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Nässen am After seit 3 Monaten und keine Besserung in Sicht :-(

jgohntdoex81 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

habe seit ca. Ende Januar 2014 Probleme mit Nässe am Hintern, teilweise stark, Gott sei Dank geruchlos und farblos, aber sehr, sehr unangenehm. Außerdem hab ich immer wieder schwer greifbare, drückende, wiederkehrende Schmerzen im Unterbauch, die aber einigermaßen erträglich sind und eigenartige Schweißausbrüche und Hitze-/Kältegefühle am Unterbauch und am Steiß/Hintern. Hab bereits eine Darmspiegelung Anfang Feb. machen lassen, die ohne Befund war und beim Proktologen war ich auch schon. Dieser hat leicht vergrößerte Hämorrhoiden festgestellt und diese verödet. Nachdem die Beschwerden nicht besser wurden meinte er nur, dass er mir auch nicht helfen könne :-(

Meine Probleme fingen eigentlich ca. Sep 2013 an, als ich das erste Mal zwei kleine dunkelrote Knubbel am After festgestellt habe. Nachdem ich im Internet recherchiert habe, was das sein könnte, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es eine Analthrombose sein muss, die nach einer Weile von selbst verschwindet. Nach ca. 10 Tagen war sie tatsächlich weg. Bis dahin hatte ich aber immer mal wieder ein bisschen Blut im Klopapier, was mich aber nicht weiter verunsichert hat, da ich auch sonst oft zu starker Verstopfung neige.

Ab ca. Anfang Oktober hatte ich dann plötzlich immer wieder ein schubartig wiederkehrendes, starkes, allgemeines Krankheitsgefühl, kalten Schweiß, teilweise mit leichtem Fieber (37-38 Grad), das ich aber ersteinmal nicht mit der Thrombose in Verbindung gebracht habe, da diese weg war und ich keine Bauch- oder Afterprobleme hatte, auch keinerlei Schmerzen. Ich dachte eher an eine Infektion, aber alle Untersuchungen waren negativ, selbst der CRP Wert war sehr niedrig. Irgendwann Mitte/Ende Januar verschwand dieses Krankheitsgefühl und das Nässeproblem begann und die nicht aufhörenden Arztbesuche, die aber leider alle nichts brachten :-(

Habe mich auch schon auf alle möglichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen lassen, alles ohne Ergebnis!

Für mich als Laien, der im Internet nach ähnlichen Erfahrungen anderer Leidensgenossen sucht klingen meine Symptome stark nach einem Abszess der in eine Fistel übergegangen ist. Andererseits ist es für mich aber schwer vorstellbar, dass ein erfahrener Internist bei einer Coloskopie und ein Proktologe so etwas übersehen können :-O

Mich würde es sehr freuen, wenn andere Leidensgenossen ihre ähnlichen Erfahrungen berichten könnten oder mir Experten auf diesem Gebiet tipps geben könnten, was ich weiter machen kann, denn ich bin am verzweifeln und kein Arzt konnte mir bisher helfen. Kann es wirklich eine unentdeckte Fistel sein? Welche Folgen kann es haben, wenn eine Fistel unentdeckt bleibt? Muss ich einfach abwarten und es vergeht nach ein paar Monaten von selbst wieder? Gibt es irgendwelche Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente, mit denen man das Nässen reduzieren kann? Würde mich sehr über Antworten freuen!

Viele Grüße, JD

Antworten
myusWicuSs_65


Gibt es irgendwelche Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente, mit denen man das Nässen reduzieren kann?

Schon "weiche Zinkpaste" probiert?

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Zinksalbe]]

Gibt es als preisgünstiges Fertigpräparat – oder kann vom Apotheker höchstselbst zusammengerührt werden ;-)

UFlztim?uxs


Hallo JD,

Abwarten scheint mir nicht die richtige Lösung zu sein. Der ganze Verlauf lässt an eine Fistel denken, vielleicht eine inkomplette, die nicht immer einfach zu finden ist. Man kann sie leicht übersehen.

Ich würde noch einmal einen anderen kompetenten Proktologen aufsuchen, um eine Zweitmeinung zu bekommen.

Ultimus

j"o4hndoe/81


Danke für eure raschen Antworten!

@ musicus_65:

Danke für den Tipp, werde ich ausprobieren! Probiert habe ich schon die Bepanthen Wund- und Heilsalbe und die Hametum Hämorrhoidensalbe, Erstere hat nicht geholfen, Zweitere hat angenehm beruhigt aber das Nässen ist geblieben :-( Werde noch die Zinksalbe und die Hametum Wund- und Heilsalbe probieren und berichten, obs hilft.

@ Ultimus:

Danke für deine Einschätzung! Diesen Verdacht hatte ich auch und ich hab mir einen neuen Termin geben lassen und werde auf einer Proktoskopie bzw. Ultraschalluntersuchung bestehen. Die Lebensqualität leidet doch ziemlich massiv darunter und ich habe nicht den Eindruck, dass es von selbst besser wird.

Viele Grüße, JD

jSohndo3e81


Kleines Update:

- Ich schmiere heute den 2. Tag Hametum Wund- und Heilsalbe und das Nässen ist deutlich besser, sogar fast weg. Nach über 3 Monaten Beschwerden eine Offenbarung!! Geniale Salbe! :)^ Allerdings ertaste ich neuerdings beim Auftragen der Salbe 2-3 kleine Knubbel am Afterausgang, die vorher nicht da waren, und die unangenehm zwicken, wenn man drauf drückt. Hat jemand ne Idee, was das sein könnte? ??? Kann das die eigentliche Ursache fürs Nässen sein? Können das Abszesse oder verstopfte Fistelöffnungen sein?

- Ich habe nächste Woche einen Termin zur endorektalen Sonographie. Ich hoffe, diese wird endgültig Klarheit verschaffen. Ich melde mich wieder, wenn ich was weiß!

Gruß, JD

j(ohnPdoe81


Alles wieder beim Alten... war wohl nicht dauerhaft oder vielleicht sogar nur zufällig besser :-(. Werde den Tipp mit der Zinksalbe auch noch probieren

jHo+hmndoOe81


Update: Die Endosonographie war ohne Befund. Das Nässen und die Unterbauchschmerzen sind immer noch da. Ich meine aber, dass zumindest das Nässen mit Zinksalbe oder Bepanthen doch besser wird (wenn auch nicht ganz weggeht). Gelegentlich habe ich auch einen erhöhten Stuhldrang (2-4x täglich), gelegentlich schubweise schwer zu beschreibendes Krankheitsgefühl mit starkem Schwitzen (besonders am Unterbauch, am Hintern, im Schritt, am Steißbein). Das Essen wird wohl auch manchmal nahezu unverdaut ausgeschieden, man erkennt deutlich zerkaute Stücke im Stuhl. Morgens häufig stark wässriger Stuhl. Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr, nach einem Bier geht es mir am nächsten Tag richtig dreckig. Eine Bauchspeicheldrüsendysfunktion konnte anhand des Blutbilds jedoch ausgeschlossen werden. Ich bin völlig ratlos und hab nicht die leiseste Ahnung, was da sein könnte :-( Nahrungsmittelunverträglichkeiten konnten auch weitgehend ausgeschlossen werden. Lediglich ein Hinweis auf eine Histaminintoleranz besteht.

Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen? Weiß irgendjemand Rat? ???

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