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Reizdarm und die Psyche, ich kann bald nicht mehr

OCf6e_nkäsxe hat die Diskussion gestartet


Liebe Forenmitglieder,

ich schreibe jetzt , weil ich hoffe mitleidende zu finden oder einfach nur Menschen, die mich irgendwie aufbauen können, denn ich würd am liebsten nur noch heulen. Ich weiß auch nicht ob ich hier richtig bin oder vielleicht eher in die Psychologie gehöre (also vom Faden her jetzt) - bitte dann umhängen lieber Mod. @:)

Ich leide schon seit laaaaaaaaaanger Zeit unter ständigen Magen-Darm Beschwerden und im Laufe der Zeit ist es immer schlimmer geworden. Die Übelkeit ist etwas besser geworden (habe zusätzlich auch noch Emetophobie), dafür renn ich jetzt ständig aufs Klo. Sobald etwas "aufregendes" im Raum steht oder bevor steht, kann ich drauf warten, dass es los geht. Letztens Klassentreffen nach 19 Jahren. Um 18 Uhr sollte es los gehen…ab 16 Uhr bin ich nur noch gerannt. Plötzlich grummelt der Darm, es rumort aufs übelste und dann muss es schnell gehen. Mithilfe von Loporamid bekomm ich es immer relativ schnell in den Griff, aber das ist ja auch kein Zustand – vorallem weil es ja auch so seine Zeit braucht um zu wirken. Manchmal kommt es auch einfach so von jetzt auf gleich. :-( :[]

Ich bin alleinerziehende, vollzeitarbeitende Mami, die sich gern ihr Leben vollstopft, weil man ja was verpassen könnte. Ich seh das auch nicht als schlimm an viel unterwegs zu sein. Freunde hier treffen, dort noch einkaufen gehen, da noch was erledigen – kein Problem. Mein Körper sieht das jedoch etwas anders. Er greift dann ein und dann MUSS ich zu Hause bleiben (ok, ich hab leider relativ schnell auch gelernt, dass ich auch unterwegs die Toiletten benutzen muss, was ich eigentlich SEHR ungern mache, aber Heimschei*er geht leider nicht). Das geht manchmal so schnell und so heftig (einmal musste ich im Supermarkt meinen halbvollen Einkaufswagen stehen lassen und ganz schnell nach Hause fahren, was auch nur noch bedingt geklappt hat) Das kann doch nicht sein…ich bin grad mal 31!

Ich bin momentan noch in verschiedenen Untersuchungen noch rauszubekommen ob es NUR Kopf ist. Laktoseunverträglichkeit habe ich selbst getestet: negativ. Histaminunverträglichkeit habe ich testen lassen: negativ. Glutenunverträglichkeit wird nächste Woche getestet. Pollen & Gräser und Lebensmittel getestet: Schimmelpilze, Roggenpollen und Beifuss – aber nicht wirklich erwähnenswert…Darmspiegelung habe ich gestern auch einen Termin bekommen – ENDE JULI…naja…Der Arzt meinte nur zu mir als ich das Sprechzimmer verließ: "ich wünsche Ihnen Viel Kraft "

Jetzt wurde mir schon öffter eine Psychotherapie ans Herz gelegt, das kann mir helfen, aber ich fühle mich dabei auch so mies…Mir einzugestehen, dass ich "ne Macke" hab und zum Psychiater zu müssen. Ich habe Angst davor. Ich weiß auch nicht mal ob mir das überhaupt helfen kann und vorallem wie…UND – wie finde ich überhaupt einen guten? Ich kann doch nicht x verschiedenen Menschen meine Lebensgeschichte erzählen? Ihr merkt, ich bin etwas verzweifelt…vielleicht hat ja jemand nen Tipp für mich wie ich damit besser umgehen kann. Wie mein Darm nicht ständig mein Leben übernimmt…

Sorry für den Roman, aber ich weiß langsam nicht mehr weiter…

:°( :°( :°( :°(

Antworten
O>fe#nkäxse


Kein Reizdarm-Kollege hier? :°(

DAelfihn9x3


Doch, hier!

Dein Beitrag hätte von mir sein können hab auch Emetophobie Sobald ich nur im geringsten etwas aufgeregt bin, muss ich ständig aufs Klo rennen. Es gibt Wochen, da ernähre ich mich quasi nur von Immodium.

Mein soziales Leben ist völlig zum Erliegen gekommen, mein Darm vermiest mir mein gesamtes Leben. Selbst harmlose Sachen wie Zug fahren findet mein Darm neuerdings total schlimm und aufregend. Hast du auch mit Bauchschmerzen zu kämpfen?

Organisch ist alles okay. Einen Tipp hab ich leider auch nicht, aber du bist nicht alleine. Kannst mir auch gerne eine PN schreiben :-)

O*fenkXäxse


"Schön" zu sehen, dass es doch noch jemanden gibt... :)_

Bauchkrämpfe und Blähungen sind natürlich auch mit dabei...sonst wärs ja langweilig...

Organisch ist bei dir alles ok? Was wurden alles für Untersuchungen gemacht? Wie lebst du damit? Was wirst du gegen unternehmen?

aUllCes5dovof


Je mehr Druck du dir in dieser Sache machst, umso mehr denke ich wird dein Magen rebellieren. Würde also die psychische Seite bei dieser Sache auch in Betracht ziehen.

bfellaJhopxpel


Hallo Ofenkäse

Ich kann dich sooooo gut verstehen. Ich habe auch dieses Problem. Wenn ich schon ins Auto ,oder so, einsteige geht gar nichts mehr . Habe meine Sozialen Kontakte auch drastisch gekürzt es ist für außenstehende ja auch schwer zu verstehen. :°(

Oefe!nkäsxe


@ allesdoof

Ich versuch mir schon gar keinen Druck mehr zu machen. Es hat sich ja auch erst vor kurzem mit rausgestellt, dass selbst auf Dinge, auf die ich mich freue mein Darm verrückt spielt. Dazu muss ich nich mal mehr aufgeregt sein. Ich versuche total locker an alles ran zu gehen, mach mir keinen Stress und trotzdem muss ich flitzen.

Die psychische Seite ist involviert...daher wurde jetzt bei mir auch die Mutter-Kind-Kur endlich genehmigt...jetzt muss ich nur noch n passendes Haus finden...

@ bellahoppel

Und wie lebst du denn damit? Nur einschließen, wegen der rennereien ist ja auch kein Leben mehr...

z@ipfexl


Schon mal [...]ein Antidepressivum wie citalopram, Sertralin probiert. Die können zwar auch beschriebene Nebenwirkungen haben, aber vermutlich wird es nach kurzer Zeit besser. Mal einen Arzt oder Psychiater fragen.

b&el5lahoxppel


Tja , ziemlich einsam. Ich versuche natürlich raus zu gehen aber das fällt mir oft schwer.Ich bin dann so wütend auf mich selbst das ich mich Ohrfeigen könnte. Ansonsten immer wieder üben, üben und nochmal üben. ]:D

Ddelfsin93


Organisch ist alles in Ordnung, es wurden alle Untersuchungen, die man in dem Bereich so machen kann gemacht, außer Darmspiegelung. Ich bin erst 20 und da die Anfälle wirklich immer gekoppelt mit Aufregung und Nervosität und so einhergehen, haben der Arzt und ich uns dazu entschieden, drauf zu verzichten. Denn am Wochenende, wo ich nichts machen muss, geht es mir wunderbar. Wenn ich dann an Montag denke, kann ich gleich wieder rennen, das ist so eindeutig.

Groß was machen mache ich nicht. Wenn es ganz schlimm ist, nehme ich Immodium, mit schlechtem Gewissen. Ansonsten nehme ich täglich eine Perenterol und werde bald eine Darmsanierung machen, da ich in letzter Zeit unglaublich viel Antibiotikum nehmen musste, aktuell auch schon wieder.

Ansonsten zwinge ich mich, trotz Rumoren im Bauch rauszugehen, das ist aber eine extreme Herausforderung und ich kann es auch nicht genießen. Richtig Arbeiten mache ich derzeit nicht, hab ein FSJ beendet und jobbe jetzt unregelmäßig nebenbei. Ab September bin ich in Ausbildung und ich hab keine Ahnung, wie das werden soll. Selbst mein Abitur hab ich unter anderem wegen meines Darms vergeigt, weil ich die Klausuren nur noch abgeben wollte und nach Hause gehen wollte. Ohne den Reizdarm hätte ich mit Sicherheit einen viel besseren Schnitt bekommen.

Gleich muss ich zum Babysitten und ich hab so Angst davor, dass ich schon wieder ganz eklige Bauchschmerzen hab und nur darauf warte, rennen zu müssen. Wahrscheinlich genau dann, wenn ich eigentlich los müsste. Kommt ihr wegen des RDS auch gerne mal zu spät zu Verabredungen oder Terminen?

boellaho_ppel


Och menno Delfin 93 Ich drück dir die Daumen. :)*

M]aioke2380x2


Hallöchen,

Ofenkäse und Delphin93 ihr sprecht mir aus der Seele. Mir geht es leider genauso und ein Patentrezept hab ich leider auch nicht:(

Hab gehört das gastrovegetalinkapseln sehr gut helfen sollen. Hatte mir die auch mal gekauft, allerdings bekomme ich solche dicken Kapseln nicht runter

zGirpfexl


Ich will keine Werbung machen, aber das klingt nach Angststörung. Die empfohlene Therapie ist [...] Ich weiß nicht, ob es viel hilft am Darm nach dem Problem zu suchen.

Flrau E`rdmäRnnchexn


Ich weiß nicht, ob es viel hilft am Darm nach dem Problem zu suchen.

Aber ohne vorherige Abklärung einfach ein SSRI draufwerfen halte ich für am wenigsten sinnvoll :|N

Dnelfi>n9x3


Sehe ich auch so. Zumal die ja auch ganz schön auf den Magen-Darm Trakt schlagen können... Meine Hausärztin hat auch Ahnung von der Materie und die würde mir nie im Leben deswegen ein AD verordnen. Mein Gastro auch nicht.

Zipfel, mir fällt es nicht zum ersten Mal auf, in fast jedem Beitrag empfiehlst du ADs. Was soll das? Dir mag es helfen, das ist aber ganz sicher nicht bei jedem Med1-ler der Fall. Zudem finde ich es arg gefährlich, wenn Laien solche Tipps geben, selbst Ärzte tun sich mit ADs teilweise sehr schwer...

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