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(chronischer) Durchfall & hohe Entzündungwerte

l9ovemursicusun hat die Diskussion gestartet


Liebe Forenmitglieder,

ich sorge mich sehr um meinen Partner und erhoffe mir Hinweise, Tipps oder Anregungen zu seinen Symptomen. Die Situation ist folgende:

Seit über einem Jahr hat er Durchfall, mal mehr mal weniger aber nie war sein Stuhl fest. Vor 2 Monaten hat er plötzlich sehr hohes Fieber gehabt und es wurde ein Abszess im Analbereich festgestellt, der sofort operativ entfernt wurde. Dabei wurde eine Fistel entdeckt. Auf einem kurz danach durchgeführten MRT wurde eine zweite Fistel entdeckt, die in den Bauchraum wächst. Eine Gewebeprobe hat ergeben, dass es weder Morbus Crohn noch Colitis ulcerosa ist. Regelmäßig wird ihm Blut abgenommen, zum Zeitpunkt des Abszesses und dem Fieber lag sein Entzündungswert bei >70, nach der OP sank er auf 3, inzwischen ist er bei 5. Seine Hämoglobinwerte sind sehr niedrig, ca. bei 10. Zwischenzeitlich hatte er eine zweite OP, da wurde wieder ein Abszess, der sich neu gebildet hat, entfernt. Eigentlich war die OP dazu gedacht, die Fistel zu verschließen, aber das war aufgrund des Abszesses nicht möglich. Mit dem Abszess wurde sämtliches Gewebe mit ausgeschabt um neue Entzündungen zu vermeiden.

Nun klagt er über extreme Schmerzen in der Wunde, zum Abend hin bekommt er Fieber (bis zu 38,5°) und das Schlimmste ist: er behält kein Essen bei sich, das kommt alles sofort per Durchfall raus. Das war vorher zwar auch schon so aber zumindest zeitversetzt, jetzt nicht mehr und er sagt, flüssiger gehts nicht mehr. Es brennt und es kommt wohl auch durch die Wunde.

Kürzlich nahm er oral Tabletten zu sich mit diesen Kügelchen drin, die kamen durch die Wunde wieder raus!!! D.h., da wird scheinbar auch gar nix aufgenommen von seinem Körper. Er hat seit Mai etwa 20kg verloren.

Behandelt wird er derzeit mit Citrizin, das ihm intravenös verabreicht wird. Gegen Schmerzen soll er Tramadol nehmen, die helfen aber nicht, er übergibt sich daraufhin. Ibuprofen greift den Darm zu sehr an.

Er hat sich sehr, sehr lange Zeit aus meiner Sicht sehr ungesund ernährt. Zuckerhaltige Getränke wie Cola, Spezi, Eistee gehören tägl. auf seinen "Speise"plan, Junkfood und Fertiggerichte standen bei ihm hoch im Kurs. Da kannten wir uns noch nicht. ;-) Inzwischen ernährt er sich gesünder aber von diesem doofen Zucker kommt er nicht weg. Wir haben auch zwei Mal eine Fastenkur gemacht, in welcher wir auf Zucker, Gluten und Hefe verzichtet haben, da wir dachten vielleicht sei das ein Pilz - war es aber nicht. In dieser Zeit ging es ihm ein bisschen besser aber nicht wesentlich. Sonstige Maßnahmen hat er nicht ergriffen. Ach so, er ist Raucher, vielleicht noch als Info.

Ich bin so verzweifelt, ich weiß einfach nicht was tun, die Ärzte dümpeln irgendwie auch ratlos rum. Er tut mir so leid, ich will das es ihm besser geht.

Hat jemand eine Idee?

Danke für's Lesen. @:)

Antworten
LDenXz11


Mir fällt spontan ein Glutenunverträglichkeit. Lasst mal ALLES weg, wo Gluten drinnen ist. Man muss leider immer auf die Zutatenliste gucken, es ist sogar in Wurst, Schokolade etc. Berichtet mal.. *:)

k4leiFner_dra:chenstHern


Nur weil bei einer Biopsie keine Crohn oder Colitis Diagnose herausgekommen ist, heißt es noch lange nicht, dass dem nicht so ist, das ist leider oft so.

Ich empfehle den Besuch eines CED erfahrenen Gastroenterologen oder einer CED erfahrenen Gastroenterologischen Klinik.

Wichtig sind wirklich viele Biopsien bei einer Koloskopie und die Bestimmung des Calprotecin-Wertes. Weiterhin sollte natürlich auf Zölikalie, Lactose-, Fructose-, Sorbitol- und Histaminintoleranz getestet werden.

Von der Geschichte deines Mannes klingt leider wirklich sehr (!) viel nach Morbus Crohn, dem muss dringend nachgegangen werden.

Da gerade Crohn oft sehr schwer zu dianostizieren ist, ist man inzwischen auch dazu übergegangen, bei Verdacht auf Crohn eine Behandlung einzuleiten und wenn diese anschlägt davon auszugehen, dass eine CED vorliegt. Leider hat sich das bei vielen Ärzten noch nicht rumgesprochen, von daher ist ein CED erfahrener Arzt extrem wichtig!

lBovemu$sicsuxn


Vielen Dank für Eure Antworten.

Das mit dem Gluten haben wir schon versucht, daran liegt es meiner Meinung nach nicht. Wir (ich sage wir weil ich mitgemacht habe) haben vier Wochen auf Gluten in jeglicher Form, Hefe, Weizen verzichtet. Das hat nur geringfügig Verbesserung gebracht. Muss man das länger machen?

Ja, der Besuch beim Gatroentrologen steht aus. Er weigert sich jedoch da hin zu gehen. Auch zu einem CED-erfahrenen Arzt. Er lässt sich lieber von anderen Ärzten behandeln. Wundert mich eigentlich das ihn keiner weiter schickt.

Der aktuelle Stand ist der, das er nun Flohsamenschalen trinkt und in Kombination mit einem anderen Präparat ist sein Stuhl wieder weitestgehend normal. Nun kann er auch Essen besser bei sich behalten, natürlich nur leichte Kost. Allerdings klagt er gelegentlich über Bauschmerzen und diese Wunde am Gesäß schmerzt ihn sehr. Er meint, dass da noch nicht alles ausgeheilt ist.

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