» »

Morgendliches Würgen

tQigerx-abc hat die Diskussion gestartet


Seit 6 Wochen nun muss ich an jedem Tag (bis auf ein paar Ausnahmen) würgen – ich erbreche dabei aber nichts. Oftmals bleibt das ganze auf 2-3 Anfälle mehrmaligen Würgens beschränkt, die innerhalb 1-2 Stunden auftreten, war aber auch schon mehr. Danach klingt es aber ab und spätestens Nachmittags und Abends bin ich rundum fit. Ich bin zur Zeit Student und muss mich deshalb zwar nicht krank schreiben lassen, belasten tut es mich aber enorm. Besonders da kein Ende in Sicht ist...

Sonstige Symptome die ich habe sind, dass ich in dieser Zeit oft Durchfall hatte und meine Nase morgens eigentlich immer mindestens halb verstopft ist.

Ich war deswegen schon bei diversen Ärzten.

Zur Übersichtlichkeit gehe ich mal chronologisch vor und schildere euch was alles womöglich wichtig sein könnte und was ich schon versucht hab. Ich hoffe hier sind noch Leute die mir zu irgendetwas raten können.

Vor etwa 7 Wochen hatte ich Mittags eine Grippeschutzimpfung und Abends einen Döner. Am nächstem Tag hatte ich so Bauchschmerzen, dass ich morgens total lahmgelegt war.

Vor etwa 6 Wochen hatte ich zum ersten mal das Würgen. Da ich zu der Zeit im Stress war, dachte ich, ich müsse es nur etwas lockerer angehen. Tat ich, aber es änderte sich nichts.

Vor etwa 5 Wochen war ich dann mal bei einem Hausarzt, schilderte dass ich in Betracht ziehe, dass es psychisch ist; das war dann auch seine Vermutung. Deshalb dachte ich, ich müsse es einfach aussitzen, bis der Stress (Prüfung) vorbei ist.

Vor etwa 3 Wochen war besagte Prüfung. Ist gut verlaufen. Ich relaxte den restlichen Tag und erwartete hoffnungsvoll, dass es mir am nächsten Tag gut ginge. Aber dem war nicht so. Noch einmal zu (einem anderen) Hausarzt, der meinte es wären Nachwirkungen vom Stress, verschrieb mit aber ein Medikament namens MCP, das ich abends nehmen solle. Das nahm ich dann etwa eine Woche, ohne dass sich etwas besserte.

Vor etwa 2 Wochen war ich erneut bei diesem Hausarzt. Er meinte ich solle zur Magenspiegelung. Mit viel Mühe konnte ich tatsächlich noch einen Termin vorletzte Woche ergattern. Ich wollte sie erst ohne Sedierung, jedoch fing ich bald nach dem nach Schlucken des Rachenanästhetikums an zu würgen und lies auf Drängen des Arztes die Sedierung durchführen.

Sein Fazit war leichte Pangastritis, die aber nicht behandlungsbedürftig wäre. Meine Reaktion auf das Rachenanästhetikums läge nahe, dass es ein HNO Problem ist.

Letzte Woche war ich dann beim HNO. Bis auf eine leicht schiefe und leicht geschwollene Nasenschleimhaut und leichtem Belag auf der Zunge fand er nichts. Seine Vermutung war ein Zenker Divertikel auf das ich mich prüfen lassen sollte. Da jedoch bei der Magenspiegelung auch die Speiseröhre durchsucht wurde und ohne Befund war, glaube ich nicht, dass es daran liegt.

Nun war ich ratlos. Freunde und Familie sagen immer es läge sicher irgendwie am Essen.

Um die Theorie zu prüfen habe ich Freitag nichts gegessen. Am Samstag hatte ich keine Würganfälle (wenngleich mir nicht ganz gut war). Samstag wieder etwas gegessen, aber Abends nur Suppe. Sonntag hatte ich wieder keinen Würganfall und wurde optimistisch und aß etwa dasselbe wie Samstag. Jedoch war Montag, also gestern, wieder alles beim normalen Würgen. Deshalb habe ich gestern wieder nichts gegessen. Heute morgen (Dienstag) habe ich seit dem Aufstehen Bauchschmerzen. Das Würgen war aber heute trotzdem wieder... was bedeutet dass sogar nichts esse nicht hilft.

Jetzt bin ich total ratlos und weiß nicht mehr was ich noch tun kann... ich bin noch jung und wünsche mir nur wieder ein normales Leben führen zu können. Was kann ich noch probieren? Vielen Dank euch allen....

Antworten
F'reePjhil


Hi, das mit dem Würgen hatte ich als Kind auch mal. Hatte das besonders Schlimm morgens beim Zähneputzen, weil ich immer Angst hatte die Zahnpasta runterzuschlucken. Wenn ich jedoch einfach geschluckt habe ging der Würgereflex einfach weg und ich beruhigte mich. Bei der Musterung gut 10 Jahre späte fand man dann heraus, dass ich mal ein kleines Magengeschwür hatte.

mQaum!a


Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, wie sieht Dein Umgang mit Alkohol aus?

Trinkst Du regelmäßig?.

Es gibt das sogenannte Trockenkotzen bei Alkoholikern, bei manchen beginnt dieses relattiv früh. Das sind sozusagen die ersten Anzeichen von Entzugserscheinungen, die Morgens dann nach einer alkoholfreien Nacht auftreten.

Wird gerne z.B durch Zähneputzen ausgelößt.

Auch Durchfall kann es durch regelmäßigen Alkohokonsum geben, da müssen die Mwngen nicht mal groß sein

tTigeir-axbc


Hallo, ich danke euch vielmals für eure Beteiligung, denn bisher hat sich, trotz Schonkost, noch nichts gebessert. Bevor ich meine Chronologie auf den neusten Stand bringe, erst einmal zu euren Vorschlägen.

Phil: Deinen Tipp werde ich mal versuchen. Da es teils plötzlich kommt, weiß ich nicht, ob es funktionieren wird, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Zur Zeit kann ich nämlich nicht mal in der Öffentlichkeit zuverlässig das Würgen unterdrücken, weshalb ich so gut es geht vermeide zu frühen Uhrzeiten das Haus zu verlassen...

mauma: Deine Frage ist natürlich berechtigt. Ich wundere mich eher, warum kein Arzt das bisher fragte ;-) Aber darin kann das Problem auch nicht liegen: Ich trinke allerhöchstens zu besonderen Anlässen, geschätzte 2-3 mal im Jahr. Und so selten trinke ich seit >4 Jahren. Zur Zeit meines Abis war es etwas häufiger, lag aber auch damals bzgl. des Alkoholkonsums definitiv unter dem Durchschnitt, war also nie süchtig.

Auch rauche ich nicht, nehme keine Drogen etc. Die einzige ungesunde Verhaltensweise, die ich habe, ist, dass ich nur selten Sport treibe und meine Ernährung war davor nur als durchschnittlich zu bezeichnen. Übergewicht kann aber kein Problem sein: Ich habe mich gerade bei 62kg gemessen (180cm groß). Ich hoffe, dass mein derzeitiges Gewicht auch daran liegt, dass ich vorgestern nichts gegessen habe, ansonsten hätte ich innerhalb der letzten zwei Monaten 6kg Gewicht verloren...

Nun noch die Updates: ich hatte mir am Freitag Blut abnehmen lassen (vergessen zu erwähnen). Gestern angerufen und anscheinend sind alle Werte in Normbereich. Bestimmt wurden großes Blutbild und Differentialblutbild, sowie Leber- und Nierenwerte. So richtig freuen konnte ich mich darüber aber nicht, da es mir weiterhin keinen Anhaltspunkt zur Ursache gab...

Heute hab ich dann das Ergebnis der Gewebeprobe bekommen. Da ich es nicht völlig deuten kann, wird wohl das Beste sein, den Hausarzt zu konsultieren. Falls es aber hier doch von Interesse sein sollte, hier bitte:

1. Antrumschleimhaut mit herdförmiger intestinaler Metaplasie (Typ1), foveolärer Hyperplasie und Regenerationsphänomenen, so dass das histologische Bild an eine abgeheilte und reepithelialisierte Erosion denken lässt. Darüber hinaus geringgradige reaktive Antrumgastritis (chemisch-toxisch oder refluxbedingt?). Keine Helicobacterbesiedlung.

2. Mittelbreit bis breit erfasste intakte Corpusschleimhaut mit geringgradiger chronischer Gastritis. Keine Helicobacterbesiedlung. Kein Anhalt für Malignität.

Ob das nun doch irgendwie einen Hinweis zur Ursache gibt? Der Arzt, der die Gastroskopie durchgeführt hatte, meinte ja, es denke es läge nicht am Magen...

Über Ideen, Hinweise, etc freu ich mich weiterhin.

t)ixgZer-xabc


Hallo Leute,

wollte nur mal den Stand der Dinge berichten. FreePhil: Dein Tipp hat leider nichts gebracht. Ich kann das Würgen nicht unterbinden...

Gestern Termin beim Hausarzt gehabt, zufällig war dann auch vorgestern das Ergebnis des Labors beim HNO da. Das einzige, dass im Mund/Rachenraum gefunden wurde waren staphylococcus aureus (in hoher Anzahl). War dann mit allem beim Hausarzt. Er meinte was bisher gefunden wurde kann die Beschwerden nicht auslösen. Er kann sich nur noch eine neurologische Ursache vorstellen. Irgendwie glaub ich nicht daran, dass zum Neurologen gehen hilft... :-(

Der HNO hat mir zwar noch Antibiotika verschrieben, aber es klang nicht so, als ob er denken würde es helfe. Der Hausarzt meinte, da ich keine Angina hätte, wäre der staphylococcus ein unbedeutender Zufallsfund.

Dass der Hausarzt sagte, dass manche Leute seltsamen Schluckauf ohne erkennbare Ursache haben, den sie auch nie loswerden, hat mich nicht wirklich getröstet.

U`tziWGutzxi


Rauchst du?

phaStcxh


Hey, ich habe dieses morgendliche Würgen seit etwa einem Jahr.

Bei mir wurde vor kurzem aber eine Helicobacterbesiedlung festgestellt. In so geringer Menge, sodass wir keine Triple-Therapie machen. Ob das Würgen daher kommt- keine Ahnung. Nun ist es bei dir anscheinend ausgeschlossen.

Ich nehme aber MCP morgens, mittags und abends und noch Magensäureblocker. Seitdem ist es weg.

Auch kommt wenn ich zuviel Stress habe oder ich aufgeregt bin. Also bestimmt auch psychisch bedingt- denke ich bei mir.

Kommt das bei dir hin?

F;lamexchen


Auch rauche ich nicht, nehme keine Drogen etc

;-) wer lesen kann, ist klar im Vorteil. :)_

UxtziFG"utzi


Okay, ich: Blindfisch! ;-D

Ich glaube dann auch, dass es mit dem Verdauungssystem zusammenhängen dürfte ...

S2unfl+ower._73


Ich hatte das Ende letzten/Anfang diesen Jahres. Mir war nicht mal übel, aber schlagartig kam morgens das Würgen. Meist unter der Dusche.

Auslöser war eindeutig Stress. Das war selbst für mich eine absolut neue Steigerung (ich dachte, ich kenne meine Stress-Wehwehchen). Nachdem ich dann aber eine sehr wichtige Prüfung hinter mir hatte, verschwand das Würgen von einem Tag auf den anderen.

D_e\lYfin9x3


Ich hab ein ähnliches Problem. Das Würgen tritt nicht jeden Morgen auf, das ist unberechenbar. Ein sehr guter Arzt fand dann die Ursache: Mein Magen ist gemessen an meiner Körpergröße zu klein, arbeitet zu langsam und nicht dehnbar genug. Wenn ich abends zu viel und zu schnell esse, entsteht am nächsten Morgen dieses Würgen. Ganz besonders schlimm ist es, wenn ich tagsüber zu wenig esse und abends dann richtig reinhaue und schlinge. Und auch gar nichts essen ist auf Dauer extrem kontraproduktiv, man kann sich nämlich auch vor Hunger übergeben bzw. Würgen, weil der Magen so leer ist.

Seitdem ich nun weiß, dass mein Magen zu klein ist und zu langsam arbeitet, nehme ich abends, wenn ich mehr als sonst esse oder aus Versehen doch geschlungen habe, eine MCP-Tablette direkt nach dem Essen und seitdem ist das Würgen nicht mehr aufgetreten :)^ . Das war im September, ich hoffe, das bleibt so...

S~un!flowerQ_7x3


Apropos MCP: Bei mir trat das Würgen größtenteils sogar mit MCP auf... Aber einen Versuch ist es wert.

t*iger0-axbc


Vielen Dank für all die vielen Beiträge!

Ja patch und sunflower, eure Geschichten sind meiner nicht ganz unähnlich. Bei mir hat es auch angefangen als ich gestresst war (Prüfungsvorbereitung), hat aber danach leider nicht gebessert. Mittlerweile ist mein Stress-Level wieder angestiegen...vielleicht hatte ich nicht lange genug Auszeit. Ab Weihnachten werde ich es mit viel Ruhe und Entspannung probieren und aufs Beste hoffen.

Dass es dann alles weg geht ist die Hoffnung, an die ich mich jetzt klammern werde.

Das ganze macht mich schon sehr fertig, aber ich hoffe, dass dieser Funken Hoffnung mir die Energie gibt, durchzuhalten...

PS: MCP wurde mir auch verschrieben (sollte ich vor dem zu Bett gehen nehmen) hat mir jedoch keine Erleichterung gebracht... Säureblocker könnte ich mal noch probieren.

SIu{nflWowxer_73


Wenn Du schon MCP hast: Nimm es doch mal morgens und warte dann eine halbe Stunde mit dem Aufstehen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH