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beschädigter dickdarm?

dvie17tesünede hat die Diskussion gestartet


hallo,

dieser beitrag könnte jetzt etwas direkt werden...

mich haben seit neujahr etwa zwei monate lang fettige, übelriechende durchfälle geplagt. es begann alles mit einer ganz normalen einwöchigen erkältung, zu der sich eben dieser durchfall dazu gesellte. doch er ging nicht mit der erkältung wieder weg.

dieser durchfall, den ich etwa einmal am tag hatte ( es war also nur von der form her durchfallartig und nicht von der häufigkeit), bereitete mir große probleme bei der hygiene. es war wegen dem fettgehalt klebrig und schwer zu entfernen wenn ihr wisst was ich meine. da konnte mir nur noch die dusche helfen. am anfang war es in dieser hinsicht besonders schlimm, mein hintern war total verschmutzt, mit der zeit jedoch wurde der klebrige dreck immer weniger, so als ob immer weniger fett im stuhl wäre.

und genauso war es dann glaube ich auch. als ich nach einigen wochen das nahrungsfett als ursache fand, begann ich mich nur noch von kartoffeln reis äpfeln usw. zu ernähren, und der stuhlgang wurde so wie immer. sobald ich jedoch auf fettiges umstieg, gab es wieder probleme. daher bin ich mir ziemlich sicher, dass eine malabsorption vorlag.

jetzt nach einigen monaten kann ich wieder fetthaltiges essen (fleisch,kekse), es darf aber nicht zu fettig sein, wie z. b. pizzakäse. diese malabsorption scheint sich also zu bessern. ich war auch inzwischen beim arzt und der konnte keine parasiten, bauchspeicheldrüsenerkrankungen usw feststellen. zöliakie scheine ich auch nicht zu haben, da ich brot gut vertrage. ich glaube also, dass irgendwie durch die erkältung mein dünndarm infiziert wurde oder irgend so etwas und darum die verdauung von fetten vollkommen in die brüche ging. wie das passieren konnte kann ich mir leider nicht ausmalen.

das war erstmal die vorgeschichte. jetzt ist es so, dass mein dickdarm offenbar durch diese monatelange belastung diverse schäden davongetragen hat:

1.Ich höre öfters darmrumoren

2.Ich kann die Luft in meinem darm spüren (!!!!) . Ich kann richtig spüren, wie sie sich den weg durch die Bauchhöhle bahnt, genau der weg, den der dickdarm hat. es fühlt sich etwa so an, als würde man einen ballon durch den darm drücken. es ist kein schmerz, aber ein gewisser druck. so etwas habe ich noch nie erlebt und ich frage mich echt immer wieder, wie es zu sowas kommen kann. es mag ja sein, dass die darmwand noch gereizt ist oder so, aber sowas...

3.ziemlich oft höre ich ein blubbern und glucksen, vor allem im unteren linken bauchbereich, und manchmal auch einen ziehenden schmerz, eine art brennen.

Ich muss nochmal sagen dass ich lange keine Durchfälle mehr habe, diese Beschwerden jedoch geblieben sind. Hat jemand ebenfalls chronischen Durchfall gehabt und kann auch von solchen Nachwirkungen berichten? das würde mich sehr freuen wenn ich nicht der einzige wär der so komische sachen hat.

dann gibt es noch eine letzte sache, die mich auch fertig macht:

ich habe ja oben beschrieben, dass der stuhlgang ziemlich klebrig war. das war er dann ja auch, als er sich im dickdarm befand. kann es denn sein, dass stuhlreste in meinem dickdarm verklebt sind, dort kotsteine gebildet haben und das dann zu diesen drei symptomen führte? dieser gedanke lässt mich nicht mehr los. ich überlege auch immer wieder, es ein für alle mal zu klären und eine darmspiegelung machen zu lassen, aber erstens habe ich angst vor dieser und zweitens bin ich mir ziemlich sicher, dass die abführerei vor der spiegelung meinem geschwächtem darm den gnadenstoss verpassen wird.

was hält ihr von diesem gedanken? kennt sich irgendjemand mit solchen komplikationen aus?

danke für das lesen dieses riesentexts

die7tesünde

Antworten
H<armonsie19x76


die7tesünde,

nach einem Infekt KANN sich durchaus auch einmal eine VORÜBERGEHENDE Nahrungsmittelunverträglichkeit einstellen, so kann es sein, dass man beispielsweise eine Zeit lang plötzlich auf Laktose reagiert.

Mein Tipp: Jogurt, Jogurt, Jogurt

Jogurt hat viele gute Eigenschaften, der das Gleichgewicht der Darmflora unterstützen kann. Ich würde rund 500g pro Tag für einen Zeitraum von mind. 3-4 Wochen empfehlen. Jogurt mit stillem Wasser und Salz vermischt, ergibt ein erfrischendes Getränk. Viel Flüssigkeit unterstützt zudem auch die Darmtätigkeit. Mit Milch und Bananen zum Shake verarbeitet, profitiert man zudem von guter Energie, Bananen sind ebenfalls gut für Magen/Darm. Zusätzlich kann man es auch mit Probiotika wie Omnibiotic6, Omniflora oä. versuchen. Mit ein bisschen Geduld wird das wieder. Ob Du Dich mit einer Spiegelung besser fühlst, kannst nur Du entscheiden. Ich würde jedoch versuchen, es mal vorab mit Jogurt/Probiotika in den Griff zu bekommen. (Damit habe ich eine Infektion mit Clostridium d. nach Antibiose wieder in Ordnung gebracht.)

EMm[ax


aber erstens habe ich angst vor dieser und zweitens bin ich mir ziemlich sicher, dass die abführerei vor der spiegelung meinem geschwächtem darm den gnadenstoss verpassen wird.

Das Abführen vor einer Darmspiegelung ist normalerweise darmschonend. Üblicherweise bekommt man ein Mittel, welches bewirkt, dass die dazu getrunkene Flüssigkeit nicht über Nieren und Blase ausgeschieden wird sondern im Darm bleibt und diesen durchspült. Im wesentlichen wird dein Darm dabei nur vorübergehend mit 2 Liter Wasser belastet. Dann ist er leer.

Vor der eigentlichen Darmspiegelung brauchst du auch keine Angst haben. Wenn du willst, kannst du dir dazu eine Kurznarkose mit Propofol geben lassen.

djie7<tesüxnde


das mit dem joghurt werd ich probieren, mir schmeckt joghurt sowieso ;-D

ok dann sagen wir mal ich lass die darmspiegelung machen und man entdeckt jetzt tatsächlich irgendwelche kotsteine oder kleine "verklebte überreste"

was jetzt? werden die entfernt oder kriege ich eine op verpasst oder was könnte passieren?

die7tesünde

E^mvax


Hallo die7tesünde,

ok dann sagen wir mal ich lass die darmspiegelung machen und man entdeckt jetzt tatsächlich irgendwelche kotsteine oder kleine "verklebte überreste" was jetzt? werden die entfernt oder kriege ich eine op verpasst oder was könnte passieren?

Ich bin fest davon überzeugt, dass etwaige Kotsteine oder verklebte Überreste mit der Abführung vor der Darmspiegelung heraus kommen.

Dein Darm wird in der Vorbereitung (evtl. am Vortag) zunächst mit einer Durchspülung total geleert und wenige Stunden vor der Untersuchung in einer zweiten Spülung bestmöglich gereinigt. Ich habe das bei bisher 5 Darmspiegelungen schon hinter mir Soweit ich das aus meiner Erfahrung überblicke, sind dann etwaige Kotsteine oder "Überreste" auch abgeführt.

Irgendwelche Sachen im Darm, die dort nach dem Abführen dennoch vorhanden sind, obwohl sie nicht hingehören, deren Durchmesser nicht größer als 3 cm ist, holt der Arzt dann heraus. Das könnten hauptsächlich Polypen sein. Bei meiner ersten Darmspiegelung wurde ein großer flächiger Polyp entdeckt, der erst nach Unterspritzung mit einer Kochsalzlösung so zusammengezogen war, dass die Schlinge ihn kassieren konnte.

Von einer etwaigen Darm-OP bis du noch weit entfernt.

Ich wünsche dir alls Gute und stehe für weitere Fragen (insbesondere zu Darmspiegelungen) gerne zur Verfügung

d+ie7teWsündxe


danke für eure antworten.

ja dass die abführmittel eventuelle kotsteine wegspülen würden leuchtet mir ein. trotzdem frage ich mich, wieso dann nicht jeder ab und zu abführmittel nimmt um den darm zu reinigen?

das wäre ja natürlich totaler quatsch. es ist ja so, dass der darm sich doch eigentlich von selbst reinigt und so weiter. aber warum muss man dann vor darmspiegelungen abführmittel nehmen? würde es dann nicht reichen, wenn man einfach ein, zwei tage nichts isst, halt nur trinkt und der darm sich in dieser zeit ganz ohne abführmittel jeglicher überreste entledigt hat? das klingt zwar schwer, aber ich glaube viele würden das einer abführmittel-tortur, die ekelhaft schmeckt, vorziehen oder? Emax Du weisst ja bestimmt wie widerlich das war.

jedenfalls will ich sagen, dass offenbar der darm an sich immer schmutzig ist, wenn man nicht tonnen von abführmitteln reindrönt. es gibt wohl immer irgendwelche stuhlreste hier und da, die halt mit dem nächsten stuhltransport "mitgenommen" werden. der stuhl lässt auf seinem weg durch den dickdarm jedoch auch rückstände zurück und diese werden dann wieder vom nächsten nahrungsbrei "mitgeschleift" - so stelle ich mir das jedenfalls vor. wie sollte es auch sonst sein?

wenn dem nicht so wäre, würde ja kein arzt auf die abführmittel vor einer darmspiegelung bestehen. es wird ja immer verlangt, dass der darm komplett sauber ist.

Sollte ich also nicht einfach auch auf meine natürliche selbstreinigung vertrauen, wenn ich denn wirklich diese klebrigen stuhlreste im darm hängen hätte? sind stuhlreste im darm, solange sie nicht zu harten kotsteinen ausarten, nicht eigentlich völlig normal und selbstverständlich?

ich hoffe meine fragen klingen nicht allzu merkwürdig aber der gedanke innerlich vor mich hin zu gammeln ist mir als sauberkeitsfreak echt unangenehm... :[] :[]

die7tesünde

EQmax


Hallo die7tesünde,

würde es dann nicht reichen, wenn man einfach ein, zwei tage nichts isst, halt nur trinkt und der darm sich in dieser zeit ganz ohne abführmittel jeglicher überreste entledigt hat?

Nein, dann wäre der Darm wohl nicht ganz leer und schon gar nicht rein. Die noch vorhandenen Kotreste könnten Polypen verdecken.

viele würden das einer abführmittel-tortur, die ekelhaft schmeckt, vorziehen oder? Emax Du weisst ja bestimmt wie widerlich das war.

Es gibt widerlich schmeckende und inzwischen auch gut schmeckende Abführmittel. Gute Erfahrung habe ich mit Picoprep (rezeptfrei) gemacht. Auch über Citrafleet gibt es in diesem Forum positive Berichte. Man trinkt einen Viertelliter fruchtig schmeckende Flüssigkeit und danach 2 Liter Wasser oder andere klare Flüssigkeit. Ich trinke dann immer stilles Mineralwasser.

In Krankenhäusern, die mit jedem Cent rechnen müssen, wird dem Patient oft das billigste Abführmittel verabreicht, egal wie widerlich das schmeckt.

Sollte ich also nicht einfach auch auf meine natürliche selbstreinigung vertrauen, wenn ich denn wirklich diese klebrigen stuhlreste im darm hängen hätte? sind stuhlreste im darm, solange sie nicht zu harten kotsteinen ausarten, nicht eigentlich völlig normal und selbstverständlich?

Das solltest du deinen Arzt fragen. Durch ballaststoffreiche Ernährung und durch Nahrungsergänzung mit Flohsamenschalen kann man der Selbstreinigung des Darmes etwas nachhelfen.

Auch kann man mit Picoprep und 2 Liter Wasser den Darm selbst ausräumen. Aber wenn man schon die SchScheißerei durchgemacht hat, dann kann man sich auch noch den Schlauch hinten hinein schieben lassen und hat dann Gewissheit darüber, ob alles in Ordnung ist.

dlie7,tesPünde


Danke für Deine Antworten :)^

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