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Verlegenheitsdiagnose "Reizdarm"?

V}ahi9de hat die Diskussion gestartet


Meine "Reizdarmbeschwerden" verschwinden nun seit ich gluten- und laktosefrei esse. Das Gewicht stabillisiert sich schlagartig, die Verdauung reguliert sich, die Schmerzen lassen nach.

Der Laborarzt bei medivere hatte eine verminderte Darmimmunität, da einige natürliche Bakterien nahezu fehlen. Verusch: Darmflora mit Bactosan aufbauen und nach einigen Monaten Nachuntersuchung ob die Dysbakterie sich gegeben hat.

Ich arbeite in einem Umfeld in dem monatelang die Darmgrippe grassiert. Meine Hypothese ist, das diese Viren die Flora auch nachhaltig schädigen können. Sind Norovirus und co doch problematischer als da angegeben wird, vor allem wenn man monatelang ungeschützt mit Infizierten Personen arbeitet? Oder ist es nur für allergische Menschen ein Problem? Oder nur für einzelne Menschen ein Problem? Oder ist es gar kein Problem?

Bei multiplen Allergikern, die sowieso Mühe haben mit gewissen Intoleranzen ergibt sich so ein ungünstiges Zusammenspiel. So meine Hypothese.

Wer hat auch rausgefunden, dass seine Reizdarmdiagnose falsch ist oder dass zumindest zu lange die korrekte Ursache nicht gefunden wurde?

Kein Arzt kam auf die Idee mir mal zu empfehlen, glutenfrei zu probieren. Aber das Geld kassierten sie von mir. Wenn Aerzte mehr Empfehlungen abgeben würden, z.B. mal auf laktosefrei o.ä. umzuschalten. Nie wurde ein Laktosetest o.ä. gemacht.

Wenn man ihre Diagnose dann nicht akzeptiert, weil man spürt, dass es irgendwo falsch ist, wird man als eigenständig denkender Patient dann gerne als Psycho abgetan.

Nur gut, dass ich nicht darauf hörte! Nun nehme ich rasant wieder an Gewicht zu (vorher sah ich aus wie eine Magersüchtige, was zu zusätzlichen Diskriminierungen führte).

Aerzte geben nur ungern zu, dass man Krankheiten im Magendarmbereich nicht immer nachweisen und finden kann.

Die Diagnose Reizdarm konzentriert sich zu wenig auf die Ursachensuche. Oftmals endet es mit dieser Diagnose, was beim Patienten zu jahrelangen Beschwerden führen kann.

Ein Arzt gab mal zu: man findet es halt nicht immer. Ein anderer: MGD-Infekte gehen manchmal in einen Reizdarm über. Dann sind unsere MGD-INfekten an den Kindereinrichtungen für einzelne doch nicht so unproblematisch. Eine Erkältung überstehe ich eher ohne Folgeprobleme!

Antworten
m)ond+s#terxne


Ja, ich teile Deine Meinung. Reizdarm ist im Grunde genommen eine Verlegenheitsdiagnose.

Leider sagen Ärzte allzuhäufig "Reizdarm" und meinen "nichts". Das ist zumindest mein Eindruck, und dort sehe ich das Problem. Es ist nämlich nicht nichts, sondern etwas wogegen man nichts machen kann. Deshalb stellt sich mir die Frage, wie man am besten damit umgeht, und was man zur Linderung tun kann.

Beim Thema Ursachensuche bin ich etwas anderer Meinung als Du. Ich finde, man muss sich irgendwann auch damit abfinden, dass wir die genauen Ursachen nicht kennen (die komplex und vielfältig sind).

@:)

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