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Schleim im Rachen

R$ei~niG hat die Diskussion gestartet


Ich versuche eine eigene, persönliche Anamnese zu Ihrer Information zu erstellen:

- Seit ca. 1992 Zervikalsyndrom mit geschlossenen Wirbelkammern.

- Seit ca. 1990 Bluthochdruck. Durch Gewichtsreduzierung, Ernährungsumstellung und Sport habe ich das im Griff (110-130 zu 65-75).

- Seit 1995 Prolaps LW ¾, ohne Operation.

- Seit Januar 2009 Diabetes Typ 2, im Griff durch obige Maßnahmen, letzter HBA1C-Wert 5,8.

- Medikamente: je eine Metformin 500 und Exforge und abends.

- Nieren- und Gallensteine, groß, kein Grieß.

- Kaliumverlust. Ursache unbekannt, Einnahme von Kalinor Brause.

- Im rechten Ohr Pulspochen, im linken Ohr Pfeifen, Zirpen. Tebonin hat nicht geholfen.

- Seit Januar 2008 Schleim im Rachenraum, schlimm nachts im Liegen (ich schlafe praktisch im Sitzen).

o 4 HNO-Ärzte fanden keine Ursache.

o 3 Lungenfachärzte fanden keine Anhaltspunkte, Lunge ist OK.

o 2 Magenärzte tippten auf Reflux, die üblichen Protonenpumpenhemmer halfen nicht (Omeprazol, dann Nexium). Das Problem ist, dass ich kein saures Aufstoßen (Sodbrennen) habe. Wenn, dann ist der Schleim basisch – entgegen der Theorie. Starke Speichelbildung, was meine Cheilitis verstärkt.

o Der letzte Magenarzt fand bei der Magenspiegelung einen Bruch des Zwerchfelles (Hiathushernie). Am 25. Januar 2011 wurde im AVK Ehringshausen die Magenwand mit dem Zwerchfell vernäht und eine Manschette gesetzt – ohne dass meine Beschwerden (die Schleimbildung) verschwand.

o Erneute Untersuchungen eines HNO-Arztes förderten zu Tage, dass meine Schilddrüsen stark vergrößert waren und auf einer eine Zyste saß. Könnte Ursache für die starke Schleimbildung im Rachenraum sein.

o Das Szintigramm bestätigte die Diagnose. Man stellte auch fest, dass die nach innen gehenden Schilddrüsenwucherungen die Speise- und die Luftröhre zur Seite drückten.

o Im St.-Josefs-Krankenhaus Gießen wurde das von Dr. Schabram bestätigt. Meine Schilddrüsen wurden im September 2011 entfernt.

o Leider ist die Schleimbildung auch durch diese Operation nicht verschwunden. Nach längerem Reden oder Telefonieren trocknet mir der Mund aus.

o Es genügt ein Schluck Wasser, um abends Tabletten einzunehmen, damit die Schleimbildung hervorgerufen wird.

o Ich habe ständig Blähungen und Speisen bleiben mir im Hals stecken. Oft hilft nur Lefax.

o Könnte es vielleicht Achalasie sein?.

o Keine Streptokokken

o Kompressorinhaltator (Omron, Kochsalzlösung, Heilpflanzenöl) versagt.

o Im EVK ließ ich Breischluck-Röntgen durchführen. Dabei zeigte sich ein Oesaphagus-Divertikel nach Zenker.

o Auf Rat meines Hausarztes (Bernd Krause, Gambach) stellte ich mich bei Dr. Lotterer im KKH Wetzlar zur Vorbesprechung des Klinikaufenthaltes vor.

o Am Montag, 17. Februar, begab ich mich ins KKH Wetzlar. Die Divertikelbeseitung sollte dann am Dienstag erfolgen.

o Die Operation wurde auf den Mittwoch verschoben und eine Magenspiegelung incl. Oesophagus (mit Kamera) durchgeführt.

o Am Mittwoch wurde die Operation auch nicht durchgeführt, sondern es erfolgte eine weitere Magenspiegelung.

o Am Donnerstag wurde eine CT des Halses durchgeführt und ich wurde nach Hause geschickt.

o Man wollte alle Untersuchungen auswerten. Ich sollte daher am 5.3. wieder erscheinen.

o Heute also war ich im KKH und mir wurde eröffnet, dass keine Achalasie vorliegt. Das Divertikel sei sehr klein und hätte die Größe einer Spitze des kleinen Fingers. Es lag dicht unter dem Pförtner und könnte im KKH nicht operiert werden. Falls ich das wollte, sollte ich dies in der HNO Gießen durchführen.

o Logischerweise konnte die "Winzigkeit" des Divertikels nicht die großen Mengen an Rachensekret nicht erklären.

o Mir fällt jetzt eigentlich nicht viel ein, bis auf die Tatsache, dass wohl nicht feststeht um welche Art Sekret es sich handelt (Rachenabstrich). Dann könnte man möglicherweise auf die Ursache schließen.

o Ich habe einen Rachenabstrich in der Nacht, da nachts die stärkste Schleimbildung ist, durchgeführt. Es wurden 3 Bakterienarten festgestellt. Daraufhin habe ich 20 Antibiotikum-Tabletten eingenommen – ebenfalls ohne Erfolg.

o Nun denke ich, dass bei mir ein Problem mit der Speichelproduktion vorliegt, da ich das Gefühl habe (habe ich oft genug gesagt), dass es Speichel ist, der mir in die Luftröhre dringt.

o Dann habe ich festgestellt, dass eigentlich das Sekret im Rachenraum mehr wie bei einer starken Erkältung wirkt. Außerdem hatte ich schon bei kleinen Trinkmengen starken Speichelfluss in der Mundhöhle. Daraufhin bekam ich 7 Scopolaminpflaster, die ich hinter ein Ohr befestigen musste. Es zeigte sich aber keine Besserung, sodass

o A) die Zahl der Pflaster, die Zeit, zu kurz war, oder

o B) das Scopolamin-Pflaster (Suchtgefahr) bei mir wirkungunglos war.

o Wie verhält sich das bei Atropin?

o Gibt es andere Möglichkeiten, den Speichel- und Sektretfluss zu stoppen?

Nachsatz:

Die von uns entwickelte Scopolaminlösung muss in einer Apotheke nach ärztlicher Verordnung hergestellt werden:Scopolaminlösung: 7,5 mg Scopolaminbromid auf 250 ml Aqua conservans (p-Hydroxybenzoesäurepropylester 0,0625g und p-Hydroxybenzoe-säuremethylester 0,1875 g und gereinigtes Wasser ad 250,0g). 1 ml dieser Lösung enthält 30 µg Scopolamin. Lichtgeschütz ist diese Lösung mehrere Monate haltbar. Sie wird nach oraler Gabe schnell und vollständig resorbiert.Zur Behandlung mit Scopolamin wurden 15 stationäre Patienten mit einer Indikation zur Speichelreduktion aufgrund einer Dysphagie ausgewählt. Erfasst wurden Alter, Geschlecht, Ätiologie der Schluckstörung, Tracheostoma, Art der Ernährung, Hauptsymptomatik der Schluckstörung, Indikation zur Speichelreduktion, Behandlungsdauer, Nebenwirkungen, Behandlungsergebnis. Basisuntersuchungen waren: 1) Klinische Untersuchung 2) Video-Pharyngolaryngoskopie zur Überprüfung der Effektivität der Medikation und der Abnahme des Speichelaufstaus bzw. des Speichelflusses 3) Videofluoroskopie zur Erfassung der Ursachen der gestörten Schluckfunktion, 4) ggf. Bronchoskopie zur Erfassung von Aspirationssymptomen und -folgen . Alle Patienten erhielten während der medikamentösen Behandlung gleichzeitig eine intensive Behandlung nach den Prinzipien der Funktionellen Dysphagietherapie. Jeder Schluck Wasser zu einer Tablette löst die Sekretbildung im Rachen aus. Und so plage ich mich immer noch seit 7 Jahren.

Quod erat demonstrandum

Antworten
APhorFnbl~atxt


Das hier ist ein Laienforum. Wer etwas vergleichbares hat, hat hier zumindest in der Form nicht gepostet.

Was ist denn überhaupt mit der Ernährung? Wie sieht die aus? Die chinesische Medizin hat bei Schleimbildung immer irgendwelche Erklärungen im Chi oder so.

Milchprodukte sollen SChleimbildner sein. Gibt hier noch nen Hinweis auf eine Zuckerkur, Stichwort Schleimsäure.

Abhorbn,blatt


Und ich würde auch die ganze Sache erst mal anders sehen.

Schleim, der bereits durch einen Schluck Wasser "ausgelöst" wird, könnte der Versuch des Körpers sein, diesen wirklich zu lösen, ein "Entgiftungsversuch", eine versuchte Reinigung... Nicht der Schleim ist das "Böse" sondern schon die Folge von etwas, was endlich durch – mit Wasser – gelöst wird, rauskommen soll.

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