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Schwindelgefühl nach reichhaltigem Essen?

Kzat|ja-x87 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich habe euer Forum gelesen, weil ich gern einen Rat hätte. Da ich nichts entsprechendes gefunden habe, habe ich mich registriert und schreibe jetzt selbst einen Beitrag. Ich bin ganz neu hier, falls es also das selbe Thema bereits gibt, sagt mir das doch bitte.

Meine Geschichte ist etwas länger. Ich fange jetzt erstmal mit dem relevanten Teil an: bei fettem Essen wird mir schwindelig. Ich habe das jetzt öfters erlebt, wenn ich schnell esse und das Essen besonders reichhaltig ist, dann "kippe ich um". Nun mag man sagen, "dann iss nicht so einen Mist so schnell in dich rein". Ja, stimmt, aber deswegen klappt einem doch nicht der Kreislauf zusammen. Andere, die dabei waren, haben genauso (oder noch mehr und noch schneller) reingeschlungen und hatten kein Problem. Und es war ja nicht rein ein Kreislaufproblem...

Seit Jahren (ich sag jetzt mal seit ungefähr zehn Jahren) kämpfe ich immer wieder mit Schwindelattacken. Ich bin jetzt 25 Jahre alt, deswegen wurde das anfangs immer mit "normalem" Schwindel bei Mädchen in der Pubertät abgetan. Nur half auch schon damals nie das, was man typischerweise gegen Schwindel macht: Kalte Güsse, Beine hochlegen, Kreislauftropfen, etc. haben immer alles noch schlimmer (!) gemacht. Ich war dann bei diversen Fachärzten und Untersuchungen (HNO, CT,...) und letztendlich hat man mir gesagt: "Schwindel ist mit der häufigste Grund, weshalb Menschen in Deutschland zum Arzt gehen und mit der häufigste Grund, wo man keine Ursache findet." Also habe ich angefangen damit zu leben. Meistens habe ich ein paar Monate meine Ruhe, dann kommt wieder so eine Attacke und dann hab ich erstmal ein, zwei Monate regelmäßig Schwindelgefühl – so, dass ich irgendwo auf dem Boden sitze.

Das ist das eine. Mit dem Schwindel habe ich mich arrangiert. Ich habe mittlerweile kein Problem mehr mitten im Ikea (oder sonstwo) auf dem Boden zu sitzen.

Nur kam noch etwas Neues hinzu. Erstmal völlig unabhängig davon.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich keine warme Milch mehr trinken kann. Kalte Milch war jetzt auch nicht gut für mich, aber bei warmer Milch habe ich sofort Durchfall bekommen. Und so nach und nach kamen andere Lebensmittel dazu, die ich nicht mehr vertragen habe (erst waren es die Südfrüchte, bei denen mir der Mund gekitztelt hat, dann kamen auch noch Tomaten, Gurken, Hartkäse, Trauben, usw. dazu). Ich hab da immer erstmal keine Lust, gleich zu reagieren. Denke mir dann, das ist jetzt so, das wird schon. Aber mittlerweile hat sich herausgestellt, dass ich Milch und Spinat gar nicht mehr verzehren kann ohne Durchfall zu bekommen und dass die Liste, der Obst- und Gemüsesorten, bei denen mir der Mund und Gaumen kitzelt, immer länger wird.

Mittlerweile hab ich fast durchgehend ungeformten Stuhlgang. Da gewöhnt man sich auch dran. Es ist nicht wie wenn man Durchfall hat (von einer Magen-Darm-Grippe beispielsweise), dass ich den ständigen Drang hätte, aufs Klo zu gehen, aber immer wenn ich geh, kommt ungeformter Stuhl.

An all das habe ich mich ehrlich schon fast gewöhnt. Ich will halt auch nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen. Andererseits habe ich Angst, dass ich es damit noch schlimmer mache, mittlerweile reagiere ich auf Gurken (! die bestehen fast nur aus Wasser!). Und dann war ich wieder beim Arzt, habe nach einem Laktoseintoleranztest und einem Lebensmittelunverträglichkeitstest gefragt. Und der Hausarzt hat mich zur Darmspiegelung geschickt. Das ist über drei Jahre her, da war ich nicht. Ich seh halt keine Notwendigkeit die Risiken einer Darmspiegelung auf mich zu nehmen, so lange kein Laktoseintoleranztest und kein Nahrungsmittelallergietest gemacht wurden. Und überhaupt kein Ultraschall, kein Bluttest, ...

Was meint ihr? Was könnte das sein? Ist die Einschätzung meines Hausarztes richtig, dass er mich gleich zur Darmspiegelung schickt? So langsam habe ich genug, ich vertrag kaum noch ein Lebensmittel, ständig bläht sich mein Bauch auf, dass ich aussehe, als sei ich im 6. Monat schwanger... Ich hab jetzt echt lang damit gelebt, aber jetzt mag ich nicht mehr.

Ich freue mich auf eure Hilfe!

Liebe Grüße,

Katja

Antworten
C$in3derSella68


Teilweise klingt das schon nach Lactose-Intoleranz. Kannst du nicht zu einem anderen Arzt gehen, um das testen zu lassen? Eine Darmspiegelung ist ja nun nicht unbedingt nötig ...

Ich hab das übrigens auch, dass ich nach reichhaltigem Essen oft das Gefühl hab, ich fall gleich ins Koma. Ich muss mich dann ein Weilchen hinlegen :-/ Den Grund dafür hab ich auch noch nicht herausgefunden, nur dass es bei Kohlenhydraten + Fett schlimmer ist. Oder nach Fertiggerichten (besonders fies: Fertigpizza %-| ).

K[altja-x87


Ja, wie gesagt, Laktoseintoleranz war auch meine erste Vermutung. Aber gut, das ist auch grad "in Mode" und vielleicht hat mein Hausarzt auch deswegen so reagiert. Und es ist eben mit Milchprodukten nicht getan. Bei fettem Essen fall ich dann echt fast um. Nicht nur, dass ich einfach fertig bin und keine Lust mehr hab (das auch), ich muss mich dann sofort und auf der Stelle hinlegen (und sei es auf den Boden), weil ich das Gefühl habe zu platzen und umzukippen...

KMatja-D8x7


Vielleicht noch hilfreich zu wissen: Laktosefreie Milch ist auch nicht gut (Magengrummen wie bei normaler Milch)...

C$ind\e)relelaE68


Hast du es schon mal testhalber mit Laktrase-Tabletten versucht, um laktosehaltiges Essen besser zu verkraften? Aber vielleicht ist das ja auch nur ein Teil des Problems (wenngleich es aber einen aufgeblähten Bauch sehr gut erklärt).

Ein Lebensmittelunverträglichkeitstest wär wahrscheinlich das Beste. Und zusätzlich mal eine internistische Untersuchung mit Ultraschall usw. (Ich überleg das nämlich auch gerade für mich, weil es nicht geht, dass ich die 2 – 3 Stunden nach dem Mittagessen komplett "haken" kann, weil ich nur komatös rumliege ....)

Gibt es denn irgendwas, was du ohne weiteres gut verträgst?

H(CA:nderVsen


Hallo,

das muss nicht zusammenhängen. Allerdings kann natürlich ein Flüssigkeitsmangel z.B. durch Durchfall, die Kreislaufprobleme noch verschlimmern.

Ich finde es sehr schade, dass du wg der Kreislaufprobleme keine kompetente Hilfe bisher bekommen hast. Gib das nicht einfach auf, lass das weiter abklären. Vllt hast du eine orthostatische Intolerans und könntest mit den richtigen Strategien oder Medikamenten ein fitteres Leben führen?

Hier mal paar Strategien:

Bei Schwindel/Anzeichen für kommende Ohnmächtigkeit hilft u.a.:

Im Stehen: Füße überkreuzen und Beine aneinanderpressen, Pomuskeln und Rumpf mit anspannen. Den Effekt kannst du verstärken, indem du die Arme vor der Brust verschränkst und den ganzen Öberkörper/ganzen Körper anspannst. Reicht das nicht aus, mit durchgstreckten Beinen den Oberkörper nach vorne beugen. Wenns noch schwummriger wird, in die Hocke gehen, am besten hinlegen.

Hier ein Video damit: [[http://www.stars.org.uk/patient-info/treatment-options/counter-manoeuvres]]

Sonst noch wichtig ist halt viel zu trinken, 2-3l/Tag (manche Patienten mit arterieller Hypotonie können den Blutdruck erhöhen indem sie schnell 2 Gläser Wasser trinken), etwas mehr Salz und kleine Mahlzeiten, immer beim Essen auch was zu trinken.

Das Muskelanspannen ist eine sehr erfolgreiche Methode. Viele Patienten können damit das Risiko umzukippen deutlich reduzieren. Auch isoliertes Arme kräftig anspannen, ohne die Beine dazuzunehmen funktioniert. Empfohlen wird die Anspannung ca. 30 Sekunden zu halten.

Gute Besserung!

KBaGtjoa-87


Ne, hab noch keine Laktase Pillen eingenommen. Hab schon oft überlegt welche zu kaufen, aber dann doch lieber zu Lefax gegriffen (weil die halt "umfassender" helfen, nicht gut, aber besser als nix).

Was ich uneingeschränkt vertrage? Puh, gute Frage... Also vor ein paar Monaten hat mich die Abnehm-Gier gepackt. Ich hab vor gut zehn Jahren mal sehr erfolgreich mit Weight Watchers abgenommen. Das waren damals zehn Kilo in eineinhalb Jahren. Ein sehr gesundes Abnehmen, weil man keine "Diät" im klassischen Sinn macht, sondern seine Ernährung komplett umstellt. Hab das dann so lange gehalten, bis ich von daheim ausgezogen bin. Dann kam zum einen "Hey, du kannst kochen was du willst!" und zum anderen der Job, der mir nicht gefallen hat, das Single-Dasein, das mir nicht gefallen hat, ... usw. zusammen. Ich hab mich seit Jahren nicht gewogen. Ich denk aber, dass ich bei ungefähr 65 bis 70 Kilo liege (bei einer Größe von 1,66 m). Also noch im Rahmen, aber ich würd gern bissl weniger haben. Deswegen hab ich wieder mit weightwatchen angefangen. Und damit ich erstmal nen schnellen Erfolg hab (als Motivation) hab ich Almased genommen. Drei Tage damit jede Mahlzeit ersetzen, dann langsam steigern und dann wollt ich ins WW Programm übergehen. (Ich weiß schon, das ist erst nur Wasser, der Jojo-Effekt kommt, ... Aber wie gesagt, ich wollt das nur als Motivationskick am Anfang. Aber ist auch egal, darum geht es hier nicht).

Jedenfalls: die drei Tage, in denen ich nur das Almased genommen hab, waren soo toll. Klar hatte ich Heißhungerattacken hie und da, aber: ich hatte keinen aufgeblähten Bauch!!! Ich bin rumgelaufen ohne den Bauch einzuziehen – und das habe ich seit Jahren nicht getan. Baucheinziehen ist zur Gewohnheit geworden...

Was ich sagen will: Ich ernähre mich eigentlich schon gesund, aber auch das bekommt mir nicht. Und wenn ich dann mal "zuschlage", dann meist in Gesellschaft und dann kipp ich um... (sehr schön dann auch immer die Kommentare, ich wär besoffen, von dem einen Glas Wein, das gut zum Essen passt...)

Oh man, das nervt echt...

K!atjax-87


Lieber HCAndersen,

Danke auch dir für die Tipps! Hilft das denn auch, wie bei mir, wenn die klassischen "Kreislaufhilfen" nichts helfen, bzw. eher kontraproduktiv sind? (Ich war schon fast wieder auf dem Damm die Lehrerin hat aber darauf bestanden, dass ich meine Pulsadern unter kaltes Wasser halte, prompt lag ich wieder...) Ich werd das auf jeden Fall mal ausprobieren! Vor allem: manchmal kann ich das auch "wegtun", also mich ganz stark auf was anderes konzentrieren und den Schwindel beiseite schieben. Klappt nicht immer, aber manchmal.

Mit dem Trinken hatte ich übrigens nie Probleme. Im Gegenteil. Ich kann ohne Weiteres 4 bis 5 Liter täglich trinken. Ich hab das in letzter Zeit eingeschränkt, weil ich des öfteren gelesen hab, dass zu viel trinken auch nicht gut ist.

lg

CSinderelola68


Wenn es dir mit dem Almased so grundlegend besser ging: was ist denn darin NICHT enthalten? Sind das reine Eiweiß-Drinks ohne Fett und Kohlenhydrate?

H>CAn/de*rsexn


Was sind für dich denn klassische Kreislaufhilfen und wie verhälst du dich konkret? Klar, dass du dich nicht nach dem Umfallen einfach wieder hinstellen kannst. Da riskierst du immer ein erneutes Wegsacken. Immer schön langsam ;-)

Die o.g. Tricks funktionieren sogar für Leute, die im Liegen ohnmächtig werden.

Bzgl. Trinken, das stimmt, zuviel überlastet die Nieren. Der Urin soll hellgelb aber nicht durchsichtig sein beim Pinkeln. Wie kommt dir eigentlich dein Herzschlag vor? Was hast du für nen Ruhepuls und wie ist der bei geringerer Belastung?

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