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Calprotectin stark erhöht

KYrähe hat die Diskussion gestartet


Hallo, hallo!

Kurze Zusammenfassung:

Seit über drei Jahren bestehende Schmerzen im rechten Unterbauch. Die Schmerzen werden immer für ein paar Tage deutlich schlimmer, dann habe ich manchmal wochenlang Ruhe. In den verschlimmerten Phasen wird der Stuhl breiig/flüssig und jeder Form von Essen verstärkt die Symptome. Blutbild unauffällig, Ultraschall unauffällig. Eigentlich war eine Bauchspiegelung angedacht, aber da vor dem Vorgespräch wieder eine schlimmere Phase eintrat und ich nicht mal ausreichend trinken konnte, wurde ich stat. aufgenommen.

Ergebnisse bisher: Magenspiegelung unauffällig, aber den histologischen Befund habe ich noch nicht gesehen, laut Ärzten jedoch o.B.. Darmspiegelung/Histologie unauffällig. Keine path. Keime im Stuhl nachweisbar, Blutbild/ Ultraschall unauffällig.

Nur: Calprotectin bei über 1200 (Normbereich <50) Und Entfernung einer entartenden Polypenknospe (da folgt jetzt noch Genetik, da weiblich und u30).

Angedacht ist jetzt ein Kontrastmittel-MRT des Dünndarms. Mein Hausarzt soll mich überweisen, stellt sich jedoch quer und schickt mich jetzt erst mal wieder zum niedergelassenen Gastro, der soll das alles bewerten... Das dauert allein bis zum Gespräch wieder 8 Wochen. Und ehrlich, ich will nicht mehr.

Wer kennt sich aus und kann mir was zum Calprotectin sagen? Eine infektiöse Enteritis scheint ja nicht die Ursache gewesen zu sein, da Blutbild und Keime unauffällig sind. Bleiben noch CED, die nur im Dünndarm stecken dürften, denn Gastro/Kolo waren ja unauffällig. Kann eine (chronische) Blinddarmentzündung auch das Calprotectin erhöhen?

Man, mich macht das echt wahnsinnig. Jeder sagt was anderes :-( . Mein Hausarzt kommt mir schon wieder mit Psychosomatik, obwohl der hohe Wert doch gerade eine echte Entzündung im Darm bestätigt.

Antworten
Rkic`helgiexu


Habe Dir eine PN geschrieben!

Lzeinxöl


Die Psychonummer ist so ziemlich das letze, was es gibt! Verbitte Dir das doch einfach! Die Aufgabe Deines Hausarztes ist es, Deine Symptome zu klären und die Psychosomatik kann er sich sonst wo hinstecken.

Weise ihn doch einfach in seine Schranken! Der Herr soll sich doch mal zurücknehmen! Du weisst doch selbst am besten, ob es bei Dir psychisch ist! Mal abgesehen davon, wenn Du derartige Symptome hast, dann wäre das auch eine ganz normale Konsequenz!!!

Korähxe


Ich werde ihn nicht in seine Schranken weisen, sondern wechseln (schon wieder). Was will ich mit einem Arzt, dem ich erst erklären muss, mich ernst zu nehmen? Den Wert kannte er wohl nicht, jedenfalls ist er nicht näher darauf eingegangen. Für mich ist das seit Jahren der erste greifbare Hinweis, dass ich nicht spinne.

RLich}elixeu


Was will ich mit einem Arzt, dem ich erst erklären muss, mich ernst zu nehmen?

Welcome in the club!

"Günstigenfalls laufen die Kranken von einem Arzt zum anderen, kommen allmählich psychisch arg herunter und werden unter der Rubrik "Neurasthenie" oder "Hysterie" geführt."

Die Kranken verfallen allmählich und werden depressiv, da sie ihre Diagnose nicht finden und ungerechterweise der Übertreibung oder Simulation verdächtigt werden."

"Es ist ja Mode, hinter allen Störungen Neuasthenie als Ursache zu suchen, man vergisst ganz, dass solche chronischen Erkrankungen das Nervensystem aufs schwerste (...) schädigen und dass es wahrlich kein Wunder ist, wenn solche Kranke nervös werden. Es wird hier oft Ursache und Wirkung verwechselt."

Wie viele von genau diesem XXX hast Du denn schon auf Deiner Liste? Bei mir sind es jetzt so an die 79. Man muss ja als Arzt nicht alles wissen, es würde einem Menschen ja aber doch schon reichen, nur ernst genommen zu werden. Derweil bleibt man auf seinen Beschwerden sitzen und obendrein muss man sich auch noch dieses XXX antun. Du musst also auch wissen, dass der Arzt die "Leistung" psychosomatische Grundversorgung einmal im Quartal abrechnen kann, deshalb reden die Dich so blöd an. Da geht's ums kaschieren der Unfähigkeit und obendrein verdienen die auch noch Geld !

Da rate ich Dir folgendes (zum Abkühlen):

1. Lasse Dir immer die vollständige Akte geben (einschließlich Laborbefunde)

2. Beantrage dann eine Abrechnungseinsicht bei Deiner Krankenkasse nach § 305 SGB V Abs. 1 und sortiere alles zusammen pro Arzt. Wenn Du manche Abrechnungen siehst, lachst Du dann und irgendwann brauchst Du es mal.

KOrähxe


Ich schreibe ja schon gar nicht, was mir tatsächlich alles an den Kopf geworfen wird... Ich habe auch gar nichts dagegen, wenn nach psychosomatischen Ursachen/Beschwerden gefragt wird, das muss eben auch abgecheckt werden, aber in der Psychologie gilt "Erst körperliche Ursachen ausschließen.". Die Ärzte, die mir begegnen, machen das mittlerweile umgekehrt: Ein Blutbild - unauffällig - psychosomatisch.

Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Ich möchte nach wie vor wissen, ob sich jemand mit dem Calprotectin auskennt.

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