungeformten Stuhl, aber seltener als 4 mal taeglich?

Ich bin damals bei einer Lebensmittelvergiftung nach 8 Tagen Durchfall (beachte Definition!!) ins Krankenhaus gekommen und musste eine Woche bleiben. Auch danach hatte ich noch wochenlang Magenprobleme, die im Endeffekt nur durch Zeit und Geduld weggegangen sind, nicht durch diverse Medikamente.

Wobei bei 5 Moaten ja schon nichtmehr von einem verstimmten Magen durch das Antibiotikum ausgegangen werden kann, hoechstes eine zusaetzliche Reizung durch alle die Medikamente, die du hinterhergeschoben hast.

Was passiert, wenn du mal 4 Wochen garnichts nimmst, und versuchst, nicht besonders magenschonend zu essen sondern so, wie du vor der ganzen Geschichte gegessen hast, wird es schlimmer?

MZicha#el432x1


Hey Hannah,

ok, das war etwas ungünstig ausgedrückt. Ich habe 3-5 Mal am Tag breiig bis wässrigen Stuhlgang.

Ich habe mich zwischenzeitlich auch wie vorher ernährt. Ohne Diäten und ohne weitere Einnahme von Medikamenten, Milchsäurekulturen, ...

Leider hat sich dadurch auch nichts geändert.

a@ngieVkw


Hi Michael, es wird die zwar nicht viel helfen, aber ich habe seit 2 Jahren Theater mit dem Darm nach einer langwierigen AB-Behandlung (Ciprofloxacin). Allerdings hatte ich nie Durchfall, sondern das Gegenteil. Will jetzt nicht wieder alles schildern - falls dich interessiert, schau einfach in meine Postings (nennt man das so??).

LG Angie

dver fr3ank#furter


Hallo Michael,

du hast einen Leidensgenossen.

Ich habe im Februar diesen Jahres aufgrund einer Entzündung im Zahnfleisch vom meinem Zahnarzt Clindamycin verschrieben bekommen. Schon am nächsten morgen nach der ersten Einnahme hatte ich schlimmen Durchfall der bis heute anhält. Bisher habe ich folgendes unternommen:

Februar 2013 Beginn des Durchfalles

nach 2 Wochen Pilzerkrankung im Rachen und Darm daraufhin einnahme von Nystatin

Nach weiteren 2 Wochen war Pilzinefektion im Rachen zumindest weg.

Zum Darmflora aufbau habe ich 2 wochen lang Perenterol eingenommen.

Mitte April dann die erste Stuhluntersuchung Toxine A+B negativ

Blutuntersuchung: alles unauffällig

Mitte Juni. Bei anderem Allgemeinmediziner nochmals Blutuntersuchung. Alles in Ordnung

Zweite Stuhluntersuchung nur auf Auslastung. Es wurde Stärke und Muskelgewebe im Stuhl festgestellt. Der Arzt ging von einem Reizdarmsyndrom aus und hat mir Kijimeha Kapseln für 2 Wochen gegeben.

Das hat nichts gebracht.

Ich habe schon im April auf eine Darmspiegelung und Magenspiegelung angesprochen. Das wollte mein Hausarzt nicht. Er meinte nicht notwendig.

Ich muss dazu sagen meine einzigen Probleme sind der Durchfall: Wie bei dir mal breiig mal wässrig. Aber hauptsächlich ist es so das man Tomaten, Gurken, Mais noch als Stücke erkennen kann.

Ich habe seit Beginn keine Bauchschmerzen, keine Blähungen, keine Krämpfe. Nur der Durchfall.

Dann wechselte ich den Hausarzt und auch der neue hat erst nach mehrfachen Nachfragen einer Darmspiegelung zugestimmt. Ich habe mir dann selbst einen Gastroenterologen gesucht und :

Heute morgen hatte ich dann, Ultraschalluntersuchung, Magen und Darmspiegelung. Der Arzt hat nichts festgestellt. Er sagte alles in Ordnung man müsse nur noch die Auswertung der Gewebeproben abwarten.

Allerdings hat er mir auch nur Lopedamin empfohlen. was ja nicht an die Ursache geht sondern nur die Symptome mildert.

Bin also genauso schlau wie vorher.

Jetzt kommt aber noch etwas was auch für dich interessant sein könnte:

Ich habe in der letzten Fokusausgabe einen großen Bericht gelesen über denMagen und dort ist dieser Fall: Durchfall bzw. Durcheinanderbringen der Damrflora nach Antibiotika einnahme beschrieben . Und es gibt eine Methode bei der medizinisch aufbereiteter Stuhl sozusagen transplantiert wird und dadurch eine gesunde Damrflora aufgebaut wird.

Das nächste ist mein Schwager hatte zwar kein Durchfall aber auch Damrprobleme un der hat ein spezielles Darmantibiotikum 2 wochen lang bekommen und danach war es weg.

Das dritte ist. Bei meiner Arbeit hat eine Arbeitskollegin mit Ihrer älteren Mutter das gleiche Problem gehabt und sie war dannlängere Zeit stationär und die haben verschiedene Medikation ausprobiert und es in den Griff bekommen.

Das sind die drei Strohalme an die ich mich jetzt klammern werde.

Ich werde demnächst bei dem Gastronenterologen von meinem Schwager vorsprechen und über diese drei Möglichkeiten sprechen.

Tja also unsere Verläufe sind ja nahezu identisch.Nur ist es so daß ich nicht beim Heilpraktiker war und das werde ich mir dann wohl auch schenken.

Was bei mir noch dazu kommt ist das ich in diesen 6 Monaten Durchfall insgesamt 3 Phasen a ca. 10 Tage hatte an denen ich keinen Durchfall hatte das war so alle sechs wochen. Die letzte Phase also die 4. war allerdings nur 3 Tage.

Auch Nahrungstechnisch habe ich alles mögliche ausprobiert. Es lässt sich einfach kein System festmachen. Was das hervorruft oder womit der Durchfall besser wird.

Hast du auch Phasen ohne Durchfall gehabt und was ist dein nächster Schritt ?

Liebe Grüsse

Toni aus Frankfurt/M.

M'a+rkusx2410


Hallo zusammen,

ich bin gerade auf diesen Thread gestoßen und muss leider sagen, dass ich seit 5 Monaten das gleiche Problem habe.. Das macht mich psychisch so fertig. Liege gerade auch im Krankenhaus. Alles mögliche wurde untersucht und es wird nix gefunden..

Könnt ihr mir weiterhelfen? Geht es euch mittlerweile besser?

Was hat euch am Ende geholfen?

Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn ihr das lesen und antworten würdet..

Ich leide gerade sehr..

Liebe Grüße

N9a&dzimejaT20x16


Hallo Markus,

schade, dass sich die beiden Betroffenen nicht noch einmal gemeldet haben!

Ich kann dir ein wenig von mir berichten. Bei mir war es auch Clindamycin...nach einer Weißheitszahnentfernung 2009. Seitdem hab ich, mit Unterbrechungen, Darmprobleme.

Zunächst auch wochenlang Durchfall, Nachbehandlung mit Metronidazol, Darmspiegelung, Perenterol, Milchsäurebakterien etc. Dazu Diät - d.h. ich hab halt einfach versucht, mich schonend zu ernähren.

Dann ging es jahrelang auf und ab: zwei, drei Wochen gut, dann wieder breiiger Stuhl, Blähungen und Bauchschmerzen... Ich hab bei mir dann auch beobachtet, dass ich eine Art Angst entwickelt hab, die dazu geführt hab, dass ich immer vor wichtigen Auftritten oder bei Ausflügen und Urlauben Durchfall bekommen habe. Die Hölle!

Dieses Jahr dann bin ich das ganze nochmal angegangen und hab die Schiene mit dem Darmfloraaufbau gewählt. Und siehe da - weg ist es zwar nicht (wird es wohl auch nie mehr gehen), aber mir geht es besser! Ich muss halt immer noch vorsichtiger essen als andere Leute (weniger fette Sachen, nicht so durcheinander), aber ich fühle mich deutlich besser.

Ich habe unter Anleitung einer Diätassistentin eine anfangs recht strenge Diät gemacht und nebenher die Darmflora mit Milchsäurebakterien (systematisch) und natürlichen pflanzlichen Medikamenten gestärkt. Die Diät hat u.a. beinhaltet, dass ich überhaupt keinen Zucker essen durfte (anfangs auch kein Obst), hauptsächlich pürierte Suppen mit nur bestimmten Gemüsesorten, abwechselnd an den Tagen Hühnchenfleisch oder gedämpfter Fisch und Tofu, kein Reis oder Nudeln zu Fleisch oder Fisch usw. Getrunken hab ich nur Wasser und ungesüßte Kräutertees. Das alles im Detail aufzulisten wäre zu lang - aber auf diese rigorose Art und Weise hat sich mein Darm beruhigt.

Ich hatte dann auch 4x (an 4 Folgetagen) je eine Hydrokolonotherapie (kannst du googeln, ist teilweise umstritten, aber bei mir hat es geholfen).

Wie es weitergeht weiß ich nicht, ich hab auch immer noch ab und zu einen komischen Bauch und weichen Stuhl, aber im Vergleich zu den letzten 7 Jahren geht es mir besser.

Was ich allerdings zurückbehalten hab ist panische Angst vor Durchfällen und Antibiotikabehandlungen...

Magst du erzählen, was bei dir los ist?

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