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Seit Jahren Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, ...

pWroll4ibollxi hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

da mein Hausarzt im Urlaub ist und ich total verzweifelt bin, frage ich einfach mal euch um Rat.

Trotz Magenspiegelung (2006, 2009), Darmspiegelung (2009) und MRT Sellink (2009) ist absolut nichts diagnostiziert worden.

Ich bin 23 und das ganze geht jetzt seit 11 Jahren so.

Von Geburt an: teils sehr heftige Verstopfung

12 Jahre: plötzliche Übelkeit, die fast immer da ist (kann sie sehr oft im Hals lokalisieren; in den letzten Jahren ist dieses "Übelkeitsgefühl" auch um den Bauchnabel herum spürbar);

Diagnose: Laktoseintoleranz und eine Fructosemalabsorption (Ernährung radikal umgestellt; keine Besserung); es folgten Blähbauch und Blähungen. Plötzlich Bauchschmerzen bei Verstopfung. Emetophobie (panische Angst vor Erbrechen) entwickelt.

19 Jahre: Da ich mir in der 13. Klasse (2011) keine Fehltage erlauben wollte, habe ich meinen Essensplan weiter radikal eingeschränkt und aufgrund der Übelkeit nur noch Weißmehlprodukte und Naturjoghurt mit Haferflocken essen können. Von dem Joghurt und den Haferflocken war mir allerdings auch kotzübel, weil mir immer schlecht ist, wenn ich weichen (normalen) Stuhl habe.

22 Jahre: esse gezwungenermaßen nur noch Brötchen/Baguette ohne Belag und trinke nur noch Wasser. Die Übelkeit ist seither wesentlich besser, aber die Verstopfung ist extrem schlimm.

Mein neuestes Sorgenkind ist seit dieser Umstellung, dass ich manchmal nachts zwischen 1-3 h mit schrecklichen Darmkrämpfen im linken Unterbauch aufwache und Durchfall habe. Ich kann den Darmabschnitt sogar richtig ertasten (weil der Stuhl so hart ist?). Das läuft dann in Wellen ab: Krämpfe, Durchfall, nichts, Krämpfe, Durchfall, nichts,...

Der Durchfall ist aber nicht wässrig, sondern eher breiig und schleimig und braun bis bräunlich-gelb.

Ich weiß, dass meine Ernährung beschissen ist, aber es geht nicht anders. Wegen der Emetophobie traue ich mich außerdem nicht, wieder vielfältiger zu essen. Nehme jeden Tag eine Centrum, um wenigstens "etwas" Gutes zu tun.

Psyche schließe ich aus, weil eine zweijährige Psychotherapie absolut nichts gebracht hat (hat anscheinend alles schlimmer gemacht).

Tut mir leid, dass das so ein langer Text geworden ist, aber ich hoffe so sehr, dass jemand ähnliche Beschwerden hat und vielleicht weiß, was los ist :-(

Antworten
G}oldelnOldixe


Wurde eine Glutenunverträglichkeit ausgeschlossen?

kQleAineQr_draGchenstexrn


Zwischen 2009 und 2015 liegt ein sehr langer Zeitraum.

Sehr viele Darmerkrankungen sind nicht leicht zu diagnostizieren und oft dauert es Jahre, bis Menschen eine Diagnose bekommt.

Will heißen: nur weil einmal nichts gefunden wurde, heißt das nicht, dass amn 6 Jahre später nicht etwas finden würde.

Aber auch ich schließe mich an: es gibt im Bereich der Weizenunverträglichkeit viel mehr als nur Zöllikalie, das ist inzwischen auch von den meisten Ärzten im bereich Gastroenterologie anerkannt, z.B. die Weizensenibilität und vieles mehr. Wenn deine Beschwerden vor allem daher kommen, dass du Weizen und/ oder Gluten nicht verträgst, machst du das mit deiner Ernährung nämlich immer schlimmer.

Außerdem musst du dringend deine Ernährung wieder schrittweise erweitern, sonst wird das immer schlimmer und gar nichts essen ist mit leben nicht vereinbar.

pVelzti[erx86


auch bei dir sollte man mal eine Tranistzeitmessung/Hinton-Test machen...könnte evtl. ein kurzer Morbus Hirschsprung oder ähnlich angeborene Motilitätsstörungen sein.

Ahpyr enxa


Oh je, das hört sich schlimm an!! Ich kann nachvollziehen, wie übel es dir damit geht, ich esse seit 7,5 Jahren auch nur drei Nahrungsmittel. Das ist echt besch..., wobei ich mit denen dann Gott sei Dank symptomfrei bin.

Ich würde dir einen Totalcheck empfehlen:

Nahrungsmittelallergien per Haut- oder Bluttest

Pollenallergien wegen der Kreuzallergien zu den Nahrungsmitteln

Atemtest auf die Unverträglichkeit Sorbit (Laktose und Fruktose hast du ja schon)

Histaminunverträglichkeit per Stuhl

Salicylunverträglichkeit per Blut (keine Kassenleistung)

Sowie Tests für die Schilddrüse und Bauchspeicheldrüse.

Dann hast du das Wichtigste abgeklärt und das ist dringend nötig.

pWronll#ibo|lxli


Vielen Dank für eure Antworten :-)

Sorbitintoleranz habe ich auch.

Eine ganz leichte Schilddrüsenunterfunktion liegt auch vor. Allerdings sagte ein Endokrinologe 2014, dass das nicht für meine Beschwerden verantwortlich wäre. Als ich noch klein war (vielleicht fünf Jahre alt), habe ich auch Jodtabletten deshalb genommen. Die Verstopfung ist in der Zeit nicht besser gewesen.

Zöliakie wurde ausgeschlossen; eine entsprechende Biopsie erfolgte bei der ersten Magenspiegelung.

An Morbus Hirschsprung habe ich auch schon gedacht. Als ich das letzte Mal beim Gastroenterologen war (also 2013), habe ich das sogar angesprochen. Der hat mich nur genervt abgewimmelt.

Wenn man kein Otto Normalpatient ist, passiert das leider häufiger. Da wird dann nur gesagt, dass man sein Movicol trinken muss und lernen sollte, mit seinen Wehwehchen zu leben %-|

A_pyre!na


Mal zusammengefasst:

Du hast eine Laktose-, Fruktose-, Sorbitunverträglichkeit und Probleme mit der Schilddrüse.

Und du isst nur trockene Semmeln und trinkst nur Wasser?

In Semmeln ist Laktose drin, aber das dürfte deine massiven Beschwerden nicht auslösen. Dass dir von Joghurt schlecht ist, das ist klar, da ist Laktose drin.

Die Aussage mit dem Movicol ist wohl ein Hohn, oder? Bei den Beschwerden und dem Essen!!! Und bei noch nicht ausreichender Abklärung der Ursachen!!!

Welche Abklärungen sind denn geplant?

pwrolGlibollxi


Hello again,

in den Brötchen ist keine Laktose und der Joghurt ist ebenfalls laktosefrei (außerdem esse ich seit fast zwei Jahren keinen Joghurt mehr).

Und das Movicol hat noch nie richtig funktioniert.

Wenn einem von allem schlecht wird, eliminiert man eben alles potenziell "Gefährliche".

Meine Hausärztin hatte dafür im Übrigen Verständnis. War gestern dort.

Habe für den 3.12. einen Termin beim Gastroenterologen. Es wird zwar erst einmal besprochen, was gemacht werden soll, aber es wird wohl auf eine erneute Darmspiegelung hinauslaufen. Zumindest soll Morbus Crohn o. Ä. ausgeschlossen (bestätigt?) werden.

A[pyrRenxa


Wenn dir von allem schlecht wird, ist doch auch der Magen betroffen. Wird das nicht untersucht? Hattest du schon mal eine Untersuchung auf Heliobacter?

pqrQolvlibollxi


Ja, bei beiden Magenspiegelungen wurde Helicobacter ausgeschlossen.

Die Übelkeit kommt gefühlt nicht vom Magen. Die ist eher im Hals (Kehlkopfregion, aber nicht genau lokalisierbar) und irgendwo im Darm (nicht immer an der selben Stelle).

Mir ist auch nicht immer beim oder kurz nach dem Essen schlecht, sondern völlig unabhängig vom Essen (auch bei leerem Magen).

Da Morbus Crohn stellenweise im gesamten Verdauungstrakt vorkommen kann, würde diese Diagnose ja ganz gut passen. Ich glaube aber nicht, dass es MC ist, weil ich diese Beschwerden schon lange vor der Darmspiegelung hatte und bis auf einen (Zitat) "wunderschönen Darm" nichts gefunden wurde. :-/ Dann hieß es nur: wenn man nichts findet, ist das auch eine Diagnose (und damit meinte der Doc, dass ich 'ne Klatsche hätte). :-(

m"uhkuih2k


Ich werfe mal mein Steppenpferd in den Ring: Wurde auf eine Dünndarmfehlbesiedlung getestet? Würde ziemlich gut zu den positiven Tests auf Fruktose Sorbit und Laktose passen. Ich vermute das wurde per Atemtest gemacht oder? Weißt du noch wie schnell die Werte damals angestiegen sind?

Wie schaut es denn mit der Verträglichkeit von Fett und Eiweiß aus? Also verträgst du bspw. gedünsteten Fisch (ohne alles)? Wie ist es mit Rührei?

pbrollib3olli


Ob eine Dünndarmfehlbesiedlung vorliegt, wurde meines Wissens nach noch nicht untersucht. Das Thema werde ich definitiv beim Gastroenterologen ansprechen. Wenn er noch mal überall reinschauen möchte, soll er dieses Mal gefälligst alles überprüfen.

Zu Eiweiß und Fett: mir ist nie aufgefallen, dass ich eines davon nicht vertragen hätte. Vor meiner Brötchendiät ist mir schlichtweg immer schlecht gewesen. Jetzt gibt es wenigstens Phasen (teilweise sogar mal einen ganzen Tag), in denen mir nicht schlecht ist.

p;rol&lmibolli


Ach, fast vergessen: zu den Werten der Atemtests kann ich nichts sagen, weil mir nie eine Kurve oder so mitgegeben wurde. Ich wusste bis vor Kurzem nicht mal, dass man sowas bekommt. Dabei habe ich diese Tests dreimal gemacht:

1. Gastroenterologe: Laktose und Fruktose positiv

2. Krankenhaus: Laktose positiv, Fruktose negativ ":/

3. Hausarzt: Laktose und Fruktose positiv

Es wurde immer nur gesagt, dass bereits der Anstieg nach der ersten Messung sehr steil gewesen wäre und dass die Ergebnisse sehr deutlich ausgefallen wären.

Avpy4renxa


Wenn dir nicht aufgefallen ist, dass du Fett und Eiweiß nicht verträgst, warum isst du es dann nicht mehr? Hast du schon mal Verdauungsenzyme zum Essen genommen (bei Fett und / oder Eiweiß)? Ich würde dich nochmal drängen Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse untersuchen zu lassen.

Und bei fruktosearmem Gemüse wird dir auch schlecht?

Hast du mal deine Hormone checken lassen ??? In der Schwangerschaft ist es einem ja auch oft dauernd übel. Hormonbedingt und unabhängig vom Essen. Geh' doch mal zu deinem Frauenarzt?

m"u6hkuWh2xk


@ prollibolli

Weißt du noch wie schnell du darauf reagiert hast? Unter einer Stunde nach Einnahme?

@ Apyrena

:)^

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