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Divertikulitis? Oder doch etwas anderes?

AXle{xaAnder7_1 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich wende mich an Euch, da ich (und was noch unschöner ist: offensichtlich auch meine behandelnden Ärzte) einige Fragezeichen zu meinem aktuellen Krankheitsbild habe.

Der Hintergund:

- Vor ca. 1 Jahr hatte ich zum ersten Mal das Problem, dass sich mein Unterbauch wie extrem aufgebläht angefühlt hat und dadurch ein sehr unangenehmer Druck auf meine Blase entstanden ist, was wiederum zu häufigem Harndrang geführt hat. Der Unterbauch war auch im Bereich der Blase sehr druckempfindlich. Kein Erbrechen, kein Durchfall. Nach 3-4 Tagen sind die Beschwerden dann aber ohne weitere Behandlung abgeklungen.

- Mein Hausarzt hat mir dann etwa 3-4 Monate später eine Darmspiegelung verschrieben. Ergebnis: Einige Divertikel, ansonsten keine Auffälligkeiten.

- Prostata wurde zu einem späteren Zeitpunkt auch kontrolliert --> keine Auffälligkeiten.

- Ich hatte die oben beschriebenen Beschwerden dann alle paar Monate mal wieder, aber wesentlich harmloser als beim ersten Mal.

- Jetzt war es am vergangenen Donnerstag so, dass ich die Beschwerden wieder hatte - diesmal aber genauso schmerzhaft wie beim ersten Mal und wieder dieser starke Druck auf die Blase mit entsprechendem Harndrang. Dazu kam ein Brennen in der Harnröhre. Ich war dann am Freitag Morgen beim Hausarzt, der mir krampflösende Mittel verschrieben hat und mich gebeten hat, bei Fieber sofort in die Notaufnahme zu fahren. Am Nachmittag habe ich dann 38,1 Temperatur gehabt und bin also in die Notaufnahme gefahren. Dort hat sich folgendes ergeben: Urin --> ohne Befund. Blutbild --> C-reaktives Protein deutlich erhöht (normal max. 5 mg/l, mein Ergebniss 77 mg/l), Leukozyten und Laktat-Dehydrogenase auch etwas erhöht, aber nicht so stark. Ultraschall ergibt (genau dort wo ich Schmerzen habe, also in der Darm / Blasenregion) eine verdickte Darmwand direkt hinter der Blase und verdickte Blasenwand.

- Diagnose: Sigmadivertikulitis (allerdings kam es mir so vor, dass die Diagnose erst feststand, nachdem ich den Divertikelbefund meiner Darmspiegelung erwähnt hatte). Mir wurden dann Antibiotika verschrieben. Ab Montag hatte ich dann keine Beschwerden mehr, allerdings habe ich jetzt noch immer ein Brennen in der Harnröhre.

So, sorry, viel Text. Aber ich wollte möglichst kein Detail auslassen. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich bin mir bzgl. der Diagnose etwas unsicher. Insbesondere das Brennen in meiner Harnröhre passt doch nicht zu einer Diverkulitis. Und die erhöhten Blutwerte machen mir auch etwas Sorgen. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen / Symptome oder einfach eine gute Idee, was das sein könnte?

Vielen lieben Dank,

Alexander

Antworten
Slchneexhexe


Ich bin mir bzgl. der Diagnose etwas unsicher. Insbesondere das Brennen in meiner Harnröhre passt doch nicht zu einer Diverkulitis. Und die erhöhten Blutwerte machen mir auch etwas Sorgen. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen / Symptome oder einfach eine gute Idee, was das sein könnte?

Diagnosen werden hier keine gestellt ;-) .

In der Tat passt das Brennen in der Harnröhre nicht zu einer Divertikulitis, aber es gibt immer wieder mal Symptome die zu einer Diagnose nicht passen.

Als ich Divertikulitis hatte, hatte ich ein Ziehen im linken Unterbauch, Durchfall und erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Hast du Durchfall oder Verstopfung? Wurde eine Computertomographie vom Abdomen gemacht?

Ab Montag hatte ich dann keine Beschwerden mehr, allerdings habe ich jetzt noch immer ein Brennen in der Harnröhre.

Vielleicht solltest du deswegen noch zu einem Urologen gehen ":/

AWle#xandZer_x1


Erst einmal vielen Dank für Deine Antwort!!

Als ich Divertikulitis hatte, hatte ich ein Ziehen im linken Unterbauch, Durchfall und erhöhte Entzündungswerte im Blut.

Ich habe das auch gelesen, dass es meistens linksseitig ist und eher selten rechts. Dass es, so wie bei mir, mittig genau bei der Blase ist, habe ich leider noch nirgends gelesen......

Hast du Durchfall oder Verstopfung?

Ursprünglich nicht, erst jetzt durch die Antibiotika.

Wurde eine Computertomographie vom Abdomen gemacht?

Die steht Gott sei Dank schon in 2 Wochen an. Da ich mittlerweile etwas Bammel habe, kann ich es kaum abwarten.

Vielleicht solltest du deswegen noch zu einem Urologen gehen

Das ist eine gute Idee!!!

S*ev[en.oBf.Nxine


Einige Divertikel, ansonsten keine Auffälligkeiten.

Viele Menschen haben Divertikel und merken nichts davon. Wenn sie sich jedoch entzünden und eine [[https://de.wikipedia.org/wiki/Divertikulitis Divertikulitis]] entsteht, dann sind das Schmerzen, die Du Dein ganzes Leben nicht mehr vergessen wirst. Im 1. und 2. Stadium helfen orale Antibiotika sehr gut, danach nur noch per Infusion.

Ich habe das auch gelesen, dass es meistens linksseitig ist und eher selten rechts. Dass es, so wie bei mir, mittig genau bei der Blase ist, habe ich leider noch nirgends gelesen......

Ja, der Schmerz ist linksseitig und wird deshalb auch als 'linksseitige Blinddarmentzündung' bezeichnet. Durchfall und Erbrechen hatte ich nicht, aber Schmerzen wie ein Pferd und einen prall aufgeblasenen Bauch. Der sog. 'Loslaßschmerz' war eindeutig und sorgte dafür, daß ich dem Arzt ankündigte, er dürfe jetzt aufhören, denn sonst hätten wir beide Schmerzen. :-X Das umgehend durchgeführte CT bestätigte die Diagnose.

Ich bin mir bzgl. der Diagnose etwas unsicher. Insbesondere das Brennen in meiner Harnröhre passt doch nicht zu einer Diverkulitis. Und die erhöhten Blutwerte machen mir auch etwas Sorgen. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen / Symptome oder einfach eine gute Idee, was das sein könnte?

Möglicherweise hast Du beides? Also Probleme mit den Divertikeln und eine Blasenentzündung?

Und die erhöhten Blutwerte machen mir auch etwas Sorgen.

Die wird der Arzt mit Sicherheit nochmals kontrollieren.

E/hemaligyer Nutz,er (#x417903)


Also, als ich vor drei Jahren eine Divertikulitis hatte, dachte ich erst, es wäre eine Blasenentzündung. Auch die Ärzte waren sich nicht gleich sicher. Es könnte auch was gynäkologisches sein, meinten sie. Ich hatte Schmerzen im mittleren Unterbauch und auch im Rücken und ein komisches Brennen beim Wasserlassen. Außerdem erhöhte Entzündungswerte. Die Schmerzen waren eigentlich aushaltbar, im Lauf einiger Stunden wanderten sie auf die linke Seite. Eine Bauchspiegelung brachte dann Klarheit.

Manchmal hab ich in dem Bereich jetzt noch Schmerzen, hauptsächlich, wenn ich beim Essen nicht aufpasse. Irgendwie vertrag ich seitdem manches nicht mehr so gut, besonders Milchprodukte und Rohkost.

Ich wünsch dir, dass du bald Ruhe hast und nicht was hinterher kommt!

Aulexla*nderx_1


Hallo und vielen lieben Dank für die bisherigen Antworten!!

Ich wollte einen kurzen Zwischenstand geben: Entzündungswerte sind nach 6 Tagen recht hoch dosierten Antibiotika wieder im Referenzbereich (wenn auch an der oberen Grenze). Schmerzen habe ich in dem Sinne nicht mehr, lediglich das Brennen in der Harnröhre und ein gesteigerter Harndruck ist noch spürbar.

Ernährungstechnisch bleibt es vorerst bei Brühe, ungetoastetem Toast und Zwieback. In einer Woche steht das CT an, dann habe ich wohl endgültige Sicherheit ob das alles auf Divertikel zurückzuführen ist oder doch was anderes ist (hoffe ich zumindest....)

Viele liebe Grüße!

SCchTneexhe\xxe


Bin gespannt was das CT ergibt. ":/

AVlexa nder_x1


Hallo an alle,

noch einmal kurz die Rückmeldung: Das CT hat eindeutig eine Sigmadivertikulose mit Resten einer durchgemachten Sigmdiverkulitis ergeben. Alles andere ist soweit ok.

LG

Sweven.o}f.:Ninxe


Sigmadivertikulose mit Resten einer durchgemachten Sigmdiverkulitis ergeben.

Willkommen im Club, bei mir wurde soeben den 3. Schub mit Antibiotika behandlt. :-/

Hast Du eine Ernährungsberatung bekommen? Mich würde interessieren, was Dir der Arzt für Verhaltenstipps mitgegeben hat.

A$lex[an5deUr_1


Hallo,

also direkt nach Abklingen der Beschwerden habe ich leider widersprüchliche Empfehlungen von den behandelnden Ärzten erhalten: Laut Hausarzt sollte ich ganz normal essen, laut KH-Arzt ballaststoffarm und insbesondere keine Getränke mit Kohlensäure. Habe mich an die zweite Empfehlung gehalten - sicher ist sicher. Habe mich da primär auf ungetoasteten Toast, Zwieback, feine Leberwurst ohne Zwiebel, magere Wurst ohne Zwiebel, Äpfel ohne Schale, Bananen o.ä. beschränkt. Ist mir insgesamt auch gut bekommen.

Jetzt stelle ich langsam auf ballaststoffreiche Ernährung um. Insgesamt orientiere ich mich (habe es leider erst recht spät entdeckt) an der "s2k leitlinie divertikulitis" (einfach so in google eingeben).

Wünsche Dir gute Besserung!!

SDchneeHhexxe


Ich würde mich da nicht zu sehr einschränken, denn ballastoffarme Ernährung kann zu Verstopfung führen, was bei Divertikulose auch schlecht ist. Ich habe auf Nahrungsmittel mit Kernen (nicht zu verwechseln mit Körnern) verzichtet, sonst esse ich alles.

Vielleicht findest du [[http://www.fet-ev.eu/ernaehrungsmedizin/138-ernaehrungstherapie-divertikulose-divertikulitis hier]] hilfreiche Tipps.

S6even.}of.N=ine


Seit letzten November habe ich mich streng an die Hinweise der Ernährungsberaterin gehalten, also vermehrt Obst und Gemüse gegessen und auch peinlich genau darauf geachtet, daß ich ausreichend trinke.

Der Erfolg blieb leider aus und vor lauter Verzweiflung fragte ich meinen Arzt schon nach handelsüblichen Abführmitteln. Wie erstaunt war ich, als er mir sagte, daß es nicht nur für mein Problem genau das passende Produkt gibt, sondern daß bei mir sogar eine Indikation für ein Rezept vorliegt: [[http://www.arzneikompass.de/ak-abfuehrmittel.html]]

Lieber wäre es mir zwar auf natürliche Art gewesen, aber es hat sich ja bei mir deutlich gezeigt, daß eine Ernährungsumstellung bei manchen Menschen einfach nicht ausreicht.

Skchn1eehexxe


@ Seven.of.Nine

Flohsamenschalen z.B. Mucoflak finde ich deutlich angenehmer zu nehmen als Movicol.

SFevend.o(f.'Nixne


2 x täglich Flohsamenschalen in ein großes Glas Wasser-Saftgemisch gerührt, zusätzlich zu den über den Tag verteilten Getränken noch mindestens 2 Liter stilles Wasser zusätzlich, Obst, Gemüse, ausreichend Bewegung........ es gibt wirklich keinen Ratschlag, den ich nicht befolgt hätte. Und trotzdem konnte ich Anfang Juli zuschauen, wie meine Verdauung von Tag zu Tag schlechter wurde, bis ich dann mit den typischen Schmerzen aufgewacht bin. :-/

Mir geht es schon lange nicht mehr um angenehm oder nicht angenehm, ich würde alles zu mir nehmen, wenn es mir einen Erfolg garantieren würde. Der Geschmack von Movikol war zwar arg gewöhnungsbedürftig, aber seit dem ich merke, daß die Verdauung floriert - und das sei lt. der Ernährungsberaterin das allerwichtigste - trinke ich meine tägliche Portion mit größter Freude.

Übrigens....... 5 Termine bei einer Ernährungsberatung bekommt man nach wiederholter Divertikulitis genau so problemlos von der Krankenkasse verschrieben wie das Movikol. Ich bin aber auch nur durch Zufall drauf gekommen, als ich im vergangenen November im Krankenhaus danach gefragt hatte.

Hdyp,ewrixon


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