» »

Slow transit obstipation: OP ja oder nein?

MBonJs.txi


Gerade als junger Patient kann man sich aber doch eine weitgehende Normalisierung der Darmsituation erhoffen

Das ist auf jeden Fall richtig. :)^ Ich war bei meiner OP leider schon etwas alt, nämlich bereits mitten in den Wechseljahren.

Das ist vergleichbar mit den Pouch-OPs, die Ileostomaträgern angeboten werden. Gerade junge, aufstrebende Chirurgen lieben es, solche Eingriffe in ihren Repertoire vorweisen zu können. Als junge Frau unter 30 hätte ich einer solchen OP selbst angesichts meiner Vorgeschichte vermutlich zugestimmt (auch aus heutiger Sicht), nicht aber mit über 50 und jenseits der Wechseljahre. Mein Dünndarm hat sich bis heute nicht auf die veränderte Situation eingestellt und liefert i.d.R. wasserdünne Soße, die ich mit einem Pouch kaum halten könnte. Ich bin froh, dass sie bei mir im Sackerl landet.

Was ich damit sagen will: Jede weitreichende OP ist eine höchst individuelle Angelegenheit, die gut überlegt sein will. Dabei spielen Voroperationen, Alter und eventuelle Begleiterkrankungen die wichtigsten Rollen.

E{sineWd8x8


@ quickfish Danke für deine ausführliche erklärung. I-wie bin ich nur manchmal so verunsichert und habe einfach Angst die falsche Entscheidung zutreffen und dann fährt mein Kopf karussell.

@ Monsti Wie kam es bei dir,

das du dich erst so "spät" hast operieren lassen, wenn ich fragen darf?

M(onbsti


Es lag vor allem daran, dass ich von den Ärzten nie ernst genommen worden war und ihre Tipps (ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken und viel Sport) für mich Banane waren. Ich trank immer viel und trieb auch sehr viel Sport, aber ballaststoffreiche Ernährung machte alles nur noch schlimmer. Hinzu kam, dass ich noch andere herbe Baustellen hatte (chronische Nebenhöhlenvereiterung, entzündliches Rheuma und gynäkologische Probleme).

Eqsinexd88


Ohja, die super ballaststoffreiche Ernährung, das kenne ich auch sehr gut das dies alles noch verschlimmert.

qhuimckftish


Ich auch!!!

qpuyic_kgf=ixsh


Gerade junge, aufstrebende Chirurgen lieben es, solche Eingriffe in ihren Repertoire vorweisen zu können.

Genau: Für einen Chirurgen ist es eine persönliche Niederlage, einen Patienten (am besten auch noch einen jungen *oh Gott*) mit einem Stoma ins Leben zu entlassen. Dass mancher geplagte CU-Patient lieber ein künstlichen Ausgang behält, als sich mit Pouchitis usw. herumzuschlagen,

zählt nicht.

Bei den Internisten ist es auch im Schnitt nicht besser.

Wo ist sie geblieben, die Menschlichkeit in der Medizin... Mit der Lupe findet man sie manchmal noch.

M'ons-ti


Genauso ist es.

Nachdem mir mein Chirurg (ein hochkarätiger Spezialist) in einer Not-OP den künstlichen Darmausgang gelegt hatte (legen musste), sprach er eine Woche lang kein Wort mehr mit mir. Irgendwann äußerte er, so etwas sei ihm noch nie passiert, die Komplikation müsse mit meiner Cortison-Dauereinnahme zusammenhängen. Na prima - der Patient wird schuldig gesprochen ... :(v

Die menschlichen Ärzte findet man bei uns vor allem bei den traditionellen Hausärzten (Landärzte), die sogar mitten in der Nacht zu Hausbesuchen fahren, wenn es wirklich brennt. Leider sterben diese Ärzte langsam aus ... :-(

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH