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Magenspiegelung die erste – Erfahrungsbericht eines Angsthasen

RCubberDucxkDave hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community

Da mir heute eine Magenspiegelung bevorstand und mir diverse Erfahrungsberichte gut geholfen haben, meine Panik davor einigermaßen in den Griff zu bekommen, wollte ich auch meine Erfahrung Teilen.

Das schlimmste an der ganzen Sache war das vorhergehende trink und ess Verbot. Längere Zeit nichts essen ist jetzt kein großes Problem, beim trinken sah dies schon anders aus. Ich hatte um 10:15 meinen Termin, wurde aber erst um kurz vor 12 behandelt, was das ganze noch auf die Spitze trug. Ist aber sicherlich nicht der Regelfall und ich denke mal, wenn ich hier schon vom schlimmsten rede, dann kann man sich die eigentliche Behandlung ja vorstellen ;-)

Es ging im Behandlungszimmer recht fix los. Fast Wort und Diskussionslos bekam ich eine Spritze gesetzt, von der mir vorher kurz gesagt wurde, es handle sich dabei lediglich um ein Krampflösendes Mittel, also keine Sedierung oder Betäubung. Auch die berühmt berüchtigten "Betäubungssäfte" oder Sprays für den Rachen hat es nicht gegeben.

Die Behandlung begann umgehend nach der Spritze, von der ich persönlich nicht sonderlich viel gemerkt habe.

Mir wurde der Beißring gegeben und schon kam auch der Schlauch ins Spiel.

Es werden mir sicherlich viele zustimmen, dass das erste schlucken des Schlauches das schwierigste an der ganzen Prozedur ist. Aufgrund der fehlenden Betäubung kam es unweigerlich zum Würgereiz, der allerdings nicht so stark wie z.B. beim brechen war, sondern eher wie bei starkem, andauernden Husten.

Dieser Reiz zog sich allerdings durch die gesamte Behandlung. Es war ein Konzert aus Rülpsern (da über den Schlauch Luft in den Magen gepumpt wird), Würgereiz und auch mal ein wenig Magensäure.

Das klingt alles definitiv schlimmer als es eigentlich war. Sicherlich nichts für sehr schwache gemüter, aber auch nichts, wovor man sich groß Sorgen machen muss. Das ist halt der Teil, der von vielen einfach nur als "unangenehm" beschrieben wird.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich absolut fasziniert davon war, wie empfindlich die Speiseröhre und auch der Magen ist. Ich habe den eingeführten schlauch quasi mitverfolgen können und habe auch gespürt, wo dieser grade im Magen rumwuselt. Anfangs etwas ungewohnt, aber irgendwie faszinierend :)

Auch das gefürchtete "schlimme herausziehen" war ne Sache von einem kurzen Handgriff. Keine Komplikationen, keine große Gegenwehr des Körpers. Wie oben schon gesagt ist das vorbeikommen an der Kehle echt schon die größte Hürde gewesen. Der Rest war dann so schnell vorbei, wie es angefangen hat.

Was bleibt ist ein leicht rauer Hals, der sich in etwa anfühlt wie bei starkem Sodbrennen, also nichts Weltbewegendes.

Mein Fazit: Ich hätte mir einen deutlich ruhigeren Ablauf gewünscht. Die Schwestern waren alle unglaublich lieb, standen die ganze Zeit um einen herum und Haben notfalls Hand gehalten oder beruhigend über Kopf oder Arme gestreichelt und auch der Arzt selber hatte eine Engels Geduld und hat sich von keinem würger oder ähnlichem auch nur ansatzweise aus der Ruhe bringen lassen. Stattdessen redete er ruhig und gelassen drüber, wie weit die Behandlung schon ist, wie gut alles doch abläuft und auch die Schwestern haben konstant gut zugeredet.

Wer Angst hat, sollte vielleicht vorher nachfragen, ob der jeweilige Arzt kurz Zeit für ein Beratendes Gespräch hat und welche Beruhigungs / Betäubungsoptionen einem zur Verfügung stehen.

Alles in allem aber durchaus eine Behandlung, die ein gewisses Maß an "Zähne zusammenbeißen" erfordert, aber bei weitem nicht so schlimm ist, wie sie gerne dargestellt wird. Und das selbst ohne jegliche Betäubungsmaßnahmen ;-)

Dazu kommt, das die Behandlung selber vielleicht 5 Minuten gedauert hat, wenn überhaupt. Also alles nicht der Rede wert.

Antworten
L;ittlmeMacxHH


Verstehe ich gar nicht, ich hatte auch ne Magenspiegelung und konnte mir aussuchen, ob mit Vollnarkose oder ohne. Ich hab Narkose gewählt, bekam ne Spritze, war in Sekunden weg und wachte keine 5 Minuten später wieder auf und hab von alle dem nichts mitbekommen.

Ich würde es NIE wieder anders machen wollen.

RWubb#erDVuchkDaxve


Ich hab auch nicht so ganz verstanden, warum das ganze so komplett Dialoglos verlaufen ist. Wie bereits gesagt, kaum hatte ich Hallo gesagt, hatte ich eine Kanüle im Arm und erst DANN wurde mir überhaupt gesagt, was da gespritzt wird. Ich war erstmal so baff, dass ich es einfach nur hab über mich ergehen lassen.

Ich habe auch schon mit einigen Bekannten, die natürlich auch wissen wollten wie es gelaufen ist, geredet und einige davon Kritisieren ganz scharf, dass nichteinmal dieser Saft / das Spray zur betäubung der Speiseröhre und des Rachens verwendet wurde, denn dass soll sowohl mit als auch ohne Sedierung eigentlich zum Standartprogramm gehören.

Des weiteren muss ich mich, was das leichte Kratzen im Hals anging korrigieren. Inzwischen sinds ziemlich unangenehme Schmerzen bis tief in die Speiseröhre die durchaus Schluckbeschwerden mit sich bringen, wenn auch keine Weltbewegenden.

Wie schon geschrieben hab ichs gut hinter mich gebracht und es war auch nicht "das schlimmste Erlebnis überhaupt" so ganz ohne Betäubung (besagter Saft / Spray), aber jedem dem ich davon erzähle schaut erstmal ein wenig verdutzt und kritisiert diese "Abfertigung" ohne Gespräch oder dem Patienten nach seinen wunsch Optionen wie Sedierung und co zu fragen doch ziemlich arg.

zow9e'tsc3hge ,1


Arg finde ich es , wenn man selber als Patient nicht fragt, und einfach alles mit sich machen lässt, ohne sich über die verschiedene Methoden zu informieren.. Natürlich ist es nicht in Ordnung das der Arzt nichts aufklärendes mitteilt. Jedoch ist jeder selber Herr über sein Körper, und sollte selber fragen stellen zu eine vorstehende Untersuchung, beides finde beides komisch..

Es hilft immer sehr viel, wenn man sich vor solche Untersuchungen über das Internett informiert oder/und einfach den Arzt selber fragt welche Betäubungsmethoden er anbieten kann und wie die Untersuchung genau abläuft. Darauf zu warten das die Ärzte selber einen Aufklären, tue ich erst gar nicht. Manche sind unglaublich nett und erklären alles, andere sagen nichts. Bei der letzte Sorte lasse ich mich erst recht gar nicht behandeln.

Ich habe Magen und Darm Spiegelung hinter mir. Beide Male war das erste was ich zu den Arzt sagte, das ich nichts und absolut nichts mit bekommen möchte. Das ich eine Kurznarkose haben möchte. Nicht alle Gastroenterologen bieten Kurznarkosen an, deswegen auf zum nächsten Arzt, falls es beim ersten Arzt nicht angeboten wird.

Beide Male habe ich eine Kurznarkose bekommen. Ich habe geschlafen und habe somit absolut Null mitbekommen.

RRubberKDu4cknDave


Ich war informiert, wie ich oben auch geschrieben habe, hatte ich mir im Vorfeld einiges an Erfahrungsberichten und diverses andere sachliche Material dazu durchgelesen, ich war also durchaus voll im Bilde.

Allerdings kam ich quasi garnicht dazu, irgendwelche klärenden Gespräche zu führen, da ich mir nichts dir nichts auch schon den Schlauch im Hals hatte. Zugegeben, ein "halt stop" wäre durchaus angebracht gewesen, allerdings war ich aufgrund des komplett fehlenden Dialoges und des abrupten Behandlungsbeginns so perplex gewesen (und nicht zuletzt vollkommen eingeschüchtert und bis auf die Knochen verängstigt), dass ich in diesem Moment an alles dachte, nur nicht daran groß Fragen zu stellen. "Augen zu und durch, sind nur 5 Minuten" war wirklich das einzige, was mir durch den Kopf ging.

Ich habe wohl auch mit überhört, dass eine andere Patientin bei der Rezeptionistin nach einem Klärenden Vorabgespräch gefragt hat, bevor sie sich dazu entschließt, Termine für Vorbäugeuntersuchungen zu machen. Da hieß es dann, das der Arzt in dieser Praxis soetwas generell nicht machen würde und sie dies doch bitte mit Ihrem Hausarzt klären solle.

In dem Moment habe ich mir nicht all zu viel dabei gedacht, da die Frage, ob eine Vorbäugeuntersuchung sinnvoll ist tatsächlich auch mit dem Hausarzt geklärt werden kann. Das es aber soweit geht, dass nichteinmal zu Behandlungsbeginn auch nur irgendeine Frage an den Patienten gerichtet wird und stattdessen im Akkord sofort und umgehend behandelt wird, das hat mich dann doch ein wenig aus den Latschen gehauen.

Im nachhinein weiß ich, sollte es zu einer weiteren Spiegelung kommen, diese mit absoluter sicherheit bei einem anderen Arzt passieren wird und ich dort mit sicherheit die ein oder andere Frage vorab geklärt haben will und notfalls vorher einfach dicht mache, denn mein Magen und besonders die Speiseröhre nehmen mir das ganze immernoch ziemlich übel.

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