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Rektozele Rückbildung?

P&aulax777 hat die Diskussion gestartet


Hallo alle,

Ich habe jetzt lange gegoogelt (auch in diesem Forum), aber zum Titel nichts konkretes gefunden- meine Frage:

Bei mir (30, seit Kindheit Verdauungsstörungen, angeblich keine Unverträglichkeiten, 2 Magen und Darm Spiegelungen ohne Ergebnis -außer leichter Gastritis) wurde jetzt mit einer Defäkographie eine Rektozele der max. Größe 3 cm festgestellt. Mir wurde gesagt, diese kann keinesfalls für mein Gefühl des Nicht-Leer-Werdens verantwortlich sein, da sie sich nach Stuhlentleerung wieder komplett zurückbildet. Allerdings drücke ich meine (stets nicht voll entleerte) Harnblase bei der Entleerung weit nach unten. Es sei aber noch keine Beckenbodensenkung, da sich danach alles wieder zurückbewege.

Tatsächlich aber kann ich mich ohne "manuelle" Hilfe kaum einigermaßen "entleeren", was bei mir - neben dem ständigen Gefühl einen Bauch aus Beton zu haben, der nach unten durchbricht - auch große psychische Beschwerden hervorruft. Ich fühle außerdem, dass sich die Rektozele eben nicht voll entleert beim "echtem" Stuhlgang (der ja nicht so flüßig ist wie die Testflüssigkeit). Ich nehme momentan große Mengen an Ballaststoffen, um einigermaßen einen Stuhlgang zu haben ansonsten dauert die Verdauung bei mir glaube ich ca. 3-4 Tage, meine Nahrungsmittel beschränken sich fast auf Erdmandeln,Reis, Kartoffeln, Blattsalate, Ziegenfrischkäse und hin und wieder Geflügel).

Außerdem habe ich einen Oberbauchbruch, der operiert wurde, und einen nicht operierten Bauchnabelbruch (meiner Meinung nach wegen des oft stark aufgequollenen Bauches und der Bindegewebsschwäche, beide Brüche nur ca. 1-2cm). Einen Gleitwirbel (L4/5) habe ich auch.

Da nach der Operation des Oberbauchbruches meine Beschwerden (und mein Gesamtzustand) viel schlimmer wurden, habe ich große Angst vor einer weiteren OP; andrerseits ist meinen Leidensdruck wirklich groß.

Nun habe ich andeutungsweise (neben der z.T. erschreckenden Berichte nach einer Starr OP) gelesen, dass sich durch Beckenboden und Rückbildungsgymnastik eine Rektozele wieder zurückbilden kann? Ist das möglich? Oder verbessern sich dann "nur" die Beschwerden und die Rektozele bleibt faktisch vorhanden? (Meine Rektozele scheint ja im Verhältnis noch eher klein und mobil zu sein?)

Hat jemand Erfahrung mit anderen konservativen Heilmethoden?

Ich schreibe auch, weil ich mit Ärzten natürlich nicht die tollsten Erfahrungen hatte(z.B. zweifaches Abtasten beim Proktologen,weil er sich seine eigene Diagnose nicht aufgeschrieben hatte und natürlich die Psychoecke) und deshalb auch da über Tipps dankbar wäre (Raum NRW)

Ich freue mich sehr über Antworten!

Antworten
a4ngiiekxw


Hallo Paula, kannst ja mal in meinen Berichten schnüffeln - habe auch so ein Problem. Melde mich morgen nochmals dazu.

aAngxiekxw


Hallo Paula,

ich habe seit ca. 5 Jahren das Problem der unvollständigen Entleerung - dazu auch eine Lactose - und Fructose Intoleranz. Bei Darmspiegelungen kam nicht heraus - außer Divertikel und ein Polyp, der abgetragen wurde. Das Problem liegt bei mir ja auch im Enddarm. Nach einer Untersuchung vor 1 Woiche wurde auch eine Rectozele festgestellt. Die untersuchende Ärztin meinte, daher kämen meine Probleme mit der unvollständigen Entleerung. Und deshalb hätte ich auch ständig Verstopfung und könne nur alle 3 - 4 Tage zur Toilette. Das habe ich verneint und ihr gesagt, dass ich 5 - 10 x/tgl. zur Toilette gehe. Sie meinte dann,es würde nur eine OP helfen, aber dass es mir dann besser ginge, könne sie natürlich auch nicht garantieren. Ich wurde 1 x an Hämorrhoiden mit der Starr-Methode vor ca. 17 Jahren operiert - danach ging es mir über mehrere Jahre sehr schlecht. Hatte ständig Schmerzen und auch diesen Druck im Enddarm. Also so etwas würde ich nicht mehr über mich ergehen lassen.Da helfe ich lieber mechanisch nach. Ich trinke abends ein Glas Wasser mit 1 TL Flohsamenschalen. Aber den Druck nimmt das auch nicht. Auch die häufigen Stuhlgänge aufgrund des Drucks werden nicht gemindert. Es kommen zwar ab und zu ein paar kleine "Köttel", aber danach ist der Druck auch wieder da. Auch nachts werde ich davon wach.

Fazit - ich lasse mich auf keinen Fall operieren, da eine Freundin von mir nach mehreren Darm-OP's mittlerweile ein Kurzdarmsyndrom hat und eigentlich nur mit Toilette unterwegs sein kann!!!

Jede Op bringt ja wieder Verwachsungen hervor - und die eine durch die Starr-OP reicht mir.

Wäre schön, wenn ich von dir hören würde.

Übrigens: dass sich eine Rectozele zurückbildet, hab ich noch nicht gehört. Ich gehe regelmäßig zur Beckenbodengymnastik - hat bisher auch noch nicht geholfen. Bin allerdings auch schon älter und habe sowieso ein schlechtes Bindegewebe. Vielleicht hilft es ja in jüngeren Jahren.

Liebe Grüße Angie

Nyadaa


hallo, habe auch noch nicht gehört, daß sich eine rektozele von alleine wieder zurückbilden kann. habe gelesen, daß viele ältere frauen wohl eine rektozele haben, die aber manchmal auch keine beschwerden machen kann. der beckenboden ist ja ein komplexes gebilde. ist mal eine sache dort sozusagen nicht mehr gut in der funktion, ist auch oftmals noch etwas anderes nicht ok bzw. bereitet beschwerden. rektozele, cystozele etc.

ich leide jetzt unter einem rektumprolaps, der mit STARR wohl operiert werden soll, aber ich habe auch erschreckendes darüber gelesen und gehört

doch mir bleibt wohl nix anderes übrig, beim pressen beim stuhlgang kommt etwas aus meinem after, was sich wie eine längliche geschwulst anfühlt, so daß ich oft denke, es ist kot und presse weiter, bis ich merke, daß dieses etwas wieder in den after zurückgleitet.

ich leide auch extrem unter einer bindegewebsschwäche

beckenbodengymnastik hat mir auch gar nicht geholfen, habe einen reizdarm und jetzt durch den rektumprolaps wohl bedingt mehr mit verstopfung zu tun

danke angie für die info wegen der STARR OP, die rückfallquote bei dieser OP ist wohl auch sehr hoch und man soll danach wohl auch lange zeit inkontinent sein

vielleicht angie liegt dein problem gar nicht so sehr an der rektozele, sondern vielleicht ist es ein anderes evtl. bisher übersehendes enddarmproblem

oft wird z.b. ein rektumprolaps schlichtweg übersehen, weil der arzt den vorfall nur sehen kann, wenn der patient hockt

paula, ich kann deine beschwerden sehr gut nachvollziehen, habe ebenso mit ärzten keine guten erfahrungen gemacht und bin auch schon stark psychisch angeknackst wegen dem rektumprolaps....wenn das mit der verdauung nicht klapp, ist das eine extrem hohe psychische belastung, ich fürchte mich schon vor jedem toilettengang....(wohne auch im Raum NRW), gute proktologen sind schwer zu finden, der eine sagt dies, der andere das, es werden viele untersuchungen gemacht in diesem bereich (Defäktographie usw., wovor ich auch angst habe), aber oft stimmen die beschwerden mit den diagnosen nicht überein....manchmal denke ich, es geht überwiegend ums geldverdienen und um die pharmaindustrie....denn jedes medikament hat wieder nebenwirkungen, wogegen wieder ein medikament genommen werden muß

angie, warst du nach der STARR OP auch inkontinent? wenn man sich so bilder von dieser OP anschaut, sieht man, das der after extrem geweitet werden muß und somit auch muskelschäden nicht ausgeschlossen sind.

wenn allerdings der rektumprolaps immer schlimmer wird, bleibt mir wohl nix anderes übrig :-|

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