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Darmspiegelung als Vorsorge?

wjhoopri 6x3 hat die Diskussion gestartet


Nachdem ich den Faden von leyahayati aufmerksam verfolgt hab und mich der Ablauf vor ner Darmspiegelung doch etwas abschreckt, frag ich mal hier in die Runde, ob ihr die Darmspiegelung als Vorsorge machen würdet?

Die KK zahlt die ja jetzt schon ab 50, früher m.E. ab 60 oder 65.

Hab meinen HA mal drauf angesprochen und er rät mir dazu.

Wie sind eure Meinungen dazu?

Antworten
Emmaxx


Hallo whoopi 63,

Ich rate dir auch zu einer vorsorglichen Darmspiegelung.

Ich hatte meine erste Darmspiegelung erst im Alter von 72 Jahren. Vorher hatte mir kein Arzt dazu geraten. Aufgrund des ersten ernsthaften ärztlichen Rates hin ließ ich mich spiegeln. Dabei wurde ein großer flächenhafter Polyp gefunden, der (erst nach Unterspritzung) gerade noch mit der Drahtschlinge entfernt werden konnte. So entging ich gerade noch einer größeren Bauchoperation oder noch Schlimmerem.

Ich musste natürlich dann noch in den Folgejahre immer wieder eine Darmspiegelung machen lassen. Inzwischen wurden mir 4 ausgewachsene und 2 angehende Polypen entfernt. Bei meiner letzten Darmspiegelung vor wenigen Woche wurde zum Glück kein Polyp mehr entdeckt. Dies war meine zweite Darmspiegelung ohne Neuentdeckung von Polypen.

Ich bin sehr wahrscheinlich genetisch für Darmpolypen (mit der Option auf Darmkrebs) vorprommamiert. Mein Großvater hatte Darmkrebs. Ihm musste ein künstlicher Darmausgang am Bauch gemacht werden, mit dem er dann noch ca. 30 Jahre lebte. Auch mein Bruder wurde inzwischen an Darmkrebs operiert. Er hat seinen natürlichen Darmausgang noch behalten.

Also mein Rat: Möglichst bald mal nachsehen lassen. Die Untersuchung ist nicht schlimm.

Alles Gute.

wNhooXpi x63


Dank dir für deine Meinung,

mit der Untersuchung hätt ich auch keine Probleme, aber wie auch einige in dem einen Faden geschrieben haben, ist die Abführphase mein Problem, schon das viele trinken wär heftig für mich.

Aber ich glaub, ich werd demnächst mal nen Termin aus machen und mich informiern.

Das mit den Polypen hab ich auch schon von ner Bekannten gehört, die hatte welche und die sind angebl. nicht ohne.

BBaum8eistxer50


Hab meinen HA mal drauf angesprochen und er rät mir dazu.

Zu 100% hat er Recht, weil du damit gar nichts verlieren, aber viel Gewinnen kannst. Der Vorgang wird hier zum Teil mit Uralten Untersuch-und Vorbereitungsmethoden dramatisiert. Jeder Zahnarztbesuch ist um etliches unangenehmer. Erstens mal merkst du von der ganzen Sache gar nichts, sonder liegst mit Hose, Hemd und Socken auf dem Tisch und wenn du nach 30 Minuten sanft aufwachst kriegst einen Kaffee oder Tee und ist alles schon vorbei !

JJu{lxey


Wenn man Darmkrebs in der Familie hat, wird sie einem schon früher bezahlt oder? ":/

Ich frage das, weil mein Opa an Darmkrebs gestorben ist und ich selbst auch Darmprobleme habe. Bin jetzt 30 und hatte schon 2 Darmspiegelungen und ca. 6 Magenspiegelungen. Magenkrebs habe ich auch in der Familie, meine Oma starb sehr früh daran.

Die Untersuchung an sich fand ich nicht so schlimm, aber das Abführen vorher. Ich musste damals schon am Vortag mittags anfangen mit Tabletten und so einem Fläschchen, dann abends die 2 Liter von der salzig schmeckenden Flüssigkeit. Die konnte ich nur schwer schlucken, hab sie immer wieder erbrochen :-X

w"hooZpix 63


Ich hab mir bisher nie Gedanken wegen ner Darmspiegelung gemacht, bis ich den Aushang beim HA gelesen hab, daß die eben schon ab 50 als Vorsorge bezahlt wird.

Veranlagung besteht bei mir zum Glück nicht, aber ich geh ja auch alle 2 Jahre zur Mammographie, da kann ich auch mal zur ner Darmspiegelung gehn.

In welchen Abständen wird die eigentl. gemacht?

Alle 5 Jahre oder so?

J,ulexy


In welchen Abständen wird die eigentl. gemacht?

Da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, da müsste ich mal meine Eltern fragen, die waren erst bei der Vorsorge-Darmspiegelungen. Ich glaube alle 10 Jahre, aber sicher bin ich mir da wie gesagt nicht. ":/

b.eet&lejusice2x1


Ich wünschte mein papa hätte es gemacht. . Sein HA hat nur wert auf Prostata gelegt.. gestorben ist er im oktober am Dickdarm ca..

TTaz%zi


Ich kann Dir auch nur dazu raten!

Ganz ehrlich: lieber einmal zuvuel dieses Zeug trinken als einmal zu wenig! Und sooo schlimm ist es nun auch nicht! Das schaffst du locker! Lass Dir Zeit dabei dann gehts!

Und die Untersuchung selber ist wirklich nicht schlimm!

Wie sagt eine Werbung gegen Darmkrebs so schön: bereits nach 20 Minuten können Sie Ihr Leben wieder genießen!

Emax waren deine Polypen gut oder bösartig?

Ich glaube das Intervall hängt davon ab ob was gefunden wird oder nicht! Ich kann es Dir aber nicht genau sagen.

L7eiunöl


@ Juley

1. Opa's & Oma's Krankheiten: Um Dich mit Deinen Großeltern zu vergleichen, musst Du auch den Lebensstil mit einbeziehen. Es ist nicht, weil Opa an Darmkrebs gestorben ist, dass das dann auch systematisch genetisch wäre. Du musst den Lebensstil mit einbeziehen, denn der vererbt sich zusammen mit dem Familienkochbuch häufig mit.

2. 90% des Darmkrebs entsteht in Folge von Polypen, die durch den Lebensstil entstehen, z. B. ungesunde Ernährung, kein Sport und zugleich viel Couching, Alkohol, Rauchen etc., Durch eine Vorsorgeuntersuchung werden harmlose Polypen gleich entfernt (während der Koloskopie) und sie haben nicht mehr die Möglichkeit, bösartig zu werden. Deshalb sollte man auch eine Koloskopie als Vorsorge machen, den Polypen - so überhaupt vorhanden - werden gleich entfernt. Die Vorsorge wird erst ab 50 Jahren angeboten, denn davor mutieren die Polypen normalerweise nicht. 10% des Darmkrebs sind genetisch bedingt und da können, wie bei Brustkrebs, ganze Familien ausgelöscht werden.

3. Wenn Du schon 2 Darm- und 6 Magenspiegelungen hattest, ist mir vollkommen unverständlich, weshalb ein Arzt Dir das noch nicht erklärt hat. Eigentlich wäre das Aufgabe eines Arztes.

Da müsste es eine Burda Stiftung geben, die macht momentan auch Werbung für Vorsorgekoloskopien im Fernsehen.

@ Baumeister50

Der Vorgang wird (...) dramatisiert. Jeder Zahnarztbesuch ist um etliches unangenehmer.

So einfach ist das auch nicht. Der Ehemann meiner Freundin, und Ernährer einer kleinen Familie wollte auf "Gesund" umstellen und hat eine Koloskopie vornehmen lassen. Bei diesem "Routineeingriff" hat ihm "Arzt" den Darm perforiert.

Jbulexy


Ich hatte Entzündungen im Darm und wie gesagt mein Opa ist an Darmkrebs gestorben. Habe auch immer mal wieder Darmprobleme. Sollte ich dann vorsorglich jetzt schon mal wieder eine Koloskopie machen lassen? ":/ Meine letzte ist schon ein paar Jahre her (2008 glaube ich).

J@ulxey


@ Leinöl

Dankeschön @:) :)^

Taaz(zi


Ich an deiner Stelle würde dann mal wieder eine machen lassen!

Aber besprich das besser mit deinem Arzt! Wir sind hier ja nur Laien mit Erfahrungen, die Meinung eines Arztes ist sicherlich wichtiger!

J/ulqexy


Meine neue Hausärztin meinte neulich eh (noch ohne die Familienanamnese zu kennen), dass ich eine machen lassen könnte wegen meinen Schmerzen.

Aber ich möchte das so lange wie möglich rauszögern (erst mal gucken lassen ob die Schmerzen nicht was gynäkologisches sind wie ich vermute) weil ich solche Angst vor dem Abführen habe. Auch wenn ich schon öfter gehört habe, dass das gar nicht mehr so schlimm ist.

(Sorry für Off Topic |-o )

EBmax


In welchen Abständen wird die eigentl. gemacht?

Alle 5 Jahre oder so?

Wenn bei mir ein Polyp gefunden wurde, musste ich im nächsten Jahr wieder zur Untersuchung kommen. Wenn kein Polyp gefunden wurde, sollte ich nach 3 Jahren wieder erscheinen. Diese kurzen Abstände ergaben sich bei mir durch meine Neigung zu Darmpolypen und durch meine familiäre Vorbelastung.

Bei Personen, die nicht zu Darmpolypen neigen und die keine familiäre Vorbelastung haben, reichen meist Untersuchungen im Abstand von 10 Jahren.

Emax waren deine Polypen gut oder bösartig?

Meine Polypen waren alle (noch) gutartig. Mein Arzt sagte mir aber, die wären – bei meiner familiären Situation – irgendwann in Krebs übergegangen, wenn sie nicht entfernt worden wären.

Liebe Grüße

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