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Magenkrämpfe/ Brennen im Oberbauch (Reflux und Gastritis)

DSaseb hat die Diskussion gestartet


Hallo. Ich hoffe, es kann mir jemand Rat geben bzw. helfen.

Ich bin 28 Jahre alt, männlich und mache mir sehr viele Gedanken über meine Krankheit.

Ich bin insgesamt gesund. Rauche nicht, trinke sehr wenig Alkohol und treibe regelmäßig Sport.

Hatte vorher nie Probleme.

Ich möchte erstmal erzählen, wie alles angefangen hat:

Vor ca. 5 Wochen bin ich einen Halbmarathon gelaufen. War danach ziemlich erschöpft, da ich solche Distanzen selten laufe, dennoch vorher regelmäßig trainiert habe. Habe direkt nach dem Lauf auch sehr viel, sehr schnell gegessen, da ich ziemlich Hunger hatte. Außerdem habe ich vorher nicht sehr viel Schlaf gehabt. Natürlich keine optimalen Voraussetzungen.

Am Tag nach dem Halbmarathon bekam ich dann plötzlich sehr starke, kramphafte Schmerzen im Oberbauchbereich. Für mich fühlte sich das an, wie ein Magen-Darm-Infekt. Also bin ich zur Apotheke und habe mir "Iberogast" geholt. Außerdem holte ich mir Tee für den Magen. Ich nahm die Tropfen und trank Tee. Nichts half. Es war ein durchgängiger Schmerz. Also bin ich zum Hausarzt. Dieser verschrieb mir Pantoprazol, da er einen Reflux vermutete. Davon nahm ich 1x täglich 40 mg. Nach 1 Woche ging ich wieder hin. Die Krämpfe wurden durch die Tabletten nicht besser. In den Nächten fühlte ich mich besser, wenn ich auf der linken Seite lag.

Ich bestand beim Hausarzt darauf, dass ich eine Magenspiegelung möchte, um schlimeres ausschließen zu können. Am gleichen Tag bekam ich die Magenspiegelung bei einem anderen Arzt. Diagnose: Reflux + gereizte Magenschleimhaut. Daraufhin sagte er, ich soll auf meine Ernährung achten und von den Pantoprazol 80 mg nehmen am Tag – aber auch diese Maßnahmen, brachten keine Besserung. Also hab ich auf eigene Faust entschieden ins Krankenhaus zu gehen. Dort bin ich jetzt seit 2 Tagen wieder raus. Folgendes wurde im Krankenhaus gemacht:

- Ultraschall: Alles sieht gut aus, Galle, Bauchspeicheldrüse etc. OK

- Prüfung auf Unverträglichkeiten: Alles negativ

Ich sagte dem Arzt, ich möchte eine Darmspiegelung machen. Er meinte aber, brauchen wir nicht, das Problem liegt beim Magen. Eine neue Magenspiegelung hat er nicht gemacht, er hat sich auf das Ergebniss der anderen Spiegelung verlassen. Jetzt hat er mir Nexium mups verschrieben. 1x 40mg am Tag soll ich nehmen. Bis jetzt noch keine Besserung.

Was ist mein Empfinden?

- Jedes mal nach dem Essen/Trinken (Egal was und ob mit oder ohne Kohlensäure) muss ich aufstoßen. Es brennt aber nicht. Ist nur Luft.

- Manchmal hab ich 2 – 3 mal sowas ähnliches wie ein Schluckauf

- Hab auch manchmal das Gefühl mein Mund ist wässrig, schmeckt aber neutral (Magensaft?)

- Die Krämpfe im Bauch kommen erst nach ca 2 – 3 Std. Unmittelbar nach dem Essen, ist es etwas besser

- Stuhl ist zwar träge (alle 2 Tage), aber normal

- Der Magen ist auch sehr aktiv und grummelt immer sehr stark

- Wenn ich 12 Std. nichts esse, sind die Schmerzen fast weg

-

Leider geht das Problem mittlerweile sehr auf meine Psyche, da ich keine Lösung sehe.

Zu wem soll ich noch gehen? CT? Anderer Arzt? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Bin um jeden Tipp dankbar.

Antworten
itmzwerifxe


Magen dauert leider immer etwas.

Wenn du eine Magenschleimhautentzündung hast, musst du wohl etwas Geduld mitbringen. Nexium ist eigentlich das beste PPI, ansonsten strickt Diät halten und vorallem basisch essen. Dazu kein Alkohol, kein Kaffee, nichts scharfes, und mehr kleinere Mahlzeiten nehmen.

Ostheopathie könnte auch helfen.

l>awinxa


Leider muss du viel geduld haben bei Magen Darm Beschwerden.

Heil erde hilft auch bei Magen Darm Beschwerden.

Gute besserung .

s>haroxn_p


ich kann dir ein Lied davon singen! Mich plagen derlei Beschwerden seit nun gut 2 Jahren und ich bin psychisch so am Ende dass ich inzwischen eine Psychotherapie bräuchte. Ich kann dich sehr gut verstehen.

Geduld brauchst du auf jeden Fall und vorallem Durchhaltevermögen nicht in alte Ernährungsmuster zu kippen.

Mein Tip: auf Kohlensäure ganz verzichten und vorallem nicht 80mg PPIs nehmen! Das wird beim Ausschleichen sonst die Hölle!

Weil du das mit dem Laufen bzw. dem Halbmarathon geschrieben hast:

- ist ein Zwechfellbruch ausgeschlossen worden? Eine Hernie betrifft viele Sportler und kann Schuld an dem Reflux sein. Ich nehme aber an das ist im KH im Zuge des Ultraschalls gecheckt worden (?)

- Weiters gibt es "Runners Stomach" eine Refluxerkrankung bei Sportlern, denn bei Ausdauersport produziert der Magen außerordentlich viel Säure.

Ich würde dir Motilium empfehlen, es ist ein Persitaltikanreger der die Magenmotilität anregt und somit auch Reflux verhindert. Mir hilft es als Einzigstes etwas.

Falls du noch Fragen hast oder dich mal auskotzen willst – gerne via PN

Alles Gute!

T~ex8x4


Hallo Dasep,

hast du dein Problem lösen können. Ich habe aktuell die gleichen Symptome wie du.

Gruß

3gklaxng


Es KÖNNTE eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegen. War selbst davon betroffen.

Testmöglichkeiten:

Heimtest in der Apotheke kaufen

Stuhltest auf AK und AG beim Doc

Atemtest im KH

Magenspiegelung mit Herstellung eines Biopates bzw. Resistenzbestimmung, um eine möglichst zielführende Therapie zu bestimmen.

Vor allem aber: NICHT abwimmeln lassen!!

Bei Interesse gerne PN.

Alles Gute!!!

DTasWeb


Hallo Zusammen. Ich wollte mich nach einem Jahr mal wieder melden und weiter über meine Problematik berichten. Mich haben ja doch ein paar angeschrieben. Danke für die Anregungen und Aufmunterungen. Doch leider habe ich nach wie vor die gleichen Probleme.

Wie ich auch schon berichtet habe, habe ich mich leider letztes Jahr zu der OP am Zwerchfell überreden lassen. Einfach, weil ich selbst keinen Ausweg mehr wusste. Bis heute habe ich Probleme beim Essen. Es ist zwar ok und wenn ich langsam esse ist auch alles ok, allerdings bei schnellerem Essen und wenn ich nicht richtig kaue, bleib das Essen irgendwie "stecken". Ich muss dann sofort aufhören und "warten" bis das Essen im Magen ist. Esse ich weiter, kommt es wieder hoch. Es ist einfach zu eng seid der OP. Das schlimmer Übel ist aber, dass die Schmerzen die ich habe, kein bisschen besser geworden sind. Somit rate ich jedem, sich so eine OP gut zu überlegen. Man sollte dann schon wissen, dass es wirklich daher kommt.

Somit war die OP leider umsonst und außer dass ich jetzt Probleme beim Essen habe und ein paar hässliche kleine Narben, ist das brennen unter dem Magendreieck immer noch da. Mittlerweile habe ich mich an den Schmerz gewöhnt. Er begleitet mich nun seit 1,5 Jahren. Und hat wie gesagt nach einem Halbmarathon angefangen. Wobei das wahrscheinlich echt Zufall war.

Ich war auch nicht mehr beim Arzt in letzter Zeit und habe mich schrecklicherweise an diesen Schmerz "gewöhnt". Ich denke mir nur, ich kann ja nicht ewig so weiter machen. Irgendwer muss mir doch helfen können. Deshalb möchte ich jetzt wieder zum Arzt gehen. Nachdem ich in der früheren Vergangenheit viele Untersuchungen und verschiedene Therapien ausprobiert habe (Säuremessung, Ultraschalls, Osteopathie, Pantoprazol, Magen- und Darmspiegelungen, verschiedene Krankenhäuser und diverse Ärzte) habe ich versucht mit dem Thema umzugehen und mich damit abzufinden. Vor allem, weil mir keiner helfen. Und ich habe wirklich viel unternommen. Jetzt möchte ich aber in 2 Wochen wieder zu einem Gastroenterologen gehen.

Vielleicht konnte ich den Schmerz in letzter Zeit wieder etwas besser verstehen, wobei das eingrenzen an Ursachen sehr schwer fällt: Nach wie vor fühlt es sich wie ein Brennen und Druckgefühl an. Vor allem wenn ich länger nichts gegessen habe wird es besonders schlimm. Dann fängt der Magen auch an, ganz komische Geräusche (grummeln) zu machen. Wenn ich dann etwas Esse, wird es wieder etwas besser und das Brennen verschwindet. Oft wache ich auch in der früh auf und habe starke Schmerzen. Sobald ich dann aufstehe wird es besser, als würd es sich da drinn entspannen, kommt aber dann nach einiger Zeit wieder. Vor allem wenn ich länger nichts Esse. Ich denke, dass es vom Essen, also von dem was ich esse, völlig unabhängig ist. Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurden ja auch alle geprüft. Ich habe auch das Gefühl, wenn ich Alkohol oder besonders "schweres" Essen zu mir nehme wird es komischerweise besser. Für mich ist das eine mechanische oder nervliche Sache und hat nichts mit einem Reflux oder ähnliches zu tun. Der Schmerz kann wirklich genau zentral zwischen Magendreieck und Bauchnabel lokalisiert werden. Wie gesagt, habe ich das Gefühl, dass es in bestimmten Positionen wie z. B. stehen oder auf einem harten Stuhl sitzen z. B., schlimmer wird. Wenn ich aber lange liege wird es auch wieder schlimmer und wenn ich dann aufstehe entspannt sich das Thema wieder. Andererseits gibt es dann mal ein paar Tage, da sind die Schmerzen fast weg. Dafür kommen sie aber dann auf einmal wieder. Ich habe aber nichts anders gemacht als sonst. Es ist aber ein brennendes Gefühl. Das ist aber nicht in der Speiseröhre! Es muss weiter unten sein. Sodbrennen etc. Fehlanzeige. Vor und nach der OP nicht.

Vielleicht hat nochmal jemand einen Tipp, was ich machen kann.

Ich versuche trotz allem normal weiter zu leben und mir meinen Lebensmut nicht nehmen zu lassen. Ich bin jetzt mittlerweile 29 Jahre, seit letztem Jahr verheiratet und Nachwuchs ist auch im Anmarsch. Ich habe eine wunderbare Frau und stehe auch mitten im Beruf. Ich versuche weiterhin meinen Sport zu treiben und nicht faul zu werden. Nur die Sache mit meinem Bauch belastet mich, auch wenn ich immer versuche stark zu bleiben. Oft stelle ich mir vor, wie das Leben noch schöner sein könnte, wenn die Schmerzen nicht da wären. Anscheinend habe ich etwas, und jeder ist ratlos. Leider.

GSarfOield7x3


Hallo,

vielleicht liegt es bei Dir gar nicht an der Speiseröhre. Wurde jemals eine Entzündung dort festgestellt? Hattest/hast Du regelmässig Sodbrennen? Nimmst Du noch Pantoprazol?

Ich selbst habe auch massive Probleme mit dem Bereich Speiseröhre/Magen. Bei mir liegt der Aspekt aber mehr in der Speiseröhre und im Hals. Die Säure wütet hier ganz schön bei mir.

Obwohl, es wurde nie eine Entzündung festgestellt. Nur einen kleinen Zwerchfellbruch soll ich haben...

Wie Du siehst, ist das ganze ein Buch mit sieben Siegeln. Sogar ein Gastro-Professor hat mir mal gesagt, dass die Diagnose oft sehr schwierig und am Ende widersprüchlich sein kann.

Was ist, wenn man trotz unauffälliger Untersuchungen wie ein Schwein leidet und keine Medikamente oder sogar OPs helfen können?

Mein Statement wird Dir wohl nicht viele weiterhelfen, aber sei dir gewiss, dass es viele Leute gibt, die an mysteriösen Schmerzen und Zuständen im Bauch leiden. Du bist nicht allein. :)_

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