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Seltsames Stechen und Druck beim Schlucken - keine Erkältung

S{mara_gdau/gxe hat die Diskussion gestartet


Halsschmerzen hat ja jeder mal gehabt. Kratzen im Hals, brennender Rachen, Husten, Schnupfen.....

Freitag nachmittag fing es bei mir an mit einem Stechen im Hals, immer etwa 1 Sekunde nach dem Schlucken, also leicht verzögert, und zwar tief unten im Hals, fast unterhalb des Kehlkopfes, und zwar rechtsseitig. Dieses Stechen fühlt sich total eigenartig an, überhaupt nicht wie klassisches Halsweh. Einmal Schlucken, eine Sekunde später ein Stechen mit einem komischen Druck vermischt, das dann auch gleich wieder abklingt. Auch beim Leer-Schlucken.

Seit gestern und auch heute habe ich auch so einen allgemeinen "Druck" dort in der Gegend, also unten im Hals, fast über den Schlüsselbeinen, nur eben tief innen. Und eben dann noch zusätzlich dieses Stechen beim Schlucken. Wenn ich tief atme oder so, reagiert das nicht.

Kennt das jemand? Mich macht das gerade wahnsinnig. Zum HNO möchte ich eigentlich nicht, weil er mich immer noch zusätzlich nervös ist und sich auf nichts festlegt. Keine Ahnung, ob es was mit meinem Hashi zu tun haben kann, aber den habe ich seit vielen Jahren, der ist super eingestellt, und ich hatte - außer Müdigkeit - nie Probleme, schon gar nicht irgendwelche Mißempfindungen oder Schmerzen.

Das letzte MRT vom Hals wurde im Juni gemacht, und der letzte SD-Ultraschall ebenfalls so um die Zeit herum.

Hat jemand eine Idee, was das sein könnte?

Antworten
S*mar!agdauxge


Abends hatte ich noch mal einen Rückruf mit meiner Internistin vereinbart. Sie meinte, für die Schilddrüse wäre das zu weit hinten im Hals, die SD liegt eher vorne nahe unter der Haut.

Langsam glaube ich, dass es die Speiseröhre ist. Sie hat mir dann gesagt, ich sollte es mal ein paar Tage lang mit Pantoprazol versuchen.

Ich neige nun nicht zu Sodbrennen (wie z.B. mein Mann, der es als ein Brennen beschreibt und auch so saures Aufstossen hat), aber ich habe einen Reflux, das wurde Anfang des Jahres bei einer Magenspiegelung erwähnt. Es ist halt so, dass mir manchmal noch Stunden nach dem Essen zerkaute Nahrung in den Mund hochschwappt.

Das Stechen ist jetzt nicht mehr so da, dafür hat sich seit gestern ein ziemlicher Druck in der Speiseröhre aufgebaut, als ob ich da was Kantiges stecken habe, man hat immer das Bedürfnis, es herunterzuspülen. Gerade beim Leerschlucken baut sich so nachwirkend - 2 - 3 Sekunden zeitlich versetzt - so ein unangenehmer Druck auf, teils dumpf, teils "kantig", inzwischen zieht es auch vom Hals abwärts zur Brust. Beschwerden beim Schlucken von Nahrung oder so habe ich nicht.

Kennt das jemand?

cDoli~fl.or


Das könnte ein Entzündung in der Speiseröhre sein ":/ . Gerade wenn du einen Reflux hast, wäre das naheliegend.

S7tFapsh.au6r"eus


Das könnte ein Entzündung in der Speiseröhre sein . Gerade wenn du einen Reflux hast, wäre das naheliegend.

Richtig, Vermutung liegt nahe dass es sich um eine Reflux-Laryngitis handeln könnte. Würde das mal in der HNO abklären lassen. Evtl. im KH, wo man auch weitere Diagnostik durchführen könnte (z.B. Ösophagus-Breischluck).

S%marjagdaxuge


Momentan nehme ich brav 3x täglich 1 Stunde vor dem Essen Pantoprazol (40mg), aber auch wenn ich damit schon vor knapp 3 Tagen angefangen habe, hat das alles irgendwie "aufgedreht". Das anfängliche Stechen ist weg, dafür aber eben dieses diffuse kantige Kloßgefühl im Hals, man möchte immer runterschlucken. Das Fremdkörpergefühl ist sowohl im Hals als auch gefühlt weiter unten, oberer Brustbereich und Rücken, mal mehr, mal weniger. Außerdem schwappt eben auch noch 2 Stunden oder länger Essensreste in den Mund beim Aufstoßen.

S#maraYgdaupge


Meine Internistin hat mich gerade zurückgerufen und mich darauf hingewiesen, dass 3x täglich zu viel ist. Ich hab mich wirklich total verlesen auf dem Packungszettel, 1x täglich wäre richtig gewesen |-o Sie meinte, geschadet hätte es mir ja nun offensichtlich nicht, und Sodbrennen hätte ich jetzt garantiert auch nicht mehr. Naja, so richtiges Sodbrennen habe ich ja sowieso nicht, eben nur den Reflux.

Jetzt meint sie, ich soll noch mal den HNO reinschauen lassen, das mach ich dann morgen. Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass das nichts mit Luftröhre oder Kehlkopf zu tun hat sondern mit der Speiseröhre. Und Pantoprazol sollte ich noch mal eine Woche nehmen. Und wenn das dann auch nicht hilft, soll ich zur Magenspiegelung. Aber davor graut mir, auch wenn die letzte, im Januar, unspektakulär war.

Ich versteh nun nicht, warum die Beschwerden nicht besser geworden sind, trotz des Medikaments? Irgendwie macht mir das total Sorge, ich krieg immer schnell Schiss, wenn Dinge nicht einfach wieder verschwinden. Ich hatte vor 2,5 Wochen eine Unterleibs-OP mit Längsschnitt und bin vielleicht seelísch auch etwas "angefressen", so eine OP ist ja kein Spaziergang, aber in meinem Kopf geistert jetzt schon die Angst herum, dass ich irgendwas Bösartiges im Hals habe, da das ja drückt. Klar, ich war im Juni zum Hals-MRT (wegen einer Lymphknotengeschichte), aber trotzdem mache ich mir Sorgen, da sich das Kloß-/Fremdkörpergefühl im Hals eher manifestiert hat anstelle zu verschwinden und die Internistin auch meinte, sie wisse nicht, was das sein könnte. Ich habe wirklich Angst, dass das etwas Böses sein könnte :°(

Sqmta]rag{dauxge


Leider immer noch Druck in Hals/Brust/Rücken, teilweise sehr diffus. Essen und Trinken geht normal, aber danach habe ich regelmässig das Gefühl, dass mir das Essen im Hals steht und man möchte es runterschlucken, was aber nicht geht. Über Stunden verteilt habe ich das Bedürfnis aufzustoßen und wenn ich es tue, schwappt auch noch nach 4 oder mehr Stunden Essensteile hoch.

Momentan ist mir überhaupt nicht nach Essen zumute, ich habe absolut keinen Appetit.

Heute habe ich nochmal mit der Internistin telefoniert, die mir Tropfen aufschreibt und mich nun doch zur Magenspiegelung schickt.

S7ma/ragd<auxge


Heute war ich bei der Magenspiegelung. Die ich sogar heldenhaft ohne Narkose habe über mich ergehen lassen. Wenn ich nicht so Angst vor Narkosemittel hätte, würde ich nach dem heutigen Tag sagen: Nie wieder ohne! - Aber gut, es ist überstanden.

Der Arzt meinte beim Runtergehen, Speiseröhre sieht gut aus, beim Magen sagte er dann, es wäre gut, dass ich gekommen wäre, der Magen wäre entzündet. Im Gespräch danach erklärte er mir, dass sie Proben entnommen haben um herauszufinden, ob die Entzündung mit der Magensäure oder mit Bakterien (also dieser Heliobakter) zu tun habe. Außerdem könnte er sich vorstellen, dass dieses Druckgefühl im Hals damit zu tun habe, dass ich oben, kurz bevor es zum Kehlkopf mündet, ein Stück Magenschleimhaut in der Speiseröhre hätte, so groß wie eine Fingerkuppe, aber platt wie eine Briefmarke. So was würde schon mal vorkommen. Und dieses Stück Magenschleimhaut produziert auch Salzsäure, und die würde dann auf den Kehlkopf überschwappen oder überhaupt daduch bemerkbar werden. Er meinte von sich auch auch so was wie, dass eben nicht alles Psyche wäre. Fand ich interessant.

Nun muß ich warten, was die Histologie ergibt, und jetzt 3 Wochen lang 2x täglich das Pantoprazol 40mg nehmen, früh und abends. Ich hoffe mal sehr, dass ich nicht diesen Heliobakter habe sondern dass das Ganze nur stressbedingt ist, nach der Unterleibs-OP. Oder kann man sich im KH so ein Bakterium einfangen?

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