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Luft im Bauch durch Reizdarm, Darmflora und Unverträglichkeiten

TWhe GaNme 10 hat die Diskussion gestartet


Symptome:

Seit schätzungsweise 2009 zunehmend extremere Luftbildung im Magen-Darm-Trakt mit dauerhaft stark aufgeblähtem Magen, wodurch teils heftige Folgesymptome entstehen wie Erstickungsgefühl (Druck auf Lunge), gemessener Bluthochdruck und teilweise "Stressschwitzen" (Druck auf Herz), Schwierigkeiten beim lauten Sprechen und Artikulieren (Druck auf Zwerchfell). Der Magen liegt ja links direkt unter dem Herz, angrenzend an Lunge und Zwerchfell. Bis mir dieser Zusammenhang deutlich wurde, hat es etwas gedauert. Ich war vorher schon aus Angst beim Lungenarzt (ohne Befund) und beim Kardiologen, der den temporären Bluthochdruck im zeitlichen Zusammenhang mit einem besonders aufgeblähten Magen feststellte. Ich habe im Internet den zu diesen gemeinsam auftretenden Symptomen passenden Begriff "Roemheld-Syndrom" gefunden, der allerdings bei Ärzten nicht so bekannt bzw. anerkannt zu sein scheint. Lebensqualität sehr stark eingeschränkt, aufgrund der Symptome zunehmend Beeinträchtigung im Hinblick auf soziale Kontakte, obwohl ich eigentlich ein sehr offener Mensch bin.

Zudem seit vielen Jahren schon Abgeschlagenheit und überdurchschnittlich häufige Krankheiten, meist Erkältungen.

Etwa seit Anfang 2013 zunehmendes (bewusst herbeigeführtes) Rülpsen, also Ablassen großer Mengen Luft "oben raus". Dies wurde zwischenzeitlich durch die Einnahme von Magensäurehemmer (PPI) erleichtert, den ich seit der 1. Diagnose in 2011 (s.u.) zeitweise immer wieder mal nahm. Mittlerweile habe ich die PPI jedoch wieder abgesetzt. Anfang 2014 war es soweit, dass ich an schlechten Tagen stundenlang am Stück abends auf dem Sofa heftig rülpsen konnte/musste, ohne dass die nachkommende Luft weniger zu werden schien. Auch im Alltag verschaffe ich mir durch Rülpsen bzw. langes Luftablassen (wie bei einem Luftballon, aus dem die Luft entwicht) Erleichterung, da ansonsten o.g. Symptome schwerer werden.


Untersuchungen und Behandlungsansätze:

2011-2012:

Magenspiegelung ohne Befund, lediglich "Leberwerte" leicht erhöht. Erstmals Einnahme von 40 mg Säurehemmer (PPI) und Enzym-Lefax. Weitere Magenspiegelung ohne Befund.

Anfang 2013:

Durch Zufall Diagnose auf Schilddrüsenunterfunktion, Hashimoto. Seitdem konsequent 75 Mikrogramm SD-Hormone (Henning) einmal täglich, was mein Gesamtwohlbefinden spürbar verbessert hat: deutlich seltener Erkältungen und weniger Abgeschlagenheit.

Mitte 2013:

Atem- bzw. Bluttests auf Fructose, Lactose, Gluten, Histamin, Sorbit mit dem einzigen Ergebnis Sorbitmalabsorbtion. Für mich plausibel, da ich im Rückblick oft durch bspw. Apfel(-saft) oder Pilze (sorbithaltig) Blähungen/Durchfall bekam. Seitdem meide ich Sorbit, was relativ gut möglich ist, und umgehe damit diese punktuellen, zusätzlichen Symptome, die allerdings nicht der Ursprung meiner Gesamtproblematik sind. Zudem Allergietest auf die 8 häufigsten Nahrungsmittelallergene, Ergebnis negativ.

Ende 2013:

Insgesamt dritte Magenspiegelung mit Diagnose leichte (!) Typ C Antrumgastritis, laut Gastroentereologen relativ harmlos. Erklärung meiner Symptome mit Reizdarmsyndrom. Empfehlung, gar nicht zu behandeln, auch keine PPI, was für mich schwer zu begreifen war.

Anfang 2014:

Psychotherapie, da ich neben körperlichen Ursachen mittlerweile einen psychischen Hintergrund nicht mehr ausschließen wollte. Es entsteht sicherlich auch eine Wechselwirkung zwischen körperlichen Symptomen und der psychischen Verfassung, wenn man jahrelang solch belastende Symptome ertragen muss.

März 2014 – heute:

Da Entzündungsmarker im Blut erhöht sind, Darmspiegelung – zum Glück ohne Befund.

Umfangreiche mikrobiologische Labortests (Stuhlprobe) mit dem Ergebnis, dass meine "Darmflora" gestört ist und deutlich zu wenig "gute" Darmbakterien vorhanden sind. Beginn einer mikrobiologischen Therapie mit Symbioflor im März, angelegt auf 6 Monate, also bis Ende August. Nach einem Monat Pro Symbioflor (Vorbereitung), zwei Monaten Symbioflor 1 und Symbiolact Pur beginne ich gerade zusätzlich mit Symbioflor 2, gemäß Therapieplan meiner jetzigen Ärztin (Internistin/Naturheilkundlerin).

April 2014 – heute:

Der teuere Bluttest "Immu Pro 300" auf verzögerte (!) Typ3 Nahrungsmittelunverträglichkeiten brachte das "worst-case-Ergebnis": Voller Ausschlag auf glutenhaltiges Getreide, Kuhmilch, Ei und einige andere Lebensmittel. Unterschied zu den in 2013 durchgeführten Unverträglichkeitstests ist die nun getestete Typ-3-Unverträglichkeit (verzögerte Immunreaktion). Meine chronischen Probleme würden ja dadurch erklärt, dass es sich um absolute Grundnahrungsmittel handelt, die ich jeden Tag in großen Mengen zu mir genommen habe. Dadurch, dass die sogenannten IGG-Antiköper vom Körper erst bis zu 72 Stunden verspätet als Immunreaktion gebildet werden, war mir eine Eingrenzung auf bestimmte Lebensmittel vorher nicht möglich.

Seit ca. drei Wochen meide ich diese Grundnahrungsmittel (hoffentlich) komplett, woraufhin sich nach einigen Tagen ein besseres, entspannteres und weniger gereiztes Gefühl in der Darmgegend einstellte, was eventuell auch mit der Symbioflor-Therapie einhergeht. Es scheint nun weniger Luft im unteren Darmbereich zu entstehen, allerdings habe ich nach wie vor einen dauerhaft mit Luft prallgefüllten Magen und muss rülpsen, um diese Luft abzulassen.

Zusätzlich seit ca. 4 Wochen (Ende April) nasale Einnahme von individuell für mich hergestellter Autovaccine zur weiteren Stärkung des (Darm-)Immunsystems, ebenfalls auf Anraten der Ärztin.


Fazit:

Vielleicht bin ich jetzt durch die Darmsanierung (Symbioflor-Therapie) in Verbindung mit der Ernährungsumstellung auf dem richtigen Weg und muss bloß etwas geduldig sein. Die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Trotzdem interessiert es mich, ob jemand ähnliche Erfahrungen machen musste und hilfreiche Tipps parat hat, was ich außer der genannten Maßnahmen noch versuchen könnte. Vielen Dank im Voraus!

Antworten
E=nio007


Hallo The Game 10, hab deinen Beitrag gefunden und wollte wissen ob du (falls du hier noch reinschaust, denn ohne körperliche Probleme kann man das Leben ja endlich wieder geniesen) zum Schluß mit der Symbioflor Kur deine Probleme überstanden hattest. Ich könnte nämlich deinen Beitrag kopieren und als meinen Leidensweg hernehmen - nur ohne Unverträglichkeiten. Bin quasi bei März 2014 deiner Geschichte und da ich so ein ungeduldiger Mensch bin wollte ich wissen ob dir diese Kur auch geholfen hat.

liebe Grüße

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