» »

Erfahrung zum Abführen bei Darmspiegelung

lMeny?aha]yatxi hat die Diskussion gestartet


Hallo, habe mich nun dazu entschlossen eine Darmspiegelung zur Abklärung meiner immer wiederkehrenden linksseitigen Oberbauchbesschwerden.

Ich würde gerne von jemandem, der das alles schon hinter sich hat, ein paar Erfahrungen hören.

Wann genau nach Einnahme der Abführflüssigkeit setzt der Durchfall ein?

Hat man da schlimme Bauchkrämpfe?

Wieviel Zeit verbringt man da auf der Toilette, also wie lange dauert es bis der Darm sauber ist?

Kann man da nachts schlafen?

Und man muss das ja morgens auch nochmal nehmen, wie lange dauert da der Durchfall dann? Hab Angst, dass ich mir auf dem Weg zum Arzt in die Hose mache ":/

Antworten
aGngiexkw


Hi, keine Angst, es handelt sich nicht um "Abführmittel" im klassischen Sinne sondern es ist ein "Darmreinigungsmittel", was keine Krämpfe erzeugt. Zumindest nicht bei meiner Darmspiegelung. Ich mußte ab nachmittags Movi-Prep trinken (1 ltr und dazu noch einmal 1 ltr. andere Flüssigkeiten) und am nächsten Morgen gegen 6 Uhr noch einmal das gleiche. Ich war abends gegen 22.00 Uhr mit dem 1. ltr. fertig und morgens dann schon nach ca. 2 Std. Ich habe allerdings den Tag vorher nur noch sehr wenig gegessen, ab viel getrunken. Dadurch sah am morgen der "Rest" wirklich wie Kamillentee aus. Also: keine Angst vor der Darmreinigung und viel Glück bei der Untersuchung. Alles halb so schlimm ;-)

LG Angie

lIenyah7ayaxti


Also keine Bauchschmerzen ??? Hört sich ja schonmal gut an.

Aber morgens woher weiss ich denn, dass dann alles draußen ist? Das macht mir echt am meisten Kopfzerbrechen. Und wenn ich um 9 z.B. den Termin für die Spiegelung hab muss ich dann schon um 5 aufstehen und trinken?

Emmaxx


Hallo lenyahyati,

ich habe bisher 5 Darmspiegelungen hinter mir. Bei ersten Mal war ich etwas verunsichert, wie schlimm das werden könne. Es stellte sich aber dann heraus, dass das Abführen der unangenehmste Akt der Untersuchung ist.

Bei den ersten 4 meiner 5 Darmspiegelungen bekam ich jeweils ein anderes Abführmittel, wobei sich der Geschmack von Mal zu Mal verbesserte. Bei meiner letzten Darmspiegelung vor wenigen Wochen bekam ich wieder dasselbe Mittel wie bei meiner vorletzten, nämlich Picoprep. Das schmeckt wie Orangensaft. Dazu muss man noch viel klare Flüssigkeit trinken. Ich trinke dann stilles Mineralwasser.

Meine Untersuchungen lagen immer an einem Vormittag. Das Abführen begann jeweils um 14 Uhr des Vortages. Um 16 Uhr musste ich noch einen Liter Wasser mit einem Pulver trinken, was nicht so gut schmeckte.

Der Durchfall setzte dann bei mir so gegen 16.30 Uhr ein. Danach ging es im 10-Minutentakt. So ab etwa 18 Uhr war dann der Darm praktisch leer.

Ich konnte immer gut schlafen, bis um 6 Uhr mein Wecker ging.

Am nächsten Morgen musste ich nämlich noch die 2. Hälfte meines Picoprep einnehmen und dazu noch mindestens einen Liter Wasser vor 7 Uhr trinken.

Nach 2 Stunden war auch dieses Wasser wieder heraus. Es sah so aus wie ein Hefeweißbier ohne Schaum.

Auf dem Weg zum Arzt (30 Minuten) gab es auch keine Probleme. Vor der Untersuchung beim Arzt suchte ich dort in der Praxis noch einmal die Toilette auf, um einige Wasserreste zu entsorgen.

Für die Untersuchung musste ich mich nicht untenherum entblößen. Ich bekam eine Untersuchungshose mit einem hinteren Schlitz.

Auf eine Kurznarkose mit Propofol, die mir immer angeboten wurde, habe ich jeweils verzichtet. Beim Einführen des Koloskops gab es an den beiden Umlenkpunkten im Dickdarm leichte Schmerzen, die aber locker auszuhalten waren. Dafür konnte ich dann meinen Darm von innen mit betrachten und zusehen, wie verschiedene Polypen während der Untersuchung entfernt wurden. Außerdem war ich nach der Untersuchung wieder "normal". Mit Propofol hätte ich ein Verkehrsverbot (auch als Fußgänger) für 24 Stunden bekommen.

Zur Sedierung wurde (zumindestens früher) auch Dormicum verwendet. Mein Magen- und Darmarzt verwendet es nicht mehr mit folgender Begründung: Dieses Mittel bewirkt nur eine Lähmung und einen Gedächtnisverlust des Patienten aber keine echte Schmerzbefreiung. Die Nachwirkungen von Dormicum dauern bis zu 48 Stunden. Ich habe auch schon Berichte gelesen, wonach Patienten, die mit Dormicum sediert waren, wärend der Darmspiegelung so geschrien haben, dass die Begleitperson es auf dem Flur hören konnte, aber sie selber danach nichts davon wussten.

In Krankenhäusern, die pauschal vergütet werden, steht manchmal die Kostenersparnis über dem Wohlbefinden des Patienten. Dort wird machmal noch das billigste Abführmittel verabreicht, egal wie übel das schmeckt, und das Geld für die Untersuchungshose wird auch gespart. Ich bevorzuge daher eine Behandlung bei einem niedergelassenem Arzt meiner Wahl.

Ich hoffe, dass dir meine Mittelungen irgendwie von Nutzen sind. Ich wünsche dir eine erträgliche Darmspiegelung und einen für dich guten Befund.

GloldeCnOzldie


Ich hatte an einem Montag morgen um 8h die Spiegelung und habe mit Citra-Fleet abgeführt. Hier bekommt man nur 2x250ml Pulver. Ich habe am Sonntag (!) morgen um 7h den ersten Beutel mit den 250ml angerührt und getrunken. Essen sollte ich am Sonntag nichts mehr außer klarer Suppe. War auch gar kein Problem. Da man so wenig Abführmittel nimmt mit dem Citra-Fleet muss man viel andere Flüssigkeit trinken. An diesem Sonntag habe ich 7l getrunken (normalerweise schaffe ich nicht mal einen Liter am Tag). Der Durchfall begann um 9h, also zwei Stunden nach der Einnahme. Dieser ging im 1/2-Stunden Takt. Abends um 17h habe ich den zweiten Beutel angerührt und getrunken. Ich hatte praktisch von 9h – ca. 23.30h im 1/2-Stunden Takt Durchfall (ohne Krämpfe). Nachts musste ich 2x aufstehen, auch früh musste ich vor der Spiegelung noch 1-2x. Nach der Spiegelung war ich gegen 10h wieder daheim und hab erstmal ausgiebig gefrühstückt. Sonst keinerlei Probleme, etc.

y)our_"destixny


Hallo lenyahyati,

Emax hat ja schon alles ausführlich erklärt. Nur noch eine kleine Anmerkung von mir: weil viele Leute klagten, dass sie bis zum Schluss wund waren (vom ewigen Abwischen) hab ich gleich vorgesorgt und mich häuslich eingerichtet mit einem spannenden Krimi (Brille nicht vergessen ;-) ), zwei Flaschen Wasser und Zigi/Aschenbecher damals hab ich noch geraucht und bin dann halt einfach sitzengeblieben, bis das Heftigste vorbei war.

Halt die Ohren steif, es ist wirklich nicht schlimm, höchstens peinlich, wenn Du wie ich keinerlei Sedierung hast und den Arzt hemmungslos anf.... sorry, anpupst (hat er mir aber ausdrücklich gesagt, ich soll ja nichts zurückhalten)

l.enyah&acyati


Danke euch, das hört sich dann alles nicht so schlimm an. Habe auch echt nur Angst vor dem Abführen.

Ich denke auch nicht, dass man da unbedingt was findet, hab mich entschlossen diese Spiegelung für meine Psyche machen zu lassen. Hab schon soviele Untersuchungen hinter mir unter andrem auch schon eine Magenspiegelung. Aber nie wurde die Ursache dieser merkwürdigen Schmerzen gefunden.

Und solange ich nicht weiss, dass da nix ist, bilde ich mir eben immer ein da könnte doch was sein und da kann ich mich dann bis zur Panik reinsteigern %:|

Merkwürdig ist nur seit ich mich letzte Woche dazu entschlossen hab die Spiegelung nun endlich zu machen sind die Schmerzen praktisch so gut wie weg...

Aber ich weiss genau, mach ich keine Spiegelung kommen die wieder und ich bereue es, es nicht gemacht zu haben. Also Augen zu und durch :)^

Noch ne Frage: Am Tag des Abführens, meint ihr da kann ich mich einigermaßen um meine 5 Kids kümmern? Hab nämlich niemanden, der mir sie mal für einen Tag abnehmen würde.

FTlamJechexn79


Hatte schon 2x Darmspiegelung, allerdings mir diesem widerlichen Zeug, wo man glaub ich 4l trinken muss (2l am Vortag, 2l am Tag der Untersuchung). Ich fand das trinken echt abartig und bekam nach ca 1l heftigen Brechreiz, weil es so ekalhaft war.

Um meine Kinder hätte ich mich nicht kümmern können, definitiv nicht. Ich hab einfach nur gelitten und gejammert %:|

Die Untersuchung hab ich beide male mit Sedierung machen lassen und das war beide male ein Klacks. Keine Schmerzen, keine Erinnerung :)^

E7bbpuschkxa


Ich muss auch morgen zum Vorbereitungsgespräch für meine erste Darmspiegelung überhaupt.

Habs immer vor mir hergeschoben, bis ich jetzt rechts im Unterbauch Schmerzen habe und der Arzt mir sofort eine Überweisung schrieb.

Ich gehöre auch zu den Leuten, die eine tierische Angst vor der Abführprozedur vorher haben und bin froh, dass gerade jetzt dieser Faden auftaucht.

Also vielen Dank an alle, die bisher hier ihrer Erfahrungen geschildert haben.

PS: Wahrscheinlich werde ich mich dan auch mit meinem Tablet aufs Klo verziehen und dort einfach sitzenbleiben ]:D

ytour_1destinxy


@ Ebbuschka

Wahrscheinlich werde ich mich dan auch mit meinem Tablet aufs Klo verziehen und dort einfach sitzenbleiben ]:D

gute Entscheidung :)^ und vergiss die Dampfe nicht, oder bist Du unterdessen komplett rauch- und dampffrei?

E;bbusQchkxa


Nee, klar, die Dampfe kommt natürlich auch mit :-)

E:mzaNx


Am Tag des Abführens, meint ihr da kann ich mich einigermaßen um meine 5 Kids kümmern? Hab nämlich niemanden, der mir sie mal für einen Tag abnehmen würde.

Das geht natürlich. Du musst ja nicht auf der Kloschüssel sitzen bleiben, auch wenn das vielleicht am praktischsten wäre. Wenn die SchScheisserei losgeht, dann hast du zwischen den Entleerungen immer wieder einige Minuten Pause.

Eines hatte ich in meinem ausführlichen Bericht noch vergessen: Wenn man sich ohne Sedierung bzw. ohne Betäubung spiegeln läst, dann ist es hilfreich, den Afterschließmuskel völlig zu entspannen. Es kann ja nichts herauskommen, weil der Darm völlig leer ist. Er wird allerdings mit Luft oder mit Kohlendioxid etwas aufgeblasen, was das Gefühl erzeugt, wenn man sich entspannt, würde man etwas auf den Tisch machen.

Viel Glück und alles Gute!

ALnnex42


Und wenn ich um 9 z.B. den Termin für die Spiegelung hab muss ich dann schon um 5 aufstehen und trinken?

Ich war letzte Woche zum ersten mal. Das schlimmste ist am Vortag und am Untersuchungstag das 2x 1 Liter Zeugs zu trinken. Die Sache muss spätestens 2h vor dem Untersuch abgeschlossen sein. Dabei gibt es zu beachten, dass die Darmentleerung nicht an einem Stück stattfindet, sondern in mehreren Etappen. Wenn du sicher sein willst, dass dir auf dem Weg zum Arzt nicht plötzlich eine Toilette fehlt, ist das aufstehen um 5 gar nicht eine so schlechte Idee. Viel Glück zu wünschen ist fehl am Platz, die Untersuchung selber ist absolut schmerz und harmlos.

lIeonyah#ayaxti


Guten Morgen, wie ist das eigentlich wenn man am Untersuchungstag seine Tage hat? Kann man die Untersuchung trotzdem machen ???

M?isZsusMxia


Ich wüsste nicht, inwiefern die Menstruation sich auf die Darmspiegelung auswirken sollte.

Habe schon mehrere Darmspiegelungen hinter mir und kann dir sagen, es ist halb so wild. Ich habe beim letzten Mal zusammen mit dem Abführmittel auch ein Informationsblatt ausgehändigt bekommen, auf dem mir sozusagen Ernährungsregeln mit auf den Weg gegeben wurden.

Wenn du normalerweise sehr ballaststoffreich isst, kannst du schon ein paar Tage vor dem Termin auf ballastarmes Essen umsteigen und vor allem auf alles "körnige" verzichten. Also Weißbrot statt Schwarzbrot, keinen Mohnkuchen, Banane statt Kiwi, kein Müsli mehr... Dir sollte auch genau mitgeteilt werden, was du am Tag vor der Untersuchung bzw. des Abführbeginn noch essen darfst. Auch solltest du natürlich viel trinken.

Die zu trinkenden Mengen des Abführmittels haben sich in den letzten Jahren stark reduziert, es gibt auch die Kombination aus Abführtabletten und einer Flüssigkeit. Allerdings kenne ich da nicht die Voraussetzungen nicht, unter denen auf diese Variante zurückgegriffen wird.

Bauchkrämpfe hatte ich während des Abführens keine, ich habe auch nicht die ganze Zeit auf der Toilette verbracht und hatte nicht den Eindruck, jetzt übertrieben oft rennen zu müssen. Es hilft allerdings, sich immer in Toilettennähe aufzuhalten. Du solltest dir auch den Luxus feuchten Toilettenpapiers gönnen, das macht das Abwaschen sehr viel angenehmer.

Dass der Darm leer und gereinigt ist, wirst du dann sicher daran erkennen, dass nur noch relativ klare Flüssigkeit ohne Bröckchen rauskommt. Mir ist es bisher auch nie passiert, dass mir auf dem Weg zur Untersuchung ein Unglück passiert ist.

Die Darmspiegelung selbst habe ich unter Sedierung machen lassen, das habe ich als sehr angenehm empfunden. Hinterher war mir noch kurz ein wenig schwindelig, aber nach ein oder zwei Stunden war ich wieder ausgesprochen fit.

Es ist wirklich nicht so schlimm!

Besorge dir gutes, feuchtes Toilettenpapier und Apfelsaft. Manchmal ist die Abführlösung etwas salzig, das lässt sich dann gut mit Apfelsaft mischen und schmeckt weniger ekelhaft. Deponiere ein bisschen Lektüre o.ä. im Bad und mach' es dir ansonsten auf der Couch oder im Bett gemütlich – je nachdem, was näher an der Toilette ist.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH