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Fructoseunverträglichkeit, wer kann mir helfen?

A]mina hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bei mir wurde vor einem Jahr eine Fructoseunverträglichkeit festgestellt. Ich war danach einmal bei einer Ernährungsberaterin und habe mich dann auch ziemlich stark nach dem Ernährungsplan gerichtet. Meine Beschwerden sind aber trotzdem nicht weggegangen. Und ich ernähre mich sehr einseitig. Ich habe gelesen, dass wenn die Beschwerden schon lange vorhanden sind, zu der Fructoseunverträglichkeit noch andere Probleme im Verdauungstrakt dazu gekommen sein könnten. Hat das jemand? Oder weiß jemand was dazu? Auch habe ich gelesen, dass man öfter mal "sündigen" sollte, damit der Verdauungstrakt nicht aus der Übung kommt. Andererseits wurde mir im Krankenhaus gesagt, dass wenn man sich nicht an den Ernährungsplan hält, die Unverträglichkeit zu nimmt. Ich merke, dass ich jetzt stärker auf fructosehaltige Nahrung reagiere, als vorher. Und irgendwie finde ich das alles widersprüchlich. Vorallem wie gehen denn dann nun die Beschwerden weg? Und besteht die Möglichkeit, dass die Fructoseunverträglichkeit irgendwann wieder ganz verschwindet? Wie kommt es überhaupt dazu? Weiß jemand was dazu? Oder kann mir jemand einen Arzt empfehlen, der sich wirklich gut auf diesem Gebiet auskennt? Ich bekomme immer nur zu hören, dass Gebiet wär noch so unerforscht, keiner wüßte wirklich Bescheid...

Wär sehr dankbar, für jeden Tipp...

Antworten
C(heYrryx-Lan


Hallo Amina

Hast du nur Fruktoseunverträglichkeit oder verträgtst du andere Nahrungsmittel auch nicht? Ich habe neben Fruktoseunverträglichkeit auch eine Laktoseintoleranz sowie an die 20 weitere Unverträglichkleiten.

Gefunden hab ich zu Fruktoseintoleranz folgendes:

Angeborene= hereditäre FI: sie wird definiert als eine Störung des Fructosestoffwechsels. In Leber und Niere fehlt das Enzym Adolase B. Der Glucoseabbau wird gehemmt, so dass es kurz nach einer fructosehaltigen Mahlzeit zu einer Unterzuckerung kommt. (diese Form ist aber sehr selten, soweit ich weiß)

Die erworbene FI ist -leider- noch nicht allzu gut erforscht.

Diskutierte Ursachen sind:

- jegliche Arten von Nahrungsmittelallergien und -Intoleranzen (z.B. Sprue/Zöliakie, Laktoseintoleranz) und die dadurch entstandene bakterielle Fehlbesiedelung des Darmes.

- evtl. Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Zustand nach Gallen-OP

Nach Darminfektionen im Ausland

Symptome:

wie bei einer LI (Laktoseintoleranz) kommt es zur bakteriellen Gärung im Dickdarm; auch hierbei entstehen kurzkettige Fettsäuren und Gase, die die gleichen abdominellen Beschwerden wie bei LI verursachen.

Zur Zeit empfohlene Behandlung der erworbenen FI:

Karenz jeglicher Fructose, Inulin, Sorbit, Invertzucker und Honig in der Nahrung für mindestens 1/2 Jahr. Daneben Karenz auch der "Verursacher": z.B. Laktose, Gluten,oder sonstiger als Allergen identifizierter Nahrungsmittel.

Sanierung der Darmflora

Erlaubter Zucker: Traubenzucker (Glucose)

Erlaubt: Kaffee, Tee, Mineralwasser

Weizenmehl Type 405

Mondamin, Griess, Reis, Nudeln

Roggenmehl in kleinen Mengen

Fleisch, Frischfisch

Kartoffeln (am Vortag geschält, geschnitten und

gewässert

Wurstwaren ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern,

"Zuckerstoffen", Gewürzmischungen

Manche Patienten beobachten an sich selbst, dass sie Saccharose = Rübenzucker, ganz "normaler" Haushaltszucker sehr gut vertragen. Manche Autoren beschreiben auch, dass bei einer erworbenen FI Fructose verstoffwechselt werden kann, wenn zu gleichen Teilen Glucose mit verzehrt würde.

Saccharose ist ein Disaccharid und besteht aus Fructose und Glucose.

Also, wenn wir absolute Karenz halten, müssten wir Fructose eigentlich in absehbarer Zeit wieder vertragen können.

Wenn du willst, kannst du dich auch gerne mal bei [[http://www.libase.de]] umschauen. Da bin ich auch. Diese Seite ist sehr gut und da gibt es auch einen Bereich über Fruktoseintoleranz.

Grüße

A#minxa


Hallo Cherry-Lan,

Danke für deine Antwort!

Bei mir wurde bisher nur die Fructoseintoleranz festgestellt. Auf Lactose und Glucose habe ich nicht reagiert. Mehr Tests wurden nicht gemacht. Wie stellt man denn andere Unverträglichkeiten fest? Wie ernährst du dich denn bei so vielen Unverträglichkeiten ???

Was ich nicht verstanden habe, wieso soll man auch auf "Verursacher" (Laktose...) verzichten, wenn man das angeblich verträgt?

Und du meinst also man sollte nicht mal "sündigen", sondern wirklich eine längere Zeit strikt verzichten und dann verträgt man nach einer Weile wieder etwas Fructosehaltiges? Weißt du zufällig auch gute Literatur zu dem ganzen Thema?

Vielen Dank auch für den Tipp mit der Libaseseite. Bin dort auch schon fündig geworden. :-)

Viele Grüße!

CGheXrrCy-Lxan


Hallo Amina

Der Laktosetest wird, glaub ich, so gemacht, wie er Fruktose Test, nur mit Milchzucker.

Den hab ich aber aus Angst vor den Symptomen nicht machen lassen, aber nach etlichen, mehr oder weniger freiwilligen Selbstversuchen weiß ich, dass ich Laktose auch nicht vertrage.

Fruktoseunverträglichkeit und die anderen, die ich noch so im Gepäck habe, wurde bei mir durch einen Scratch-Test festgestellt. Allerdings wird der von den Ärzten anscheinend nicht so gern gemacht und da muss man echt suchen.

Laktose ist leider sehr oft der Verursacher von anderen Unverträglichkeiten, vor allem, wenn sie sehr lange nicht erkannt wurde. Aber wenn du sie definitiv verträgst, brauchst du nicht darauf verzichten, denke ich mal.

Sündigen sollte man in der Karenzzeit eigentlich nicht. Ich versuche jetzt seit 4 Monaten, Fruktose strikt zu meiden. Kein Obst, Gemüse, Limonaden, Marmelade, Honig (Fruktosebombe)usw.

Salat ess ich schon und manchmal vergesse ich auch, meine Kartoffeln zu wässern. Ich hab bis jetzt auch noch nichts abgewogen, obwohl man das eigentlich sollte. Ich hoffe, es funktioniert trotzdem.

Mein Speiseplan ist schon etwas mager. Morgens und mittags ess ich Reiswaffel (darf kein Brot wegen Hefe) mit etwas verträglicher Wurst oder einem vegetarischen Aufstrich. Abends koch ich dann immer. Mal Reis, mal Kartoffeln, mal Nudeln mit Fleisch und etwas Salat. Süßigkeiten vertrag ich fast gar nichts mehr. Nur so eine türkische Süßware, die aber so einen komischen Beigeschmack hat, dass man da freiwillig nicht viel isst. Ist aber wenigstens nicht schlecht für die Figur. Da brauch ich keine Abnehm Diät mehr und auch keine Fastenzeit einhalten (man muss die positiven Seiten sehen und es mit Humor nehmen, sonst dreht man durch).

Literatur weiß ich leider auch keine. Ich habe halt einen ganzen Ordner voll Infomaterial bekommen, als ich den Scratch-Test machen ließ. Wenn du willst, kann ich dir per PN die Adresse der Ärztin geben, die das macht, denn ich weiß nicht, ob ich die hier veröffentlichen darf.

Liebe Grüße

i.ndian}girxl


hallo amina

Ich kann Cherry Lan nur zustimmen (hallo übrigens liebe Cherry Lan ! ;-D ) - am besten ist immer Verzicht.

Wenn du die unverträglichen Sachen (egal was du nun nicht verträgst) weiter zu dir nimmst, können sich andere Unverträglichkeiten mit einschleichen. Außerdem wird der Darm auch dadurch weiter geschädigt anstatt evtl. wieder "etwas zu lernen".

Ich bin auch Laktose Intolerant (Symptome ähnlich der FI) und auch bei libase unterwegs !

Schön daß du dort Infos gefunden hast !

LG Indiangirl

L8eabLandxers


"Re: Fructoseintoleranz

Hallo Amina,

bei mir Bestand schon mal der Verdacht der hereditären Fructoseintoleranz! Ich hatte mich vorab im Netz schlau gelesen. Es gibt eine Selbsthilfegruppe. Schau doch mal unter

[[http://www.fructoseintoleranz.de]]

Viele Grüße Lea

A!mikna


Hallo!!

Vielen Dank erstmal für die Tipps von euch allen!!!

Über die hereditäre Fructoseintoleranz habe ich mich auch informiert, ich glaube aber nicht, dass das auf mich zutrifft. Aber absolute Sicherheit kann man nur durch den Bluttest bekommen oder? Wie kam es denn bei dir Lea, dass der Verdacht war du hättest hereditäre Fructoseintoleranz? Ich habe gelesen, dass man als Baby dann schon immer fructosehaltige Nahrung erbricht, Druchfall hat etc. und laut meinen Eltern trifft das alles nicht auf mich zu. Oder kann es trotzdem vorliegen?

Was für andere Unverträglichkeiten könnten sich denn noch einschleichen?

Und ist es dann so, dass wenn man längere Zeit strikt verzichtet irgendwann wieder mehr Fructose vertragen kann?

Was ist denn ein Scratch-Test? Und ja, Cherry-Lan, wär super wenn du mir dann die Adresse deiner Ärztin per PN geben könntest. Dank dir!

Liebe Grüße!

L)eaLaQnders


"Re:Fructoseunverträglichkeit... wer kann mir helfen?

Hallo Amina,

meine Beschwerden liegen nun schon 2 Jahre zurück! Von was meine Beschwerden genau kamen, kann ich nicht sagen! Ob es nun eine Immunschwäche war? meine Schilddrüsenüberfunktion? mein Nierenstein? schlechte Ernährung? Vorzeichen der Wechseljahre? oder starke psychische Belastung im beruflichen und familiären Bereich? Na ja und die Ärzte bei denen ich war, jeder machte ein bischen was, keiner will mit dem anderen zusammen arbeiten und schon gleich keine Befunde von Kollegen sehen! Angefangen hatte alles mit starker Verstopfung. Je gesünder ich mich ernährt hatte um so schlechter ist es mir gegangen. Bei einer Darmspiegelung stellte sich dann heraus das ich Divertikulose habe.

Der einzige nette Kerl dem ich begegnet war, war mein Internist!

:-) Dem hatte ich wohl leid getan und er ordnete einen Atemtest an um Fructoseintoleranz auszuschließen! Als ich diesen Termin bekam habe ich sofort alle Suchmachinen mit Fructoseintolleranz gefüttert und so bin ich auch u.a. auch auf www.fructoseintoleranz gestoßen. Mein Internist schließt Fructoseintolleranz bei mir völlig aus, aber er hat nie einen Blutest gemacht!

Als ich mich damals informiert hatte stand überall zu lesen das hereditäre Fructoseintolleranz vererblich ist! Anzeichen hierfür sind z.B. eingewachsene Fußnägel wie ich sie habe, Gehirnschlag den mein Vater im Alter von 43 Jahren hatte und gestorben ist er dann mit 47 Jahren an Leberzirhose wie es bei hereditärer Fructoseintolleranz vorkommt! Mein Vater hatte schon reichlich Alkohol getrunken, aber wenn ich so in meinen Bekanntenkreis sehe war mein Vater ein Waisenknabe und ich wundere mich immer wieder wie es deren Leber aushält!

Wenn auch mein Internist Fructoseintolleranz ausgeschlossen hat, so ganz weggesteckt habe ich alles noch nicht! Irgend wie arbeitet es immer im Hinterstübchen, aber ich bin Arztmüde!!!

Ich habe auch keinen besonderen Hunger auf Obst oder Süßigkeiten. Und wenn ich dann wirklich mal zuschlage nehme ich sofort 2kg zu, fühle mich träge bin total verstopft, aber das soll alles von den Kohlehydraten kommen!

Viele Grüße

Lea

F9ruci


Sündigen

Also ich habe gelesen das viele hier geschrieben habe,

dass man nicht sündigen soll.

Ich habe ca. ein halbes Jahr die strenge Diät durchgehalten,

ich verzichte zwar weiterhinauf Fruchtsäfte, Früchte und Süßigkeiten aber ich vertrage schon wieder etwas (so ein Gummibärchen am Tag ist auf jeden Fall ok ;-))

Eine Frage habe ich aber noch:

-Was ist Glucose (Traubenzucker ???)

-und ist es bei Fructoseunvwerträglichkeit ok?

eVvilyein


Hallo Amina!

Ich bin auch eine Leidensgenossin von Dir. Bei mir kommt auch noch eine Lactoseintoleranz dazu, obwohl der Test (wie bei Dir) negativ war.

Ich versuche nun seit 2 Monaten Zucker wegzulassen, was mir aber ehrlich sehr schwer fällt. Ich esse bereits seit einem Jahr kein Obst und Gemüse mehr. Bei mir hat alles nach einer Antibiotikatherapie begonnen. Seither leide ich unter ganz schlimmen Blähungen sobald ich etwas Süßes gegessen habe. Eine Zeit lang war es so schlimm, dass ich auch Reis nicht vertragen habe. Ich kann Dir nur raten, wirklich alles, was Fructose enthält, zu meiden. Es gibt wohl eine 40mg pro kg Körpergewicht-Regel, für mich kann ich sie im Moment jedoch nicht anwenden. Du solltest allerdings auch sätmliche Zuckerersatzstoffe wie Sorbit, Mannit, etc. meiden. Hatte beim letzten Zahnarztbesuch diesbezüglich schlimme Erfahrungen gemacht (er verwendet Sorbithaltige "Poliermittel"). Ich denke mal, die Darmflora ist durch das ewige Sündigen dermaßen aus dem Gleichgewicht, dass es nun mal eine Zeit der absoluten Karenz bedarf bis man wieder langsam normal essen kann. Hab heute mit einer SCheibe Roggenbrot gesündigt... :°( mach ich nieeee wieder!!!

Hast Du etwas zum Darmaufbau getan?

LG

Eva

FdruLci


Glukose

Hey wer kann mir sagen ob (f)Glukose(/f) Traubenzucker ist oder was sonst (und wenn es kein Traubenzucker ist ist es verträglich)?

Mfg Janne

e9vileixn


@ Fruci

Ja, Dextrose, Glucose und Traubenzucker sind ein und dasselbe. Sollte bei FM verträglich sein. Ich vertrage im Moment keinerlei Zucker (leider).

Gleichzeitige Aufnahme von Glucose und Fructose sollte die Fructoseaufnahme erleichtern.

LG

Eva

Fhrucxi


Danke

vielen dank evilein,

ich war blos verwundert ob es ein unterschied zwischen Glucose und Glukose gibt!

Auf den meisten haribo süßigkeiten steht nämlich Glukosesirup als erstes und dann erst zucker.

also könnte ich die schon fast wieder vertrragen.

wieso kannst du garkein zucker vertragen (auch kein Traubenzucker)?

eJvilexin


Hi Fruci!

Naja, ganz so ist es nicht mit den Gummibärchen. Der Glucosesirup ist mitunter ein Gemisch, das wir dann erst recht nicht vertragen. Abgesehen davon wird unter "Zucker" auch alles Mögliche verstanden, muß also nicht immer der Haushaltszucker damit gemeint sein! Ich würde zumindest eine Zeit lang auf Gummibärchen und dergleichen verzichten!

Warum ich keinen Zucker vertrage weiß ich noch nicht. Offenbar dürfte das mit einer ziemlich "verwirrten" Darmflora zusammenhängen. Mal sehen.

FIru|ci


Naja

ich hab es auch getestet(Gummibärchen)

und die vertrage ich auch :-D

also gut ich werde weiter testen und dir die daumen drücken das du möglichst bald wieder zucker verträgst!

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