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Magen-Darm-Probleme und Schläfrigkeit

R-egulxar9x1 hat die Diskussion gestartet


Ich(männlich, 23 Jahre, schlank) habe mich heute dazu entschlossen mich hier anzumelden, da ich mir nicht sicher bin, ob ich in guter ärtzlicher Behandlung bin bzw. ob meine Ärtze über genügend Kompetenz verfügen. Ich beschreibe dazu mal meinen Leidensweg:

Seit einiger Zeit (ca. 1-2 Jahren) habe ich Probleme mit der Verdauung. Soll heißen, dass ich öfters Blähungen bekomme (damit fing es an), starke Magen- und Darmgeräusche (Grummeln) habe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Stuhlunregelmäßigkeiten (Stuhl ist weicher, heller, schleimiger, manchmal auch Durchfall). Gewicht habe ich auch etwas verloren, wenn auch nicht viel, aber ich bin von natura sehr schlank und brauche jedes Kilogramm ;-D . Diese Probleme wurden in letzter Zeit tendenziell schlimmer. Zeitweise war es mal weniger, zeitweise mal mehr. Gut war es aber nie. Nun ja ich entschied mich also schließlich vor ca. 6 Monaten zum Arzt zu gehen, da ich den Eindruck hatte, dass meine Verdauungsprobleme nicht mehr normal sein können (Eigentlich gehe ich nicht wegen jedem Furz zum Arzt, hier schien es mir jedoch angebracht). Allerdings entwickelte sich parallel dazu ein anderes Phänomen: Ich wurde immer schläfriger. Soll heißen, dass ich mehr Schlaf brauche als früher und mittlerweile regelmäßig bei Vorträgen, beim Lesen, beim Fernsehen, beim Zuhören und anderen ruhigen Aktivitäten einschlafe. Es ist teilweise so, dass ich gar nichts gegen diese Einschlafattacken bzw. Tagesschläfrigkeit machen kann. Irgendwann werde ich so müde, dass ich einschlafe und direkt anfange zu träumen (meist richtig wirres Zeug), obwohl ich mich wirklich anstrenge wach zu bleiben! Das sieht für Außenstehende vielleicht lustig aus, da mir die Augen immer sekundenweise zufallen und es so aussieht als wäre ich komplett übermüdet. Allerdings passiert mir das auch nach 9h Schlaf noch teilweise und stört extrem beim Lernen z.B. Generell muss ich sagen, dass ich auch nur echt schwer aufstehen kann (auch nach 8h Schlaf bin ich noch komplett erschöpft und schlaf manchmal nach dem Wecker ausmachen wieder ein) und wenn ich aufgestanden bin, bin ich richtig lange im "Schlafmodus", also ich bin im Kopf noch komplett schläfrig und auch meine Bewegungen sind motorisch auf dem Level eines 80 Jährigen. Ich brauche einfach ewig um wach zu werden und schlafe bei nächster Gelegenheit wieder ein. Schlafen tue ich so gut wie immer durch und lange genug (7-9h).

So nun wieder zum Magen-Darm-Problem: Ich sollte gesünder essen, habe verschiedene Tabletten gegen Blähungen und Pantoprazol bekommen und sollte dann schauen, ob es besser wird. Es wurde nicht besser und ich konnte kein Lebensmittel ausfindig machen, auf das ich besonders schlecht reagiere. Tendenziell geht es mir nach fettigen Speisen aber schlechter. Kaffee und schwarzen/grünen Tee bezahle ich mit Magenschmerzen und flüssigerem Stuhlgang. Dann wurde Blut abgenommen (Gamma-GT war bei 140 oder so, also zu hoch; nach einer Woche allerdings wieder normal. Zu der Zeit habe ich keinen Alkohol getrunken oder sonstiges). Alle anderen Blutwerte waren in Ordnung (Schilddrüse, Eisen, etc.). Irgendwann wurde dann eine Sonographie vom Abdomen gemacht, alles i.O. außer einer Verkalkung. Zeitgleich sollte ich eine Stuhlprobe abgeben: Hierbei war der Calprotectin-Wert bei 139, also auch zu hoch. Von da an wurde ich unter Verdacht auf Morbus Crohn bzw. CED behandelt. Im Juni war ich zum MRT des Abdomens: Ohne Befund. Hatte dann im Juli eine Gastros- und Koloskopie mit Biopsie. Bei beiden Untersuchungen und den Gewebeentnahmen kam nichts bei heraus - ohne Befund. Allerdings habe ich eine Gastritis und meine Darmwand ist sehr empfindlich (und wurde auch bei der Untersuchung verletzt...). Nun hieß es also: "Sie haben keine Darmentzündung und auch sonst sieht alles gut aus, ihre Gastritis ist normal, da macht man nichts gegen. Sie können höchstens Pantoprazol o.ä. nehmen." Als ich dann sagte, dass ich immer noch die Symptome habe und auch in meinem Urlaub, obwohl ich wirklich ausgiebig (meist 9h) geschlafen habe, oftmals Einschlafattacken und Konzentrationsstörungen habe und meine Verdauung immer noch nicht gut funktioniert, wurde ich nun an einen Psychotherapeuten verwiesen, der sich meiner annehmen soll. Einen Termin habe ich noch nicht, allerdings werde ich berichten was bei rumgekommen ist. An meiner Situation hat sich stressmäßig, psychisch, o.ä. nichts geändert, da ich seit 3 Jahren studiere. Gerade nach erfolgreichem Abschluss des Bachelors, war ich meiner Meinung nach sehr entspannt und hatte trotzdem Magen-Darm-/Schlärigkeitsprobleme.

Liegen die Ärzte da so richtig, dass es nun nicht mehr etwas organisches sein kann, sondern psychosomatisch (trotz eines erhöhten Calprotectin-Wertes) sein muss oder kann es sein dass eine Entzündung auf die oben beschriebenen Weisen unentdeckt geblieben ist (z.B. Dünndarm, obwohl Biopsie der Ileozäkalklappe ohne Befund)? Ich komme mir vor wie nicht ernst genommen und habe auch keine Lust mehr ständig zum Arzt rennen zu müssen. Das hier beschriebene klingt recht kurzweilig, aber ich war locker 20 x beim Arzt und beim Internisten...

Danke für eure Bemühungen und viele grüße,

Antworten
EFmaxx


Hallo Regular91,

du bist nun einer der vielen Foriumsteilnehmern/innen die sagen, welche Probleme sie haben und was ihnen weh tut, dabei aber alle Daten zu ihrem Körper und ihren Lebensumständen verschweigen.

Jeder Arzt, an du dich wegen deiner Probleme wenden würdest, wird (oder sollte zumindest) erst einmal fragen bzw.feststellen:

Dazu musste ich schon viele Fragebögen bei allen mögliche Fachärzten ausfüllen und ich hatte jedesmal den Eindruck, dass dieser Arzt nicht nur sein spezielles Fachgebiet betrachtet sonden einen Blick aus Ganze hat. Daher meine Frage:

Körpergröße / Gewicht

Wesentliche Vorerkrankungen, evtl Operationen?

Verschleppte Infektionskrankheiten?

Blutdruck, Puls

Welche Medikamente nimmst du seit wann /in der Vergangenheit?

Ernährung (vollwertig, eiweißreich, vegetarisch, Kohlehydrat-betont/arm, Gewürze/Kräuter, Art der Fette)

Rauchen? sonstige Drogen?

Alkohol, in welchen Mengen?

Lebensalltag: mehr sitzend oder bewegend? Stress im Beruf oder in der Nachbarschaft?

Sport? Was und wieviel.

Empfindungen in der Natur bei extremen Bedingungen.

Mit freundlichen Grüßen

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