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Ernährung bei Colitis Ulcerosa

QPuinxtus hat die Diskussion gestartet


Hallo Leidensgenossen,

wie ist eure Ernährung bei CU? Ich leide seit 10 Jahren darunter, hatte die letzten knapp 1,5 Jahre allerdings meine Ruhe. Jetzt ist die CU wieder ausgebrochen und dieses Mal ist der Schub ziemlich hartnäckig. Da die Entzündung bei mir auch eine Verstopfung bewirkt, greife ich gezwungenermaßen zu Abführmitteln in Form von Flohsamen. Oft wirkt es gut, aber manchmal auch nicht.

Ist es hilfreich wenn man seine Ernährung auch umstellt um den Darm zu entlasten und so beim Abklingen der Entzündung zu unterstützung?

Wie geht ihr dabei vor?

LG @:)

Antworten
BuenitaxB.


Es gibt viele Beispiel von Menschen mit Darmproblemen, die sogar dann Kochbücher schrieben, die sich nach Paleo ernähren.

Mit anderen Worten Getreide, Zucker ist tabu.

Zumindest glutenfrei würde ich konsequent mal über einen längeren Zeitraum ausführen.

Brot kann man trotzdem essen, bei Chefkoch zum Beispiel Reisbrot VIII schmeckt wie Vollkorn. Echt lecker, schnell herzustellen und hat nicht den ganzen Kram drin wie in fertig gekauften glutenfreien Broten.

Q)uinstxus


Zumindest glutenfrei würde ich konsequent mal über einen längeren Zeitraum ausführen.

Macht das auch Sinn wenn man keine Glutenunverträglichkeit hat? Ich hatte bisher damit gar keine Probleme.

BNetnitaBx.


Das weißt Du doch gar nicht.

Bei mir wurde nie eine Glutenunverträglichkeit nachgewiesen. Und trotzdem ist es so. Oder auf Getreide, was weiß ich.

Hätte ich das schon vor Jahrzehnten gewußt, wären mir qualvolle Jahre erspart geblieben, all die Operationen am Darm.

Nie gab es es einen Hinweis, dass ich darauf reagiere. Bis ich Diabetes bekommen hatte und von da an Getreide und Zucker konsequent gemieden haben.

Und plötzlich waren alle Darmprobleme vom Tisch, innerhalb von wenigen Tagen....

Q5uintVus


Wie kann man das nachweisen, dass man evtl. auf Gluten allergisch ist?

B&eini=txaB.


Wie ich schon schrieb, ich wurde drauf getestet und es war negativ. Und erst das konsequente glutenfreie Essen hat es gebracht, beschwerdefrei zu sein. Und das genau schreiben auch Autoren von Paläobüchern.

Und ansonsten kann Dir ein Arzt weiterhelfen und das austesten. Aber es könnte eben falsch sein und es nützt Dir und dem Darm dann ja auch nichts, wenn Du nichts änderst....

kZleiner#_derach#enstxern


Das sinnvollste bei einer CED ist einfach, die eigene Diät zu finden!

Es gibt keine allgemeinen Ernährungshinweise für CED, weil die Verträglichkeiten/ Unverträglichkeiten so unterschiedlich sind, wie die Gesichter der CED allgemein.

Generell ist es im Schub sinnvoll, sehr leicht verdaulich zu essen oder evtl. ganz auf normale Nahrung zu verzichten und sich stattdessen unter ärztlicher Aufsicht von sog. "Astronautenkost" oder parenteral (über die Vene) zu ernähren um den Darm zur Ruhe zu bringen.

Nützt aber auch nicht bei allen.

Ich z.B. kann im Schub wirklich gar nichts essen, kommt alles binnen Minuten unverdaut wieder raus :(v und bin daher auf parenterale Ernährung angewisen, wenn sich der Schub icht schnell wieder legt. Auch in stabiler Remission kann ich vieles (!) nicht essen, was gerade Essen gehen etc, sehr erschwert, aber ist halt so.

Durch Ausschlussdiät und Tagebuch weiß ich aber inzwischen, was ich wann vertrage, aber das ist ein sehr langwieriger Prozess gewesen.

Q|u_intuxs


Bis jetzt habe ich problemlos alles essen können. Vor einigen Jahren hat meine damalige Proktologin mir empfohlen, auf stark gewürztes Essen zu verzichten. Inzwischen beachte ich das und verzichte auf scharfe pepperoni und Knoblauch. Beides führt dazu dass der Darm stärker blutet und die Schleimhaut dadurch abgelöst wird.

BHen^iataxB.


Ich meine, man sollte sich doch mal über die Aussage Gedanken machen, dass man alles verträgt, gleichzeitig aber doch der Darm komplett verrückt spielt....

Und sicherlich hat es was mit der Ernährung zu tun. Irgendetwas reizt den Darm doch dann permanent. Würde das nicht so sein, wäre doch alles in Ordnung.

Ein ganz wichtiger Faktor ist auch Stress. Meine Tochter hatte immer die ganze Kloschüssel voll Blut, bis sie den Job wechselte. Seit daher und glutenfrei ist sie auch beschwerdefrei.

Die Psyche spielt eine große Rolle.

Q6uintxus


Ich war beim Arzt. Er hat meine Medikation von Zäpfchen auf Klysmen gewechselt. Ich habe ihn auch wegen der Ernährung angesprochen und er sagte eine Diät für Colitis gibt es nicht. Aber wenn man auf übermäßig süßem verzichtet, ist schon einem geholfen.

Für mich habe ich entschieden auf Süßes und Scharfes zu verzichten. Dazu werde ich auch auf fettiges verzichten, denn das ist auch schlecht für den Darm.

k4lei/nerk_drachexnstern


Irgendetwas reizt den Darm doch dann permanent.

Ja Benita, deswegen heißt die Krankheit ja auch chronisch entzündliche Darmerkrankung :=o .

Dass du in der Remission alles verträgst heißt ja nicht, dass du im Schub alles verträgst, das ist bei praktisch keinem CEDler so.

Ich empfehle dir dringend, dich mal mit der Krankheit auseinanderzuzsetzen. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass du nicht sonderlich viel darüber weisst... @:)

QXuintuxs


Ich kenne mich mit der Krankheit aus. Aber wie das so ist, es ist bei jedem anders ausgeprägt. Viele der hier geschilderten Symptome habe ich zum Beispiel gar nicht.

Kann man sich als cu kranker von der Zuzahlung für die Medikamente befreien lassen?

B eni*taxB.


Das ist alles eh ganz individuell. Es sind ja auch nur Vorschläge, etwas auszuprobieren. Und klar, wenn die ganze Kloschüssel voll Blut ist, hat man keine Ahnung von der Krankheit.... Ich finde solche Aussagen dann einfach: vor den Kopf fass.... Oder was soll ich dazu jetzt sagen, wenn man dann hört, man solle sich damit auseinandersetzen....

Und wenn ein Arzt sagt, es gibt keine Diät für Colitis ulcerosa, zeugt das auch dafür, dass er sich mit Ernährungsproblematiken nicht auseinandergesetzt hat.

Muß er eigentlich auch nicht, er ist Arzt und hat den Kopf voll medizinischer Dinge.

Von daher können aber Hinweise auf: Weizenwampe, Vor dem Verzehr wird abgeraten, Bücher über Paleo (meist von Autoren geschrieben, die unter Darmkrankheiten ohne Ende gelitten haben, jetzt nicht mehr), sehr sinnvoll sein.

Und im akuten Schub war bei uns zu Hause gern Kartoffelbrei angesagt, mit einem guten Schuß Leinöl, auch gerne Süßkartoffeln und Möhrenstampf. In meiner Familie wurde Quark nie vertragen, das kann bei anderen gaaanz anders sein.

Aber einmal wirklich auf Getreide zu verzichten, heute werden Getreide nicht mehr auf Verträglichkeit gezüchtet. Vertrug man in den 60er Jahren Getreide noch, sind diese Sorten so umgezüchtet, dass sie nur noch auf Ertrag zielen.

Weitere Darmkrankheiten haben sich ausgebreitet, weil in fast jedem käuflich zu erwerbendem Zeug Glucosesirup aus Mais hergestellt drin ist, eine Folge von der Kubakrise. In den USA haben danach Reizdarmsymptome stark zugenommen, und hier letztendlich auch. Und wer noch empfindlicher ist, hat sich eine Dauerentzündung eingefangen wie Colitis ulceros etc....

Man kann sich in Büchereien mit Literatur zu dem Thema Bücher ausleihen, sofern man sie nicht selbst kaufen möchte.

Hunderte von Seiten kann man hier nicht wiedergeben, aber Tipps, wo man Erklärungen zu solchen Sachen findet.

Und noch mal: hätte ich mich früher schon mal nur ansatzweise in solche Thematiken eingelesen, ich hätte 40 cm Darm mehr, und weitere Operationen im Darmbereich wären nicht nötig gewesen.

Soweit zu:

Ich empfehle dir dringend, dich mal mit der Krankheit auseinanderzuzsetzen. Ich habe irgendwie den Eindruck, dass du nicht sonderlich viel darüber weisst..

k2leinerg_drFac?hensBterxn


@ Benita:

Ich habe den TE gemeint, nicht dich, als ich meinte, ich hätte das Gefühl, er hätte wohl noch nicht so wirklich Ahnung von der Krankheit.

Aber ja, ich kann dieses im Moment völlig "in" seiende Glutenbashing und den Paleo-Wahn echt nicht mehr hören!

10 "Ernährungsexperten", 10 Meinungen!

Wenn es für dich ok ist, dann ist das doch schön, deswegen muss es noch lange nicht für andere gut sein, vor allem nicht bei CED!

Und es gibt 1000 Theorien, woher CED kommt, von Medikamenten im Essen oder vom Zucker oder vom Getreide oder am eben doch genetisch, zu viel oder zu wenig Immunsystem oder am Ende doch von Tschernobyl....

Vom Essen alleine kann's auf jeden Fall nicht kommen, sonst hätten das nicht schon Säuglinge!

Q*uinUtucs


Den Ursprung von CU kann man bis heute nicht genau erklären. Es ist einfach da. War bei mir auch so, von heute auf Morgen habe ich geblutet. Und von einer Lebensmittelunverträglichkeit kann ich auch nicht sprechen, da ich auch bei Schüben fast alles essen konnte.

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