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Komplizierte Darm-OP

PAatnd:a_ hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine Mutter hat seit fast 2 Wochen Darmbeschwerden, die wie eine Infektionskrankeit begonnen haben. Inzwischen wurde sie immer schwächer und war heute bereit, zum Arzt zu gehen, allerdings landete sie gleich in der Notaufnahme. Leukozyten 13000 und Bluttplättchengeschwindigkeit o.ä. erhöht.

Offensichtlich haben sich in den 2 Wochen ein großer und mehrere kleine Abzesse am Dickdarm oder auch am Blinddarm gebildet. Dazu Divertikel. Und wohl ein Loch im Darm, welches vermutlich der Auslöser für diese Abzesse ist. Der große Abszess kann wohl einfacher erreicht werden, die kleineren liegen oben.

So ganz klar ist mir das um Mitternacht nicht geworden bzw. hat es der Chirurg nicht erklärt. Aber ich habe es so verstanden, dass ein Teil des Dickdarms weggeschnitten werden muss und die Enden neu vernäht werden müssen. Es muss auch ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Allerdings ist es wohl eine komplizierte OP, wogegen eine Blinddarm-OP ein Klacks gewesen wäre. Dazu hat man Probleme mit den Herzklappen festgestellt.

Der Chirurg scheint sehr auf eine OP zu drängen. Ich habe daher gefragt, ob diese OPs nicht ein größeres Risiko als der Ist-Zustand sind, so wirklich klar konnte er dies nicht beantworten.

Offensichtlich hat sich der Darm so arrangiert, dass er irgendwie so liegt, dass es noch keine schlimmeren Symptome gab. Wobei ich die schon schlimm genug finde, wenn man nicht mehr stehen kann.

Die OP würde wohl 3 Stunden dauern und in einem halben Jahr müsste neu operiert werden. Der Darm muss in dieser OP wasserdicht verschlossen/zugenäht werden - darin liegt wohl das Risiko, das hinzubekommen, also kann er trotzdem reißen. Was ist dann besser als jetzt, wo er wohl auch noch mehr durchbrechen kann?

Der große Abszess macht wohl auch Probleme, es ist nicht ganz klar, ob noch eine Drainage gemacht oder morgen schon sofort operiert wird. Seltsam.

Eine wirkliche Entscheidungsgrundlage ist uns nicht an die Hand gegeben worden, ich habe das Gefühl, es wird sehr auf diese OP gedrängt, obwohl der Darm danach auch durchbrechen kann, wenn die Naht nicht dicht ist. Außerdem muss man wohl mit Verwachsungen rechnen? Sie wird auch 4 Wochen im KH bleiben müssen.

Sie bekommt nun erstmal Antibiotika, gehen davon die Abzesse nicht weg oder könnte man nicht konservativ immer mal wieder Drainagen machen statt eine so risikoreiche OP, wo trotzdem danach der Darm reißen kann und sie außerdem einen künstlichen Darmausgang bekommt?

Hatte schon mal jemand hier eine solche Situation und weiß Rat?

Mfg

Antworten
rwotkOatz'en=baexr


Hallo

Bei diesem Befund sollte schnell gehandelt werden.

Wie alt ist deine Mutter? Hat sie auch Fieber? Kann sie noch normal essen und zur Toilette gehen?

Diese Faktoren speilen eine große Rolle in der Entscheidungsfindung für oder gegen eine OP.

Ich selbst hatte vor 4 Jahren in etwa das gleiche Problem.

Bekam Bauchschmerzen und hohes Fieber, dachte an eine Magen- Darmgrippe. Die Beschwerden gingen nicht weg, ab zum Arzt.

Leukozyten stark erhöht. Im CT war ein geplatztes Divertikel zu sehen. Not- OP mit Stomaversorgung, um dem Darm die Möglichkeit zu geben, sich zu erholen. Wiederanschluss- OP nach 3 Monaten.

Seitdem kann ich meinen 2. Geburttstag feiern.

Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, doch zum Wohle deiner Mutter würde ich dir zur OP raten. In diesem Fall steht ihr Leben auf dem Spiel. :)*

Puan}dax_


Sie ist 59. Normal essen konnte sie nicht mehr, da Essensekel. Allerdings hat sie in den 10 Tagen zwischendrin gegessen, vielleicht ist es davon wieder schlechter geworden. Toilette - da hat sie ständig Krämpfe und Durchfall, so wehrt sich der Darm wohl.

Sie konnte auch nicht mehr stehen, sondern nur liegen.

Die Entscheidung bzgl. der OP dürfen Angehörige wohl nicht treffen, jedenfalls wird sie wohl gerade operiert, da verständigt einen keiner davor.

Seltsamerweise haben die zwischendrin aber überlegt, das nur mit Antibiotika zu behandeln. Allerdings ist wohl von außen auch nicht erkennbar, wie die Entzündungen geartet sind, ob Verwachsungen sind, etc. ... Mir ist auch nicht ganz klar geworden, ob das "nur" Divertikel sind, oder man den Darm auch histologisch untersucht ...

r(oWtkatzEenbaxer


Also eine Divertikulits bekommt man z.T. auch mit AB zum Abklingen, ist allerdings der Darm geschädigt, hilft nur eine OP. Dabei wird der

entzündete Darmabschnitt entfernt. Histologisch wird wahrscheinlich

das entfernt Stück untersucht werden?!

Mit 59 ist deine Mutter noch nicht so alt und Komplikationen können in jedem Alter auftreten.

Ich wünsche dir und deiner Mutter alles erdenklich gute :°_

Es wäre schön, wenn du berichten könntest, wie die OP ausgegangen ist!

PHanxda_


Die OP war wohl vormittags, aber um 5 Uhr war sie noch nicht im Zimmer. Da malt man sich das Schlimmste aus.

Erst um 6 Uhr war sie zurück aus dem Aufwachraum und musste offenbar nicht auf die Intensivstation. Sie konnte sich auch an Alles erinnern bis vor der Anästhesie, manche haben ja da schon Ausfälle. Irgendwie zuckt ihr Auge oder zwinkert anders als sonst, wie ein Reflex.

Was gemacht wurde und wie die OP verlaufen ist, weiß man nicht, sagt einem ja keiner. Ob das entfernte Stück histologisch untersucht wird, weiß ich nicht, vermutlich kann man Krebs allein durch ein CT nicht ausschließen.

Meine Mutter denkt, dass sie keinen künstlichen Darmausgang bekommen hat und deswegen eine zweite OP ansteht.

Offensichtlich wird sie aber über eine Magensonde ernährt, jedenfalls ist ein Schlauch an der Nase, am Arm und irgendein leerer Beutel ist über eine andere Kanüle irgendwo angeschlossen.

Sie hört sich extremst fit (und stur wie vorher) an verglichen mit dem Zustand in den letzten 2 Wochen, aber das kann wohl auch von den Medikamenten kommen. Auf einer Schmerzskala von 1 bis 10 habe ich gehört, dass sie 3-4 gesagt hat.

Na ja, schaumermal was morgen rauskommt.

Pbanxda_


Inzwischen war eine Visite o.ä. ...

Es war "nur" eine Blinddarmentzündung, allerdings war der Blinddarm schon durchgebrochen, deswegen hatte sich überall Eiter gebildet.

a$ufgeOlösxte


Hä?

Und was ist nun mit den anderen Diagnosen wie Loch im Darm usw...war das alles eine Finte?

Wäre ja toll! Glückwunsch, dass es "nur" der Blinddarm war! :)* @:)

P~an}da_


Na ja, der Chirurg um Mitternacht meinte, dass es Abszesse sind, dass man einen Teil vom Dickdarm entfernen und die Enden wasserdicht verschließen müsste, worin das Risiko der OP liege, das hinzubekommen - künstlicher Darmausgang und neue OP in 6 Monaten. Er hat auch von Divertikeln/Ausstülpungen gesprochen und das alles auf einem Bogen aufgezeichnet (das hat er aber nur meiner Mutter gezeigt, mit den Angehörigen wollen die irgendwie nicht sprechen) und dass es wohl ein Loch im Darm gab, welches diese Abzesse verursacht hat.

Aber soweit ich BISHER weiß, war es "nur" eine Appendizitis mit Durchbruch.

Allerdings waren ja schon überall Abzesse/Eiter ...

Sie hört sich heute auch wieder geschwächt an.

P|andax_


Sie hört sich nun wieder genauso geschwächt wie in den letzten 2 Wochen an.

Außerdem soll sie nun selbst essen, aber sie hat immer noch die Essenabneigung und kann sich auch nicht hochsetzen.

Könnte ja sein, dass trotzdem eine Bakterieninfektion war, allerdings interessiert das die Ärzte nun nicht mehr, da sie alle Beschwerden auf die Blinddarmentzündung zurückführen.

a.ufgel1östxe


Ja Moment, die Blinddarm OP ist erst einen Tag her. Da konnte und durfte ich gar nichts essen. Wir durften nur Tee trinken die ersten drei Tage und ich war auch total kaputt, kam erst nach einer Woche auf die Beine.

P1an1da_


Ich finde das seltsam mit dem Essen, jedenfalls wurde die Magensonde entfernt und sie soll selbst essen.

Die werden hoffentlich wissen, was sie tun ...

Aufsetzen sollte sie sich auch, obwohl sie das nicht selbst kann und Schmerzen hat.

Eine Windel hält anscheined keiner für nötig.

Enhemallig=er mNutzesr (#F325!731)


Ja Moment, die Blinddarm OP ist erst einen Tag her. Da konnte und durfte ich gar nichts essen

Nur weil du nichts essen durfest und konntest ist das ja jetzt kein Gesetz das es für jeden gilt ...

PhanUdax_


Meine Mutter hat außerdem Winde, die nicht abgehen können ...

Schon seltsam.

P/anCda_


Außerdem haben sie sie auf diese Drainage-Beutel gelegt, die eigentlich am Boden liegen müssen, und sie sollte heute schon feste Nahrung essen (was sie nicht konnte) und außerdem sogar herumlaufen. Einen halben Tag nachdem sie aufgewacht ist ...

P@andba_


Herumlaufen konnte sie natürlich nicht, sie kann sich ja nichtmal aufsetzen.

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