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Immer wieder kein Befund (Durchfall, Erbrechen) seit 4 Jahren

mie6lBchixcyra hat die Diskussion gestartet


Alles fing (vermute ich) mit einer Gehörgangentzündung und starken Antibiotikas (solche die man nur einmal am Tag nehmen muss) an – genommen, sehr starke Bauchschmerzen bekommen, Übergeben – wieder zum Arzt, andere bekommen, selbes Spiel, usw... Irgendwann hab ich dann Ohrentropfen mit Antibiotikas bekommen und dann ging die Gehörgangentzündung weg.

Danach hatte ich sehr oft nach dem Essen Bauchschmerzen und Übelkeit – vor allem Abends nach dem Essen. Das wurde immer öfter und immer schlimmer und nach einem Monat konnte ich NICHTS mehr essen. Mein Körper hat auf Nahrung – sogar auf Tee – mit heftigen Schmerzen und sofortigem Erbrechen reagiert... Nur klares Wasser ging ab und zu.

Versuche vom Arzt:

MCP Tropfen->Sofortiges Erbrechen

MCP Zäpfchen->Keine Wirkung

Motilium->Yeah, seit da an produziere ich ein wenig Milch und geht auch nicht wieder weg... aber keine Änderung

Omeprazol->Keine Änderung

Diabetis Test->Negativ

Laktose Test->versucht aber ging nicht

Blut abgenommen->Alles normal

Schilddrüse (Ultraschall)->leicht größer als normal, aber normale Werte

Ultraschall wegen Gallensteinen->Ein winzig kleiner, laut Arzt unbedenklich

2 Mal Einlieferung ins Krankenhaus wegen zu starken Schmerzen, aber nur eine Spritze bekommen und nach 2-3 Stunden wieder wegeschickt worden...

Magenspiegelung->Optisch ohne Befund – Proben ohne Befund.

Danach irgendwelche Tabletten von Weleda und Globuli, weil er keine Idee hatte was er sonst noch verschreiben konnte – so Heilpraktiker Sachen

Nach diesen Versuchen waren 3 Monate rum, ich hatte 30 kg abgenommen, konnte kaum noch selber laufen, wegen Kreislaufzusammenbrüchen und Dauerzittern/frieren, war seit fast 3 Monaten ohne Nahrung weil ich zwar sehr großen Hunger hatte, aber nur ganz selten versucht habe was zu essen – so einmal alle 2 Tage einen Bissen gekochte Möhre oder Reis als Versuch (die beiden auf Empfehlung vom Arzt), aber die darauf folgenden Schmerzen haben mich aber immer schnell eines besseren belehrt.

Danach meinte der Arzt, ja dann wäre das entweder psychisch oder Reizdarm – in beiden Fällen könnte er nichts machen und ich solle mich mal richtig Erholen (haha). Ich wurde dann von meinem Freund zu meiner Oma gebracht. Und die hat mich mit sehr stark verdünnten Babygläschen mit Frühmöhren (4. Monat) so einen Löffel davon auf ein Glas Wasser und später mit sehr stark pürierten und verdünnten Kartoffeln aus eigenem Anbau sehr sehr langsam wieder dazu gebracht, dass ich essen konnte.

Seitdem bin ich auf dem Status wie jetzt – ich esse etwas, ich muss ziemlich genau 10 Minuten später (also meist noch während dem Essen) auf Klo mit Durchfall dann nochmal 30 Minuten später und nochmal eine Stunde später... (Also ich muss NUR auf Klo wenn ich was esse, als würde es im Darm nur weitergehen, wenn ich von oben "nachschiebe". Was rauskommt sieht ziemlich genau aus wie Kotze – also unverdaut, leicht stückig und viel Flüssigkeit, und "Originalfarbe"... so als hätte ich es eben gerade zerkaut, es ist aber die Mahlzeit vorher, nicht das was ich gerade gegessen habe) Habe immer leichte Bauchschmerzen sobald ich etwas zu mir nehme, oft auch stärkere. Mindestens zwei mal die Woche muss ich mich übergeben nach dem Essen. Ich habe auch fast jeden Tag frisches Blut und weißen "Schleim" im Stuhl. Durchschnittlich verbringe ich 2 Stunden am Tag auf dem Klo. Dazu kommt, dass ich seit 8 Monaten nicht mal mehr meine Tage bekomme, obwohl ich eindeutig nicht schwanger bin.

Ich war danach noch bei so einigen Ärzten (mindesens 10), aber wenn ich denen sagen, dass das schon seit Jahren so ist glauben die mir nicht und sagen ich hätte was falsches gegessen oder Magen Darm Grippe... Niemand nimmt mich ernst, nehmen zwar Blut ab und einer hat auch mal Ultraschall gemacht, aber alles ohne was zu finden. Einer meinte ich würde nur eine Krankschreibung wollen und hat mich weggeschickt... (Dabei arbeite ich mit dem Problem seit 3 Jahren trotzdem in Vollzeit)

Ärzte können oder wollen mir nicht helfen und alles was sie doch tun spricht dagegen, dass mir etwas fehlt... Ich will nur normal essen und schmerzfrei leben können... Bitte sagt mir was ich noch tun kann. Oder sagt mir einen guten Arzt :[] in Berlin zu dem ich gehen kann...

Anmerkungen: Nein ich habe keine Bulemie, ich nehme keine Drogen und trinke seit dem nicht mal mehr Alkohol und geraucht hab ich noch nie...

Antworten
mReltchzicyrxa


Vielleicht noch als Ergänzung – ich bin weiblich und 28 Jahre alt...

lgiacRhtrerl


Aber Stuhlprobe wurde nie genommen, um zu sehen, ob die Darmflora in Ordnung ist? Koennte sein, dass die ABs da grossen Schaden angerichtet habe u eine Darmsanierung helfen koennte.

mNelcChiceyxra


Nein das wurde nie gemacht – würde sich das nicht über 4 Jahre hinweg irgendwann selber reparieren?

Dass die Antibiotika Schuld sind ist auch nur eine Vermutung von mir – die Ärzte sagen, dass das nicht sein kann... Aber fing halt damit an...

lSiachTterxl


Wenn der Schaden massiv ist, repariert sich das wohl nicht von selbst. Und fuer Aerzte sind ABs ja oft heiliges Allheilmittel, das gaaaar keinen Schaden anrichten kann. Brauchst aber nur mal Ab und Darmgesundheit googeln, das spricht dann e andere Sprache. Ich denke, den Versuch ist es nach dr Zeit allemal wert. Mir klingt das naemlich schon so, dass du ueberhaupt nicht mehr verdauen kannst....

BWro1m;beerkü0chleixn


Magen wurde ja gespiegelt – wie siehts mit ner Darmspiegelung aus?

p6elztiber86


Bevor man auf Reizdarm, psychosomatisch oder auch Nachwirkung von Antibiose, die nur recht kurz genommen wurden, tippt: ist schon mal eine Funktionsdiagnostik gelaufen?

Also Magenentleerungstest /szintigraphie, H2 Atemtests (nicht nur Lactose, sondern auf Fructosemalabsorption, Glucose zum Ausschluss einer Dünndarmfehlbesiedelung), Hinton-Test oder auch erst einmal eine ganz einfache Magen -Darm - Passage?

mfelch^ic6yxra


Nein, ich wusste nichmal dass es sowas gibt und was das für tests sind – warum machen die das dann nicht, wenn man sowas alles testen kann?

LMucy8x9


Bei so extremen Beschwerden wird es wohl kaum nur ein Ungleichgewicht der Darmflora sein (die regeneriert sich übrigens auch größtenteils von selbst). Als nächstes erzählt hier wieder jemand was von Candida :-/ Ich würde an deiner Stelle zu einer guten Uniklinik fahren und nochmal alles an Diagnostik machen was so geht, das klingt ja schon schwerwiegend.

mhelc<hicxyra


Und man kann so einfach zu einer Uniklinik fahren und die nehmen einen dann? Ich schaff es hier in Berlin ja nicht mal einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen...

In Dortmund hatte ich wenigstens den Hausarzt, der die ganzen Tests oben gemacht hat und dann auch den Termin im Krankenhaus besorgen konnte für die Magenspiegelung – in Berlin war ich jetzt halt schon bei so vielen Ärzten aber ich hab entweder MCP Tropfen bekommen obwohl ich gesagt habe ich vertrage die nicht, und dann ne Krankschreibung für eine Woche oder ich wurde weggeschickt... Wie soll ich da jemanden für eine Überweisung zum einem Facharzt bekommen? Da kann man ja nicht einfach auftauchen und in der Klinik schon garnicht, oder?

Und woher soll ich das mit den ganzen Tests alles wissen – ich geh normalerweise zur Arzt weil der wissen sollte was er tut und ich hab doch keine Ahnung...

mLelchi!cyra


So ich hab nun mal bei einem Gastroenterologen angerufen – erstens man braucht eine Überweisung und zweitens die machen nur die Tests mit denen man da hingeschickt wird... Also man kann da nicht einfach als normaler Mensch hingehen... Und mit der Klinik ist das bestimmt noch schlimmer, oder?

L!uxcoy89


Das Problem kenne ich. Ich hab so lang da angerufen bis ich einen Termin bekommen habe, mit Überweisung vom Facharzt. Man muss sehr hartnäckig sein und selbst dann ist es noch sehr schwer.

K3rähxe


[[http://de.wikipedia.org/wiki/Antibiotikaassoziierte_Kolitis#Symptome]]

Das war so mein erster Gedanke, aber da wäre das Erbrechen sicher weniger im Vordergrund. ":/

Hbitnaxta


Diese Colitis tritt aber an sich akut während der Einnahme des ABs auf und hält sich nicht für so lange. Zumindest ist so ein langwieriger Krankheitsverlauf eher ungewöhnlich.

RGhexlia


Wenn eine Clostridieninfektion solche Ausmaße annimmt, überlebt man keine 4 Jahre damit.

Hast du deinem Arzt dein Leiden mal demonstrieren können? Also etwas in der Praxis essen?

Du kannst dein Problem auch der Krankenkasse schildern, vielleicht können die dir einen Arzt empfehlen.

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