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Nach Darm-OP und lange krank immer noch keine Diagnose :-(

E|wi>gjammexrer hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

noch vor 2 Jahren berichtete ich hier über meinen Blinddarmdurchbruch mit Bauchfellvereiterung und das ich seit dieser OP keine Probleme mehr mit meinem jahrelangen Reizdarm hatte....

Doch nun schaut die Sache wieder ganz anders aus... :(v ich bin total verzweifelt.

Ich fang mal vorne an....

seit ungefähr Juni 2014 fühlte ich mich bei allem lustlos, keinen Hunger und mir war öfters übel. Zu diesem Zeitpunkt verstarb auch meine Mutter und so sah ich das ganze als Reaktion auf die Trauer...weil das kannte ich auch noch daher als mein Vater starb...also machte ich mir darüber weniger Gedanken.

Dann Ende Januar diesen Jahres bekam ich zusätzlich schlimme Bauchschmerzen und bin ins Krankenhaus. Dort vermutete man zuerst diesen Novovirus (ich hoffe das schreibt man so) und lies mich erstmal 4 Tage in Karantäne liegen ohne mehr zu machen. Am 5. Tag dann machte man ein CT und entdeckte bei mir einen 3cm großen Eiterabszess am Dickdarm, den man tags darauf endoskopisch entfernen wollte.

Als ich nach der OP auf der Intensivstation erwachte wurde aus der Endoskopie ein senkrechter Bauchschnitt von 25cm. Die Chirurgen meinten es wäre nicht nur dieser Abszess, sondern auch eine Verwachsung mit der Bauchmuskulatur, sowie 2 entzündete Darmschleifen gewesen, welche man entfernt hätte. Und....angeblich Morbus Chron...da wären sie sich sicher, das wäre der Auslöser von all dem gewesen. Nun erinnere ich mich aber genau, dass damals nach meiner Blinddarm-OP der Chirurg zu mir meinte, er wäre sich nicht sicher, ob sie den ganzen Dreck im Bauchraum komplett herausgespült bekommen hätten...evtl. müssten sie nochmals da ran...was aber nicht der Fall war.

Nachdem ich 8 Wochen krank zuhause war und ein Termin zur Darmspiegelung um den Morbus Chron zu bestätigen näherrückte, bekam ich plötzlich wieder Bauchkrämpfe...also wieder in Krankenhaus. Dort wurde dann tags drauf direkt eine Magen-Darm Spiegelung gemacht, mit dem Ergebnis Magen ok, Darm konnte nicht richtig eingesehen werden da angeblich das Abführen durch die Enzündung im Bauch nicht richtig geklappt hatte (was aber auch wirklich hätte sein können da ich den Brabbes wieder ausgebrochen hatte). Was man jedoch fand im Sigma-Bereich (viel weiter hoch kamen die nicht rein als etwa 20cm) waren entzündete Divertikel....welche man 5 Tage mit Antibiotika behandelte und mich dann heimschickte.....mit einem neuen Termin zur nochmaligen Darmspiegelung. Dieser war nun heute.

Ich hatte seit dem letzten Krankenhausaufenthalt vor 7 Wochen nun eigentlich keine Beschwerden mehr, bis auf das die Narbe ab und zu wehtat und war nun zuversichtig, das heute die Spiegelung klappen würde. Auch das Abführen hat gut geklappt. Leider dann aber heute das Ergebnis: Man kam wieder nicht weiter rein als ca. 20cm...die Divertikel wären immernoch entzündet was aber auch ein halbes Jahr durchaus dauern könne. Man kam an der gleichen Stelle nicht weiter wie vor 7 Wochen. Angeblich würde das ausschauen als wenn es ein Gewucher der Schleimhaut wäre was den Weg versperrt, bzw. als wenn der Darm verengt wäre. Diagnose wieder gleich null, die nächste Untersuchung ist nun in 2 Wochen, da soll dann ein CT gemacht werden, wobei der Darm mit KOntrastmittel geflutet wird.

Der Gastrologe meinte was schlimmes nimmt er nicht an, auch Krebs würde nicht so aussehen, evtl. wäre das auch durch diese Divertikelentzündung...aber sagen was es nun ist kann er momentan nicht...evtl. müsse man noch einen Teil Darm entfernen...im schlimmsten Falle.

Nun hab ich wahnsinnige Angst..ich bin fix und fertig. Dachte eigentlich das ich heute etwas gutes gesagt bekomme, zumal ich ja auch keine Beschwerden mehr habe und dann das. Ich könnt heulen, zumal ich mir sowieso schon immer gleich das schlimmste einrede...

Was meint Ihr denn dazu?

LG.

Antworten
Eumax


Hallo Ewigjammerer,

ich glaube du hast da zwei verschiedene Probleme in deinem Bauch.

Als ich nach der OP auf der Intensivstation erwachte wurde aus der Endoskopie ein senkrechter Bauchschnitt von 25cm. Die Chirurgen meinten es wäre nicht nur dieser Abszess, sondern auch eine Verwachsung mit der Bauchmuskulatur, sowie 2 entzündete Darmschleifen gewesen, welche man entfernt hätte.

Verwachsungen nach einer Blinddarm-OP - insbesundere nach Durchbruch und vereiterter Bauchfellentzündung sind nicht selten sondern fast normal. Diese Sache ist auf der rechten Bauchseite unten. Ich nehme an, dass dein 25 cm langer Bauchschnitt auch rechts ist.

Man kam wieder nicht weiter rein als ca. 20cm...die Divertikel wären immer noch entzündet was aber auch ein halbes Jahr durchaus dauern könne. Man kam an der gleichen Stelle nicht weiter wie vor 7 Wochen. Angeblich würde das ausschauen als wenn es ein Gewucher der Schleimhaut wäre was den Weg versperrt, bzw. als wenn der Darm verengt wäre.

Dieses Problem liegt (bei 20 cm Eindringtiefe) im Sigma-Bereich, das ist die linke Bauchseite.

Deine seinerzeitige Entzündung des Blinddarmes und die jetzige Entzündung von Sigma-Divertikeln können möglicherweise eine gemeinsame Ursache haben. Es sind jedoch verschiedene Erkrankungen auf verschiedenen Bauchseiten. Ich hatte auch Blinddarmdurchbruch, vereiterte Bauchfellentzündung und habe nun auch Verwachsungen rechts unten sowie Divertikel im Sigma, die allerdings noch nicht entzündet sind.

Wenn es sich bestätigt, dass im Sigma ein Gewucher der Schleimhaut vorhanden ist, dann wirst du wohl um eine erneute Bauchoperation nicht herum kommen. Diese ist aber nicht schwieriger als eine normale Blinddarm-OP.

Sei tapfer und steh das durch. Dann bist du es hoffentlich los.

Ich wünsche dir alles Gute.

Eswigjhamm^erexr


Hallo Emax,

Danke für deine Antwort.

Mein Bauchschnitt ist direkt mittig, mitten durch den Bauchnabel, beginnend 2cm über dem Geschlechtsteil und endend ca. 5cm über dem Bauchnabel.

Das mit diesen Verwachsungen nach solch einem Blinddarmdurchbruch hab ich auch schon mal gelesen und erscheint mir auch sinnvoller als Morbus Chron...Auch der Chefarzt der Inneren, sowie auch der unabhängige Gastrologe halten einen Morbus Chron bei mir für eher unwahrscheinlich, weil angeblich wären meine Symptome andere, ausschliessen können sie es aber auch nicht, da der Darm ja wie gesagt noch nicht komplett eingesehen werden konnte.

Ich frage mich nur, wenn man mich so weit aufgeschnitten hat...hätte da nicht solch ein verengter Darm auffallen müssen? Oder wollte man dieses mal einfach auf nummer sicher gehen und ja nix übersehen, nachdem ja damals der Blinddarmdurchbruch anfangs als Verstopfung diagnostiziert wurde und erst nach 10 Stunden dank CT erkannt wurde? Das war nämlich im gleichen Krankenhaus...der Blinddarmdurchbruch und die letzte OP im Januar.

Normal müsste ich denken da kann jetzt nix schlimmes mehr bei rauskommen, habe ja auch so gut wie keine Beschwerden mehr....doch das kann ich leider nicht :-( . Ich hab nun so eine Angst und mach mich verrückt ohne ende...das nimmt mir jetzt die letzte Lebensfreude.

Ich habe gestern dann nochmal mit meinem Hausarzt gesprochen, das ist wirklich ein ganz lieber und der nimmt sich auch noch Zeit für einen. Der hat auch gemeint ich soll mich mal jetzt nicht so verrückt machen. Wenn da was akutes wäre oder der Gastrologe da jetzt schlimme Bedenken hätte nach der gestrigen Untersuchung, hätten die mich doch direkt eingewiesen...und nicht gemütlich einen Termin fürs CT in 2 Wochen gemacht. Und ich solle mal meine Krebsangst vergessen, da bräuchte ich nach all den Untersuchungen und auch nach der OP keine Angst vor haben...das wäre mit sicherheit schon aufgefallen.

Ich hab ja seit 20 Jahren Probleme mit der Verdauung, fast nur Durchfälle, Bauchschmerzen....vor allem bei Aufregung. Kam damals 2004 sogar deswegen in die Kur, man sprach immer nur vom Reizdarm. Eine Spiegelung wurde damals nie gemacht bei mir...vielleicht habe ich diese Verengung auch schon seit jahren und es ist nur nie aufgefallen, weil bis vor 7 Wochen noch nie gespiegelt wurde ???

2007 habe ich dann von einem Bekannten Flohsamenschalen empfohlen bekommen gegen meinen Reizdarm...und diese Zeugs hat mich doch tatsächlich zu 99% beschwerdefrei gemacht, seit dem schwör ich drauf.

Ich hoffe das sich das ganze beim CT aufklärt und was harmloses ist womit ich ohne eine weitere OP leben kann.... :°(

E6wigja'mmerexr


Hallo,

so...gestern hatte ich ja mein besagtes CT. Bekam das volle Program, was auch etwas unangenehm war...quasi Kontrastmittel trinken (das schmeckte wie Wasser), In die Vene und zur Vollendung des Kunstwerkes auch noch in den Popo gepumpt :-o.

Danach ein Gespräch mit dem Radiologe.

Er verglich Bilder vom CT von 2013 wo ich den Blinddarmdurchbruch hatte, die Bilder von dem CT vor der OP im Januar und die Bilder von gestern. Ich leide ganz klar an einer Chronischen Divertikelkrankheit....und das schon sehr sehr lange. Daher auch die Verengung des Darmes...welcher auch momentan noch leicht entzündet sein.

Schlimm wäre das jetzt nicht, man müsse halt schauen das der Darm sich nicht ständig wieder entzünden würde, da immer wieder neue Vernarbungen entstehen würden, die die Darmwand immer dicker und somit den Durchlass im Darm immer enger machen würde....was dann irgendwann doch mal dazu führen könnte, das dieser Teil Darm entfernt werden müsse.

Also umstellen der Ernährung plus weiterhin und wohl auf ewig die Einnahme non Stuhlweichmachern....aber damit kann ich leben :)^

Allerdings muss ich dazu sagen, das mein Darm seit dem CT gestern plötzlich wieder stark gereizt ist, was aber normal wäre....das käme vom in den Darm gepumpten Kontrastmittel...das würde reizen...könne auch ein paar Tage dauern bis die Reizung weg wäre.

Somit eigentlich ja alles erträglich und gut. Besser als eine Bösartige Diagnose :)z

Leider wurde aber nun beim CT auch noch festgestellt, das ich nun einen Bruch des Bindegewebes im Bereich des Narbels hätte :-( . Den hatte ich definitiv auf den Bildern vor der OP noch nicht.

Das wiederum käme aber oft vor nach solch großen Bauchschnitten wie ich ihn hätte.

In diesen Bruch könne sich nun der Dünndarm reinlegen und quasi auch abklemmen.

Der Gastrologe rief mich gestern an und empfahl mir eine OP des Bruches im Herbst....wäre zwar nicht akut und dringend aber einen 45 Jährigen der ja noch aktiv sei solle man so nicht rumlaufen lassen. ":/

Jetzt war ich natürlich erstmal wieder fertig....kaum mal eine recht gute Diagnose, folgt schon wieder eine schlechte :[]

Mein Hausarzt meinte nun, ich solle mich jetzt mal nicht so verrückt machen. Klar wäre eine OP des Bruches nicht zu umgehen, aber das müsse nicht im Herbst, und auch nicht gleich im nächsten Jahr sein....immerhin gäbe es sehr viele Menschen, die genau so einen Bruch hätten und damit jahrzehnte rumlaufen würden....halt schwer heben solle ich auf keinen Fall.

Klar wäre umso früher um so besser....allerdings nach meiner letzten OP sollte man eh noch etwas abwarten.

Wie kritisch sehr Ihr das denn? Wenn es nach mir ginge würde ich das am liebsten die nächsten 5 Jahre vergessen {:(

LG

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