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Unerklärbares Ziehen in rechtem Unterbauch und Leiste

S*teuMxuc hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Ich bin neu hier im Forum und möchte mal Feedback haben, denn vielleicht hat ja schon mal jemand etwas ähnliches gehabt.

Ich selbst war immer der Meinung, dass es der Blinddarm ist (vielleicht chronisch o. ä.) doch jeder meint er sei es nicht.

Ich bin männlich und 33 Jahre alt.

Es begann im September 2013 da war mir innerhalb der Woche immer mal kurzzeitig etwas übel und an einem Tag ist es schlimmer geworden, so dass ich von der Arbeit nach Hause gefahren bin und an dem Tag auch eine Art Grippegefühlt hatte (Unwohlsein, Übelkeit, gefroren).

Am nächsten Tag war dann auch alles so gut wie weg. Das Ganze war am Dienstag.

An dem Wochenende darauf habe ich dann ein dauerhaft spürbares Ziehen (kein Schmerz) im rechten Unterbauch gehabt und immer mal wieder leichte Übelkeit.

Darauf war mein erster von unzähligen Arztbesuchen - Verdacht auf Magen-/Darminfektion bzw. Gastroenteritis.

Ich habe dann MCP Tropfen verschrieben bekommen, doch es wurde nicht besser. Bin dann wieder zum Arzt, weil mein Bauch komisch aufgebläht/angespannt war.

Mein Arzt hatte Verdacht, dass etwas am Blinddarm ist. Also ab ins Krankenhaus. Dort wurde Blut abgenommen, Ultraschall und die üblichen Drucktests gemacht. Alles war in Ordnung, nur bei dem Bluttest war der Leukozyten-Wert erhöht (glaube ca. 11.000). Sie wollten aber noch nichts machen und meinten ich soll den Tag drauf noch mal vorbeischauen damit die Blutwerte erneut gecheckt werden und siehe da, alles wieder im Norm-Bereich. Das Ziehen wurde allerdings nicht wirklich besser (wichtig dazu zu sagen, es war kein Schmerz oder typisch wie bei einer Entzündung, dass es nicht auszuhalten war, nur ein Ziehen).

Naja das Ganze hatte über die ganzen Monate angehalten, dazwischen kam dann noch dass meine Lymphknoten in der Leiste geschwollen waren und ich auch immer ein Ziehen in der Leiste hatte und es auch mal ins rechte Bein ausstrahlte und sich wie eine Art Muskelkater anfühlte.

Hier nun mal die Kurzfassung was in den Monaten geschah und welche Touren ich hinter mir hatte:

Krankenhäuser und Ärzte

Hausarzt (sehr oft)

Krankenhaus Nr. 1 > Gastroenteritis

Krankenhaus Nr. 2 > abklingende Gastroenteritis

Chirurg > Diagnose der geschwollenen Lymphknoten, Check der Leiste (ok), Verdacht auf Nebenhodenentzündung

Gastroenterologe > Darmspiegelung (alles gut!)

Urologe > keine Nebenhodenentzündung

Radiologie > CT des Becken/Abdomen (alles gut!)

Orthopäde > aufgrund Schwäche in Armen und Ziehen im Oberarm sollte man MS ausschließen

Krankenhaus Nr. 3 > alles gut, eher was muskuläres

Osteopath > spürt Verklebung am Blinddarm

Neurologe > Nerven getestet (alles gut! kein MS!)

Gastroeneterologie > Magenspiegelung (alles gut!)

Osteopath > spürt eine Spannung am Zwölffingerdarm, behandelt

Diagnosen und Vermutungen

Gastroenteritis

geschwollene Lymphknoten in rechter Leiste

Blinddarmentzündung

Leistenbruch

Nebenhodenentzündung

Multiple Sklerose

Ärztliche Untersuchungen

Blutabnahmen (4 Mal)

Ultraschall (6 Mal, davon 2x Leiste und 1x Hoden)

Drucktests beim Blinddarm (bei jedem Arzt mal)

Darmspiegelung

CT Becken/Abdomen

MRT Kopf mit Kontrastmittel

Magenspiegelung

Alle Krankenhäuser waren sich sicher, dass es nicht der Blinddarm ist. Bei dem letzten KH-Besuch war ich in der Viszeralmedizin und die Ärztin meinte, dass sie sich zu 90,9 % sicher ist, dass es nicht der Blinddarm ist sondern etwas muskuläres.

Im Oktober waren die Lymphknoten in der Leiste geschwollen und reagierten für ca. 3 bis 4 Wochen.

Ich war dann beim Osteopathen welcher meinte, dass er eine "Verklebung" im Bereich des Blinddarms spürt und diese lockern/lösen wird.

Die ersten Tage danach war das Ziehen wieder schlimmer doch danach ist m. E. eine Besserung eingetreten.

Vor ca. einer Woche hatte ich 1,5 Wochen an denen nichts, aber auch garnichts gewesen ist und alles gut war.

Seit ein paar Tagen ist das Ziehen in der Leiste wieder da (ganz besonders beim Autofahren) und zwischendrin kommt mal wieder eine kurze Meldung aus dem rechten Unterbauch (allerdings viel, viel besser als in den ersten Monaten und wirklich nur sporadisch mal).

Da es nun - auf den Tag genau - 5 Monate her ist und es immernoch nicht aus der Welt ist und bis heute keiner rausgefunden hat was es ist, bin ich noch sehr verunsichert, ob es nicht doch der Blinddarm ist. Denn - dank Google ;-) - liest man öfter mal, dass Menschen eine chronische BD-Entzündung hatten und bis zur Bauchspiegelung nichts zu sehen war und keinerlei Symptome da waren. Was halt nur dagegen spricht ist, dass ich ja keinen Schmerz in diesem Sinne habe, sondern eben nur das Ziehen/spannen/pochen (wie auch immer man das bezeichnen/empfinden mag).

In den ersten Monaten hatte ich es auch immer mal, dass der Bauch sich total aufgebläht angefühlt hatte.

Wie gesagt, alle Anzeichen sind viel besser geworden und teils auch weg. Bis auf die Leiste welche immer wieder zieht/spannt und das hochziehen in den rechten Unterbauch.

Habe jetzt seit 2 Tagen eine Erkältung und da ist das Ziehen im re. Unterbauch wieder voll da und dauerhaft.

Klar, Ferndiagnosen kann keiner machen. Doch man sieht dass ich an Ärzten ja schon alles durch habe, doch vielleicht gibt es hier jemanden der sowas vielleicht hat/hatte und es aus einer ganz anderen Richtung kommt!?

Danke schon mal! ;-)

LG

Antworten
JlonnylRico


Also ich kann dir jetzt nur mal aus meiner Sicht das Schilder. Ich hatte auch ein ewig langen Arztgang hinter mir bis man mal den Leistenbruch diagnostiziert hat. 4x Ultraschall und keiner hat was gesehen, 5 o. 6 Ärzte haben mich da unten abgedrückt und nichts erfühlt auch beim husten nicht.

Bis ich zu einen recht guten Chirurgen ging und er einen Leistbruch mehr mittig ertastete.

Ich hatte immer rechts ein Ziehen und stechen. Besonders nach dem Sex. Da der Dünndarm wohl irgendwie auf die Samenstränge drücke und somit schmerzen verursachte.

Ich hätte weder eine Beule noch sonst gänige Anzeichen eines Leistenbruchs. Man konnte nur knapp neber meinem Penis den Dünndarm fühlen wenn er durch brach.

A3horn\blatt


Bei mir hat man 4 Jahre lang übersehen, dass ich einen Leistenbruch hatte. Der war schließlich faustgroß. Ich bin damals durch die ganze Republik, bis ein Arzt in Köln die Diagnose stellte und sich an den Kopf fasste, ob alle Ärzte, wo ich bis dato war, blind gewesen seien.

Ausschlaggebend war, dass im Stehen der Ultraschall erfolgte. Im Liegen schob sich das wohl immer zurecht.

R8ichwelixeu


Schauen Sie sich doch mal meine Suche nach Coecum-mobile-Syndrom an. Dazu gehören auch die Schwellung von Lymphknoten, Blutbild ist normalerweise immer unauffällig. Das Thema hieß früher auch chronische Appendizitis, wobei in der sanftesten Ausprägung man nicht immer merkt, dass die Beschwerden vom Darm ausgehen. Leider kennen Ärzte dieses Thema nicht mehr und in 100 Jahre alter Literatur findet sich folgendes:

"Die Kranken verfallen allmählich und werden depressiv, da sie ihre Diagnose nicht finden und ungerechterweise der Übertreibung oder Simulation verdächtigt werden."

"Günstigenfalls laufen die Kranken von einem Arzt zum anderen, kommen allmählich psychisch arg herunter und werden unter der Rubrik "Neurasthenie" oder "Hysterie" geführt."

Achten Sie doch mal darauf, wann genau die Beschwerden auftreten. Chronisch oder stundenweise? Eine Lymphadenopathie gehört auf jeden Fall dazu.

R$ichpelWixeu


PS: Viel Spaß dann noch beim Arzt, bei mir waren es vor 10 Jahren satte 86 Arztbesuche, meine Symptome durfte ich gar nicht sagen, weil man mir permanent über den Mund gefahren ist. Die kennen das nämlich nicht, obgleich früher großes Thema. Die erste Darmspiegelung war natürlich unauffällig, die zweite dann hatte ein Chirurg gemacht, nachdem ich mit einem Foto rumgelaufen bin und der Chirurg dann gesehen hat, dass im rechten unteren Quadranten etwas nicht stimmt. Die CT's wurden fehldiagnostiziert und auch die Kernspint. Raus kam erst alles, als ich mir eine Laparoskopie habe auf Video aufnehmen lassen.

Bei mir liegt die rechte Darmseite im kleinen Becken, also unter der Leiste, was eine anatomische Devianz ist. Zudem habe ich noch einen anderen Darmabschnitt im rechten unteren Quadranten, entsprechend habe ich u. a. auch Beschwerden im rechten Bein etc. und das ganze geht dann auch auf den Magen (vorallendingen aber die Ärzte)

Sammle alle Deine Befunde ein, einschließlich CT, und lasse die CT nochmal genau anschauen. Irgendwas hast Du doch wenn die Lymphknoten geschwollen sind.

NICHT AUFGEBEN ! Traue keinem Ärztebefund ! Und kümmere Dich selbst um Deine Gesundheit. NICHT AUFGEBEN !

SNteM+uc


Erstmal allen vielen Dank für Eure Antworten. Jede ist immer hilfreich, gerade in dieser Situation!

@ JonnyRico:

Die Leiste schließe ich ganz ehrlich auch noch nicht komplett aus, denn beim Autofahren kommt ja immer das Ziehen und der Druck in der Leiste. Zudem habe ich die letzten Jahre schon öfter mal gehabt, dass die Leiste irgendwie etwas geschmerzt hat und das dann beim Auftreten unangenehm war. Doch sehr selten und dann auch nicht lange. Wie waren denn bei Dir die Schmerzen? Auch nach oben in den Unterbauch, also dort auch so ein Ziehen dass Du manchmal dachtest es wäre lokal an dieser Stelle?

@ Ahornblatt:

Das klingt sehr interessant, vor allem weil auch bei Dir nie jemand etwas gefunden hat. Wie hat es sich bei Dir denn bemerkbar gemacht, bzw. wie waren die Schmerzen und der Rhythmus? Wurde das Ganze dann operiert?

@ Richelieu:

Ist das dann im Endeffekt eine Art chronische Blinddarmentzündung oder habe ich das falsch verstanden?

Die Lymphknoten waren ca 3 bis 4 Wochen geschwollen (von Oktober bis November). Danach war da allerdings nichts weiter mehr.

Es ist ein sehr schwieriges Thema, vor allem weil ich schon alles an Ärzten durch habe. An erster Stelle muss ich immer an den Blinddarm denken. Vor allem weil ich dieses Jahr drei Mal im Ausland sein werde und da habe ich absolut keine Lust, dass da dann was akut wird und irgendwas mit dem Blinddarm ist.

RNichueliexu


Eine chronische Appendizitis ist keine Blinddarmentzündung. Vielmehr versteht man darunter das Coecum-mobile-Syndrom (das aber heute kein Arzt mehr kennt) und das führt zu einem Entzündungsgefühl, das fälschlicherweise als Appendizities diagnostiert wird (die Appendix hängt am Zökum). In der sanftesten Ausprägung merkst Du gar nicht, dass sich da was bewegt, da unten rechts ist halt was. Von Stechen, Ziehen, irgendwas komisches etc.

Wenn ein Osteopath eine Verklebung am Zökum spürt (Verklebung = Adhäsion), dann hast Du doch schon was. Vielleicht hattest Du ja eine Blinddarmentzündung, die abgeheilt ist aber Adhäsionen verursacht hat. Dein Zökum könnte also beispielsweise durch Adhäsionen unnatürlich fixiert worden sein und dann stört es Dich auch bei bestimmten Bewegungen (hatte ich auch nach einer Blinddarm-OP). Von Ziehen, Stechen etc. Gleiches dann auch bei Essen: Der Dünndarminhalt entleert sich flüssig in das Zökum. Wenn das gestört wird z. B. durch Adhäsionen, dann meldet sich das Zökum wenn es befüllt wird (bei mir ist es zumindest so).

NICHT AUFGEBEN ! Wenn Ahornblatt schon sagt, bei ihm wurde ein Leistenbruch übersehen, dann lasse das nochmal abklären. NICHT AUFGEBEN !

Was Du dann noch machen kannst (wenn Dir nichts mehr einfällt und Du nicht mehr kannst): Laparoskopie. Sofern Zökum verklebt ist werden die Adhäsionen entfernt und auch gleichzeitig die Appendix. Lasse Dir aber die Laparoskopie auf Video aufnehmen.

Nicht aufgeben! Traue keinem Ärztebefund! Und gehe auch NIE zu einem niedergelassenen Chirurgen

RvichelNiexu


PS: Ist es nicht ein wenig leichtfertig von einem Arzt, die Appendix bei derartigen Beschwerden und scheinbar Ausschluß anderer Beschwerden - mit monatelang geschwollenen Lymphknoten (!!!)- nicht herauszunehmen? Wenn der Osteopath auch noch Adhäsionen am Zökum ertastet haben will ?

Gehe zu Deinem Hausarzt und frage ihn, ob es möglich ist, dass Du eine Blinddarmentzündung hattest, die Adhäsionen zur Folge hatte, die jetzt bewegungsabhängig bei Dir jetzt zu Beschwerden führen. Und wenn das so wäre, dann ist es nur eine Frage, bis Du die nächste Blinddarmentzündung bekommst...

Amhoarnblxatt


@ Ahornblatt:

Das klingt sehr interessant, vor allem weil auch bei Dir nie jemand etwas gefunden hat. Wie hat es sich bei Dir denn bemerkbar gemacht, bzw. wie waren die Schmerzen und der Rhythmus? Wurde das Ganze dann operiert?

Es begann damit, dass ich Schmerzen in der Leiste beim Joggen bekam. Dann zwischen Leiste und Schambein, dann später bis in den Oberschenkel. Ich bin ja mehrere Jahre damit behaftet gewesen. Ein typisches Vorwölben hatte ich nicht, wenn ich husten sollte. Vielleicht ist das so, wenn ein Leistenbruch noch klein ist. Wenn aber der Leistenbruch wie bei mir schon faustgroß war, hustet man auch keine Beule raus...

Ich hatte zum Schluß dauernd schmerzen, die auch das Gefühl machten, ich klemme mir da was ab. Aber darauf hat nie jemand gehört. "So etwas gäbe es nicht" mußte ich mir anhören und ein Arzt meinte sogar, ich hätte das Münchhausensyndrom, wolle unbedingt operiert werden. Das mit dem Operieren stimmte schon, ich versprach mir vom Öffnen des Bauches etwas. Als ich ann operiert wurde, bestätigte sich ja auch, dass etwas falsch war. Mein Gefühl hat mich ja nicht betrogen.

In Amerika wäre ich wahrscheinlich stinkreich, weil ich sie alle hätte verklagen können. Hier hat man keine Chance. Ich muß nachweisen, dass ich den Leistenbruch schon beim 1. Arzt hatte. Und dass er das schuldhaft übersehen hat.

Ist ja alles schon lange her, damals war ich stinkwütend, heute bin ich eigentlich froh, dass ich ohne Schmerzen bin.

R=i?chelfiexu


@ Ahornblatt

Ich hatte keinen Leistenbruch. Ich hatte nach einer Blinddarm-OP im extrem rechts unten Darmbeschwerden und man sagte mir nur, da unten sei kein Darm. Und tatsächlich habe ich da unten gleich 3 Darmabschnitte übereinanderliegen, was eigentlich dem Operateur der Blinddarm-OP hätte auffallen müssen, er hat ja schließlich den Wurmfortsatz auch rausgenommen.

Aber das war ja schon zu komplex für so einen Arzt (es waren insgesamt 69), die können das nicht benennen und dann schreiben sie Nullbefunde. Raus kam dann alles tröpfchenweise und irgendwann ist es mir blöd geworden und ich habe die Laparoskopie auf Video aufnehmen lassen. Es waren 7, ab der 6. war es mir dann schlechthin zu dumm und ich habe sie auf Video aufzeichnen lassen. Und siehe da. Und da kam dann noch viel mehr raus...

Auf Ärzte bin ich noch nicht einmal im Ansatz zu sprechen. Die Kosten nur Zeit und eigentlich sollte man noch ein "Ärzteschädigungssyndrom" definieren als eigenständiges Krankheitsbild. Besonders auffallend ist dann, wenn man auf einen trifft, der auch was taugt. Das sticht dann heraus und so einer ist tatsächlich Gold wert...

Ich erlaube mir aber immer, die Abrechnungen einzusehen (davor hole ich mir meine Akte und lasse mir Vollständigkeitserklärungen dazu geben) nach § 305 Abs. 1 SGB V.

RIicdheliexu


@ SteMuc

Habe Dir Nachricht geschrieben !

J6onnyRwico


Doch sehr selten und dann auch nicht lange. Wie waren denn bei Dir die Schmerzen? Auch nach oben in den Unterbauch, also dort auch so ein Ziehen dass Du manchmal dachtest es wäre lokal an dieser Stelle?

Also bei mir war es so, dass zum Teil die rechte Oberbauhälfte sich halb taub anfühlte besonderes beim stehen oder laufen. Das waren dann auch die Momente wo ich mir echt sagte, Junge du musst zum Doc.

S.teMuxc


Also das hatte ich – Gott sei Dank – noch nicht!

Heute z. B. war fast garnichts. Ein ganz leichter Druck an der Leiste beim Autofahren, sonst aber nichts.

Es gibt immer mal Tage da ist fast nichts, daher verstehe ich es noch weniger.

Hatte auch schon zwei Mal jeweils 1,5 Wochen an dem null gewesen ist und ich mich wieder top fit fühlte.

mpuyd_buento


hi.

ich habe ein ähnliches problem. rechte unterleibsschmerzen, die sich bei mir bis in den hodenbereich ziehen. urologisch "anscheinend" alles ok, darmspiegelung kam auch nicht wirklich etwas heraus (verdacht auf morbus crohn wegen leichter entzündung). habe übrigens seit längerem chronische magen-darm-probleme (übelkeit, bauchschmerzen)

dieses gefühl is mal stärker, mal schwächer, aber immer so unangenehm. ziehen, auch teils als ob etwas eingequetsch wäre, einfach ein komisches, nicht normales gefühl.

leistenbruch wurde auch ausgeschlossen (vom urologen), aber ich bin auch nicht mehr sicher was ich eigtl noch glauben soll. CT wurde übrigens noch nicht gemacht.

ich überlege mir auch schon ob es eine chronische appendizitis oder doch ein leistenbruch sein könnte. will unbedingt ein CT machen lassen, aber anscheinend muss man sich in deutschland ja selbst diagnostizieren und untersuchungen vorschlagen..

was meint ihr? (gern auch über PM)

Rjic\he^liexu


Normalerweise ist eine Appendizitis Ausschlußdiagnostik, d. h. bei Beschwerden rechts unten wird alles andere ausgeschlossen (Leistenbruch, Männer oder Frauengeschichten etc). Die leichte Entzündung kann sonst was für Gründe haben z. B. könnte bei einem Leistenbruch der Darm intermittierend eingezwickt werden etc. Du hast aber nur einen Urologen Deine Leiste anschauen lassen, geh doch auch noch zu anderen Ärzten, sage ihnen aber nicht, dass andere schon am Werk waren und nichts gefunden haben, sonst bekommst Du genau die gleiche Nulldiagnose wieder.

Wenn Du noch keine CT vom Abdomen gemacht hast, dann mach hin. Wenn Du aber angeblich eine leichte Entzündung haben solltest, dann solltest Du die CT nicht nur zum Ausschluß eines Leistenbruchs anfertigen lassen sondern vielleicht auch Verdacht auf chronische Darmentzündung. Vielleicht kannst Du aber auch eine MRT anfertigen lassen, dann würdest Du Dir nämlich die Strahlendosis sparen. Bespreche das mit Deinem Hausarzt UND mit dem Radiologen, damit das richtige Verfahren für alles angewandt wird.

Und wenn alles ausgeschlossen ist, bleibt die Appendizitis und da muss man agieren. Das macht man im Zuge einer diagnostischen Laparoskopie, den Arzt ermächtigst Du dann entsprechend der Verdachtsdiagnosen (z. B. Leistenbruch richten oder Appendektomie, Adhäsiolyse). Lasse Dir aber auf jeden Fall ein Video anfertigen, sage einfach, Du möchtest selbst sehen, was Dich da so plagt / geplagt hat.

Sollte bei Dir nichts anderes rauskommen als NICHTS, dann schiebe das mit der Laparoskopie nicht allzu lange vor Dich hin. Beschwerden auszusitzen kann ziemlich gefährlich sein. Bespreche das mit Deinem Hausarzt, Du kannst auch noch zu einem anderen gehen und den gezielt befragen.

Bei mir wurde irgendwann das Valsalva-Manöver angewandt (das war glaube ich der 63. Arzt, 69 waren es insgesamt), dabei musst Du im Zuge der Sonographie die Leiste anziehen, bei mir wurde ein Bruchsack mit Inkarzeration linksseitig festgestellt.

Und merke Dir: Du musst DICH SELBST coachen, auf Ärzte kannst Du pfeifen! Lasse Dir immer alle Befunde mitgeben einschließlich Blutbilder, CT (heute nicht mehr im Ausdruck sondern digital auf einer CD) etc. Und strukturiere Deine Diagnosen doch logisch. Du könntest haben:

1. Leistenbruch mit / ohne Inkarzeration

2. Appendizitis mit entsprechenden Adhäsionen

3. Morbus Crohn oder sonstige Darmkrankheiten

4. Männergeschichten

5. ???

NICHT AUFGEBEN ! Und jeder Ärger über diesen Berufsstand kostest Dich Deine Lebenszeit. Diese Energie setzt Du lieber in die Klärung Deiner Beschwerden!

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