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Gastritis und Schilddrüse, wo ist da der Zusammenhang?

s)hayron_p hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Ich kämpfe seit über 2 Jahren gegen eine Chron. C-Gastritis, unglaubliche Abgeschlagenheit, Müdigkeit, ein andauerndes Krankheitsgefühl und einen "benebelten" Kopf sowie Konzentrationsstörungen und ein oft auftretendes Kältegefühl sowie seit Monaten ausbleibende Regelblutungen.

Das Blutbild bei meinem Hausarzt vor gut einem halben Jahr ergab nichts Brauchbares.

Jetzt wurden bei einem Bluttest bei meiner neuen Hausärztin doch Verdachtswerte auf eine SD-Unterfunktion gefunden und meine Ärztin überwies mich zur Sono.

Ist es möglich dass die Gastritis mit der SD zusammenhängt? Eine Autoimmungastritis, sprich Chron. A Gastritis ist es nicht, das wurde gecheckt. Lt. Histologie der Magenspiegelung heißt es " Chron.Typ C-Gastritis wie bei Gallereflux". Kann ein Gallereflux mit der SD zusammenhängen?

Wäre lieb wenn Euch hier etwas dazu einfällt! :)z

Antworten
mEuckelUmausxi63


@ sharon_p

Deine Frage ist berechtigt, denn auch bei mir ist seit 2009 eine SD-Unterfunktion bekannt und wird mit L-Thyroxin75 behandelt. Im Sommer 2012 kam dann eine chronische Gastritis Typ C, bedingt durch Gallereflux, samt Speiseröhrenentzündung dazu. Seit dem nehme ich Pantoprazol 40mg, manchmal sogar 2 mal 40 mg täglich ein. Eine Verbesserung meiner Beschwerden gab es trotz des Medis nicht. Hab immer einen sauren Magen und ständig Schmerzen in der Speiseröhre. Bin sehr genervt dadurch und es verleidet einem das ganze Leben. Mein Gastrodoc erklärte mir damals, das die meisten der SD-Unterfunktionpatienten an Gastritis erkranken. Nur das mit dem Gallereflux konnte er dem nicht zuordnen. Ich frage mich auch schon länger ob es da ebenfalls nen Zusammenhang gibt. Neuerdings habe ich stärkere Schmerzen auf der rechten Seite unterhalb des Rippenbogens. Das zieht sich bis in den Rücken und man vermutet das ich nun auch noch Gallensteine habe. Am 6.1. hab ich Termin zur Sono der Galle. Hoffe es gibt hier jemanden, der uns die Frage zu dem Gallereflux beantworten kann.

S'kar"ab^aeuts94


Ist eine Unterfunktion der Schilddrüse nicht immer auch begleitet von Depressionen und Schwermütigkeit?

Psychosomatisch sind doch Depressionen immer von Magenproblemen begleitet. Vielleicht liegt dort der Zusammenhang.

Z'wackx44


Ist eine Unterfunktion der Schilddrüse nicht immer auch begleitet von Depressionen und Schwermütigkeit?

Nein.

SVkaJraba<eus9x4


Doch... klar. :-/

s{haro]n_p


@ Skarabeus94:

ich denke das ist auch "Typ" abhängig, aber spätestens wenn man sich Monate lang nur so durchs Leben schleppt kommen automatisch Depressionen dazu.

Depressionen gehen ja auch immer mit einem veränderten Serotonin Haushalt einher. Ich denke in der Chemie liegt die "Verbindung" aber wie genau das mit den Nerven läuft - keine Ahnung.

Der Anstoß war aber nicht schlecht, DANKE!

@ Muckelmausi63:

na da bin ja irgendwie sogar erleichtert, dass es noch Jemanden gibt dem es so geht *:)

Schön ist natürlich was Anderes!

Interessant ist aber dass die Gastritis bei dir erst 3 Jahre nach der Einstellung mit L-Thyroxin aufgetaucht ist. hmmm... %-| Hast du jemals eine höhere Dosis genommen? WEnn ja war es da anders? Was waren deine SD-Symptome?

Also wenn du wirklich Gallensteine hättest wäre das schon eine Erklärung für den Gallereflux.

Die Speiseröhrenentzündung hatte ich auch - wie von Zauberhand ist die aber verschwunden.

Was ich dir nur dringend anraten kann ist mit diesen mistigen PPIs aufzuhören. Wenn sie so hoch dosiert, nach so langem Zeitraum nichts bringen dann sind sie das falsche Mittel der Wahl. Aber VORSICHT: bitte langsam ausschleichen, falls du dich entscheidest abzusetzen.

Ich habe die Dinger über 1 1/2 Jahre genommen und stand am Ende mit dem gleichen Problem wie am Anfang da.

Dass die meisten SD-Unterfunktionspatienten an Gastritis erkranken habe ich auch schon gelesen, allerdings sind es immer Patienten die Hashimoto haben, was ja eine Autoimmunerkrankung ist und deshalb haben diese Patienten auch eine TYP A Gastritis sprich eine Autoimmungastritis, hier wird dann eben der Intrinsic Factor bestimmt.

Die Schmerzen die du beschreibst die bis in den Rücken ziehen, habe ich auch! Schrecklich! MEine Neurologin hat mir erklärt es gibt einen direkten Nervenstrang der vom Magen in den Rücken reicht und deshalb tut das so weh. Es müssen bei dir also gar keine Gallensteine sein.

Sfilb7emrm@onMdauge


Ich habe auch Hashimoto und eine – diagnostizierte – chronische Gastritis (keine Autoimmungastritis). Und die ist NICHT psychosomatisch ! Ich hab mich auch schon gefragt, ob zwischen den beiden Sachen ein Zusammenhang besteht.

(und bei einer Depression hat man auch nicht grundsätzlich Magenschmerzen)

sBharyon_jp


Danke Silbermondauge! Das ist interessant! Ich bin auch der Meinung dass meine Gastritis NICHT psychosomatisch ist, weiß allerdings inzwischen auch nicht mehr so richtig was ich nun denken soll.

Darf ich fragen ob bei dir Beides parallel aufgetreten ist, oder Zeit versetzt?

Sykara^baeusx94


Ich finde aber z. B. dass das sehr, sehr komplex ist. "Psychosomatisch" klingt natürlich irgendwie leicht fies und man könnte glauben, man möchte dadurch den Leidensdruck irgendwie unbedeutend reden.

Aber Schilddrüsenprobleme sind ja auch was schlimmes, das die Lebensqualität einschränkt unter Umständen. Die als unfair empfundene Gewichtszunahme, die Hormone, die Angst vor den Folgen, einer Verschlechterung, das ist ja alles sehr ungewiss, eine mögliche OP in späteren Jahren nichts, an das man gerne denken möchte. Hashimoto z. B. ist ne Diagnose die man sich nicht unbedingt wünscht. Jeder will ja einfach nur gesund sein.

Ich glaube, dass sowas durchaus die Magengesundheit nachhaltig beeinflussen kann ohne dass man von "psychosomatisch" sprechen muss. Man fühlt sich einfach anhaltend traurig und unfair behandelt vom Leben, weil man ein Leiden hat, das man bis zum Ende des Lebens wohl nicht los wird...

Aber vielleicht spinne ich mit dieser These auch nur ein bisschen. |-o :-/

cJhi


ich denke, die letzte Vermutung stimmt und nein, natürlich hat man in einer unterfunktion nicht immer Depressionen.

Ich bekomme immer dann eine Gastritis, wenn meine lt-dosis nicht mehr passt. dank hashi war/ist das häufiger der Fall. sobald ich für ein, zwei Wochen erhöht hab, verschwinden auch die Magen Probleme wieder.

S;ilblermokndaugxe


Darf ich fragen ob bei dir Beides parallel aufgetreten ist, oder Zeit versetzt?

Ich weiß es selber nicht. Diagnostiziert wurde jedenfalls erst Hashimoto. Und meine Probleme durch die Gastritis sind nicht so sehr Magenschmerzen, mehr nächtlicher Reflux und daraus folgend morgens Heiserkeit sowie gelegentliches Sodbrennen und saures Aufstoßen.

PPI nehme ich dann wenn sich die morgendliche Heiserkeit wieder meldet, mit leicht erhöhtem Kopfkissen schlafen, wenig Kaffee und keine kohlensäurehaltigen Getränke trinken hilft auch ungemein.

Und das hier

unglaubliche Abgeschlagenheit, Müdigkeit, ein andauerndes Krankheitsgefühl und einen "benebelten" Kopf sowie Konzentrationsstörungen und ein oft auftretendes Kältegefühl sowie seit Monaten ausbleibende Regelblutungen.

"schreit" ja regelrecht "Schilddrüse!"

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